Von Düsseldorf (Mietstufe 6) bis Duisburg (Mietstufe 3) sind es 16 Minuten mit dem Regionalexpress. Es geht also nicht darum in eine völlig andere Region umzuziehen.
Das ist nicht repräsentativ für die gesamte BRD, wie dir durchaus bewusst ist. Mir ist klar, dass differenzieren zumindest keine von dir in diesem Forum gezeigte Stärke ist, sondern du hier lieber an vielen Stellen populistische Phrasen raushaust, trotzdem möchte ich noch einmal ganz deutlich schreiben, dass das in Baden- Württemberg nicht pauschal überall gilt und sei es auch manchmal nur, weil der öffentliche Nahverkehr dafür nicht ausreichend ausgebaut ist oder wir teilweise ein paar zeitraubende Hügel mehr zu überwinden haben als das in flacheren Regionen der BRD der Fall ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das auch in NRW nicht pauschal überall gilt. Zumindest weiß ich von meiner Schwester, die in einem Dorf lebt, das nur 15min mit dem Auto von der Endhaltestelle der Kölner Bahnen liegt, dass es schon bei ihnen nur einmal in der Stunde einen Bus gibt zu eben dieser Endhaltestelle, ein Dorf weiter ist es dann schon ein 2- Stunden- Takt.
CDL
Sieh es doch einmal so: Nur, wenn wir bei den Standardfällen wirklich mal durchgreifen, also sowohl beim Bürgergeldbezug als auch bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit, können wir es uns als Staat finanziell leisten in solchen Fällen wie bei Dir überhaupt Sozialleistungen zu gewähren.
Aber da sage ich Dir bestimmt nichts Neues, denn dies ist auch die Linie der CDU, diesmal geäußerst von Herrn Linnemann.
Ich bin der eine Fall, der dir bekannt ist, der kein Standardfall ist. Hinter der Mehrheit der Menschen, die Transferleistungen beziehen stecken irgendwelche Extremsituationen, besondere Belastungen oder eben ganz einfach nur Menschen, die aufstockend Transferleistungen beziehen, weil sie zu wenig Lohn erhalten, eine zu geringe Rente beziehen, keinen ausreichenden Kindesunterhalt bekommen, etc. Die Mehrheit der Transferleistungsbezieher: innen sind nicht die Leute, die das Sozialsystem ausnutzen, das ist eine Minderheit, die leider tonangebend wird, wann immer über das Sozialleistungsniveau diskutiert wird.
Empathie und Mitmenschlichkeit sollten nicht die Ausnahme sein für den einen angeblichen Sonderfall, auf den die bevorzugte Argumentationslinie und Rhetorik nicht passt, sondern der Regelfall. Dies geschrieben: Auch die aktuellen Vorschriften gegen den Missbrauch von Sozialleistungen sind bereits extrem hart, wenn jemand wie ich, der nicht vorgesehen ist in diesem System aber trotzdem davon verwaltet wurde auf unempathische Kotzbrocken in der Agentur für Arbeit trifft, die ihren unverarbeiteten Komplex selbst im Ref gescheitert zu sein an jemandem wie mir ausleben durch fortgesetzte Schikanen. Da ich diesen Missbrauch des bestehenden Systems erlebt (und zumindest in meinem Fall erfolgreich bekämpft) habe noch einmal: Empathie und Mitmenschlichkeit sollten wirklich nicht die Ausnahme sein im Umgang mit denjenigen, die Sozialleistungen benötigen, sondern die Regel. Den Missbrauch von Sozialleistungen, den eine Minderheit betreibt, bekämpft man nicht dadurch erfolgreich, dass man ausnahmslos alle schikaniert, die in den Sozialleistungsbezug hineinrutschen.