Beiträge von Humblebee

    bei mir werden die stunden oft anders, als geplant (z.b. durch unerwartete bedürfnisse der schüler, z.b. wenn es schwieriger wird, als erwartet, oder fragen aufkommen) und die spontan geänderten stunden (z.b. durch geistesblitze, schülerideen oder kollegeninspiration) sind oft die besten. reicht es bei euch dann, den stundeninhalt erst nach der stunde einzutragen? ich hoffe es! vorher mag ich mich nicht festnageln lassen.

    Das verstehe ich nicht so ganz. Trägst du denn den Stundeninhalt schon vor Beginn der Stunde oder gleich zu Stundenbeginn ins Klassenbuch ein? Das kenne ich so überhaupt nicht. Das Klassenbuch protokolliert doch, was während einer Unterrichtsstunde "gelaufen" ist. Also trage ich - abgesehen von der Anwesenheit (die überprüfe ich natürlich gleich zu Stundenbeginn) - den Stundeninhalt, die Hausaufgaben, irgendwelche Vorfälle, die es während der Stunde gab usw. erst im Laufe der Stunde oder zum Ende der Stunde ein. Das habe ich beim Papierklassenbuch genauso gehandhabt wie jetzt bei der Nutzung von "WebUntis". Und bei "Stundeninhalt" trägt man doch eh nur grob das Stundenthema ein, oder macht ihr das anders?

    Kann ich machen - aber dann muss ich das Klassenbuch nochmal hervorholen. Für jeden Zuspätkommer. Den Aufwand, den das digitale Klassenbuch dabei verursacht kenne ich nicht.

    Von wo musst du denn das Klassenbuch "hervorholen"? Ich hatte zu der Zeit, in der wir noch Papierklassenbücher hatten, dieses immer aufgeschlagen auf dem Pult liegen, und habe dort selbstverständlich alle SuS, die zu spät im Unterricht erschienen, eingetragen (also aus dem "I" für "fehlend" ein "V" für "verspätet" vorne in der Anwesenheitsliste gemacht). Genauso handhabe ich es jetzt im digitalen Klassenbuch (den Lehrkräfte-PC vorne auf dem Pult habe ich eh die ganze Stunde lang hochgefahren, da ist es nur ein Klick statt eines Eintrags wie im analogen Klassenbuch).

    Das ist doch wirklich nur ein Zeitaufwand von Sekunden - sowohl beim Papier- als auch dem digitalen Klassenbuch. Und natürlich ist es - gerade für die Klassenlehrkräfte - wichtig zu sehen, welche SuS evtl. regelmäßig zu spät kommen.

    Ich denke, das kommt wirklich auf die Schule an. Bei uns gehen auch Mitglieder der erweiterten Schulleitung (also sowohl der Schulleiter selber wie auch seine Stellvertreterin und die fünf Abteilungsleiter*innen) mit auf mehrtägige Schulfahrten. Beispiele: De stellvertretende Schulleiterin war gerade nach den Osterferien für drei Tage mit einer Fachschulklasse in Köln; die Abteilungsleiterin unseres Beruflichen Gymnasiums fährt jährlich mit einer SuS-Gruppe zur "Europäischen Akademie" in Otzenhausen im Saarland.

    Nach Absprache mit dem Personalrat machen aber die Mitglieder der erweiterten Schulleitung keine Pausenaufsichten (Prüfungsaufsichten etc. natürlich schon). EDIT: Das ist auch in unserem "Stundenplankonzept" festgehalten, das vor einigen Jahren eine Arbeitsgruppe entwickelt hat. Da bei uns eh nicht so viele Aufsichten anfallen (jede Lehrkraft hat ein- bis zweimal die Woche 20 Min. Aufsicht) - weil wir ja bspw. keine lange Mittagspause haben wie sie an allgemeinbildenden Schulen üblich ist, und keine Lehrkraft in der Pause Versuche auf- oder abbauen muss, wie hier im Thread beschrieben - stört das überhaupt niemanden. Im Gegenteil: Unserem Kollegium gefällt es, dass die SL-Mitglieder in den Pausen "ansprechbar" sind - d. h. meistens in ihren Büros zu finden sind - und wir zu Pausenzeiten Gesprächstermine mit ihnen vereinbaren können.

    Die Schüler sind zum Zeitpunkt der Prüfung mindestens 18 Jahre alt und damit erwachsen.
    Deshalb sollten sie auch solche behandelt nicht infantilisiert werden.

    Mir wäre sowas als Schüler oberpeinlich gewesen.

    Ich hätte mich gefreut - Schoki geht und ging immer!

    Gestern hatte ich übrigens Aufsicht in einer Deutsch-Abschlussprüfung. Und siehe da: Die Deutschkollegin, die die beiden betreffenden Klassen unterrichtet, hatte genau solche "Duplo" mit Banderole - die dann den Spruch "DU schaffst das" ergaben - gebastelt. Die SuS (ca16 bis 19 Jahre alt) fanden diese Aufmerksamkeit super!

    Ich habe an meine eigene Berufsfachschulklasse (mittlerweile bin ich nicht mehr Klassenlehrkraft) auch immer einen Schokoriegel, Glückskäfer o. ä. mit der schriftlichen Abschlussprüfung verteilt. Das machen viele meiner KuK so. Auch bei den schriftlichen und mündlichen Abiprüfungen im BG, den Prüfungen in der Fachschule usw. stellt immer irgendjemand "Nervennahrung" für die SuS und die Prüfer*innen hin.

    Ich hatte mal für mich eine Liste erstellt. Wir haben von 8. bis 13. Klasse jedes Jahr mindestens drei "Ganzschriften" im Deutschunterricht gelesen, davon jeweils mindestens zwei klassische.

    Evtl. scheint das nicht mehr oder nicht überall oder generell nicht pauschal der Fall zu sein.

    Klar gibt es da Unterschiede. Ich meine, wir haben damals (ich habe 1991 mein Abi hier in NDS gemacht) ab Klasse 8 pro Schuljahr ein bis zwei "Ganzschriften" gelesen, aber nicht nur Klassiker. Ansonsten haben wir uns auch mit Kurzgeschichten, Gedichten, Sachtexten,... beschäftigt.

    In Klasse 13 hatte ich kein Deutsch mehr. Habe ich nach der 12. abgewählt, was damals möglich war.

    Wir hatten sowohl als auch als Sternchenthemen.

    Was ist denn ein "Sternchenthema"?

    Nein, sonst hätte ich ja nicht geschrieben, dass wir von Goethe nichts gelesen haben ;) . Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir in der Unterstufe "Der zerbrochne Krug" und "Effi Briest" sowie "Unterm Rad" und "Das siebte Kreuz" gelesen und in der Oberstufe "Nathan der Weise" (im Deutsch-Grundkurs; der Leistungskurs hat irgendwas von Goethe gelesen, ich weiß aber nicht mehr, was genau). In Klasse 11 gab's "Andorra" und "Deutschstunde". - Fallen die unter "klassische Literatur"?

    EDIT: Nee, stimmt nicht, "Das siebte Kreuz" habe ich "privat" gelesen.

    Werde wohl erst mal selbst lernen müssen, beruflich und privat besser zu trennen:rolleyes:

    Ja, das solltest du auf jeden Fall versuchen! Ich musste das auch erst lernen (was ganz schön lange gedauert hat), aber heutzutage klappt die Trennung richtig gut und vor allem tut sie mir gut.

    Auswendiglernen musste ich zu meiner Gymnasialzeit überhaupt nichts mehr. Werke von Goethe habe ich in der Schule nicht durchgenommen und Ovid auch nicht, weil ich kein Latein hatte. "Shakespeare and the Elizabethan Age" war eines der Themen in meinem Englisch-LK; da haben wir "Macbeth" und einige Sonette von Shakespeare gelesen.

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