Beiträge von CDL

    Es ist nicht seriös, wenn ich meine Daten bei diesem Vergleichsrechner (Link siehe oben) eingebe und feststelle, dass ich nicht zu den 10-15% Reichsten im Lande gehöre sondern 46% in Deutschland mehr Geld zur Verfügung haben als ich?

    Du hast verstanden, was ich mit „Freiheit in der Lebensführung“ meinte? Dir ist bewusst, dass die Mehrheit der Lehrkräfte niemals A14 bekommen wird, weil das in ihren Schulformen höchstens (stellvertretenden) Schulleitungen vorbehalten ist und diese es dennoch schaffen zur Arbeit zu fahren, ihre KV zu finanzieren, ihre Wohnung und Familie zu finanzieren, Urlaube, Kleidung und das auch ohne reiche Ehepartner, die viel mehr verdienen würden? Dann hör doch einfach auf, dich beständig künstlich arm zu rechnen. A14 ist weit entfernt von jedweder Definition von Armut, sondern bedeutet, dass du bedeutend besser verdienst als die Mehrheit der Bevölkerung dieses Landes.

    Es gibt sogar Nobelpreisträger der Naturwissenschaften, welche die Theorie(!) einer klimabedingten Apokalypse anzweifeln.

    Auch intelligente Menschen können halt ziemlich ignorante Idioten sein, die sich lieber in ihren Meinungsblasen suhlen, als anzuerkennen, dass der Klimawandel keine bloße Theorie ist. Dazu muss man dann allerdings bereit sein, seine übertriebene Wortwahl von der „Apokalypse“ einfach mal wegzupackenden und stattdessen die Fakten zu betrachten. Solche Kampfrhetorik kann den Blick blenden.

    • GKV, da Gesundheitsprüfung bei der PKV nicht geschafft
    • Pendelstrecke 120km einfach
    • Stiefkinder, für die ich keine Zulage bekomme, aber selbstverständlich zahle

    Nochnichtirre Reicht das so grob als Erklärung?

    Dass deine Situation nicht repräsentativ ist für sämtliche Lehrkräfte mit A14 ist dir bewusst? Dass du selbst die Freiheit hattest zu entscheiden in dem alten, sanierungsbedürftigen Haus zu bleiben, welches 120 km Pendelstrecke zur Folge hat ist dir ebenfalls bewusst?

    Ich versteh, dass in deinem Fall einige spezielle Konstellationen zusammenkommen, aber dich deshalb künstlich arm zu rechnen, obgleich du dir all das halt auch schlicht und ergreifend leisten kannst an Freiheit in der Lebensführung, was du dir damit eben leisten möchtest ist nicht seriös.

    chemikus08 dürfte das wissen oder alternativ auch deine Gewerkschaft.

    Ich weiß es nicht, kann mir aber eigentlich nicht vorstellen, dass die PE schulbezogen wäre, sondern würde davon ausgehen, dass diese als Qualifikation auch bei einem Schulwechsel gültig bleibt, so dass du dich einfach auf PE- Stellen andernorts bewerben kannst. Ob eine Stelle dann befristet oder unbefristet ist hängt von der Ausschreibung ab. Nachdem das, was man sich mit gesundem Menschenverstand vorstellen kann aber nicht immer der Weisheit letzter Schluss ist im Schuldienst, hoffe ich für dich, dass Chemikus das noch gesichert weiß und hier antwortet.

    Ich kenne auch nur Reduzierung bei Verlängerung durch nicht bestandene Lehrproben (am Ende). Meine Freundin hat wegen Schwangerschaft den 1. Teil verlängert und ebenfalls keinen Abzug hinnehmen müssen.

    Und Fernunterricht und Corona sind wirklich besondere Gründe.

    Wenn der erste Ausbildungsabschnitt wegen Zweifeln an der Befähigung verlängert werden MUSS, dann gibt es ebenfalls eine Reduzierung der Bezüge. Das gilt also nicht nur, wenn man am Ende wegen nicht bestandener Lehrproben verlängern muss.

    Ich möchte jetzt nicht alles lesen, muss korrigieren, aber ich habe in der Schule gelernt, Deutschland habe eine wehrhafte Demokratie (als Folge auf die Weimarer Republik).

    Stimmt das nicht mehr? Wenn ja, wann wurde das geändert?

    Das wurde natürlich nicht geändert und kann auch gar nicht geändert werden.

    Eine Verlängerung des ersten Ausbildungsabschnitts (das bedeutet, dass keine Befähigung zum eigenständigen Unterricht ausgesprochen werden konnte, und geht mit einer Reduzierung der Bezüge einher) würde ich jetzt nicht als positive Erfahrung einordnen.

    Aber schön, wenn es für dich gepasst hat und der Weg der richtige war.

    Bei einer freiwilligen Verlängerung besteht kein Zweifel an der Befähigung oder zumindest nicht zwangsläufig, weshalb es auch nicht zwangsläufig zu einer Reduzierung der Bezüge kommt. Ich habe den ersten Ausbildungsabschnitt im Ref ebenfalls freiwillig verlängert gehabt, wäre problemlos in den zweiten Ausbildungsabschnitt versetzt worden. Das Seminar konnte meine Gründe für die freiwillige Verlängerung vollumfänglich unterstützen, so dass es auch- nach etwas rechtlicher Beratung des RPs durch einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht, den mir die Gewerkschaft gestellt hat- nicht zu einer Reduzierung der Bezüge kam.

    MEIN Bild der TZ-Leute ist eher, dass viele (!!! nicht alle) sich genau auf die TZ berufen, um zu begründen, dass sie "nur" unterrichten.

    Das passt an meiner Schule zumindest auf die Mehrheit der KuK mit Teilzeit, wobei es bis auf eine Ausnahme nur die "Eltern" sind, bei denen das passt. Bei den KuK, die gesundheitlich bedingt reduziert haben haben wir nur eine Kollegin, die ihre Behinderung ständig als Grund anführt XYZ nicht zu machen, mich zu fragen, ob man bestimmte Aufgaben denn WIRKLICH machen müsse trotz Schwerbehinderung, etc. Das ist auch die einzige Kollegin, die sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, dass die Overheadprojektoren aus den Zimmern in den Keller bzw. jeweils einer pro Stockwerk in die Sammlungsräume kommt, weil sie ihre ganzen alten Folien schließlich weiter verwenden will, statt diese zu digitalisieren oder gar-Gott bewahre- zu erneuern und zu aktualisieren. :autsch:

    Kleines Gedankenexperiment: Würdet ihr für deutlich weniger Geld trotzdem als Lehrkraft arbeiten, weil ihr Spaß daran habt?

    Zweites Gedankenexperiment: Würdet ihr weiterhin mit vollem Deputat bei gleicher Besoldung (sagen wir mal A13) arbeiten, selbst wenn ihr Millionen erben/im Lotto gewinnen würdet?

    Ich kann beide Fragen ganz klar mit nein beantworten. Dieser Job ist zwar in Ordnung und einen anderen Job möchte ich nicht, da dieser am ehesten zu mir passt. Aber wäre ich nicht auf das Geld angewiesen, wäre ich hier raus.

    Frage 1: Nein, nicht unbedingt. Liegt daran, dass mein alter Job erheblich weniger Belastungsfaktoren hatte, bei deutlich mehr Zeit für Individualbetreuung, aber eben viel weniger Geld. Beruflich glücklich war ich rund 10 Jahre lang, finanziell war es zu wenig, deshalb habe ich ja auch das Zweitstudium gemacht und bin ins Lehramt gegangen. Das Mehr an Geld geht eben im Schuldienst mit weiteren Aufgaben und Belastungsfaktoren einher, passt dann aber so für mich in der Gesamtschau, weil ich die Herausforderungen als Lehrerin mag. Würde ich nur noch so viel verdienen wie früher, dann würde ich mir aber ggf. einen Job suchen, der mir für das Geld dann wieder weniger Belastungsfaktoren bietet. Irgendeinen Ausgleich braucht man schließlich.

    Frage 2: Ja, warum denn auch nicht. Ich arbeite gerne in meinem Beruf und weiß, dass Arbeiten mich gesund hält, deshalb habe ich mich auch mit Händen und Füßen gewehrt, als man mich im Alter von 30 Jahren abschreiben und früh berenten wollte seitens der Agentur für Arbeit, habe auch genau so weitergearbeitet wie davor mit Arbeit und Zweitstudium, nachdem ich nach dem Tod meiner Mutter eine mittlere fünfstellige Summe geerbt habe, habe nur mehr in meine Reha investiert, damit ich schneller wieder gesünder bin. Ich bin die beste Version meiner selbst, wenn ich einen Beruf ausüben kann, den ich als sinnvoll erachte, so wie jetzt als Lehrkraft oder bei meiner früheren Arbeitsstelle in der interkulturellen Arbeit, weil ich dann weiß, dass ich etwas bewirke, was über mich selbst und meine egoistischen Bedürfnisse hinausgeht.

    EDIT: Da ich gesundheitlich bedingt nicht in Vollzeit arbeiten kann, geht es bei mir allerdings generell nicht um ein volles Deputat. Könnte ich auf den Lottogewinn verzichten und mir dafür volle Gesundheit holen, die mir überhaupt erst ein volles Deputat auszuüben gestatten würde, würde ich diese sofort nehmen. Das wäre mir auch weniger Geld für die gleiche Arbeit wert, wenn ich dafür gesund wäre.

    Die Frage ist berechtigt. Die Antwort oberlehrerhaft.

    Damit kann ich in dem Fall sehr gut leben und speziell von dir kommend sowieso. Aber danke, Herr Oberlehrer, dass du mich darüber belehrt hast, dass die Frage berechtigt wäre. Als einfache Lehrerin habe ich das natürlich so gar nicht zu erkennen vermocht, dass man das derart auffassen könnte. :lach:

    Da hier der Begriff "demokratiefeindlich/-schädlich" oft fällt: Meint ihr hier wirklich Demokratie im Sinne des Wortursprungs? Inwieweit wird die Möglichkeit der politischen Teilhabe der Bürger durch die als solche deklarierten "Demokratiefeinde" gefährdet?

    Ich bin mir sicher, dazu fällt dir etwas ein, wenn du darüber ernsthaft nachdenkst.

    Danke für diesen Bericht und Glückwunsch, dass du die Vollzeit durchziehst. Nur in Vollzeit lernst du, wie man 25,5 Stunden im Alltag bewältigt. Wenn du dich an das Vorbereitungstempo von Teilzeit gewöhnen würdest, könntest du nie wieder ernsthaft aufstocken.

    Hör doch einfach auf, ständig solche Pauschalbehauptungen aufzustellen, die derart verallgemeinert einfach nur falsch sind. Wer sich in Teilzeit an seine Arbeitszeiten hält, sprich nicht stundenlang an jeder einzelnen Stunde rumbastelt, der kann, wenn die Gründe für die Teilzeit wegfallen, natürlich auch einem Vollzeitdeputat gerecht werden mit seinen Vorbereitungszeiten.

    Natürlich gibt es KuK in Teilzeit, die sich verkünsteln bei der Stundenvorbereitung- die gibt es aber auch unter den Vollzeitlehrkräften, die dann, wie eine Kollegin von mir beispielsweise, in den Schulwochen prinzipiell bis 3 Uhr früh Unterricht vorbereiten, damit nur ja alles perfekt ist. Eine unzureichende Beachtung der eigenen Arbeitszeiten und Arbeitsbelastung ist ganz eindeutig kein spezifisches Merkmal von Teilzeitlern, sondern generell von vielen Menschen, die in sozialen Berufen tätig sind- gleich ob in Voll- oder Teilzeit. Die Mehrheit der KuK in Teilzeit die ich kenne haben aber nicht deshalb reduziert, um ihrem Dienstherrn die Arbeitsstunden einer Vollzeitstelle zu schenken am Ende, sondern weil sie die Zeit für andere Dinge, Aufgaben oder Menschen benötigen.

    In diesem Falle war es genau das. Wir wurden aufgefordert, in großer Zahl zu erscheinen, uns schweigend an die Wand zu stellen und so die SL in ihrer Position zu unterstützen. Die Eltern haben das teilweise als sehr bedrohlich empfunden und es wird demnächst auch noch mal aufbereitet. Details weiß ich aber nicht.

    Ernsthaft, Eltern fühlen sich eingeschüchtert, nur weil ein paar Lehrkräfte mit im Raum sind und an der Wand stehen, während sie still den Debatten zuhören? Was für Kleiderschränke im Schlägerlook habt ihr denn bitte im Kollegium, dass das direkt derart einschüchternd wirkt, wenn diese einfach nur das machen, was man erst einmal als normales Verhalten einordnen könnte bei so einer Veranstaltung? Oder ist eure Elternschaft derart zart besaitet, dass sie sich schon von so wenig eingeschüchtert fühlt? Wenn dem so wäre: Was würde dich davon abhalten, dich einfach hinzusetzen?

    Zum Hintergrund: Ich hatte es woanders mit einer angespeckten Version probiert. Da wurde ich dann angewiesen, alles einzustellen, man habe kein Interesse an meiner Person inkl. der Daten, könne aber nur dann was sagen, wenn eigentlich alles bis auf den Namen zu lesen sei.

    Wie auch immer. Es "entsprechend" zu klären finde ich eben genauso schwierig wie den Hinweis, erstmal vorher nachzudenken.

    Wir alle bräuchten einander nicht, wenn sich die Sachen jeweils genauso verhalten würden, wie man sie selbst einschätzt.

    Deshalb mein Hinweis, dich ggf. von deiner Gewerkschaft beraten zu lassen. Der gegenüber kannst du bedenkenlos alles offenlegen, um dann genau beraten zu werden zu deinem Fall. Im Internet wäre ich da eben etwas vorsichtiger.

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