Beiträge von Palim

    Doch, es gibt ihn, aber bei ist er bei der Landesschulbehörde angesiedelt. NDS gehört aber zu den Ländern mit einer der schlechtesten Versorgungsquote.

    Außerdem gibt es für bestimmte Schwerpunkte ein Beratungsangebot, das Förderschullehrkräfte übernehmen.

    Aber dennoch fände ich eine zentrale Stelle wichtig, nicht nur für seltene Erkrankungen. Vielleicht auch, um im Flächenland überall eine bessere Versorgung zu ermöglichen, die Wartezeiten bei SPZ sind ja aber nicht nur in meiner Region extrem lang.

    Den schulpsychologischen Dienst bräuchte man dennoch, der deckt aber anderes ab.

    Letztlich geht es mir

    a) auch um eine pädagogische Einschätzung, Absprachen, Nachteilsausgleiche.

    Hörerleichterung, Toilettenpausen bei Morbus Crohn, Ausgleich bei cardiologischen Befunden, schriftliche Leistungen bei Mutismus, …

    b) aber auch rechtliche Sicherheit bei der Nutzung eines Auto-Injektors.

    Die Diagnose einer Schulpsycholog:in, die in NDS besonders rar sind, bedingt kein Rezept und keine Therapie, es braucht eine neue Diagnose einer niedergelassenen Ärztin, also noch mehr Wartezeit.

    In der Schule muss man aber sehr viel schneller reagieren. Darum wäre eine zentrale Beratungsstelle sinnvoll.

    Theoretisch eine Aufgabe des Gesundheitsamtes, die natürlich auch vollkommen überlastet sind.

    Nein, weil das Gesundheitsamt kommunal ist, die Lehrkräfte aber Landesbedienstete sind. Auch dieser Bereich hat mit Arbeitszeit und Fürsorge zu tun:

    Wenn in Hannover (oder wo auch immer) 1-2 Personen zur Beratung sitzen, die allgemeine, neuste Infos zusammenstellen und allgemeine Möglichkeiten, die durch Lehrkräfte in Schulen umgesetzt werden können, dazu Beratungsstellen, Hilfsmittel usw.,

    dann muss genau das nicht mehr jede Lehrkraft im Internet recherchieren, sondern lediglich aus den Maßnahmen oder Optionen wählen oder daraus individuelle Möglichkeiten ableiten. Und zwar nicht allein medizinisch, sondern auch pädagogisch, sodass man das im Unterricht und im Schulalltag bedenken kann.

    Das hat etwas mit Professionalisierung zu tun, aber auch damit, dass man Lehrkräfte unterstützt und sie nicht den unzähligen Anforderungen überlässt.
    Gerade in diesem Bereich fände ich es sehr hilfreich, auch wenn ich durchaus in der Lage bin, mich zeitnah in sehr vieles einzuarbeiten und bei ähnlichen Notwendigkeiten schnell auf einen neueren Stand bringen kann.

    Was ich aber schon glaube, ist das es in vielen Fällen dann in der Praxis nicht läuft. Das die Küche es nicht richtig umsetzt, falsches Essen verteilt wird oder es zu Kreuzkontamination. Das ist natürlich ein generelles Problem bei Krankenhäusern, das vieles nicht so läuft.

    Da fehlt einfach unwahrscheinlich viel an Professionalität.

    Die erwarte ich auch von Restaurants. Alle müssen eine Hygiene-Schulung machen. Warum bekommen nicht auch alle eine Unverträglichkeits-Schulung.

    Im Übrigen bin ich da im Hinblick auf Schule einmal mehr bei dem Wunsch nach einem zentralen medizinischen Dienst. Wenn ich heute eine Schüler:in mit der Diagnose (z.B. Zöliakie) bekomme, möchte ich spätestens übermorgen eine grobe Einschätzung des Krankheitsbildes auf dem Tisch haben und einen Fragenkatalog, um Wichtiges/ Individuelles in der Schule und mit der Familie absprechen zu können … ach ja, und die fertigen Vordrucke für alles, was ärztlicherseits unterschrieben sein muss, damit es in der Schule rechtssicher umgesetzt werden kann (z.B. Auto-Injektor). Dann ist das nach etwa einer Woche alles geklärt und geht seinen Gang, statt jedes Mal alles selbst erarbeiten zu müssen. Wie schriebst du: Da fehlt einfach unwahrscheinlich viel an Professionalität.

    ist es für Zöliakiekranke nicht sicher

    Das ist auch noch mal eine andere Hausnummer als „nur“ Bauchweh oder Hautausschlag der milderen Art zu bekommen und Kreuzkontamination vermutlich nicht wahrzunehmen. Bei einer anderen Sache, die ich nicht vertrage, kann man es meistens riechen oder ich lasse andere am Tisch probieren, aber das geht bei Gluten nicht.

    Ich war angenehm überrascht, letztes Jahr in mehreren Hotels abgepackte Sachen zu erhalten, einmal stand es auf dem Buffet, die anderen Male war es ein eigener Brotkorb.

    Aber ja, der Toaster war für alle da.

    Tatsächlich immer das abgepackte Brot in Einzelportionen.
    Schmeckt (mir) nicht

    Und ja, das abgepackte Brot ist nicht sooo toll, auch ich habe oft Maiswaffeln im Gepäck, manchmal auch Brot.

    Ich finde bei öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern aber auch bei Jugendherbergen muss man auch eine Alternative anbieten. Da kann ich mir nichts von zuhause mitbringen und ich habe keine Alternativen.

    Bei Jugendherbergen ist es möglich, selbst Sachen mitzubringen. Das spricht man vorher ab.

    Selbst in Hotels habe ich das schon erlebt, dass man z. B. für das Frühstück eigenes Zeug mitbringt. Manchmal wird man überrascht und das Hotel bietet Alternativen. Dass es abgewiesen wird, habe ich noch nicht erlebt, aber ich reise auch sehr wenig

    Das alle Inhaltsstoffe transparent ausgewiesen werden müssen, ist natürlich vollkommen klar.

    Offenbar ja nicht.

    Du bekommst diese Listen nicht, nicht einmal per QR-Code hinterlegt oder so.

    In Speisekarten müssen die wichtigsten Allergene genannt sein, nicht alle Inhaltsstoffe. Hat man andere Unverträglichkeiten, ist es unmöglich zu wissen, was enthalten ist.

    Und gerade weil es viele Menschen gibt, die das Problem nicht wirklich verstehen, so wie du Tom123 , wird der Markt es nicht regeln. Inklusion wird zum Privatvergnügen, weil es die Öffentlichkeit nicht kümmert.
    Es bräuchte mehr Verständnis oder mehr Erfahrungen, dass jemand mit Schock zum Notfall wird. Das passiert aber nur bei sehr wenigen Menschen mit Unverträglichkeiten, sie leiden im Anschluss, das bekommt kaum einer mit.

    Aber letztlich kann das auch nur der Markt regeln.

    Wenn wir immer darauf warten wollen, dass „der Markt“ irgendetwas regelt, können wir es mit der Inklusion ja auch sein lassen.

    Und Sozialsysteme? Wozu… kann doch „der Markt“ regeln.

    Der Markt regelt, dass man besser nicht essen geht.
    Auf dem Weihnachtsmarkt bestellt man sich eine kleine Flasche (kaltes) Wasser, weil ma da sicher sein kann, … und lässt es dann lieber bleiben.

    Ich bin der Meinung, dass es in einem guten Restaurant zum guten Service gehört, dass man auf Allergien Rücksicht nimmt und eine Alternative parat hat.

    Ja, ich bin auch der Meinung, dass es in einem guten Restaurant dazu gehören sollte.

    Tut es aber meist nicht. Sehr viele verstehen nicht, worum es geht, bedenken nicht, dass Zusatzstoffe dann nirgendwo enthalten sein dürfen, machen sich gar nicht die Mühe, es wirklich zu überdenken.

    Es kommt gar nicht dazu, dass Alternativen überlegt werden, selbst wenn man bei der Bestellung gezielt nachfragt oder die Allergene diktiert.

    Ost es Buffet, kann man drumherum essen und wählen.
    Besonders nervig finde ich, wenn keine Gerichte in der Karte stehen, sondern einzelne Zutaten (Avocado-Shrimps-Vanille), man aber gar nicht erkennen kann, was es werden soll und gar nicht abschätzen kann, ob dann doch noch Soßen, Croutons etc. den Verzehr verhindern.

    Dann kommt das Gericht und man geht leer aus … oder isst nach den anderen.

    Du bist älter als 85 und zu immobil, um dich bei „Omas gegen Rechts“ zu engagieren,

    deshalb bekommst du nun eine Dogge, die mit dir dann genau was machen soll?

    Vielleicht kann sie deine Assistenzhündin werden, wenn du selbst 😎 deine Pantoffeln nicht finden kannst.

    aber wir sind nicht die Akteure!

    Doch!

    Wer, wenn nicht wir?

    Kris24 hat genügend Bereiche aufgezählt und in allen haben wir die Möglichkeit (und in vielen die Pflicht), uns zu positionieren, Stellung zu beziehen, Standpunkte verdeutlichen, Hintergründe zu erläutern …

    Und das nicht allein wegen eines Bildungsauftrags.

    "Digitale Angebote/Medienbildung im schulischen Kontext ausweiten" und "Handynutzung in der Schule untersagen und Zugang zu soziale Medien erst ab 14 Jahren erlauben.".

    Das widerspricht sich ja nicht.

    In der Grundschule sind (bei uns) keine Handys angesagt, sie verbleiben im Ranzen, sie werden im Unterricht nicht genutzt, dafür gibt es Tablets, die man nutzen kann, wenn man will. Es ist eine Mischung aus Heranführen/ Digitales als Werkzeug nutzen, Informationsquelle und wenigen sinnvollen Apps vorwiegend zum Üben.

    Darum kann man im privaten Bereich die Handynutzung einschränken, gerne auch per Gesetz.

    Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal eine komplette 11. Klasse im BG Wirtschaft, die nur aus SuS besteht, die keinen Unterricht in einer zweiten Fremdsprache mehr benötigen, weil sie entweder vom allg. Gym. kommen oder bereits freiwillig eine zweite Fremdsprache in der Oberschule, Realschule oder der IGS gelernt haben.

    Und das reicht dann aus und man muss in 11/12 keine 2. Fremdsprache mehr belegen?

    Ist das anders, weil die 2. Fremdsprache früher beginnt oder legt man ein Zertifikat ab, das dann belegt, dass man ein bestimmtes Niveau erreicht hat?

    Die Grundschule wird das kaum erreichen, ich gehe weiterhin davon aus, das man lernen wird, mit der Hand zu schreiben und dass man entsprechend weiterhin die Sachen wie bisher korrigieren wird.

    Bei Aufsätzen bin ich mir da nicht sicher.

    Als die ersten Anfänge von Textverarbeitung in die Grundschulen kamen, habe ich am PC Texte tippen lassen -es dauerte ewig - oder getippte Tete überarbeiten lassen - ging einigermaßen. Inzwischen bin ich wieder beim Schreiben und Überarbeiten per Hand angekommen.

    Warten wir mal ab, was die KI wirklich erleichtert.

    Bis dahin kann sich Humblebee auf einen Korrekturservice fokussieren, aber vielleicht bekommt sie dann nur noch die Fälle, wo die KI die Hieroglyphen nicht entziffern kann.

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