Beiträge von Palim

    Das ist kein Phänomen, das ist normal.

    Kinder in Klasse 1 lernen auf andere Weise, als es deiner Vorstellung entspricht: erklären, Ergebnis sichern, gelernt. Es war eine der Sachen, die die Gym-Abordnungen an unsere GS von sich aus deutlich beschrieben haben.

    Es dauert bei vielen Kindern eine Weile, bis sie Inhalte begreifen und verstehen, und eine weitere Weile, bis sie das Verstandene umsetzen können.

    Wenn dein Kind schon so gut lesen kann, dann freue dich daran und darüber mit ihm.

    Wenn es schon so gut schreiben kann, dann freu dich daran und darüber mit ihm und unterstütze das Schreiben durch Interesse an den Texten. Dann schreibt dein Kind sicher gerne noch mehr … und übt ganz nebenbei sehr viel.

    Wenn nur die Lücken fehlen, dürfte es für dich leicht sein, die Texte zu lesen. (Bei anderen Kindern sähe der Satz derzeit noch so aus: Fans ist im risnat.)

    Den Begriff „Satz“ erklärt man in Klasse 1 und 2 und meist auch 3.

    Wortgrenzen übt man in Klasse 1 und oft auch noch 2, manchmal auch in 3/4, dann finde ich es aber auch schon bedenklich. Gesehen habe ich es bei Kindern, die nicht gut hören können.

    Die Idee, die Wörter auf einzelne Zettel zu schreiben, ist schon gut.

    Eine weitere Möglichkeit ist, Sätze zu sprechen und das Kind hören zu lassen und für jedes Wort im Satz einen Baustein zu legen.

    Außerdem legen wir den Zeigefinger der linken Hand hinter das erste Wort und markieren damit die Lücke als Erinnerung, während das nächste Wort geschrieben wird. Bei Linkshändern ist es schwieriger, es geht aber auch dann mit einem kleinen flachen Gegenstand, z.B. dem gelochten Streifen aus Mappen.

    Beim Abschreiben würde ich erklären, dass man die Lücken mit abschreiben muss, weil sie auch ein Zeichen sind. Am PC müsste man sogar eine Taste dafür drücken.

    Noch eine Idee, die ich aus einem Schreiblern-Programm am PC kenne, die man aber auch mit einem Übersetzungsprogramm darstellen kann: Lasse einen Satz (ohne Lücken) tippen und ihn vom PC vorlesen, dann wird hörbar, dass die Lücken fehlen.

    Eigentlich bräuchte man für solche Klassen besonders psychisch stabile, kreative Lehrkräfte, die idealerweise freiwillig mit Interesse und ggf nach Fortbildung in die IK Klassen gehen.

    Vor ein paar Tagen sollten es deiner Meinung nach noch Studierende und Rentner übernehmen.

    Dazu warst du der Meinung, du seiest überqualifiziert.

    Aufmerksamkeitsspanne oft max 10 Minuten. Müde S, die laut eigener Aussage bis 4 Uhr nachts am Handy waren. S, die erst vollkommen ruhig arbeiten und ohne erkennbaren Grund explodieren, Dinge durch die Gegend werfen. Ich habe den Eindruck, 3/4 der S haben weder ein Bildungsziel noch irgendeine strukturierte Schulbildung genossen.

    Willkommen im Leben, Erdling.

    Die SuS hatten zum Großteil bisher keine schulische Bildung, weil sie kein Anrecht auf Schule hatten, auf der Flucht waren, in verschiedenen Ländern lebten, arbeiten gingen, sich um jüngere Geschwister kümmerten, zu Hause gelernt haben (Ukrainer)…

    Wenn sie dir mitteilen können, dass sie so lange am Handy waren, dann können sie sich ja schon gut verständigen und haben einiges erreicht. Der Unterschied zu deinen bisherigen Schüler:innen scheint zu sein, dass diese ehrlich sind und trotz kurzer Nachtruhe im Unterricht erscheinen.

    Ich frage mich: warum nimmt man seitens der Bezirksregierung dafür erfahrene Gymnsiallehrkräfte im besten Alter mit 2 Staatsexamina statt Studenten, Rentner/pensionierte Lehrer etc, wenn es im Kern darum geht, anhand von bebilderten Arbeitsheften ganz basale Kenntnisse der Sprache zu vermitteln?

    Weil die Aufgabe sprachwissenschaftlich Gebildete benötigt, die in der Lage sind, didaktisch zu reduzieren und methodisch ansprechend Inhalte zu vermitteln, um den Spagat in diesen Klassen zu schaffen.

    Da du dir den Kurs mit einem Studierenden teilst, werden auch Studierende dafür eingesetzt, du kannst sicher sein, dass der Studierende weit weniger Geld für seine Stunden erhält.

    Selbst das BAMF erwartet für diese Kurse Personen mit DaZ-Master oder Deutsch+Zusatzqualifikation, bezahlt aber nicht annähernd entsprechend Ausbildungsstand.

    Ich bin übrigens nicht sicher, ob du den Kern der Aufgabe bereits erfasst hast, aber morgen siehst du vielleicht klarer.

    Wir haben an anderer Stelle den Tipp bekommen, dass man sich an einen Sozialverband wenden solle,

    in den Krankenhäusern gibt es Sozialdienste, die behilflich sind, sie sollen den Übergang erleichtern, sind also auch darüber hinaus z.T. behilflich.

    Außerdem haben die Landkreise Pflegestützpunkte, ich bin aber nicht sicher, ob man an der Stelle für dein Anliegen Hilfe bekommt.

    Wenn man sich eine Abi-Quote von 20% wünscht, bedient man bei Nichtbeachtung von 80% der SuS gerade einmal diese.

    Die anderen gehen dann an andere Schulen.

    … die 80% Lehrkräfte, die an den WBK dann übrig sind, werden an den anderen Schulen dringend benötigt, schließlich sind dort dann auch mehr Schüler:innen.

    Vom Klagen allein werden die Leistungen nicht besser, nicht in der GS, nicht in der SekI, nicht in der SekII.

    Die Leistungen reichen den Lehrkräften nicht aus, gleichzeitig will man nur einen bestimmten Prozentsatz beschulen, weil man darin die Lösung sieht,

    dazu gerne homogene Gruppen mit Mathematikliebhaber:innen.

    Warum hört man das nicht von den Kunstlehrkräften und selten von den Deutschlehrkräften?

    Warum vermittelt man die notwendigen Fähigkeiten nicht auf entsprechendem Niveau?

    Wann verliert man die Schüler:innen, sodass sie im Jahr darauf den Anschluss verlieren?

    Ganz ehrlich: Das Ding ist mehr als überflüssig.

    Aber nein: Man kann darin hervorragend Blätter pressen. Das geht im Tablet nicht.

    Früher haben wir im Su geübt, wie man Nummern nachschlägt, übrigens etwas, das man heute so nicht mehr lernt und das wirklich schwierig war…von wegen, es war alles leichter.

    Auch das Nachschlagen anderer Sachen ist digital weitaus einfacher, selbst wenn man eine dämliche Fragestellung eingibt, bekommt man ein Ergebnis.

    Diskutiert und studiert, Ergebnis, auf dem Land lohnt es sich mehr dank sonst höheren Preise.

    Mein Ergebnis ist, dass der nächste Bahnhof als Reisebeginn gesetzt wird, die Strecke vom Schulort zum Bahnhof bleibt unberücksichtigt.

    Gerade hinsichtlich der Ausflüge sitzt man auf dem Trockenen, per privater PKW soll man nichts organisieren, per ÖPNV ist kaum etwas möglich.

    Milchkästli

    Milchkäschtli?

    Ihr gießt die Milch auf die Post? Igitt.

    Milchkannen als Briefkästen gibt es hier auch,

    ob die sonst noch benötigt werden, weiß ich nicht, es sind eher Tanks, Tankwagen und Milchtankstellen (mit Flaschen) - da kann man die Milch direkt beim Landwirt kaufen.

    Bei deiner Urlaubsbeschreibung (300€, grün, Schafe) hätte ich den Deich im Kopf.

    Es gibt Klassenreisen, auch ohne Sternehotel,

    https://www.db-gruppen.de/klassenfahrten-reiseziele

    Tagesziele sind schwierig, stimmt, das könnte aber auch an dem schlecht ausgebauten ÖPNV liegen - da beißt sich die Katze in den Schwanz.

    Das ist für Tagesfahrten/ Ausflüge und auch Unterrichtsgänge ein richtiges Problem, bei angezogenen Preisen der Busunternehmen einmal mehr.

    Dass das 49€-Ticket auf dem Land wenig bringt, wurde ja schon diskutiert.

    bevor ich nicht mal gefragt habe, wie sie das Kind erleben, wie es ihnen zu Hause ergeht, was sie beobachtet haben, was ihnen Sorge bereitet und worüber sie selbst schon nachgedacht und was ausprobiert haben.

    Nennt sich "Elterngespräch",

    aber es ist doch sinnvoll, wenn man auch den einen oder anderen Ansatz im Kopf hat und etwas vorschlagen kann.

    Ich erlebe Eltern oft hilflos, wenn mal etwas nicht so abläuft, wie sie es sich vorgestellt haben, oft kommen Eltern und fragen um Rat.

    Bis man bei uns im SPZ einen ersten Termin bekommt, geht 1 Jahr ins Land, bis zur Diagnostik gerne noch eines. Bis dahin ist nich nichts an Hilfe oder Therapie erfolgt.

    Das sind auch 2 Schuljahre, in denen das Kind viele schlechte Erfahrungen sammelt. Sind es die ersten 2 Schuljahre, wird im Anschluss erwartet, dass das Kind lesen, schreiben und rechnen kann.

    An der Stelle müsste viel mehr Hilfe im System sein, damit man Kindern den Misserfolg erspart und frühzeitig unterstützen kann.

    Im Eingangsbeitrag steht kurz vor den Sommerferien.

    Bis dahin - und auch darüber hinaus- muss die Lehrkraft selbst überlegen, was hilfreich sein könnte und dabei in alle Richtungen denken.

    Im Elterngespräch lotet man gemeinsam aus, was möglich ist, was in der Schule die nächsten Maßnahmen sind, was Eltern ausprobieren können, und ja, dazu gehört auch Medienkonsum - siehe laleona.

    Und oft muss man die Eltern schicken oder ihnen erläutern, welche therapeutischen Möglichkeiten sie hier oder da haben und wie sie daran kommen könnten, denn nicht jeder Kinderarzt ist dem gegenüber aufgeschlossen.

    Ich wüsste mal gerne, wie die FöS-Lehrkräfte das lösen, Plattenspieler und Quittengelee .

    Die Arbeit in Flüchtlingsklassen ist ein wenig wie Bergwandern. Anstrengend, aber macht auch Spaß. Man weiß nicht, ob man sein Ziel erreicht, aber dafür kommt man woanders hin. Mit etwas Glück gibt es dort eine lohnende Aussicht,

    Ich danke für die gelungene Umschreibung,

    statt Berg nehme ich lieber Deich, Insel, Wald,

    aber es stimmt, dass der DaZ-Unterricht voller Überraschungen stecken kann und man manches mal andere Abzweigungen nimmt und dann Neues entdeckt.

    Nein, ich meinte wirklich ein Fingerschnipsen, das sämtliche Probleme in Luft auflöst, keine Techniker:in, die kommt … wo soll er/sie denn herkommen?

    Wenn jemand kommen soll, musste man bisher der Firma Bescheid sagen, die den Auftrag innerhalb 24h aufnehmen musste, danach passierte über Monate nichts oder nach dem Besuch ging nicht viel mehr oder etwas anderes nicht - bei angeschlossenem Gerät.

    Daran konnte sich die Firma eine goldene Nase verdienen, da niemand die geleisteten Stunden und den erfolgten Service kontrollierte und der Kostenträger dies trotz vielfacher Hinweise nicht in Frage stellen wollte.

    Nun gab es also einen Wechsel, der Kostenträger hat eine Stelle geschaffen und selbst besetzt mit einer fähigen und kommunikativen Person.

    Wenn aber der eine Beamer kaputt ist und der gebrauchte ausgetauschte es sichtbar nicht tut ( Bildgröße etwa DinA3), dann liegt das wiederum nicht an den angeschlossenen oder verbundenen Geräten, sondern daran, dass die Hardware an dieser Stelle nicht passt, da kann man so viel schnipsen, wie man will.

    Immerhin weiß ich aber jetzt, dass sich überhaupt jemand kümmern WILL, das ist für mich schon ein großer Unterschied. Und ich bekomme zügig verbindliche Rückmeldungen, wenn ich frage.

    Aber der Beamer ist trotzdem nicht nutzbar, das Internet so lange schlecht, bis der Kostenträger einen besseren Vertrag aushandelt …

    … solange wird man warten müssen und weiterhin Analoges einsetzen.

    Es ist eben nicht so wunderbar digital, wie manche es glauben machen wollen,

    … und sogar du, Antimon , nutzt den Service am Schalter der DB.

    Jetzt, wo wir noch Flüchtlingsjugendliche haben, geht's mit dem Niveau noch weiter runter.

    Ich verstehe weiterhin nicht, warum die differenzierte Beschulung stets als Argument herangezogen wird, dass das Niveau zu senken sei.

    Aber es wäre ein deutliches Argument dafür, dass man vor allem in der Hinsicht tätig werden müsste und die Beschulung der Flüchtlinge und derer, die benachteiligt sind, abgehängt werden oder keinen Schulabschluss erreichen, besser aufstellen muss.

    Man sollte keine Eliteförderung (5000 von 400 000 ohnehin in Indien privilegierte Studierende) fordern, ohne in den Blick zu nehmen, wie die Bildung für die anderen gewährleistet wird.

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