Beiträge von Humblebee

    Nein, sorry, mir ist aus deiner Formulierung keine Differenzierung klargeworden. Und ich muss leider sagen, dass ich deine Erklärungen nicht verstehe. Ich glaube, wir reden zum einen aneinander vorbei und fassen zum anderen den Begriff "Vertretung" unterschiedlich auf.

    "Vertretung/Aufsicht" bedeutet für dich "eine ganze Stunde spielen"? Für mich bedeutet "Aufsicht", dass die Klasse Aufgaben erledigt, die die Fachlehrkraft zur Verfügung gestellt hat und die Vertretungslehrkraft die Klasse währenddessen beaufsichtigt. EDIT: Ich schrieb ja schon, dass mir reine Spielstunden im Rahmen von "Vertretung" allenfalls aus der Grundschule und Klasse 5/6 bekannt sind. Und zudem verstehe ich halt aus dem Ausgangspost nicht, dass wirklich "stundenfüllende" Spiele für die Sek. I gesucht werden.

    Na ja, ist auch egal. Die TE hat ja im Beitrag Nr. 3 schon einige Tipps für mögliche Spiele für Vertretungsstunden erhalten.

    Das weiß ich, Chili. Nichtsdestotrotz wollte ich die Aussage "in der Sek II gibt es keine Vertretung" so pauschal nicht stehenlassen, weil ich es nun mal auch anders kenne. Aber eben als "Vertretungsunterricht" und nicht als "Wir spielen die ganze Stunde, um die Zeit 'rumzubringen".

    EDIT: Warum Wolfgang plötzlich über die Sek II schrieb, obwohl es in der Ausgangsfrage um die Sek I geht, erschließt sich mir übrigens auch nicht.

    Ich setze nur Lehrkräfte als Vertretung ein, die auch sonst in der Klasse unterrichten. Finde eine solche nicht, dann entfällt die Stunde. Eine Betreuung durch klassenfremde Lehrkräfte ist Zeit und Geldverschwendung. Dies natürlich bezogen auf die beruflichen Schulen.

    Eine ganze Reihe unserer Klassen sollte man besser nicht allein lassen... ;-). Ein Entfall bzw. eine "Freistunde" ist in diesen Klassen daher nicht möglich, wenn es sich um Unterricht "zwischendrin" - z. B. in der 3./4. Stunde, wenn die Klasse vorher und nachher noch Unterricht hat - handelt. Es passt ja auch nicht immer, dass die nachfolgende Lehrkraft ihren Unterricht vorzieht. Von daher werden dann doch ab und zu mal Lehrkräfte zur Vertretung eingesetzt, die eigentlich nicht in diesen Klassen unterrichten. Für eine "Zeit- und Geldverschwendung" halte ich das nicht; besser so, als wenn diese SuS über Tische und Bänke gehen!

    EDIT: Ich nehme an, solche Klassen gibt es an deiner Schule nicht, oder? Bzw. du machst den Vertretungsplan für solche Klassen nicht.

    Ist der Drops nach den Herbstferien schon gelutscht? BFS ist ja nun auch nicht so wahnsinnig anspruchsvoll.

    Im Prinzip könnte man mit etwas Fleiß natürlich die verpassten Unterrichtsinhalte noch nachholen. Wir mussten aber leider feststellen, dass das nur recht wenigen SuS, die eine Ausbildung abgebrochen haben und dann in eine BFS gehen, gelingt.

    und ihr macht dann Spiele als Vertretung? und nicht Unterricht? wow.

    Hm? Nein, natürlich nicht. "Vertretung" bedeutet für mich nicht "45 oder 90 Minuten Spiele spielen" sondern "Vertretungsunterricht". Deshalb habe ich letzteren Begriff benutzt. Spiele können natürlich einTeil dieser Vertretungsstunden sein. In unseren Klassen wird bspw. gerne "Kahoot", "Werwolf" o. ä. gespielt. Aber mal eine Runde und das war's dann.

    "Vertretung" im Sinne von kompletten "Spielstunden" kenne ich tatsächlich bis max. zur 7. Klasse. Danach haben wir schon in meiner Schulzeit - und so ist es auch heute noch in den mir bekannten weiterführenden Schulen - zumindest einen Teil der Stunde mit anderen Unterrichtsinhalten verbracht (z. B. Deutsch- oder Mathe-Aufgaben). An meiner Schule versuchen wir sowieso, für den Vertretungsunterricht möglichst Lehrkräfte einzusetzen, die in der jeweiligen Klasse unterrichten. Die machen dann einfach mit ihren eigenen Unterrichtsinhalten weiter.

    Vielleicht habe ich ja die TE falsch verstanden, aber ich habe den Ausgangsbeitrag nicht so aufgefasst, als wenn sie Spiele für Vertretungsstunden sucht, um diese dann komplett mit solchen Spielen zu füllen?!

    Das hängt davon ab, wie weit das Schuljahr fortgeschritten ist. Das macht nach den Herbstferien kaum noch Sinn.
    Wenn die gleiche Ausbildung oder eine fachverwandte Ausbildung angestrebt wird, dann lassen wir sie auch in der Berufsschulklasse.

    In Berufsschulklassen dürfen SuS, die aktuell keinen Ausbildungsplatz haben, nicht beschult werden ("Ansage von oben" = RLSB). Wir müssen sie daher leider - auch nach den Herbstferien oder noch später - nach Abbruch der Ausbildung in eine Berufsfachschulklasse aufnehmen, auch wenn sie dort häufig keine Chance mehr haben, den Bildungsgang erfolgreich abzuschließen, weil das Schuljahr bereits so weit fortgeschritten ist.

    Ich weiß, es ist für dich schulartfremd und also sicher unbekannt, aber: in der Sek2 gibt es keine Vertretung. Da wird einfach Unterricht gehalten oder eigenständig gearbeitet.

    Kommt wohl auf die Schule an. Ich kenne einige Gymnasien und IGSn, wo es auch in der Oberstufe Vertretungsunterricht gibt. Wir zählen als BBS ja in NDS auch komplett zum Sek II-Bereich und es gibt bei uns in allen Bildungsgängen - von der Berufseinstiegsschule über die Berufsfachschul- und Fachschulklassen und die Berufsschule bis hin zum Beruflichen Gymnasium - Vertretungsunterricht, wobei einige Klassen natürlich auch mal eigenständig arbeiten (können) ohne Vertretungslehrkraft bzw. dies in einigen Klassen eher möglich ist als in anderen.

    Oder die nach einer abgebrochenen Berufsausbildung etwas ganz anderes machen wollen und noch schulpflichtig sind.

    Dazu wollte ich noch sagen: Diese jungen Leute kommen bei uns nicht in die Berufsvorbereitung, sondern gehen in die Berufsfachschulklassen, weil sie i. d. R. ja schon einen Schulabschluss haben.

    SuS, die das Gymnasium ohne jeglichen Schulabschluss verlassen haben, hatte ich übrigens bislang auch nur äußerst selten.

    Im Bereich "Wirtschaft" gehen viele in den Einzelhandel/Verkauf, eine ganze Reihe auch in die Lagerlogistik. Die SuS aus der BES Technik gehen häufig in "Mechaniker*innen-Berufe" (Kfz- oder Landmaschinen-Bereich, Anlagenmechaniker*innen u. ä.), SuS aus dem Bereich "Hauswirtschaft" - genauer: "Hauswirtschaft und Pflege" - oft in die Pflege oder die Gastronomie. Ansonsten gehen aus allen Bereichen recht viele in handwerkliche Berufe.

    Ob das auch von der Region abhängig ist, kann ich nicht sagen. Ich weiß nicht, wie es in anderen Regionen Niedersachsens aussieht, also wo deren BES-SuS nach Abschluss der BBS landen.

    Praktika sind m. E. die allerbeste Möglichkeit für die Jugendlichen, um in die Ausbildung zu gelangen! Das habe ich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in der Berufsvorbereitung/Berufseinstiegsschule, sondern auch in den Berufsfachschulklassen immer wieder festgestellt.

    In diesem Jahr waren wir sehr erfolgreich und haben viele in die Ausbildung vermittelt. Vielleicht hat das mit der Verdopplung der Praktika vor 2 Jahren zu tun oder der Jahrgang war besonders.

    Ansonsten wollen viele gern in den nächsten Bildungsgang für den nächsten Schulabschluss. Und wieder in den nächsten. Ist halt warm und kuschelig bei uns. Und man kennt alles und hat ab Mittag frei.

    Das ist bei uns ähnlich. Dieses Jahr haben aus der "Berufseinstiegsklasse 2" - die wir in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Hauswirtschaft führen -, die aber sozusagen die "höchste" Stufe der Berufsvorbereitung darstellt und wo sich in den Klassen nicht nur SuS ohne, sondern auch mit schlechtem Hauptschulabschluss befinden (halt die, die aufgrund ihrer Zeugnisse aus den abgebenden Schulen nicht in die Berufsfachschulen aufgenommen werden), sehr viele einen Ausbildungsplatz gefunden. Einige gehen noch weiter in die BFS.

    Aus den "niedrigen" Stufen der Berufseinstiegsschule - das ist bei uns die Berufseinstiegsklasse 1 und die Berufseinstiegsklasse Sprache und Integration - gehen sehr viele weiter in die BES 2. In diesen beiden Stufen ist es aber (leider!) für die SuS gar nicht möglich, einen Hauptschulabschluss zu erwerben; das geht nur in der BES 2.

    Die Länge der Praktika ist in unserer BES aber schon seit etlichen Jahren dieselbe: vier Wochen. Wobei wir es einige Jahre lang so gehandhabt hatten, dass die SuS vier Wochen am Stück im selben Praktikumsbetrieb waren. Mittlerweile sind wir aber wieder auf zweimal zwei Wochen in zwei unterschiedlichen Betrieben, da dies die Chancen auf einen Ausbildungsplatz u. E. erhöht.

    Gleich viel passt aber doch auch nicht wirklich. Die Wirtschaftsmenschen brauchen doch keine teueren Maschinen und die Verbrauchsmaterialien sind hier auch nicht so kostspielig. Was machen die Fachbereiche mit geringeren Bedarfen mit den Mitteln?

    Wenn in der Technik teurere Maschinen angeschafft werden, fließt halt in der "Wirtschaft" (den Begriff "Wirtschaftsmenschen" finde ich übrigens... na ja....) das Geld in bessere PC-Ausstattung oder im Bereich "Hauswirtschaft" in Küchenausstattung. Im Übrigen ist unser Bereich "Wirtschaft und Verwaltung" der größte der Schule.

    Auf jeden Fall erhalten an meine Schule alle Bereiche das Geld für die notwendige Ausstattung und es muss niemand "hinterherbetteln" oder darunter leiden, dass in einen Fachbereich mehr investiert/"besser" investiert wird als in andere.

    Südlich von Wilhelmshaven (da war ich im Herbst 2021), Küste bei Dangast. Hast du dir so ein Häuschen zum Übernachten gegönnt?

    Wenn ich mich nicht komplett irre, ist das nicht in Dangast, sondern in Wilhelmshaven: das "Banter Fischerdorf" am Banter Seedeich. Diese Mobilheime - die meines Wissens alle im Privatbesitz sind und weder gemietet noch besichtigt werden können - werden aufgrund der Witterung nur in den Sommermonaten aufgebaut.

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