Beiträge von Humblebee

    Ich habe jetzt nochmal für zwei benachbarte Landkreise geschaut, wo es jeweils in zwei Kleinstädten ein Gymnasium gibt. In beiden Landkreisen ist es so, dass jeweils eines der beiden Gym. Französisch, Spanisch und Latein ab Kl. 6 anbietet (davon hat das eine Gym. laut LK-Angaben über 1100 SuS, das andere - im anderen LK - laut Homepage 860 SuS), das jeweils andere nur Französisch und Latein (Größe dieser beiden Schulen: ca. 990 SuS und ca. 1400 SuS).

    Das empfinde ich als rücksichtslos. Gerade für manche KuK mit Behinderung kann der Tisch hilfreich sein, um Entlastungspositionen einnehmen zu können, ohne direkt durch den Raum tigern zu müssen.

    Darüber habe ich - muss ich gestehen - noch nie nachgedacht, dass jemand dies als rücksichtslos empfinden könnte. Finde ich aber absolut nachvollziehbar. Nun hatten wir in den 20 Jahren, die ich schon an meiner jetzigen Schule tätig bin, noch nie eine Gesamtkonferenz oder -dienstbesprechung mit Tischen, weil es aufgrund der Größe von Kollegium und Aula gar nicht möglich wäre, jeder einzelnen Lehrkraft einen Tisch hinzustellen. Einen oder ein paar einzelne Tische für Lehrkräfte mit Behinderung zur Entlastung aufzustellen, wäre aber überhaupt kein Problem (wurde allerdings bislang noch nie gewünscht) und diesem Wunsch würde auf jeden Fall nachgekommen. Bei uns dauern die Gesamtkonferenzen und -dienstbesprechungen zudem nie länger als zwei Stunden.

    Und tauchte in der Statistik auch auf, wie viele Schüler überhaupt die Wahl haben nach Englisch Französisch oder Spanisch zu lernen. Ich will nicht ausschließen, dass es solche Schulen gibt, aber mir ist hier keine einzige bekannt. (Vielleicht wegen unserer Nähe zu Frankreich.)

    Nein, das war keine Statistik, sondern nur ein kurzer Zeitungsartikel. Dass dir überhaupt keine Schule bekannt ist, wo man zwischen Französisch und Spanisch wählen kann, irritiert mich etwas, muss ich sagen. Ich schätze aber, dass es in deiner Region wirklich daran liegt, dass Frankreich so nah dran ist, denn hier in der Gegend ist es tätsächlich komplett anders. Ich habe jetzt mal interessehalber für einige Orte geschaut:

    Hier in der Stadt, wo ich wohne, gibt es sieben allgemein bildende Gymnasien. An allen können die SuS zwischen Latein, Französisch und Spanisch als zweite Fremdsprache ab Klasse 6 wählen; eines bietet noch zusätzlich Italienisch, ein anderes Russisch als zweite Fremdsprache an. Bei den drei IGSn bieten zwei die Wahl zwischen Französisch und Spanisch ab Kl. 6, an der dritten kann zwischen Französisch, Spanisch und Niederländisch gewählt werden.

    Das Gymnasium in der Kleinstadt, wo ich unterrichte, bietet ebenfalls Latein, Französisch und Spanisch als zweite Fremdsprache an und an der einzigen IGS dort im Landkreis können die SuS zwischen Französisch und Spanisch wählen.

    Das ist jetzt natürlich nicht repräsentativ, sondern betrifft nur einige Schulen hier in der nahen Umgebung.

    Wenn man auf Teilzeit geht und bewusst auf Geld verzichtet (und durch das Kinderkriegen die Pensionen aller sichert, während man bei der eigenen Abstriche hinnimmt), wäre es äußerst unfair dann zur 1./2. und dann wieder zur 9./10. eingeteilt zu werden.

    Solch eine Stundenverteilung fände ich - unabhängig davon, ob jemand Teilzeit oder Vollzeit arbeitet - "unfair". Zum Glück sehen das die mir bekannten Stundenplaner*innen genauso.

    Ja, ein Stück weit schon. Danke für die Rückmeldung.

    Allerdings trifft diese Aussage

    Allerdings sind die Rahmenbedingungen, wie z.B. Klassengröße, das Alter der SchülerInnen oder auch durch ein duales System der Lehralltag zum Teil anders.

    tatsächlich nur teilweise auf berufliche Schulen zu. Hinsichtlich des (höheren) Alters unserer SuS gebe ich dir recht, aber die Klassengröße ist an beruflichen Schulen seeehr unterschiedlich (wir haben Klassen zwischen 12 und 30 SuS und gerade in "schwierigeren" Klassen wie meiner eigenen (einjährige Berufsfachschule mit Eingangsvoraussetzung Hauptschulabschluss; derzeit 28 SuS) ist es häufig ziemlich laut und unruhig). Berufsschulklassen mit Azubis aus dem dualen System machen zudem nur einen Teil der beruflichen Schulen/BBSn/BKs aus. Ich selbst war bspw. jahrelang überhaupt nicht in der Berufsschule, sondern ausschließlich in vollzeitschulischen Bildungsgängen eingesetzt. Andererseits haben wir aber auch einige Lehrkräfte, die nur am Beruflichen Gymnasium (Klassen 11 bis 13) unterrichten und deren Arbeitsalltag dadurch dem von an allgemeinbildenden Schule ausschließlich in der Sek II eingesetzten Lehrkräften entspricht.

    In NDS kann man mit FH-Reife sowieso an einer Uni die "einschlägigen" Studiengänge studieren; also bspw. wenn man an einer FOS mit dem Schwerpunkt "Wirtschaft" die FH-Reife gemacht hat, darf man an einer Uni alles "Wirtschaftliche" studieren. Wir hatten gerade erst eine ehemalige Schülerin als Praktikantin bei uns, die vor vier Jahren bei uns erfolgreich die FOS absolviert hat und nun WiWi und Werte und Normen auf Lehramt BBS studiert.

    Aber hier in NDS ist es ja auch möglich "Sozialpädagogik" als berufliche Fachrichtung für das Lehramt BBS zu wählen.

    …ich kenne drei Regularien dreier Bundesländer, in denen das BK eine komplett eigenständige Ausbildung erfordert und ein Wechsel nahezu ausgeschlossen ist, per sé aber natürlich möglich

    Welche drei Bundesländer sind denn das? NDS kann es ebenso wenig wie NRW sein, denn es gibt in den mir bekannten BBSn eine Reihe von ausgebildeten Gym-Lehrkräften (an meiner Schule sind es - wenn ich mich nicht irre - derzeit vier; eine ist mittlerweile zur Abteilungsleiterin des BG aufgestiegen).

    Ich musste eigentlich nicht. Ich habe mein Diplom allerdings an der Fachhochschhule gemacht. 7 Semester Regelstudienzeit + 1 Jahr staatliche Anerkennung. Während des Studiums habe ich als Aushilfe im Kindergarten und Krippe gearbeitet. Danach habe ich 18 Jahre als Sozialpädagogin gearbeitet u.a. auch in leitendr Position. Das reicht nicht um als Quereinsteigerin an die Fachschule für Sozialpädagogik in Hessen ins Ref. zu gehen. Hab dann noch meinen Master gemacht, der hoffentlich jetzt anerkannt wird.

    Ah, ok, das ist dann bei dir ein "Spezialfall".

    Dann greift meine Kollegin trotzdem demonstrativ zum Strickzeug, selbst wenn sie vom Schulleiter in der Konferenz direkt angesprochen wird.

    PS: Wir alle haben uns damals in der Konferenz gewünscht, daß er sie in Folge aus der Konferenz wirft, wie man Schüler, die sich total daneben benehmen auch aus dem Unterricht wirft.

    Diese Story hast du doch vor ca. einem halben Jahr schon mal zum Besten gegeben! [EDIT: Ich sehe gerade, dass pepe den entsprechenden Thread schon verlinkt hat.] Da war es allerdings eine Ex-Kollegin (Religionslehrkraft). Und ich kann nur wiederholen, was ich damals schon schrieb: Ich kann nicht verstehen, warum jemand aus diesem Grund aus einer Konferenz geworfen werden sollte (hat dein SL damals auch nicht gemacht - trotz des "Wunsches" des Kollegiums -, wie du vor einigen Monaten schriebst). In meinem Kollegium käme auch niemand auf die Idee, eine/n strickende/n Schüler*in aus dem Unterricht zu werfen. Unter "sich total daneben benehmen" verstehen meine KuK und ich nämlich definitiv etwas anderes!

    72 Seiten Diplomarbeit und 65 Seiten Masterthesis.

    Du musstest beides schreiben? Das ist ja total blöd :( .

    Schreiben ist nicht meine größte Stärke, daher habe ich, wo ich konnte, lieber Klausuren oder mündliche Prüfungen gemacht. Insgesamt waren es doch 3 Hausarbeiten, die ich schreiben musste

    Klausuren gab es bei uns damals nur im Grundstudium und dann für die Examensprüfungen (mündliche Prüfungen nur anlässlich des ersten Staatsexamens). In den Seminaren, die ich im Hauptstudium hatte, waren dann meist Hausarbeiten geschrieben werden.

    Sozialpädagogik, im eigentlichen Sinne, also mit dem Ziel künftig mit Klient*innen zu arbeiten, gibt es meines Wissens nur an FHs und (zumindest zu meiner Zeit damals) an der Uni Bamberg.

    An der Uni Hildesheim gibt es einen (Bachelor- und Master-)Studiengang "Sozial- und Organisationspädagogik". (weiß ich zufällig, weil die Tochter eines Kollegen dort studiert)

    Bei uns waren normale Hausarbeiten 15-30 Seiten lang, die Examensarbeit aber deutlich umfangreicher.

    Während in einigen Fächern 150 und mehr Seiten erstellt wurden, gab es in anderen Fächern irgendwann erste Seitenbegrenzungen auf 70 Seiten,

    allerdings mit umfangreichen Anhängen (vor allem im Ref), mit Forderungen, was alles enthalten sein müsste.

    Klar, die Examensarbeiten waren bei uns auch umfangreicher. Wobei es da sowohl in meinem ersten wie auch zweiten Staatsexamen Seitenbegrenzungen gab, gerade im zweiten. So umfangreich, wie von dir beschrieben, waren unsere Examensarbeiten definitiv nicht.

    Nicht falsch verstehen, das waren nette Leute. Aber sie haben mich (ohne böse Absicht) sehr genervt. Es war nur zu sehr "Dorf". So bin ich aufgewachsen, das ertrage ich nicht mehr.

    Schade, aber ein Stück weit nachvollziehbar. Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen und würde - das schrieb ich hier ja schon oft - niemals in einer weitgehend anonymen Nachbarschaft einer Großstadt wohnen wollen (von der "Wuseligkeit" und dem Lärm einer größeren Stadt mal ganz abgesehen). Dann lieber Kleinstadt, Dorf oder eben so, wie wir jetzt wohnen (Wohnsiedlung in Stadtrandlage; das ist für uns ideal: Wir sind genauso schnell in der Innenstadt wie in der Natur, haben hier in einigen Minuten fußläufiger Entfernung einen kleinen See mit Stadtteilpark, eine Bushaltestelle nahe dran und auch die nächste Auffahrt der Stadtautobahn ist nicht weit weg).

    In Nawis/Informatik läuft das ein bisschen anders. Ich habe auch (wenige) so lange Hausarbeiten geschrieben, in Englisch aber deutlich kürzere (10 - 20 Seiten, je nach Semester).

    Ich hatte heute Vormittag nochmal nachgeschaut: In Englisch wie auch in Berufs- und Wirtschaftspädagogik wurde bei uns im Grundstudium eine max. Seitenanzahl von 20, im Hauptstudium von 25 Seiten angegeben. Für WiWi habe ich nichts mehr gefunden, meine aber, dass es dort ähnlich war.

    Die Userin, auf die ich mich mit meinem Beitrag bezog, hat im Übrigen meines Wissens Sozialpädagogik studiert und keine Naturwissenschaft oder Informatik ;) .

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