Beiträge von Palim

    und zweitens brauchst du für die Förderschule L ein Gutachten mit IQ-Test mit Ergebnis zwischen roundabout 65-85.

    Je nach BL und Zeitpunkt stimmt das so nicht.

    Hier wurden jahrelang Gutachten auch ohne IQ-Test geschrieben,

    • weil man Testungen nicht für sinnvoll erachtet hat,
    • weil sie umstritten waren/ sind,
    • weil sprachfreie Testungen "besonders" sind und niemand sie machen konnte/kann,
    • weil...

    Da würde ich mir definierte Standards und das entsprechende Personal wünschen ... oder eine Möglichkeit für Regelschullehrkräfte, diese Qualifikationen zu erwerben - es ist mir weiterhin unverständlich, warum man diese Studieninhalte nicht nachholen können sollte. Es ist mir auch unverständlich, warum FöS-Lehrkräfte sagen, sie könnten die Tests nicht machen, weil es nicht Inhalt ihres Studiums gewesen sei.

    Dann macht es sicherlich Sinn, wenn diese Person wenigstens 1x ganz grob gesehen oder gehört hat, was innerhalb dieser Funktion zu machen ist.

    Du hast offenbar keinen Schimmer, was das bedeutet. Ich weiß zumindest, was es beinhaltet, aber darum kann ich das doch noch lange nicht alles ad hoc übernehmen. Wenn die SL ausfällt und jemand die SL übernehmen muss, dann ist ja auch gleich die Beantragung einer Vertretungsstelle mit dabei, mit Offenlegung des Kostenrahmen etc.

    Wenn das Land möchte, dass jemand Zweites an der Schule davon Kenntnis hat, dann müsste das Land an jeder Schule dafür eine Stelle schaffen und die notwendigen Qualifizierungen anbieten. Das könnte auch helfen, dass SL nicht erst nach einem halben Jahr ihre Quali beginnen und vorher alles ohne FoBi erledigen müssen, wie es derzeit ist.

    Womöglich nicht so gemeint

    Nein, das hatte ich wirklich nicht so gemeint. 😯

    Ich hatte im Sinn, dass das System allgemein wenig Möglichkeiten hat, jemanden, der hohe Expertise hat, anders einzusetzen, als im Unterricht vor den Klassen. Dann sind diese Lehrkräfte unglücklich zu Hause, obwohl sie in der Schule anderes abfangen oder auf andere Weise unterstützen könnten.

    Und das wiederum soll nur für die gelten, die wirklich können, und nicht bedeuten, dass man sich krank zur Schule schleppen muss.

    Wenn die Schule von einer Kranken(!) diese Expertise in einem bestimmten Fach braucht, ist da zunächst mal ein Zeichen dafür, dass es ncht genug Ressourcen gibt, man sich nicht rechtzeitig um Redundanzen gekümmert hat, man eh zu wenig Stellen hat, etc. So wie immer halt.

    Danke, dass du es so klar auf den Punkt bringst, das schätze ich sehr.

    chilipaprika wünsche ich, dass sich die Sorgen morgen auflösen und etwas Gutes für sie dabei entstanden ist.

    An einer Nachbarschule haben es die Lehrkräfte mehrfach im Team verteilt, weil es eine alleine nicht machen wollte.

    Auch sonst ist es ja möglich, Aufgaben ans Kollegium abzugeben und hier müssen ja auch die Aufgaben der KR-Stelle von jemandem gemacht werden, sonst hast du alle Aufgaben von SL und KR in Teilzeit.

    Aber ihr habt doch keine OGS-Leitung

    Habt ihr keine PM, die sich für die OGS verantwortlich zeichnet?

    In Niedersachsen ist die Ganztagsschule doch immer Teil der Schule und untersteht der Schulleitung. Da gibt es doch eigentlich gar keine Trennung zwischen Ganztag und Nachmittag.

    Ja und nein. Es ist Teil der Schule, die Schulleitung ist - wie für alles andere - verantwortlich, macht ja aber die Arbeit nicht allein.

    Es gibt eine Trennung zwischen Ganztag und Nachmittag, da ja am Nachmittag in der OGS kein Unterricht erfolgt. An allen umliegenden Schulen sind nur sehr wenige Lehrkräftestunden im Nachmittag UND in der Liste, was zu streichen ist, wenn es zu Lehrkräftemangel kommt, ist der Ganztag ganz weit oben. Dann gibt es eben nur noch Angebote durch PM und die Lehrkräfte sind am Vormittag eingesetzt.

    Das hatten wir schon häufiger: dein Kollegium ist stabil, ihr habt keinen Ausfall und immer alle Stellen besetzt. Guck dich mal auf eis-online um, wie viele Stellen jetzt, zu Beginn der Sommerferien, noch offen sind und wie viele Schulen wohl mit irgendwelchen Konstrukten arbeiten müssen, weil sie im Sommer nicht versorgt sein werden. Gerade sind es noch 510 offene Stellen in ganz NDS, davon etwa die Hälfte an Grundschulen... einschließlich der Stellen, bei denen man bis Sommer 2029 an eine Schule in Ostfriesland abgeordnet wird (von OL und OS aus).

    Dass PMs eigenständig Unterricht oder Förderungen planen und durchführen ist meines Wissen arbeitsrechtlich verboten. Das liegt vor allem daran, dass sie dann anders bezahlt werden müssen. Dass die PM im Vertretungsunterricht sich selbst was überlegt (was sie eigentlich nicht soll), passiert bei uns natürlich auch.

    Dann ist das weitestgehend wie bei uns.

    Wir haben aber auch gar nicht so viele PM-Stunden, dass die irgendwelche Förderkonzepte fahren könnten. Wenn mal ein Schuljahr wenig Krankheitsfälle sind, bleibt ein bisschen was über. Aber sonst eher nicht.

    Die PM habe doch feste Verträge mit festen Stunden, die erteilt werden müssen. Wenn ihr nicht absolute Alt-Verträge habt, muss ein Großteil der Stunden fest in den Plan gesetzt sein. Entsprechend sind die PM Klassen oder Förderkursen zugeordnet und arbeiten dann auf Zuruf oder regelmäßig mit bestimmten Kindern. Kommt es zu kurzfristigem Ausfall, übernehmen die PM dann das.

    Und nun das Aber: Kommt es zu längerem Ausfall ohne Ersatz, muss die SL die PM zur Betreuung in irgendwelche Klassen setzen, um die Pflichtstundentafel zu besetzen. DAs ist nicht für längerfristige Lösungen gedacht, die Alternative wäre aber Entfall und Notbetreuung. Transparenter wäre es, jedes Mal 2-3 Klassen mit einer PM auf den Schulhof zu stellen - das ist der Notfall im Notfall.

    Du hast viele Jahre hochqualifiziert beste Arbeit geleistet und tust dies auch jetzt noch, bittest lediglich darum, zu bestimmten Tageszeiten arbeiten zu können. Ich finde nicht, dass man ein schlechtes Gewissen haben muss. Gesellschaft funktioniert nur, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt und dass gesunde Menschen mehr leisten als kranke, sollte in Deutschland bezahlbar sein.

    Ich finde, dass man Möglichkeiten finden sollte, deinen Einsatz zu stützen, statt ihn zu verkomplizieren oder abzuwehren. Gerade weil du die Expertise hast und sie weiter einbringen kannst.

    Das ist wie eine Teilkrankschreibung oder ein Teildienst.
    Mir ist verständlich, dass es da Grenzen braucht und Schutz und dass es nicht immer möglich ist, aber auch für Kranke wäre ein weiterer Einsatz in der Schule zum Teil zuträglich.

    Das dürfte auch gerne ein „Zuarbeiten“ sein, in der Grundschule wäre es Förderung von einzelnen Kindern. Vorstellen kann ich mir auch einen Teil der Gutachten oder Konzepte oder Admin-Aufgaben. Dafür ist gar nichts vorgesehen, es wäre aber toll, dafür hin und wieder Personen zu haben, sind sie von der eigenen Schule, kennen sie die Gegebenheiten.

    Ich habe das andere auch nicht gefunden und mich mit dem von Milk&Sugar gefundenen Thread zufrieden gegeben.

    Den von der Gesamtkonferenz gebildeten Teilkonferenzen (die "Zeugniskonferenzen" sind letztlich Klassenkonferenzen mit entsprechender Tagesordnung) gehören nach §36 Abs. 3 NSchG mit Stimmrecht auch die im jeweiligen Bereich tätigen pädagogischen Mitarbeiter an. Das kann auch die OGS-Leitung betreffen, sofern sie mit der Klasse zu tun hat.

    Es gibt PM an Förderschulen in ganz derer Funktion, auch mit anderer Ausbildung. Ich überlege jedes Mal, ob das gemeint ist.

    Für NDS ist es ja an sich Betreuung, die geleistet werden soll, es bricht aber immer weiter auf, dass es Förderung ist, weil man von den Pool-Stunden weggegangen ist und (ich glaube) 60% fest einplanen muss. Neben der Mittagsbetreuung kann das im Halbtag die Begleitung von Klassen sein oder eben unterstützende Angebote, im Ganztag hat man mehr Möglichkeiten. Über den Ganztag hätte die PM nur Kontakt zu bestimmten Kindern, als Fachlehrkraft kann dies aber ebenfalls so sein, dass man nicht die ganz Klasse unterrichtet.

    Sinnvoll finde ich die Teilnahme hinsichtlich AV/SV, bei der Vergabe von Noten sind die PM meines Erachtens raus. Die werden aber in den Konferenzen ohnehin nicht diskutiert, eine Empfehlung für die weiterführende Schule wird (derzeit) auch nicht diskutiert und abgestimmt.

    Andererseits sind ja auch Eltern dabei (spart euch die Welle, wir reden über NDS und sind daran gewöhnt), da können auch PM in gleichem Maß wichtige Hinweise geben.

    Normalerweise haben diese ihre eigene Räume, Klassenräume werden nur im Notfall benutzt.

    Das ist in NDS nicht generell so, in den vergangenen 15 Jahren wurden viele Schulen 8n OGS umgewandelt, indem nur ein Raum zur Mensa umgestaltet wurde,

    alles andere findet in den vorhandenen Räumen statt, die Betreuung am Mittag für die Verlässlichkeit (5.Stunde) und auch der Ganztag. Entsprechend muss man sich die Räume teilen und absprechen.

    Wir hatten schon das Modell, dass die größten Räume für die Betreuung in 1/2 genutzt wurden, sodass die Klassen immer umziehen mussten, und auch das Modell, dass die Betreuung in den Klassenräumen der 1/2 stattfindet, die Klasse bleibt, die Betreuung zieht um. Da man dafür Material benötigt, muss man sich abstimmen, wie es gut passen kann.
    Ähnlich ist es in der OGS, wenn Angebote nach dem Unterricht stattfinden.

    Bei uns sind es Pädagogische Mitarbeiter:innen (PM), die zur Schule gehören, wir sind ohnehin ein Team. Und in NDS werden diese PM zur Vertretung - im Sinne von Betreuung- eingesetzt. Die PM führt Aufsicht, den Inhalt soll eine Lehrkraft planen. Offiziell ist das kein Unterricht, für Kinder ist das nicht immer gut zu erkennen. Je nach Fähigkeiten legt man auch dies oder das bereit: die eine PM macht lieber Kunst, die andere Musik, manches ist dem Unterricht durchaus ähnlich.

    Bedacht ist es für kurze Zeit, in der Realität findet man keine Vertretungskräfte und muss sich dann mit PM behelfen und sie überbrücken, dass die Pflichtstundentafel besetzt/betreut ist.

    PM schreiben keine Klassenarbeiten und geben keine Noten.

    Es mag im anderen BL mit anderen Schulformen anders sein,

    aber unser Dezernent hat vor wenigen Jahren deutlich gesagt: Man lässt sich mit der Stelle auf die Fahrzeit ein. Man hat keinen Anspruch darauf, dass man danach versetzt wird, weil man lieber näher unterrichten würde. Dann müsste man selbst umziehen.

    Es gibt hier im Forum einige, die fahren, da ist die persönliche Einstellung unterschiedlich.

    In NDS gibt es bei Einstellungen die Möglichkeit, nur angestellt zu sein, das schafft mehr Flexibilität, die manche als Vorteil sehen. Andere pokern, warten auf die nächste Runde und nehmen bis dahin eine Vertretungsstelle.

    Das ist für die Schulen im Brennpunkt und in der Botanik nicht gut, aber Lehrkräfte, die sich nicht darauf einlassen, sondern von Beginn an weg wollen, sind auch nicht toll.

    was genau unter Stoffverteilungsplan/Jahresplanung, Unterrichtsreihe, Unterrichtseinheit und Unterrichtssequenz zu verstehen ist und wie diese Planungsebenen zusammenhängen.

    Der Stoffverteilungsplan zeigt die Themen über das Jahr verteilt - und ist damit auch eine grobe Jahresplanung. Es gibt Pläne, die die Zeitpunkte anzeigen (Dauer in Wochen) oder auch die Reihenfolge oder die einem Buch folgen und beachten, dass Themen (und Methoden) aufeinander aufbauen. Darum ist es gut, sie zuerst um den an der Schule vorliegenden Plan zu kümmern. Den musst du dann mit den Anforderungen aus dem Seminar abgleichen.

    Ich gebrauche das Wort "Unterrichtsreihe" nicht oder synonym zu "Unterrichtseinheit". Eine Einheit besteht aus mehreren Stunden und verfolgt das Ziel, bestimmte Inhalte und Kompetenzen zu vermitteln. Dabei wird an vorhandene Fähigkeiten angeknüpft (Wissensabfrage/ Wiederholung), um dann in mehreren Schritten Neues zu erläutern und anzuwenden bzw. zu üben.

    "Unterrichtssequenz" kann synonym zu "Unterrichtsstunde" genutzt werden, es kann aber auch eine kürzere Zeiteinheit bemessen, also den Teil einer Unterrichtsstunde, in dem eine Übung erfolgt, die zur Einheit gehört, während der andere Teil der Stunde zu etwas anderem genutzt wird. Du musst also in deiner Region/ deinem Seminar herausfinden, was gemeint ist.

    Ansonsten gehe ich folgendermaßen vor:

    • Sich einen Überblick über das Thema verschaffen - sofern nötig
    • Sich einen Überblick über die Anforderungen verschaffen (Curriculum, Stoffverteilung, ggf. Buch)
    • eine sinnvolle Reihenfolge finden (was baut aufeinander auf), Methoden bedenken und einbeziehen, ggf. Materialien sichten, die genutzt werden sollen/müssen ... und vor allem: was soll am Ende dabei herauskommen (Unterrichtsreihe, Kompetenzen festlegen)
    • Schwerpunkte legen und das bisher überlegte auf Stunden verteilen (Unterrichtsreihe, Kompetenzen)
    • die Unterrichtsstunden selbst vorbereiten, Differenzierungen bedenken

    Ich plane bis heute die Einheit vorweg, die Stunden in groben Zügen auch, beides in den Ferien oder vor der Einheit, und steuere dann während der Woche nach, wenn es notwendig ist.

    Fürs Ref ist es sinnvoll, recht früh zu überlegen, welche Stunden sich für Besuche eignen, dann kann man das ein bisschen schieben und daraufhin arbeiten.

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