Beiträge von Conni

    Hallo ihr,

    Zitat

    Original von Panama
    Dann dürfte man an Stationen den Buchstaben weder kneten, noch ablaufen etc., weil all diese Dinge eine zusätzliche Belastung darstellen, da auch bei diesen Stationen die optische Leistung mit der motorischen gekoppelt wird, wie bei der Lautegbärde!

    Genau diese Ansicht wird auch von manchen Lerntherapeuten / Schulpsychologen vertreten. (Ich stelle das hier ohne Bewertung so hin, ich habe zu wenig Erfahrung, um es einschätzen zu können.)

    nani
    Ich habe auch noch nie ein reines LdS ausprobiert, das ist mir in einer sozial schwachen Gegend mit sehr jung eingeschulten Kindern zu heikel.
    Ich habe in meinem letzten Jahrgang LdS kombiniert mit Silbenlesen (ab der 7. Schulwoche) und Buchstabenwochen (ab der 6. Schulwoche). Ein Kind verstand in der 3. Woche das Lesen ohne mein Zutun, 5 vor den Herbstferien allein durch das Schreiben, durch das Silbenlesen kamen dann nochmal einige Kinder hinzu. Die letzten haben die Synthese erst kurz vor den Osterferien verstanden. Wobei ich das sehr spät fand, diese Kinder sind auch heute noch schwache Leser - mit einer Ausnahme, dieses Kind ist ein leistungsstarker Leser geworden, es war ein sehr jung eingeschultes Kind mit einigen Schwierigkeiten in Klasse 1.
    In den Orientierungsarbeiten waren alle 3 Klassen unserer Schule durchschnittlich. (Meine Kolleginnen haben anders gearbeitet.)

    In meiner jetzigen Klasse habe ich schon in der 3. Schulwoche die ersten Leseübungen gemacht, ganz kurz und sporadisch, inzwischen 2 bis 4mal pro Woche, je nach Teilungsmöglichkeiten (jahrgangsgemischte Klasse).
    Zusätzlich habe ich mit nach Hause ein Übungsblatt gegeben. Darauf stehen ein paar einfache Silben mit den Buchstaben aus den bisherigen Buchstabenwochen und ein paar kleine Wörter. Den Eltern habe ich gesagt, sie helfen ihrem Kind durch das regelmäßige, aber nicht zu lange Üben. Wenn das Verschleifen schon klappt, ok. Wenn es noch nicht klappt, sollen sie sich die Wörter lautieren lassen.
    Von 10 Kindern können inzwischen 3 kleine Wörter lesen, einer hat das Verschleifen noch nicht verstanden. Von den restlichen 6 lesen ein paar einfachste Silben (Dauerkonsonant - Vokal) mit etwas Mühe, andere lesen auch schon etwas schwierigere Silben (Vokal - Dauerkonsonant oder Plosiv - Vokal). Wenn sie ein Wort vor sich haben, tendieren sie aber zum Raten. Ich bin sehr begeistert, dass die Kinder schon so viel können. Sie kamen aber auch schon mit weiter entwickelten Fähigkeiten in die Schule als meine letzte Klasse.

    Ich weiß, wie unsicher ich beim letzten Jahrgang war, aber nun hat sich das etwas gelegt. Mach dir also möglichst wenig Sorgen: Die Kinder werden lesen lernen und in einem halben oder einem Jahr wirst du stolz darauf sein, dass du das zum ersten Mal initiiert hast.

    Grüße,
    Conni

    Heute hat ein Zweitklässler gesagt: "... zieh die Hose runter, mach die Beine breit!"
    Und ein paar ratlose Kinder fragten mich, was das heißt und dass es doch zu kalt wäre. :rofl: Immerhin kenne ich nun einen Spruch mehr. (Das Kind hatte es von der pubertierenden Schwester.)

    Conni

    Zuerst den Eltern andere Wörter beibringen?
    Ignorieren?
    Sich freuen, dass es "nur" das ist und keine anderen Wörter?

    Con * in einem Einzugsgebiet mit sozialen Problemen ist alles einfacher * ni,

    @Musikkatze

    Ich halte das für eine normale Musikstunde im 1. Schuljahr. Die Kinder haben einen großen Bewegungsdrang, den leben sie dort aus wo es möglich ist: Turnhalle, Pausenhof, Flur, Musikraum etc.
    Und sie haben schon gelernt, dass Lehrer das Balgen nicht gut finden, wenn sie es sehen. Also machen sie es nur, wenn du es nicht siehst. Sie akzeptieren dich also als Lehrerin / Chefin. ;)

    Ich habe im letzten Jahr mal mit Wochenstempeln gearbeitet: Am Ende der Woche gab es einen Stempel fürs Verhalten im Unterricht. Das hat bei einem Teil der Kinder gewirkt.
    Dann hatte ich in Instrumental-Musizierstunden einen Smiley an der Tafel und habe bei jeder Störung einen Teil abgewischt (ein Haar, ein Auge, ein Nasenloch etc. - anfangs hatte ich allerdings 12 Teile). Wenn alle weg waren, wurden die Instrumente eingesammelt. Das war für die Erstklässler eine klare Regelung. Bei den ersten Malen haben sie es oft erst nach dem 6. oder 8. weggewischten Teil mitbekommen, dass ich es ernst meine, dann brauchten sie eine Weile, um sich einzukriegen --> Instrumente wurden eingesammelt. Nachdem wir das ein paar Mal durchgezogen hatten, konnten sie das ganze so dosieren, dass mindestens die Gesichtsumrisse vom Smiley an der Tafel blieben und wir recht viel mit Instrumenten machen konnten.

    Ich hatte im letzten Schuljahr 2mal wöchentlich 5. Stunde Musik, das war sehr anstrengend. A
    ls Klassenleiterin habe ich den Vorteil, dass ich das dosieren kann: Hier mal 15 min, dort mal 30, auch mal eine Unterrichtsstunde, aber doch eher kürzere Phasen zur Auflockerung, das macht sich weitaus besser.

    Den ultimativen Tipp habe ich nicht, aber dein Unterricht hört sich schonmal sehr abwechslungsreich an.

    Conni
    PS: Ein guter Lehrer, wechselt die CDs hinter dem Rücken, während er die Klasse im Blick hat, ein Lied auf der Gitarre begleitet und zum Lied ein künstlerisch ansprechendes Bild an die Tafel zeichnet - selbstverständlich auch ohne hinzuschaun. Ich denke, das sollten wir im Studium / Vorbereitungsdienst alle gelernt haben! :D

    Eine Ärztin aus unserer Schulumgebung erzählte mir, dass das was mit der Dominanz bzw. Verknüpfung der Gehirnhälften zu tun hat. Die Linke versteht Sprache besonders gut, die Rechte Melodien. Mir wurde geraten, mit einem Kind, bei welchem die linke Gehirnhälfte nicht altersgerecht entwickelt ist, stets melodiös und fast singend zu reden, weil es mit der rechten kompensiert.
    Mach ich manchmal mit der ganzen Klasse. Nämlich dann, wenn sie nach dem 10. Ansagen immer noch nicht etwas aus- weggepackt o.ä. haben. Und dann gehts ganz schnell, könnte aber auch sein, dass sie wieder eine normale Lehrerin wollen und keine verrückte. :D

    Conni

    Zitat

    Original von Melosine
    Und es stellt sich mir die alles entscheidende Frage: was ist mit Grundschullehrerinnen? Dürfen die noch, ähm, Sex haben?

    Also was du du so denkst! Grundschullehrerinnen lassen sich regelmäßig von ihren Schüler/innen mit geeigneten Kinderbüchern aufklären! (Du früher, da war ich mal im Bauch von der Mama, aber jetzt ist da eine Schwester drin. Meinst du die wird schwul?)

    Conni

    Kann mich den Vorschreiberinnen anschließen.
    Die Zeit, die man am Anfang in das Sozialverhalten investiert, zahlt sich später aus. Ich war mit meiner ersten eigenen Klasse auch mal 5 Buchstaben zurück - und hatte meckernde Eltern auf der Matte. Heute wird meine Klasse wegen ihres Zusammenhaltes gelobt und ist leistungsmäßig gleichauf mit den Parallelklassen.
    Allerdings habe ich auch nicht alles gemacht: Buchstabe kneten und prickeln und backen und legen und auf dem Seil gehen und und und geht nicht. Bei mir kneten die Kinder und ein Puzzle gibt es als Wahlaufgabe im Wochenplan.

    Und auch jetzt habe ich wieder eher das Gefühl zu hetzen, statt das Ganze in Ruhe anzugehen, besonders bei den Zweitklässlern, die ja nächstes Jahr in die 3. Klasse müssen.

    Grüße und viel Spaß und Erfolg mit den Kleinen,
    Conni

    Bei uns waren sie auch schon, allerdings anderes Bundesland.

    Ich kann yulas Beitrag unterschreiben. Schwarz gekleidete Menschen, vor denen die jüngeren Kinder total eingeschüchtert waren, die nicht auf Fragen der Kinder reagiert haben. Normalen Unterricht wollten sie nicht sehen, sondern am besten von allen Referendariatsstunden. Mit einem Raumwechsel einen Raum weiter (weil dort die Computer standen) kamen sie leider auch nicht klar und haben 5 Minuten mit mir diskutiert, ob ich die Lehrerin bin, die sie suchten, ob ich gerade die Klasse hatte, die sie suchten und warum die Klasse nicht in dem Raum sei, den sie auf der Liste hatten.
    Sie wollten Klippern ab Klasse 1 sehen. Ganz wichtig: Am Ende jeder Stunde eine Reflexion über die Lerninhalte der Stunde, auch wenn die Kinder etwas ausgeschnitten und zusammen geklebt haben.

    "Beschreibe, wie du mit dem Klebstoff gearbeitet hast!"
    "Also meiner klebt gar nicht!"
    "Meinen hatte ich an Händen und Unterarmen und er klebt sehr gut!"
    "Ich habe mir meine Hände mit meinem Kleber ins Gesicht geklebt."
    "Meinen habe ich probiert und er war besser als mein Schulbrot!"
    "Ich mag am liebsten Leberwurst!"
    "Und ich Käse!"
    "Ich mag lieber Milchschnitte!"
    "Wiederhole die Regeln zum Umgang mit der Schere!"
    "Also wir sollen die nicht dem Banknachbarn in die Nase bohren so wie ich vorhin."
    "Und wir schneiden nicht unsere T-Shirts kaputt."
    "Jaa, die ist voll scharf, ich blute fast!"
    "Ich hab mich auch fast geschnitten!"
    "Ich hab mir schonmal das Bein abgeschnitten mit einer Schere!"
    "Und ich das Ohr!"
    "Ich bin auch schonmal vom Klettergerüst gefallen!"
    "Und ich hab mich mal so doll an Leberwurst verschluckt, dass ich tot war und wiederbeatmet werden musste!"
    "Ihh, du bist tot?"


    Conni, schulgeschädigt. :rolleyes:

    Zusätzlich könnte ich mir vorstellen, dass ein nicht speziell ausgebildeter Hund auch ein potenzielles Risiko darstellt - falls er doch mal jemanden beißt (egal wie gutmütig das Tier ist) - geht das bestimmt für den Hundebesitzer nicht gut aus bzw. bei Gericht weiter.

    Wir hatten allerdings mal eine Schulpsychologin mit Therapiehund. Der war ein Labrador (gutmütige Rasse) und speziell ausgebildet für den Einsatz in Altenheimen etc. Die Psychologin erklärte, dass das Tier vor lauten Kindern ausweicht und dadurch besonders Kinder mit lautem Umgangston, die gern den Hund streicheln wollen, lernen müssen, dass sie sich vorsichtiger verhalten müssen und dadurch wird dann auch das Verhalten gegenüber Mitmenschen verändert. Wir waren jedenfalls dann draußen mit dem Hund und die Kinder durften Stöckchen werfen üben. :)

    Conni

    Siehe meinen Beitrag auf der 1. Seite.
    Zusätzliche Reflexionsmöglichkeiten: Arbeitsregeln. Vorher ansagen, worauf an dem Tag besonders geachtet wird, am Ende auswerten.
    Oder am Ende nochmal zusammen fassen, was die Kinder in dieser Stunde gelernt / gemacht haben und zu Hause erzählen können.

    Conni

    Hallo Scruffy,

    Gitarre am besten in einem Kurs (z.B. VHS) lernen. Selber beibringen kann auch viele Fehler einschleifen.

    Zu einer guten Singstimme führt meiner Meinung nach nur Gesangsunterricht oder sängerische Stimmbildung, insbesondere, wenn du in den oberen Lagen mehr Volumen haben willst. Eventuell ein guter Chor, aber die wollen was vorgesungen haben. Und dann auch drauf achten, ob die wirklich Stimmbildung machen, denn auch da kann man falsche Stimmbenutzung auch noch verstärken, wenn nicht drauf geachtet wird.

    Wenn es um die Sprechstimme geht, reicht auch Sprecherziehung und auch da gibts Kurse in der VHS.

    Viel Erfolg,
    Conni

    Bei der GEW gibts ab und an mal Gesprächsführung oder Zeitmanagement oder Stressmanagement.
    Gesprächsführung gibts auch bei der VHS, Stimmtraining oder Rhetorik z.T. auch. Da könntest du auch nach "NLP" suchen, da steckt das manchmal mit drin.

    Conni

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