Das Problem müsste doch auch an den Grundschulen auftreten (ansonsten frage ich mich nämlich wirklich, was mit unseren 5ern passiert ist).
Ja, das ist an Grundschulen auch so, hinzu kommen sicher auch die unterschiedlichen Vorgaben der Bundesländer, was verbindlich zu bearbeiten war während der Schulschließung im Frühjahr, da wurden ja z.T. merkwürdige Ansagen der Ministerien getätigt.
Tatsächlich hatten die Kinder gleich nach den Ferien Schwierigkeiten, den längeren Schultag und die ganze Woche zu bewältigen. Inzwischen geht es in den meisten Klassen wieder, aber Quarantäne grenzt es wieder ein.
Zu den Arbeiten: auch da hat Corona sicherlich eine Mitschuld. Aus Sorge, dass die Schulen schließen oder das Wechselmodell einführen müssen, haben viele Lehrer sich bestimmt beeilt, dass sie ihre vorgeschriebenen Arbeiten zeitnah schreiben. In NDS gibt es coronabedingt auch einen Stichtag (20.11.), an dem die (vorläufigen) Zeugnisnoten vorliegen sollen. Also auch das sorgt für zusätzlichen Stress. Kommt halt einiges zusammen.
Die Vorgabe ist auch, dass in jedem Fall mindestens eine Arbeit geschrieben sein muss und weniger nur nach erfolgter Einschränkung sein darf. Die Äußerungen des Kultusministers, dass Lehrkräfte da Rücksicht nehmen könnten, stimmen nicht, vielmehr sollten ja zusätzlich unbenotete Lernstandserhebungen erfolgen.
Und noch zum Deutsch-Thema: das o.g. kommt eben NICHT im Lehrwerk vor
Die CuVo kann man ja einsehen, die genannten Themen sind in Klasse 5/6 angegeben. Auf welchem Niveau und Umfang sich dann die Arbeiten beziehen, ist ja so erstmal nicht ersichtlich. Zeitformen sind in der Grundschule auch im Plan, vielen SuS fällt das sehr schwer, andererseits benötigt man sie dann für die Aufsatzerziehung, dann kann vorheriges Üben sinnvoll sein, aber auch verknüpft werden.
Bei uns gab es vor Jahren, nach der Abschaffung der OS, Verbundkonferenzen mit GS-Gym, auf denen die Deutscharbeiten vorgestellt wurden. Ich fand auf den letzten 2 Konferenzen die Arbeiten der jungen KollegInnen nachvollziehbar und angemessen, gerade Grammatik war aber immer ein schwieriges Thema.
Vom fächerübergreifende Unterricht und integriertem Ansatz scheint man derzeit Abstand zu nehmen, vielleicht kommt das dem Übergang zum Gym entgegen.
