Beiträge von Lehrerin2007

    Ich überlege schon die ganze Zeit, wie ich die Eingangsfrage für mich beantworten würde. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass ich über die Jahre versucht habe, immer mehr schüler-zentriert / handlungsorientiert zu arbeiten und dass mich das entlastet, sowohl im Unterricht als auch bei der Planung. Natürlich muss ich mir dazu auch Aufgaben überlegen, aber gerade in den Fremdsprachen sind die natürlich immer sehr ähnlich und in den unteren Klassen sehr einfach, da sie zu einem bestimmten Punkt nur eine begrenzte Menge an Redemitteln zur Verfügung haben und wir in diesem Rahmen bleiben müssen. Ansonsten arbeite ich wegen der Texte natürlich viel mit den Lehrbüchern und den dazugehörigen Arbeitsheften, die ich meist recht gut finde. Für meine Fächer geht das in Unter-/Mittelstufe auch kaum anders.

    dass es in jedem anderen Beschäftigungsverhältnis überhaupt keine Zusatzzahlungen von Arbeitgeber für Kinder gibt.

    Es gibt auch in manchen anderen Beschäftigungsverhältnissen Zuschüsse anderer Art. Mein Mann ("freie Wirtschaft") hat z.B. Kinderbetreuungszuschüsse bekommen (60€ netto monatlich pro Kind bis zu einem best. Alter) und darüber hinaus job-bedingte Vergünstigungen, wovon die ganze Familie profitiert.

    Wenn ich plante, 3 Kinder zu haben, würde ich mich, rein finanziell, klar für den Beruf als verbeamteter Lehrer entscheiden.

    Das kann ich mir kaum vorstellen, dass das viele Leute tatsächlich so machen. In der Regel plant man seinen beruflichen Weg ja lang bevor man überhaupt an Kinder denkt oder den passenden Partner hat. Ich habe mich in der Oberstufe für den Lehrerberuf entschieden, das war fünf Jahre, bevor ich den Vater meiner Kinder kennengelernt habe und 10 Jahre bevor ich überhaupt das erste Kind hatte.

    Ich habe meine Versicherung im Rahmen der Öffnungsaktion bei der Debeka mit einem Risikozuschlag von 30% abgeschlossen. (Von einem geringeren Risikozuschlag habe ich noch nie gehört.) Ein paar Jahre später habe ich mal (schriftlich) nachgefragt, ob das denn jetzt so den Rest meines Lebens bleibt, da der Grund, wegen dem ich den Zuschlag bekommen hatte, nicht mehr vorhanden war. Da haben sie mir zwar erklärt, dass das eher unüblich sei, sie sich absichern müssen etc. - aber haben mir dann Recht gegeben und ihn dann weggenommen. Allerdings ist das viele Jahre her, wie sie das heute handhaben, weiß ich natürlich nicht.

    Bei uns gibt es ab der 8. Klasse die Möglichkeit, Tablets im Unterricht zu verwenden, freiwillig und nur, wenn die jeweilige Lehrerkraft einverstanden ist. Bisher waren es nur vereinzelte, die das genutzt haben, in meiner 8. Klasse nun ca. die Hälfte! Sie verwenden die Tablets auch hauptsächlich, um darauf ihre Hefteinträge zu machen (immerhin schreiben sie mit einem digitalen Stift) und mit der dig. Schulbuchlizenz ihr Buch darauf zu benutzen. Auch ein digitales Hausaufgabenheft haben manche.

    Mir erschließt sich dabei lediglich der Vorteil, dass man weniger tragen muss, alles kompakter ist und man in den digitalen Schulbüchern der Fremdsprachen die Texte und Hörübungen direkt antippen kann und nicht mit CD oder so rumhantieren muss, was eh kaum noch jemand macht. Das war es aber auch schon. Ansonsten stelle ich fest, dass sie ständig alles größer und kleiner ziehen und dabei nie den ganzen Text oder das Arbeitsblatt im Ganzen sehen, was ich als Nachteil empfinde wegen des fehlenden Überblicks (z.B. wenn Übungen aufeinander aufbauen oder darüber noch wichtige Anweisungen stehen oder was auch immer). Auch dauern Hefteinträge - so mein Eindruck - länger, was ich auch ungünstig finde.

    Insgesamt bin ich also weniger begeistert und das Lernen wird dadurch auf keinen Fall besser. Manchmal habe ich den Eindruck, es ist das Gegenteil...

    Das ist doch Quatsch.. sonst würden die Leute nicht die Steuerklasse tauschen, um mehr Elterngeld rauszubekommen.

    Wir haben das genauso gemacht und auch genau deshalb. Das Elterngeld war höher (ich meine damals um immerhin ca. 200 € als wenn wir es nicht gemacht hätten). Gelohnt hatte es sich aber erst beim 2. Kind, wo das Elterngeld aus meinem Teilzeit-Netto nach dem 1. Kind berechnet wurde.

    Ich wollte mich eigentlich auch nochmal impfen lassen, muss aber erstmal herausfinden, wie/wo. Impfzentren gibt es ja nicht mehr, ich wollte noch bei zwei Apotheken in der Nähe nachfragen, sonst muss ich beim Arzt fragen (habe keinen festen).

    Also ich habe keine Möglichkeit gefunden, überall wird nur nach Stiko geimpft und ich falle nicht unter die Risikogruppen. (Bei der Grippe-Impfung war das bisher allerdings nie ein Problem, die bekomme ich überall problemlos).

    Das ist wirklich fürchterlich, ich finde Schwimmenlernen so wichtig und bin auch dafür, dass die Kinder es möglichst früh lernen und in einem Schwimmkurs darf so was einfach nicht passieren - genau deshalb macht man ihn ja!! Unvorstellbar, wie die Eltern sich womöglich selbst Vorwürfe machen...

    (Ich erinnere mich unweigerlich an eine Schwimmkurs-Erfahrung, bei der ich mein 2. Kind (mit 5 J) in dem gleichen Kurs wie das 1. Kind geschickt hatte, den ich zuvor super fand und dessen Lehrerin ich sehr vertrauenserweckend fand (alles lief geordnet ab und die Kinder, die grad nicht dran waren, saßen im Blickfeld der Lehrerin am Beckenrand oder alle übten in einer Reihe und sie hatte alle im Blick). Bei der Lehrerin des Kurses, an dem Kind 2 teilnahm, war von Anfang an alles sehr unübersichtlich, manchmal hat sie mit einem Kind geübt und hinter ihrem Rücken tobten die Kinder im Wasser herum, in dem sie nicht richtig stehen konnten. Ich entschied daraufhin, jedes Mal im Schwimmbad zu bleiben und von der Seite zuzuschauen, dass ich im Notfall eingreifen kann. Mein Kind rutschte auch einmal vom Beckenrand ins Wasser ab, ohne, dass die Lehrerin das mitbekam, aber fing sich wieder und zog sich hoch. Ich sprach sie darauf an, aber sie pflaumte mich nur an, dass ich nicht loslassen könne und es dann lieber sein lassen solle (komisch, dass ich beim 1. Kind super loslassen konnte, bei diesem Kurs aber nicht)... Ich brach den Kurs ab, weil ich einfach keine Ruhe hatte und brachte Kind 2 das Schwimmen (zugegebenermaßen mühselig, aber erfolgreich) selbst bei. Eine Beschwerde beim Schwimmbad / Organisator brachte nichts außer zwei Freikarten und der Antwort, dass die Schwimmlehrerin erfahren sei und schon alles richtig mache. Ich würde aufgrund dieser Erfahrung mein Kind nicht wieder in einem Schwimmkurs anmelden, außer ich kenne die Lehrerin zufällig o. Ä....)

    Wie genau macht sich das Interesse am Lesen denn bemerkbar? Unsere Kinder z.B. haben (vor der Grundschulzeit) ständig nach den Buchstaben gefragt, welcher ist dieser, welcher jener, später: Was steht da (einzelne Wörter). Der Rest kam dann irgendwie von selbst (sie konnten kurze und dann immer längere Wörter lesen); das einzige, was ich viele Jahre bis in die Grundschulzeit hinein gemacht habe, war, viel vorzulesen.

    Allerdings haben sie sich beide anfangs in der Schule tatsächlich gelangweilt, besonders Kind 2. Kind 1 war dann trotzdem still und Kind 2 hat gestört, dass die Lehrerin uns zum Gespräch gebeten hat. Sie sagte, sie könne nicht so differenzieren, dass sie ihm bzw. allen gerecht wird. Beide Kinder durften "zur Differenzierung" in die Leseecke gehen und Bücher lesen...

    Wir waren letztes Jahr noch Rudern im Bois de Boulogne und sind gern durch die Supermärkte "geshoppt", um dann in einem der vielen Gärten zu picknicken (das war allerdings im Sommer). Mein Teenie fand auch noch Montmartre besonders schön (die kleinen Gassen etc. und Souvenirläden).

    In der Schulzeit lag mein Stresslevel rückblickend vielleicht bei 2-4 (zu Hause in meiner Schulzeit dafür manchmal deutlich höher, was aber weniger an der Schule lag), im Studium ca. 2-3, im Referendariat eher wieder so 2-5 (ich hatte wirklich Glück mit meinem Seminarlehrer und meiner Seminarlehrerin), das erste Jahr Vollzeit als Lehrerin 7-9 - und dann jedes Jahr ein bisschen weniger - Teilzeit mit zwei kleinen Kindern gefühlt über längere Zeit 10 😬, aber mit jedem Jahr älter auch hier wieder weniger. Ansonsten hängt es sehr davon ab, was grad los ist in der Schule. Solange alles seine normalen Gänge geht, bin ich wieder bei 2-4, aber gibt es mal Stress mit SuS / Eltern / KuK, kann das schnell auch mal wieder ne 8 werden, aber meist nur kurzfristig.

    Kollegen die zwei Sprachen unterrichten und in der Oberstufe sind, haben richtig Korrekturstress

    :wink2:

    Aber auch hier gilt: Die Gewohnheit und die Erfahrung machen es. Ich bin da (nicht zuletzt auch durch die Kinder und das sich Aufreiben zwischen Kindern und Job) sehr effektiv geworden und muss auch sagen, dass ich Korrekturen bei weitem nicht so schlimm finde wie viele andere, ich mach das eigentlich ganz gerne. Ich habe jahrelang hintereinander weg Oberstufe (mit kleinen Kids) gehabt und das hat mich wahrscheinlich sehr "geschult" in Sachen Zeitmanagement und Effektivität.

Werbung