Beiträge von Palim

    Plattenspieler

    Was findet denn bei dir im Osteroktav statt, dass man da unbedingt frei haben muss?

    Vor Ostern sind viele Aktionen zur Passion, wenn man sie denn nutzen will.

    Man hat also die Möglichkeit, sich auf Karfreitag vorzubereiten, in einigen Kirchen der höchste Feiertag,

    danach kann man Ostern feiern - von Sonnabend bis Montag, wenn man möchte, hat den Dienstag (in diesem Jahr auch wieder) frei und geht Mittwoch zur Schule.

    Der Grund für die frühen Ferien liegt sicher nicht am Osteroktav oder ev/kath. Konfession, sondern an er langen Zeit nach Weihnachten, die bis auf 2 Zeugnistage, keine Unterbrechung hatte.

    Das Deputatmodell ist 150 Jahre alt, die Anzahl der Unterrichtsstunden hat sich kaum verändert, die Aufgaben in den Schulen durchaus.

    Nach dem BAG bezieht sich die Verpflichtung der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber darauf, ein „System“ einzuführen und zu verwenden, mit dem Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeiten einschließlich der Überstunden erfasst werden.

    Dabei kann man das Gesetz aber nicht beliebig abwandeln, sondern muss sich an die Vorgaben halten.

    Der Versuch, Lehrkräfte vom Gesetz auszunehmen, ist gescheitert.

    Ebenso kann man keine Kontingente festlegen, zu erheben sind Anfang, Pausen und Ende.

    Gedankenexperiment, was würdest du machen, wenn es offiziell hieße, ab dem kommenden Schuljahr würde in der Grundschule eine durchschnittliche Unterrichtsvorbereitung von 5-10 Minuten (Das könnte bedeuten 5 Minuten Nebenfach und 10 Minuten Hauptfach.) angenommen werden?

    Ich würde die Diskussion verweigern, weil sie mit dem EU-Recht zur Arbeitszeiterfassung nicht vereinbar ist.

    Wie oft möchtest du das EU-Recht noch in Abrede stellen?

    Joah, macht er aber nicht. Weil für "die da oben" ist es genauso viel Arbeit.

    Es wären aber 1-5 Leute je Bundesland (oder im Bund) und nicht an jeder Schule mehrere Lehrkräfte.

    Ähnlich ist es mit Konzepten, Currricula, anderen Neuerungen. Da muss man sicher regional oder der einzelne Schule nachsteuern oder anpassen, aber Grundlegendes könnte zentral vorbereitet und zur Auswahl bereitgestellt werden.

    Norwegen hat eine digitale Plattform mit Lehrmaterial, dafür wurden Lehrkräfte entlastet, wenn sie an dem Projekt arbeiten oder Material einstellen. Also wie 4teachers, nur staatlich gefördert und mit entsprechend mehr Möglichkeiten.
    https://www.bpb.de/lernen/digital…lernen-koennen/


    Ähnliches würde ich für FoBi sehen, für Veröffentlichungen an Unis auch …

    … und auch einen zentralen medizinisch-pädagogischen Dienst, bei dem man umgehend Hilfe, erhält, sobald ein Kind mit Diagnose oder Auffälligkeiten zu beschulen ist. Auch da muss sich nicht jeder durchs Internet oder die Bildungsportale anderer BL wühlen, bis man Hintergründe und pädagogische Möglichkeiten findet - auswählen und anpassen ist immer noch Arbeit.

    Wieso nutzt man nicht lieber die bereits vorhandenen AZ-Studien und legt fest, wofür man wie lange braucht und dann ist endlich die Diskussion vom Tisch? Wer Korrekturfächer hat, benötigt dann mehr Zeit dafür, das muss man doch nicht jeden Tag tracken.

    Weil es nicht dem EU-Recht entspricht, erhoben werden muss die tatsächliche Arbeitszeit. Punkt.

    Und weil man auch dann in Debatten geht, es sind doch nicht allein Korrekturen aufwändig. Angeführt werden hier auch immer die Sammlungen, meine Zeitfresser sind wieder andere Aufgaben und vor allem die Vielzahl.

    Wenn Deutschlehrer 20 h ein neues Buch liest, dass er vielleicht im Unterricht behandeln will, sagt der Dienstherr vielleicht nehmen sie noch mal das vom letzten Jahr.
    Und bevor jetzt jemand meckert. Das sollen nur Beispiele sein, warum eine Arbeitszeiterfassung bei Lehrkräften nicht ganz so einfach ist.

    Irgendwann muss er es ja lesen und wenn das Land die Abi-Lektüren vorgibt, muss auch das vorbereitet werden, da sind ja immer mal andere Werke gesetzt.

    Am Ende bleibt es dabei: es zählt Anfang, Pause und Ende, alles andere ist unstrittig.

    Und ob ich für das sonderpädagogische Gutachten 30 oder 50h brauche (der Landesrechnungshof schrieb von über 40h), ist dann Arbeitszeit. Da ist es egal, ob ich langsam tippe oder gründlicher teste oder das Anamnesegespräch (mit vorgegebenem Fragebogen) länger dauert.

    Eigentlich kann die Schulbehörde dann gar nicht sehen, wofür die viele Zeit aufgewendet wurde, aber wenn nachgefragt wird, kann man darlegen, woran es gelegen hat … und da bleibe ich bei der Aussage, dass viele außerunterrichtliche Sachen nicht gesehen und bedacht werden. Dass besondere Anforderungen an den Unterricht zusätzliche Vor- und Nachbereitungszeit benötigen, wird auch dazu gehören.

    Leider finde ich das Szenario nicht so unrealistisch.

    Wir haben durchaus Vorfälle im Zusammenhang mit den Toiletten oder Schüler:innen, die diese nicht treffen oder nicht aufsuchen.

    Da ist die einfachste Begründung „zu klein für‘s Urinal“.

    Das ist die Frage, ob es geltendes Recht ist.

    Die Klage des SL aus NDS hatte die Zeiterfassung der Studie als Datengrundlage, also Daten von 2015.

    Seit 2019 gibt es in der EU die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung und diese beinhaltet gerade nicht die Kategorisierung von Tätigkeiten, sondern Anfang, Pausen und Ende.

    Vielleicht würde diese Aufzeichnung nach 2019 ausreichen,

    Vermutlich muss man aber erst weitere Verschleppungen der Umsetzung des Gesetzes und weitere Klagen abwarten.

    Ich komme mit Punkterastern gar nicht zurecht. Es gibt bei mir Kriterien-Raster, in denen ich eine Rückmeldung ankreuze, jedoch keine Punkte.

    Ansonsten sehe ich zwar, dass sich die Aufsätze über die Jahre verändern, habe aber den Eindruck, dass die Schüler:innen die Übungen mehr denn je benötigen. Zum einen brauchen Schüler:innen dies, um überhaupt in ganzen Sätzen schreiben zu können, auch Sprachliches kann man darüber entwickeln und tut es mit dem Ziel des Produktes. Zum anderen vermittelt sich über das Schreiben eines Aufsatzes mehr, als das Schreiben eines Textes. Da sind schon noch eine Menge andere Aspekte, z.B. eine längere Zeit fokussiert zu sein und eine Aufgabe zu verfolgen, einen Aufbau zu planen und umzusetzen, eine Intention zu überlegen und zu verpacken ... Vieles davon wird man auch benötigen, wenn man KI nutzt, um zu wissen, was man braucht, um das Ergebnis einschätzen oder verändern zu können.

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