„Contra Religion in der Schule“
Beiträge von Palim
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Nach dem Möchtegern Didaktiker Herrn Krötz kann diese Generation der 70er Jahre ja dann noch schlechter rechnen als die heutigen Generationen. Was genau hat das jetzt eigentlich mit seiner Kritik an dem heutigen Grundschulunterrricht in Mathe zu tun?
Na, die nicht rechnende Lehrergeneration, die im Unterricht nie gerechnet hat, kann jetzt die Inhalte nicht vermitteln,
weil man von Klasse 3-13 und im Studium nur aufbewahrt wird und niemand Prüfungsleistungen einfordert.
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Die Cuisenaire-Kästen hatten ja auch bunte Plättchen dafür.
Eine benachbarte Schule hat sie gerade weggeworfen, sie wussten nicht, was es sein soll. Wie schade, hätte man doch noch an Kinder weitergeben können. Die Stäbe waren auch zum Bauen immer sehr beliebt.
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Vielleicht möchte er sein allein seligmachendes Lehrwerk bewerben?
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Hab ich das jetzt falsch verstanden?
Ja.
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Und da wunderst du dich, dass hier von Übergriffigkeit und Indoktrination geschrieben wird?
Nein, mich wundert das Ausmaß dessen, was öffentlich sichtbar und unwidersprochen geschieht. Das heißt nicht, dass ich das Geschehene in Frage stelle, sondern dass es mich trotz dessen, was ich weiß, erschreckt, dass offenbar viele zugeguckt haben und weiterhin zugucken, schweigen und decken.
Meine Sozialisation ist in allen Bereichen eine komplett andere.
Meinen sehr persönlichen Text habe ich hier wieder gelöscht.
Übergriffige Menschen gab es, aber in meiner Beobachtung wurden sie sichtbar zur Rede gestellt und ich weiß auch davon, dass sie ihre Fehler öffentlich eingestanden haben und für ihr Verhalten Konsequenzen getragen haben.
Ich bin kirchlich sozialisiert, es war immer möglich, zu fragen und zu sagen, was man wollte.
Es war immer klar, dass es Menschen unterschiedlicher Konfession und Religion gibt und dass man sich mit ihnen austauschen kann, ohne es zu werten. Vielleicht ist es die Vielfalt, die es bewirkt. Vielleicht liegt es an vielen Glaubensflüchtlingen in der Region, vielleicht an gewählten Pastor:innen, die weit weniger Macht haben, weil man sie auch abwählen kann - das schafft Möglichkeiten, die auch praktiziert werden.
Also ist man von ihnen weit weniger abhängig ... religiös gesehen auch nicht, weil viele Elemente, mit denen man Macht ausüben kann, fehlen.
Den Ausschluss vom Abendmahl kenne ich nur historisch ... und selbst in der katholischen Kirche wird hier darüber diskutiert, ob man überhaupt jemanden ausschließen könne, und dem, der bittet, die Hostie nicht vorenthalten.
Religionsunterricht war ohne Ausnahme von staatlich ausgebildeten Lehrkräften und konfessionelle Schulen gibt es hier so gut wie keine.
Es gibt hier viele Menschen unterschiedlicher Konfession oder Religion, die sich miteinander treffen, die gegenseitig zu Gottesdiensten gehen, viele Menschen in konfessionsverbindenden Ehen oder Lebensgemeinschaften.
Und ja, es gibt auch religiöse Gemeinschaften mit einengenden Regeln, mit Vorschriften, mit hoher sozialer Kontrolle. Viele Vorgehensweisen erscheinen aus der Gruppe heraus plausibel und "richtig", außenstehend nicht nachvollziehbar.
Aber selbst in diesen Gruppen, die ich kennengelernt habe, ging es nicht einmal annähernd um Taten, wie du sie benennst.
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Was ist FU?
… ich dachte, die Socke hätte endlich ausgedient.
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Die Chat-Unterhaltung wurde daraufhin als "beendet" markiert.
Online-Moderation muss man eben auch lernen.
So, wie ich es herauslese:
Ihr lest nun munter 20 min in irgendwelchem Unterricht.
Dafür lasst ihr anderes weg (keiner weiß, was es sein soll)
oder verschiebt das bisherige Lesen einfach in die 20 min.
Toller Plan.
Schön bei den Lehrkräften abgeladen.
Das wird bestimmt helfen.
Die nächste Erhebung ist nicht nach Corona und wird zeigen, wie toll nun alles ist (einschl. Vera, IQB etc.).
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Am Anfang des Religionsunterrichtes ist es vermutlich standard.
Ich bin überrascht bis entsetzt, was ihr im RU erlebt habt. Das hätte ich mir nicht einmal vorstellen können.
Da ist es auch kein Wunder, wenn sich daraus Ablehnung entwickelt.
Hier ist es üblich, dass Lehrkräfte RU erteilen, Pastor:innen sind eine Ausnahme.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mal jemand im RU gebetet hätte, aber so wie Tom123 sagt, ist "das Gebet" ein Thema. Und es gibt Lehrkräfte, die den Unterricht auch mit Ritualen oder religiösen Elementen gestalten, Kerze anzünden, gute Wünsche sprechen, ein Gebet vorlesen (das ist für mich etwas anderes als beten).
Aber wird im Religionsunterricht auch die Existenz Gottes hinterfragt? Ergebnisoffen?
Warum denn nicht? Das Themenfeld in NDS heißt "nach Gott fragen". Wie unsinnig wäre es denn, das zuerst zu hinterfragen und dann zu sagen: "Ihr müsst es aber so und so glauben."?
Bis heute hin hat in nem konfessionellen Reliunterricht - bis auf Ausnahmen - kein*e Andersgäubige*r war zu suchen. Auch nicht an ner staatlichen Schule.
Was wären die Ausnahmen?
Bei uns nimmt nahezu jedes Kind teil, auch wenn die Eltern ihre Kinder abmelden können. Es gibt in jeder Klasse Kinder anderer Religionen oder Kinder ohne Religion, Kinder, die zu einer Religion gehören, aber darüber nichts wissen, und Kinder, die ihre Religion darstellen können.
Und selbst wenn alle Kinder einer Konfession angehören würden, sind andere Konfessionen wie auch Religionen Thema im RU.
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Das Zuhören ist echt anstrengend. Es setzt immer mal wieder aus.
Seid ihr nun schlauer als zuvor?
Womöglich wurde das Wichtigste einfach nicht übertragen?
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Es ging um die Ablehnung von Religion überhaupt, das Streichen des Unterrichtsfaches „konfessionelle Religion“ und die Wahl einer Schule oder einer KiTa, die zur Ablehnung von Religion gegenläufig erfolgen kann …
… eine Wahlmöglichkeit vorausgesetzt.
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Nein, Mitmenschen.
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sondern auch gleich die "verlässliche Grundschule", also die Nachmittagsbetreuung, um so viel Unterricht in Mathe und Deutsch wie nur irgendwie möglich in die Stundenpläne reinzubekommen.
Das bekomme ich nicht zusammen.
Die „verlässliche Grundschule“ ist bei uns ein freiwilliges Angebot am Mittag für ca. 1 Stunde, während der die Kinder durch pädagogische Mitarbeiter:innen (z.B. Mütter), die nur dafür eingestellt werden, beaufsichtigt sind.
Wenn man diese Stunde und Stellen streicht, haben die Kinder in der Zeit trotzdem keinen Unterricht. Die Verlässlichkeit umfasst 5 Zeitstunden, davon eine durch die Betreuungszeit am Mittag, der Rest ergibt sich aus 4 Stunden Unterricht und eine Menge Pausenaufsichten.
Aber man könnte den pädagogischen Mitarbeiter:innen am Vormittag weitere Stunden anbieten, damit sie zur Unterstützung mit in den Unterricht gehen können.
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Aber evangelikale Schulen sucht niemand freiwillig aus, der mit der Kirche ein Problem hat. Warum auch?
Weil man seinen Kindern ein angenehmes Schulumfeld unter lauter christlich sozialisierten Kindern ermöglichen möchte und sich von anderen abgrenzen will,
weil die Schule die einzige Privatschule weit und breit ist und etwas, das Geld kostet natürlich besser sein muss oder man selbst besser ist, weil man seinen Kindern dies finanziert,
weil die Schule durch evangelikale Spender herausragend ausgestattet werden kann und man dies gerne in Anspruch nimmt,
weil man nicht sehen kann oder will, was Evangelikale auch in Deutschland mit ihrem Einfluss bewirken und dass man sie damit stützt.
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Ne, das hat sich ganz schnell erledigt, wenn der Staat eben für ein ausreichendes Angebot sorgt.
Anstatt dass Politik und Staat das Privatschulwesen weiter hofieren, sollte es da dann ein Umdenken geben, um mit einem vernünftigen und ausreichenden staatlichen Angebot den Nachteilen der Segregation entgegen zu wirken.
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Wenn der konfessionelle Kindergarten eben derjenige ist, in dem man einen Platz bekommt, muss man den nehmen.
Ist das so? Hier sind konfessionelle Kindergärten eine private Möglichkeit neben anderen kommunalen KiTa.
Zudem hat s3g4 hat ja geschrieben, dass es eine andere Kita im Umfeld gibt.
Die evangelikale Privatschule wählen solche Menschen eher nicht.
Doch, tun sie.
Weil man keine andere Wahl hat.
Und man hat dann eben doch eine Wahl, man ist ja nicht gezwungen, sein Kind auf eine Privatschule zu schicken.
Es gibt Menschen, die offenkundig Kirche, Konfession, Religion ablehnen, dann aber doch für ihre Kinder eine Schule mit religiösem Profil wählen, weil ihnen die Ablehnung der Religion nicht so wichtig ist wie andere Gründe, die private Schule der staatlichen vorzuziehen.
Wie sonst soll man diese Entscheidung erklären?
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Und die Kita im Nachbarort wird mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch von einer Kirche betrieben. Ich hätte 15km Fahren müssen zur nächsten Kita, bei der die Kirche keine Finger drin hatte. Und da hätten wir wahrscheinlich keine Chance gehabt auf einen Platz.
Dann kann es ja mit der Ablehnung der Kirche so wichtig sein.
Wenn man vor Ort einen KiGa Platz benötigt, muss man auch nehmen, was man bekommt … innerhalb der Flächen-Kommune.
Dass es zu Ärger kommt, wenn das Kind nicht fußläufig untergebracht wird, ist von Kirche ganz unabhängig.
Ich kann nicht verstehen, warum man Religion so sehr ablehnt, sich offen dagegen positioniert, dann aber die kirchliche KiTa oder die evangelikale Privatschule auswählt.
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Ja, meinst du, da geht der minsteriale Segen auf mich herab und erleuchtet mich.
Ein Leucht-Frosch?
Bisher habe ich den Eindruck, dass du schon reich gesegnet bist,
schließlich bist du doch Gott im Paradies.
Daran wird sich morgen nichts ändern.
Auf die Offenbarung hinsichtlich des Lesens bin ich gespannt.
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Ich bin fürs Streichen von Englisch. Aber wenn, dann bitte schnell. Sitze nämlich gerade am Stundenplan und weiß nicht, wie ich die 3 Stunden Englisch in Klasse 3 und 4 unfallfrei unterbringen soll.
(Ja, ich weiß. a) wird es nicht gestrichen und b) nicht so schnell.

Habt ihr nicht morgen eurer erleuchtendes Online-Happening?
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Unsere SuS schreiben Wörter und Sätze ab oder schreiben Satzanfänge ab und ergänzen sie dann mit Ideen aus Wortmaterial.
Eigenständiges freies Schreiben ist nicht vorgesehen.
Genau an diesen Stellen entstehen dann Erwartungen, die nicht erfüllt werden, weil sie nicht den Curricula entsprechen. Das gibt es in anderen Fächern auch.
Wenn ihr Schüler:innen mit solchen Fähigkeiten habt, müsstest du dir fürs Hospitieren wohl doch gezielter eine Schule aussuchen
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