Es gibt tatsächlich kein Kind, das ich nicht mag.
Das ist mir tatsächlich schon passiert. Einmal im Ref., wo ein Kind (11. Klasse) dermaßen meinen Unterricht sabotiert hat (und auch mit anderen Lehrkräften Probleme hatte) und in meiner Lehrprobe demonstrativ geschlafen (ja, geschlafen!) hat, nur um mich in Schwierigkeiten zu bringen. Ich konnte das mit dem Prüfungsausschuss zum Glück klären (die kannten das "Kind" und die Probleme auch), aber ich fand das so dermaßen fies... Gespräche und Verweise haben zu nichts geführt. Dieses Kind hatte ich aber anschließend nicht mehr und konnte das Ganze abhaken. Damals fand ich es echt schwer, als Anfängerin damit umzugehen und die Lehrer rieten mir eher dazu, es zu ignorieren. Hab ich dann auch gemacht...
Das andere Mal ist auch noch nicht so lange her (2 Jahre) und hat mich hierher in dieses Forum getrieben. Da war die Mutter so dermaßen unfreundlich, anmaßend, beleidigend, ignorant und intrigant und nach deren Besuch in der Sprechstunde fiel mir so richtig auf, wie sehr ihr Kind nach ihr kommt. Und anschließend hat sich das Kind mir gegenüber noch mehr so verhalten (weil es keine 15 Punkte von mir bekam, obwohl Mami mit mir geschimpft hat) und ich hörte noch ähnliche solcher Geschichten von anderen KuK. Dieses "Kind" (na ja, es war 17...) konnte ich nicht mehr richtig ernst nehmen, schon gar nicht nach dem Gespräch mit der Mutter. Das ging so weit, dass ich - zum ersten und einzigen Mal in 15 Jahren - das Gefühl hatte, es nicht mehr frei von persönlichen Gefühlen (in dem Fall Aversion) bewerten zu können, sodass ich mir zur Prüfung eine Fachkollegin mitgenommen habe. Das hat mir echt geholfen. Ich hoffe, sowas passiert mir nicht nochmal... Fand ich erschreckend!
(Trotzdem habe ich beiden nie gesagt, wie blöd ich sie finde, sondern denke mir dann immer: Das wird irgendwann in deinem Leben schon nochmal auf dich zurückfallen...).