Studier das, was dir Freude bereitet, dich begeistert und worin du gut bist, sprich tob dich in dem Fall vorrangig im Bereich der Geisteswissenschaften aus.
An Schulen der SEK.I gibt es teilweise (je nach Schule und Schulart) das Klassenlehrerprinzip. Mit lediglich zwei Nebenfächern müsstest du dabei eine Menge Fächer fachfremd zusätzlich machen, um genügend Stunden haben zu können in der eigenen Klasse. Ein schulisches Hauptfach wie Deutsch- möglicherweise auch als drittes Fach, um direkt mehr Fächer an der Hand zu haben- an der Hand zu haben kann das etwas leichter machen.
Ich kenne mich mit der Situation in Hessen, bzw. Frankfurt nicht aus in der Sek.I, möglicherweise können aber Alterra , s3g4 oder auch Schmidt etwas dazu schreiben, auch wenn sie an anderen Schulformen tätig sind. Hier in BW würdest du aber auf jeden Fall im Bereich der SEK.I einen Refplatz erhalten, da BW alle Bewerber: innen ausbildet, nicht nur eine begrenzte Platzanzahl hat, wie manch andere Bundesländer. Möglicherweise könnte also auch das ein Weg für dich in den Beruf sein, ggf. für das Ref erst einmal das Bundesland zu wechseln.
Ich bin zwar keine Deutschlehrkraft, aber das Grundziel als Lehrperson besteht nicht darin, dass du den Inhalt großzügig bewertest, sondern dass du sicherstellst, dass dieser bestimmten Kriterien genügt. Gerade in Deutsch und in der SEK.I reicht es auch nicht aus Fehler bei Rechtschreibung und Grammatik lediglich anzustreichen, sondern es ist an vielen Stellen unerlässlich eine - zeitaufwendige- Positivkorrektur zu machen.
Zumindest in anderen, für dich potentiell interessanten Fächern als Deutsch (Geschichte, PoWi/ Wirtschaft, Ethik, Geo) gibt es aber durchaus Möglichkeiten in der SEK.I korrekturfreundliche Klassenarbeiten zu erstellen, ohne deshalb Noten zu verschenken oder auch zu großzügig zu bewerten bzw. zu korrigieren. Ich arbeite an einer Realschule sowohl im Hauptschulzug, als auch im Realschulzug. Vor allem im Hauptschulzug ist es mit etwas Übung und Erfahrung sehr unproblematisch korrekturfreundliche, aber dennoch anspruchsvolle Arbeiten zu erstellen. Im Realschulzug wird das spätestens ab Klasse 8 erheblich schwieriger, aber auch dort kann man sich zumindest maßgeblich entlasten durch kluge Aufgabenerstellung.
Mein Hinweis an dich: Mach vielleicht ein Praktikum an einer Schule, um dir noch einmal aus der anderen Perspektive ein paar Fächer anzusehen, vor Ort Fragen stellen zu können und für dich zu prüfen, welche Fächer letztlich tatsächlich infrage kommen für dich.