Beiträge von Palim

    Ich würde „Moinsen“ als Jugendsprache oder Mode bezeichnen, das ist eher mal eine Zeit lang in einer Clique üblich, aber nicht allgemein gebräuchlich.

    „Moin, Moin“ ist Schnackerei, also der Worte zuviel, man erkennt Schnacker, Aufschneider oder Provokateure (quasi die Trolle von heute) UND natürlich Touristen bzw. solche, die zu beiden Gruppen gehören (Touristen-Trolle).

    Haben sich schon viele andere Gedanken gemacht:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Moin

    Ein paar mehr Worte braucht es dafür sogar in Norddeutschland...

    Norddeutscher:pirat:: Moin!

    Südländer :doc:: :hitze:

    Norddeutscher :pirat:: *bringt Getränk*:prost: Prost!

    Südländer :doc:: :essen:

    Norddeutscher :pirat:: *bringt Essen* :mahlzeit:

    Südländer :doc: : :sleeping:

    Norddeutscher :pirat:: :sofa: *übergibt Schlüssel*

    Südländer: :baden::schlafen:

    Südländer :doc:: :schimpf:oder :liebe: oder :bete:

    Norddeutscher :pirat: :cash: : Tschüß! oder :winkewinke:

    Auch von mir aufrichtiges Beileid.

    Krankenhäuser - einschließlich Palliativstationen - haben oft ein Zahlungsziel von 1 Monat, danach kommt irgendwann eine Mahnung und noch mal 1 Monat Zeit. Als bei uns die hohen Rechnungen anstanden, war das ein wirklich hilfreicher Tipp einer Kollegin, der mir selbst den Druck genommen hat in der Zeit, als alles auf einmal kam.

    Bei uns gibt es vor Ort auch Büros oder Vertreter:innen der privaten KK, die man um Hilfe bitten kann.

    Andernfalls vieles online, auch Beratung per Telefon, Chat etc.

    Sollte die Beihilfe dabei sein, da kann man anrufen und um einen Abschlag bitten, außerdem ist es in unserem BL so, dass Anträge mit höheren Summen schneller bearbeitet werden und man recht zügig sein Geld bekommt.

    Das bezieht sich auf das System vor der Einführung der Inklusion.

    Kinder wurden in der 1. Klasse eingeschult. Es gab die Möglichkeit einer Zurückstellung in einen Schulkindergarten oder Kindergarten vor der Einschulung, aber auch in den ersten 6 Wochen der Schulzeit. Letzteres wurde gestrichen, die Kinder blieben also in der Grundschulklasse.

    Versorgt war die Grundschule auch damals mit einer Grundversorgung, für eine zweizügige GS gab es 2 Stunden in der Woche insgesamt.

    Wenn nun ein Kind schwach oder besonders auffällig war, konnte man es zwar kurzzeitig aus dem Lehrgang nehmen, musste aber eigentlich erreichen, dass es die normalen Ziele erreichte.

    Eine Wiederholung nach Klasse 1 war nur mit Einverständnis der Eltern möglich, ansonsten gingen die Kinder in die 2. Klasse über, waren dann wieder schwach und wiederholten die 2. Klasse. Erst dann, im 3. Schulbesuchsjahr, erfolgte die FöS-Meldung bis Februar, das Verfahren lief bis etwa Mai/Juni, das Kind wechselte zum nächsten Schuljahr - also im 4. Schulbesuchsjahr auf die FöS. Bis dahin hatte es im schlimmsten Fall 4 Jahre Misserfolg erlebt.

    Wann wie überprüft werden darf oder soll, wird derzeit ständig verändert, OHNE dass Erlasse geändert werden.

    DAS ist kaum auszuhalten, da man nie weiß, woran man ist.

    Meiner Meinung nach erfolgt das eher, um die Zahl der FöS-Schüler zu drücken oder um die Zahl der Gutachten kleiner zu halten.

    Es gibt Vorgaben für den Zeitpunkt der Gutachten (LE und GE) und den Inhalt, die Vorgaben wechseln aber, sodass manchmal die Gutachten aufgeschoben werden oder viel zu spät gestellt werden. Gleichzeitig hängt von diesen Gutachten dann an manchen Stellen wieder die Befürwortung von Förderstunden durch Sonderpädagog:innen (5 Std. bei GE) oder Integrationskräften ab - auch bei den I-Hilfen windet sich die Behörde, in diesem Fall die Kommune. An der Stelle müsste es klarere Absprachen zwischen Land und Kommune geben, so schieben sie sich die Kosten gegenseitig zu oder versuchen sich aus der Kostenfinanzierung zu stehlen.

    Sehr schwierig gerade, was es nicht sein müsste. Das Gutachten wird von 2 Lehrkräften verfasst, von der Schulbehörde geprüft und entschieden. Fertig.

    Aber unabhängig davon wird davon ausgegangen, dass man individuell fördert und dies bleibt nicht im Rahmen der Vorgaben der Grundschule, sondern ist nun auf die Curricula LE und GE ausgeweitet. Dazu gehört dann auch, dass ich ein Kind entsprechend seiner Fähigkeiten beschule und bewerte, mit Förderplan, Elterngespräch etc., und dem Kind nicht generell die Aufgaben nach dem GS-Curriculum abverlangen muss - wie früher 2-3 Jahre lang.

    Inzwischen hat es sich dahin entwickelt, dass man immer wieder die Aufgaben anpasst und früher oder später doch das Gutachten erfolgt, eher in Richtung LE oder in Richtung GE, je nachdem, wie man das Kind einschätzt und schon länger beschult hat.

    Den Anspruch auf die zusätzlichen Stunden für GE-Schüler:innen erhält man erst nach Gutachten und Feststellung des Förderbedarfs, hier sind das nun oft 1-2 Jahre. DAS finde ich schlimm, da den Kinder die Förderung vorenthalten wird. Ohne Gutachten können sie aber auch nicht auf die noch bestehenden FöS GE wechseln, wobei ein Gutachten erstellt werden darf, wenn die Eltern den Schulwechsel wünschen, nicht aber, wenn das Kind inklusiv an der GS verbleiben soll (das ist eine Schieflage, die sicherlich in den nächsten Jahren kassiert wird, aber über die man nun viele Förderstunden an den Grundschulen einspart).

    Nichtsdestotrotz finde ich euer System, so wie du es oben beschreibst, nicht besonders gut. Auch die Sonderpädagogen scheinen mir unter Wert eingesetzt zu werden.

    Die Sonderpädagogen haben ein ganz anderes Berufsbild, weil sie viel seltener eigene Klassen haben.

    Wäre die Grundversorgung höher, hätte man eine Sonderpädagogin an nahezu jeder Schule und könnte sich im Team besser aufstellen.

    Gerade an der Stelle ist es sehr schwierig, denn die FöS-Lehrkräfte sind an verschiedenen Schulen UND gehören zur zentralen FöS-Schule, von wo aus sie Vorgaben bekommen, Dienstbesprechungen haben etc.

    Das, was dort vorgegeben wird, kommt an den Grundschulen oft gar nicht an, manchmal ist für uns zweifelhaft, woher Äußerungen oder Vorgaben kommen.

    Dass sich das System zurechtruckeln muss, ist klar bei einer solchen Umstellung, allerdings hätte man manches sicher vorher anders/besser bedenken können.

    Aus meiner Sicht kommen die Sonderpädagoginnen weniger zu ihren Tätigkeiten, allerdings sehe ich auch große Unterschiede darin, wie sie sich einbringen (wie sonst bei Lehrkräften eben auch), wodurch die Förderung noch schwieriger wird. Ganz schlecht ist, dass die ausfallennden FöS-Stunden nicht ersetzt werden, nicht bei Krankheit/Fortbildung, außerdem fallen immer dann die Förderstunden aus, wenn die FöS-Lehrkraft für Gutachten an der eigenen oder einer fremden Schule unterwegs ist. Während die Grundschullehrkräfte das nebenher erledigen müssen, wird ein Teil bei den FöS-Lehrkräften aus den Unterrichtsstunden genommen. Auch das hätte man anders organisieren können.

    Ich denke, dass es neben dem mobilen Dienst der speziellen Förderschulen (Hören, Sehen, KME - da kommen Lehrkräfte zur Beratung an die Grundschulen, innerhalb des Kollegiums beratende Lehrkräfte mit Zusatzqualifikation bräuchte (für Inklusion/ Unterstützungsbedarfe, für DaZ, für Lernschwierigkeiten, für Hochbegabung), dazu aber auch viel mehr Kenntnisse bei allen regulären Lehrkräften.

    Außerdem bräuchte man mehr Assistenzen, die nicht über schwierige Wege beantragt und abgelehnt werden, sondern die zur Schule gehören und dort eingesetzt werden können, sodass man sich auch da als Team besser aufeinander einstellen und Aufgaben generell verteilen könnte.

    Ich hatte schon Kombiklassen mit 25 Kindern. 16 Kinder wäre ja traumhaft.

    Waren deine Kombi-Klassen nicht Klassen mit Grundschülern und Förderschülern?

    Gemeint ist eine Klasse an der FöS Lernen mit 12 16 Kindern, die vom Alter her in Klasse 1+2 gehören.

    Da die Kinder bei denen es vorab keine Diagnostik gab, zunächst in der GS waren, muss man davon ausgehen, dass diese Kinder schon vor der Einschulung weitaus auffälliger waren als die anderen, die erst später zur FöS gewechselt sind.

    Du meinst, die Kinder merken es nicht, dass sie was anderes machen?

    Wenn du 25 Kinder in der Klasse hast, machen die dann immer alle das Gleiche?

    Auch ohne FöS-Kinder hat man doch eine große Breite an Fähigkeiten.

    Die Differenzierung muss erheblich breiter erfolgen, aber gerade weil man sich auf eine weitgehendere Differenzierung einstellt, kommt es etlichen Kinder zu Gute.

    Ja, aber es waren oft kombinierte Klassen 1/2, weil einige/viele SuS zuerst in der GS waren und erst später wechselten. Ich habe keinen Überblick, wie viele Kinder es wirklich waren.

    Meines Wissens gab es von allen umliegenden GS insgesamt dann eine kombinierte Klasse 1/2, Klassengröße max. 16 SuS. - Müsste ich mal nachfragen.

    Wird dann sonderpädagogischer Förderbedarf vor der Einschulung überhaupt noch festgestellt oder schenkt man sich das?

    Es ist eine Entwicklung über sagen wir 10 Jahre. Sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf (SpU) wurde festgestellt. Dazu brauchte es vorher und braucht es jetzt jeweils 1 Lehrkraft der Regelschule und eine FöS-Lehrkraft (gerne mit entsprechendem Schwerpunkt, aber das passt nicht immer).

    Inzwischen beschneidet das Land die Ressourcen immer weiter. Die Feststellung des SpU soll vor der Einschulung nur noch erfolgen, wenn das Kind auf eine spezielle Schule gehen soll (FöS GE, Sprachheilklasse, KME).

    Das ist aber umstritten und war vorher nicht so,

    - der Erlass wurde gar nicht geändert, ich bin nicht sicher, ob die Änderung wirklich vom Land oder von der örtlichen FöS kam

    - der Förderstatus wirkt sich auf den Klassenteiler aus (I-Kinder werden doppelt gezählt, so kann das das Zünglein an der Waage sein). Der Klassenteiler ist mit der Inklusion von 28 auf 26 herabgesetzt worden, dabei gilt aber die Zahl zu den Sommerferien und man muss bei 26/27 Kindern einen Antrag stellen, der nicht genehmigt werden muss.

    Die Zuweisung der FöS-STunden ist aber unabhängig, die Förderung ist davon unabhängig, Notengebung gibt es erst ab Klasse 3, bis dahin soll die Überprüfung erfolgen.

    Wenn ja, wer macht das und gibt es Förderpläne/Pläne, nach denen die Kinder unterrichtet werden oder macht ihr das alles?

    Es ist immer wieder in der Diskussion, wer die Förderpläne schreibt oder ob man sie gemeinsam schreiben soll, was an schlechten Absprachen und viel zu geringer Zuweisung der Stunden liegt.

    Das Land hat es einfach nicht festgelegt, was nun zu Konflikten führt.

    Das ist ein großer Nachteil und ich finde es auch ärgerlich, da kurzsichtig von der Politik und es wird auch nicht nachgesteuert, sondern eher noch mehr gestrichen.

    Dazu kommt ein Lehrkräftemangel, der extrem ist und der auch dazu führt, dass die Schule die im Erlass genannte Versorgung nicht erhält, die Stunden der FöS-Lehrkräfte nicht ersetzt wird.

    Aber man muss auch immer bedenken, wie es vor der Inklusion war: DIe Kinder wurden oft regulär eingeschult und es dauerte 3 Jahre, bis sie die Schule zur FöS Lernen wechseln konnten. Oft war zu hören, sie müssten die normalen Ziele erreichen.

    Jetzt ist das System flexibler und man muss die Kinder nicht 3 Jahre lang beschämen und mit Regelbeschulung quälen.

    Da müssen ja auch dauernd Gutachten erstellt werden, macht ihr das alles so nebenher?

    Gutachten mussten zunächst vor/in der GS-Zeit geschrieben werden - und dann zur Überprüfung auch zum Übergang in die 5. Klasse eine neue Überprüfung.

    Dazwischen werden bei uns keine Gutachten geschrieben.

    Seit letztem Sommer sind die Überprüfungen in Klasse 4 aufgehoben worden. DAS ist eine riesige Entlastung.

    Die anderen Gutachten erfolgen ja nach und nach und nicht alle auf einmal. Die musste man auch vor der Einführung in die Inklusion schreiben. Auch jetzt ist es so, dass man für Kinder im Einzugsgebiet Gutachten schreiben muss, wenn die Kinder auf eine andere Schule wechseln wollen. Vor der Einschulung ist es dann das Sammeln und Zusammenstellen der vorhandenen

    Das muss man nebenher machen, ja. Man bekommt dafür keine Entlastung.

    Die FöS-Lehrkräfte haben weiterhin ein geringeres Deputat. Sie übernehmen die Testungen, die Regelschul-Lehrkräfte nicht durchführen dürfen und schreiben im Gutachten zumeist die Förderempfehlungen.

    Allerdings müssen diese Förderempfehlungen ja zur Schule und zur Inklusion passen. Entsprechend müssen die FöS-Lehrkräfte da auch dazu lernen und am Ende muss man Absprachen finden, was Umsetzbar ist. Da das Kind aber zuvor oft schon in differenziert beschult wurde, kann man an der bisherigen Förderung anknüpfen.

    Kommen Sonderpädagogen, bzw. wo sind diese geblieben?

    Die Sonderpädagog:innen teilen sich auf auf den Unterricht in der noch verbliebenen FöS Lernen und auf die anderen Schulen. Sie sind zuständig für die Schwerpunkte LE, EE und Sprache, auch wenn sie nur 2 dieser Schwerpunkte in der Ausbildung hatten (schlecht umgesetzt, war aber vorab auch schon so).

    Die meisten Lehrkräfte sind an 1-3 Schulen eingesetzt, also täglich an einer anderen Schule. Das ist sicher unbefriedigend, zumal sie keine eigene Klasse haben und sich oft als Gast fühlen. Auch das hätte man sicher anders ausgestalten können, es hängt aber auch mit der geringen Zuweisung zusammen (2 Std. pro Woche pro Klasse bekommt die Schule als Grundversorgung, die Stunden sind aber nicht an die Klasse gebunden, sondern die SL teilt sie ein - oder delegiert es an die FöS-Lehrkraft). Bei 4 Klassen in einer kleinen GS sind es also 8 Stunden, die sich meist auf 2 Tage verteilen.

    Ab der SekI und für SpU Hören/ Sehen/ KME/GE ist die Zuweisung anders organisiert, dann gibt es pro Kopf stunden. Aber auch dann haben die Kinder selbst kein Anrecht auf eine bestimmte Anzahl an Stunden.

    Für GE-Kinder erhalten wir Stunden von der nächsten GE-FöS, zu Beginn hatte man häufig zügig eine Assistenz für diese Kinder, aber das wird zunehmend verwehrt.

    Bei anderen Schwerpunkten ist es auch schwierig. Unsere Schule liegt von speziellen FöS zu weit entfernt. So kann man 1-2 mal im Jahr eine Beratung bekommen, Stunden gibt es durch diese FöS keine, aber die Schule kann Stunden für die eigenen Lehrkräfte erhalten, sodass diese mehr Zeit für die Förderung haben.

    Theoretisch ist es natürlich möglich, dass auch in einem inklusiven Setting die schlaue Susi mit den von dir genannten Tina und Sylie befreundet ist.

    Praktisch ist es auch möglich. Diese Kinder wachsen doch dann miteinander auf und kennen einander. Das "Andere" bekommt ein Gesicht, ist ein Mensch, den man kennt.

    Wir sind nicht inklusiv aufgewachsen, das muss man reflektieren. Ich hatte in meiner gesamten Schulzeit vielleicht an 2 Stellen Berührung mit Kindern mit Beeinträchtigung, dazu einen privaten Kontakt.

    Aber ich habe die Vorstellung, dass es durch die Inklusion eben nicht die komischen Kinder von der Dummenschule sind, sondern Tina und Sylvie aus der eigenen Klasse, mit denen man spielen kann, die besonders schön singen oder zeichnen oder eine Vorliebe für was-auch-immer haben.

    Findest du das jetzt gut? Oder findest du es nur gut, wenn auch die Gymnasien inklusiv beschulen?

    Es hat erst einmal gar keine Wertung, ich wollte darstellen, wie es in NDS umgesetzt ist und dass das, was andere für unrealistisch halten, an anderen Orten in Deutschland längst Realität ist.

    Ich für mich finde Gutes und Schlechtes daran,

    aber ich finde, dass es bereichernd ist, dass man das System öffnet und die Schüler inkludiert, u.a. weil diese Öffnung auch ganz anderen Kindern entgegen kommt. Dabei arbeiten wir nicht mit Eingangsstufe und - aus Grundschulsicht- auch nicht besonders offen.

    Die Gymnasien stehen nicht in Konkurrenz oder neben den Grundschulen, die Schüler:innen, die später an die Gymnasien wechseln, sind mit in den Grundschulklassen und ebenso wie FöS-Kinder unterschiedlicher Bedarfe. So muss es jede Grundschule umsetzen, es teilt sich auf alle auf. Regional gibt es kaum private Schulen, in anderen Städten ist das anders. Und auch da bin ich der Meinung, dass man sich alle miteinander teilt, und es aus mehreren Gründen nicht richtig ist, wenn bestimmte Schulen ein Vorrecht auf Auswahl der Schülerschaft haben.

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