Beiträge von Palim

    Ich habe mich auch gefragt, welche Hymnen noch gespielt werden, wenn mindestens die BY-Hymne zu spielen ist,

    das klingt so, als würden weitere Stücke folgen.

    Und ich weiß nicht, in welche Richtung das geht und ob für die anderen Musikstücke dann auch Texte ausgehängt werden.

    Nachtrag: Was ich mich auch frage: Warum ist die Bayern-Hymne auf Hochdeutsch?

    Wieso kommt die Frage nicht, WARUM reagiert das Kind so?

    Die Frage stellt man sich durchaus….
    Es gibt Elterngespräche, Beratungen mit Kolleg:innen, Förderschullehrkräfte, die man hinzuziehen kann … hier ging es bereits um eine Förderschule Lernen mit kleineren Klassen.

    Es werden Maßnahmen abgestimmt und durchgeführt, die aber nicht immer zielführend sind.


    Und dann?

    Kinder mit derart extremem Verhalten, das durch die üblichen Maßnahmen nicht beeinflusst werden kann, benötigen sehr viel mehr Unterstützung dafür, damit sie vielleicht lernen, den Schulalltag zu bewältigen. Dafür braucht das Kind Therapie und eine enge Begleitung.
    Im Rahmen der Therapie wird die Frage erörtert, warum das Kind dieses Verhalten zeigt. Ich kann als Lehrkraft Vermutungen entwickeln, diese an Eltern geben und um Abklärung bitten, psychologische Diagnosen kann ich nicht stellen und auch keine Therapien anbieten.

    Im Allgemeinen muss in der Schule das Lernen für alle angemessen gestaltet werden - im Rahmen der Möglichkeiten, die jedoch begrenzt sind.

    Ja, viele von uns wünschen sich eine andere Ausstattung, eine satte Personaldecke, Fachkräfte mit psychologische / therapeutischem Hintergrund in der Schule, um Inklusion besser umsetzen zu können. Aber das ist nicht im Ansatz vorhanden.

    Und „im Allgemeinen“ bedeutet, dass es Ausnahmen gibt, z.B. Kinder, die noch nicht schulfähig oder jetzt gerade nicht beschulbar sind, Kinder mit komplexen Behinderungen. Hier werden Lösungen gesucht, die in der Regel an schulische Gutachten gebunden sind und entsprechend viel Vorlauf benötigen, bevor sie umgesetzt werden dürfen.

    Es sollte für Lehrer und „Kollegen“ doch intellektuell möglich sein das Verhalten so auszurichten um mit dem Kind umzugehen?!

    Wenn das Verhalten pathologisch ist, benötigt das Kind außerhalb der Schule therapeutische Hilfe.

    Wir haben an unserer Schule Fortbildungen dazu durchgeführt, mit Psychologen, und Maßnahmen erörtert, die durchgeführt werden. Es gab aber auch eine klare Abgrenzung, wann es Lehrkräften nicht möglich ist, das Verhalten eines Kindes nachhaltig zu verändern, und wann psychologische Hilfe notwendig ist.

    Hier sei auch die Frage erlaubt, WAS bringt es dem Kind wenn es nur zwei Stunden da ist?

    Das Kind ist in der Gesamtsituation überfordert. Bei uns erfolgt zumeist nach einer längeren Therapie in einer Einrichtung (Tagesaufenthalt mit Beschulung) eine stundenweise Wiedereingliederung, um dem Kind den Wiedereinstieg zu erleichtern. Hier wird das Kind im Anschluss aber in die Tageseinrichtung verbracht und weiter therapeutisch begleitet.

    Sind 2 Stunden erfolgreich zu bewältigen, wird der Zeitraum verlängert. So schaffen positive Erlebnisse den Übergang zum geregelten Schulbesuch. Teilweise geht damit das Einsetzen einer Schulbegleitung einher, sodass dem Kind eine zusätzliche Hilfe zur Verfügung gestellt wird.

    Der Ausschluss vom Schulbesuch ist eine gravierende Maßnahme, die eine Schule nicht leichtfertig vergibt und nur mit bestimmten Verfahren vergeben kann. Diese sind im Schulrecht verankert und sie geben den Lehrkräften für bestimmte Situationen Handwerkszeug und Vorgehen an die Hand - sie sind also im pädagogischen Alltag verankert. Erläuterungen hierzu werden Eltern in der Regel im Gespräch erörtert, in jedem Fall aber auch bei jeder Maßnahme per Post zugestellt.

    Es ging doch u.a. auch um Therapien, einen. Platz zu bekommen, ist schon schwierig, da kann man doch nicht erwarten, dass der/die Therapeut:in bei jeder Stundenplanumstellung den Therapieplatz mit anderen Klienten tauscht.

    Ich finde es sinnvoll, es mit zu bedenken, wenn es zu auffälligem Verhalten, psychischen Auffälligkeiten, Minderleistungen kommt, zu Lernstörungen in Teilbereichen oder generell im Arbeitsverhalten. Da wäre frühe Unterstützung hilfreicher, als das Abwarten oder Verneinen mit entsprechend späteren Folgen.

    Insgesamt sehe ich das Schulsystem da schlecht aufgestellt, da in der Regel jede Lehrkraft allein informiert sein muss und sich kümmern sollte. Ähnlich zu der Frage nach dem Umgang mit den Lektüren.

    Der soziale Anpassungsdruck und die Intoleranz gegenüber dem Anderssein haben auch dazu geführt, dass diese Menschen weniger stark aufgefallen sind - oder eben mit den Folgen leben mussten.

    Ich denke seit einer Weile darüber nach, ob dem wirklich sogar oder ob der Anpassungsdruck heute nicht viel größer ist.

    Zudem sind die Bemühungen, Mobbing und Ausgrenzung zu vermeiden heute größer.

    Im Rahmen von Inklusion kommt alles zusammen, es gibt Förderung bei einer Geistigen Beeinträchtigung und entsprechendem IQ in Abweichung zur Norm, bei Hochbegabung sieht es da bisher dünn aus.

    Und wenn man eine Verantwortung sieht, auf Diagnostiken zu verweisen, wenn man den Verdacht einer Erkrankung hegt, kann man diesen Verdacht auch hinsichtlich Hochbegabung äußern. Am Ende müssen sich die Eltern kümmern, das tun sie bei uns oft nicht, auch bei anderem Verdacht nicht (Augenarzt, HNO…)

    Bei uns war damals Vielfalt gefragt, man konnte auch eine Einführungsstunde zeigen, aber eben nicht in jedem UB.

    Aber ich weiß auch, dass das nicht bei allen Seminarleitungen so ist und dass manche vor allem Öffnung sehen wollen.

    Auch scheint eurer Klientel ja recht fit zu sein.

    Entsprechend musst du selbst abwägen, was möglich ist.
    Was können die Anfänger nach 5 Wochen (also 10 Std ?) bereits, was sich einsetzen ließe als Methode oder zur Aktivierung? Das musst du ja dann in den ersten Stunden berücksichtigen … und dabei auch bedenken, dass die Klasse neu ist und dich/ deine Methoden kennenlernen soll oder noch etwas zum Kennenlernen vorweg läuft.
    Erst dann kannst du entscheiden, was in dieser Stunde Neues erlernt oder gefestigt werden kann. Wenn dann eine neue Einheit beginnt, kannst du eine Worteinführung zeigen. Ist eine Schreibphase mit den Vorgaben konform oder gar gewünscht?

    Schon beim Schreiben merke ich, dass das für eine neue 3. Klasse extrem viel ist – besonders, weil ich diese Abläufe vorher kaum in anderen Reihen einüben kann. Meine Mentoren meinten auch, dass ich da den Kindern viel zu viel zumuten würde. In der UPP würde ich hier ziemlich den Anfang zeigen, wenn die meisten Kinder beim schreiben sind.

    Welche Vorgaben gibt es in eurem Bundesland zum Schreiben im Unterricht?

    Ich finde vieles sehr fordernd/überfordernd, bei uns steht Sprechen und Zuhören im Fokus, gelesen wird auch, beim Schreiben gibt es immer Vorlagen.

    Aber gerade am Anfang wird doch vieles mit Spielen und Liedern wiederholt und vielfach geübt.

    Bist du an offenen Unterricht gebunden? Warum ist das so wichtig?

    Was hat das Schulbuch zur Auswahl - auch da gibt es Hinweise zur Wortschatzeinführung.

    Dazu kommt:

    Welche Methoden möchtest du auf lange Sicht etablieren? Welche sind so grundsätzlich, dass du sie gleich zu Beginn der 3. Klasse einsetzen möchtest und kannst (Voraussetzungen der SuS)?

    Ich finde, beim Thema Uhrzeit kann man nur verlieren.

    vroni67

    Was sind denn deine Vorgaben in der Schule?

    In der 5. Woche nach Schulbeginn wäre ich noch nicht bei der Hundertertafel, da bin ich erst zwischen Nikolaus und Weihnachten. Vorher habe ich einiges anderes zur Zahlraumerweiterung

    Auch ist es vom Schulbuch abhängig, womit dort begonnen wird, denn das gibt zum Teil die Reihenfolge vor ... es sei denn, du löst dich vom Schulbuch.

    Nein, in NDS gab es schon Qualifizeirungen.

    Ich kenne jemanden mit BBS-Ausbildung, die dann auf FöS umgestiegen ist. Aber ich weiß weder die Fächer der Person noch den Aufwand der Qualifizierung.

    Für GS-Lehrkräfte gab es das auch, gibt es vielleicht noch, aber auch da war es (vor ein paar Jahren, als es mich interessierte) ein erheblicher Aufwand, einschließlich Ref.

    Lehrerbedarf ist immer fachspezifisch, schulformspezifisch und schulortspezifisch,

    Das bedeutet aber auch, dass Bewerbende kein Anrecht auf eine bestimmte Schule oder einen bestimmten Ort haben.

    Wenn man eine Stelle haben will, gibt es derzeit Möglichkeiten, die liegen aber nicht immer dort, wo die Junglehrkräfte sein möchten.

    Um den Mangel zu beheben, wird man noch viel einstellen müssen.

    Es gibt nicht die Definition von Inklusion. Das wird ja schon deutlich daran, dass fast jedes Land die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert hat, es aber in der Umsetzung große Unterschiede von A wie Albanien bis Z wie Zimbabwe gibt

    Nein,

    daran wird deutlich, dass der Weg zur Umsetzung der UN-BRK noch ein sehr weiter ist für manche Länder.

    Die Aktion Mensch hat eine Studie zur Umsetzung veröffentlicht und verweist u.a. auf die Bewertungen und Kommentare des UN-Ausschusses, der deutlich aufzeigt, was noch nicht den Vorgaben entspricht. Und weil einige Menschen das nicht verstehen wollen, werden je Artikel Normen formuliert.


    https://www.aktion-mensch.de/inklusion/stud…naler-vergleich

    Die CDU stellt derzeit in 10 (!) Bundesländern das Kultusministerium und auch wenn man im Einzelfall in die Regierungsprogramme schauen müsste, positionieren sie sich überwiegend unterstützend gegenüber dem Erhalt und der Ausweitung an sonderpädagogischen Schulformen.

    Ja,

    und die CDU steht zur Einhaltung der Menschenrechte und weiß, dass es für beeinträchtigte Kinder ein Recht auf Teilhabe gibt, die unterschiedlich umgesetzt wird.

    Es gibt aber keine Bundesländer, wo vorab alle Kinder entsprechend getestet und auf Förderschulen überwiesen werden und auch in Bundesländern mit CDU/CSU-KuMi haben Eltern eine Schulwahl oder klagen ein, dass ihr Kind in die Regelgschule geht.

    Das, was chilipaprika beschreibt, kommt hinzu: Erst mit einem "Status" können Kinder an etwaige Förderschulen wechseln - können, nicht müssen - und bis dahin - oder auch danach - verbleiben sie in der Regelschule. Dort ist man für die Beschulung zuständig, für die Beratung und auch für die Differenzierung sowie für das Erstellen der Gutachten - zumindest anteilig.

    Dazu, das hat chili auch geschrieben, gibt es eine Menge weitere Gründe, warum Differenzierung oder eine besondere pädagogische Begleitung nötig werden kann. Das bilden Förderschulschwerpunkte gar nicht immer ab und nicht jedes dieser Kinder erhält den "Status", eine andere Schulform besuchen zu können. Die meisten bleiben in den Klassen.

    Und ja, es gibt CDU/CSU-Kultusminister:innen in verschiedenen Ländern, davon weiß ich aber, dass einige sehr weit in der Umsetzung der Inklusion sind, z.B. Schleswig-Holstein, dastellbar z.B. auch über die geringe Exklusionsquote von 2,3 in SH und Berlin bei einer insgesamt bundesweit steigenden Förderquote. (Chantal Lepper, Vera Steinmann - Stautus quo: Inklusin an Deutschlands Schulen).

    "„Bei der Verwirklichung dieses Rechts stellen die Vertragsstaaten sicher, dass Menschen
    mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem
    ausgeschlossen werden und dass Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom
    unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender
    Schulen ausgeschlossen werden.“ (UN-BRK, §24, Absatz 2a)
    "

    Es bleibt ein Menschenrecht.

    Inklusion ist schon jetzt, aber in 10-20 Jahren noch weniger keine Aufgabe für einzelne Personen, sondern für Alle.

    Schöner wäre es, dafür mehr Personen zu haben.

    Ich würde es derzeit eher so formulieren, dass man als Grundschullehrkraft für sehr vieles verantwortlich ist, eben auch für die Förderung vor dem Status, für die Elternberatung und vor allem für einen Blick auf das Kind und dafür, frühzeitig Impulse geben zu können, damit man andere, so es sie gibt, mit ins Boot holen kann.

    Aber nicht die weiteren 2 Fächer studieren zu können, fände ich auch doof, auch ich wäre dafür, dass man die Fächer und den höheren Pädagogik-Anteil wählen kann.

    Auch da gilt wieder: Erst einmal abwarten.

    Gibt es eine Schreibschrift? Wann wird sie eingeführt? Was ist hinsichtlich des Freien Schreibens vorgesehen?

    Gibt es Vorgaben zum Rechtschreibunterricht? Welche?

    Ist es üblich, in Hefte zu schreiben oder gibt es Verbrauchsmaterial.

    NDS hat z.B. ein 2-Jahres-Curriculum und die Vorgaben der Schulbücher sind nicht verpflichtend. Man kann Material über 2 Jahre ziehen, vorziehen, verzögern…

    Auch sonst wissen wir nichts über die Schule, die Schülerschaft, die Herausforderungen.

    Vielleicht wäre es vor allem hilfreich, Fragen zu notieren, um sie dann in der neuen Schule stellen zu können.

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