Beiträge von Kris24

    Mitte Juni waren Pfingstferien … in BY und BW,

    im Norden war Schuljahresende.
    Mit dem ersten Ferientag war es kühler.

    Die Länder, die mit dem kühlen Wetter gestartet sind, gehen nun wieder zu Schule.

    Pfingstferien sind am Gymnasium Drittkorrekturzeitraum, bei frühem Termin Zweitkorrektur. Nicht jeder ist Grundschullehrer und muss nicht viel korrigieren.

    Ende Juni (bis 30.) nach den Pfingstferien hatten wir 38 Grad und über eine Woche kühlte es auch nachts nicht unter 25 Grad ab. Es gab sogar hitzefrei wegen gesundheitlicher Gefahr, sonst ist es bei verlässlichen Schulen nicht möglich.

    Wer jetzt wieder Schule hat, hatte 2 Wochen mit den heißesten Temperaturen frei. Pfingstferien waren davor.

    Ich wünsche mir für das Wetter auch ein rollierendes System.
    Dieses Jahr waren die frühen Ferien durchwachsen und nass.

    Bei uns bisher auch. Erst jetzt wird es schön. Wer Mitte Juni begann, hatte 2 heiße Wochen Sommerferien. Mehr ist bei uns sicher nicht mehr drinnen. Heute ist es eindeutig kühler als im Juni, obwohl es der heißeste Tag im August werden soll.

    Das mag dann v.a. an der Drittkorrektur liegen (wobei es eine 3. Person, die drüber schaut natürlich auch bei uns gibt). Gemeinsame Abitermine sind aber sicher nicht das zentrale Problem für das Bundesland, welches mit am spätesten Sommerferien hat. Anders ausgedrückt: die zeitliche Knappheit bei euch liegt mit Sicherheit nicht an gemeinsamen Abiturterminen, wenn nahezu alle anderen Bundesländer noch weniger Zeit haben.

    Doch. Die 3 Korrekturen können bei uns nicht parallel verlaufen. Da sie anonym sind, müssen alle SL zu einem Ort fahren, um dort anonym zu tauschen. Sie geben sie mit Code ab, gehen spazieren oder Kaffee trinken und holen dann später die neuen ab. Dafür geht jeweils noch ein Tag drauf. Als Lehrer muss man rechtzeitig abgeben und erhält das nächste Päckchen am nächsten Tag. Chemie hatte also streng genommen nur 4 Tage für Erstkorrektur Zeit. Wenn man wie früher 2 oder gar 3 Wochen pro Korrektur Zeit gewährt, sind es 6 bis 9 Wochen nach der letzten Abiturprüfung. Wie soll das mit Mitte Mai funktionieren? Du gehst vermutlich von mehreren Korrekturen an derselben Schule oder benachbarten Orten aus, wo man schnell mal hinfährt, wo der SL weiß, mit wem er wechselt.

    Wie geschrieben früher war die schriftliche Abiturprüfung im Januar. Dann konnten Mitte Juni die Sommerferien beginnen.

    Auch wenn ich über die späten Sommerferien geschimpft habe, muss ich sagen, dass ich mich immer über die günstigeren Reisemöglichkeiten in der ersten Septemberwoche freue.

    Ich fand die zweiwöchigen Herbstferien Anfang Oktober in NRW toll. Das Mittelmeer war wärmer als im Mai (Pfingstferien) und man konnte einfach buchen, weil sicher keine Abiturkorrektur stattfand.

    Anfang September bin ich bereits an der Schule (Chemiesammlung, immerhin erhalte ich dafür 2 Ermäßigungsstunden), um ca. 100 Stunden der 144 abzuleisten ("Inventur" etc., nur möglich, wenn meine Kollegen nicht da sind).

    Dieses Jahr mag der Juli noch angenehm gewesen sein, aber es gibt sehr häufig Jahre, wo der August geradezu herbstlich ist und der Juli die heißen Tage hat.

    Kann ich nur bestätigen. Und selbst jetzt bei 34 Grad tagsüber wie in diesem Jahr wird es nachts doch schon kühl (schreibt die stark erkältete Kris nach einer Übernachtung draußen).

    Ab Mitte August wird es herbstlich und im Juni war es dieses Jahr heißer als jetzt.

    Dem entgegen steht aber die Bestrebung ein gemeinsames Abitur in allen Bundesländern zumindest teilweise umzusetzen.
    In Baden-Württemberg sind die Korrekturzeiträume in den letzten Jahren insbesondere für die Fächer, die schriftlich einen späten Termin haben, immer kürzer geworden. Inzwischen werden die letzten Fächer teilweise sogar vom allgemeinen Umschlagtermin zwischen Erst- und Zweitkorrektur ausgenommen, damit die Kollegen wenigstens eine Woche Zeit zum Korrigieren haben. Wenn es in Chemie überhaupt eine ganze Woche war, Kris24 weiß es sicher genau. Natürlich ist das Korrekturverfahren in Baden-Württemberg mit der Drittkorrektur auch speziell, aber früher war es zeitlich weniger knapp und es wäre in Baden-Württemberg ja noch genug Schuljahr übrig für etwas längere Zeiträume.

    Wenn der Sommerferienzeitraum jetzt noch länger würde, weil Mai bis September klimatisch ähnlich gut sein kann, würde das aber noch schwieriger. Für eine Ausweitung wäre ich aus gymnasialer Sicht daher nicht.

    Dank extra Umschlagtermin für die Naturwissenschaften waren es in Chemie knapp 5 Tage für Erstkorrektur. Den gab es in diesem Jahr zum 1. Mal, weil der zentrale Umschlagtermin vor der Chemieprüfung lag. Dadurch hatten die Zweitkorrektoren auch nur eine Woche, die Drittkorrektoren die Pfingstferien. Da bis ein Vierteljahr vorher niemand weiß, ob er Drittkorrektor ist und bei Ausfall des Kollegen auch noch kurzfristig eingesprungen werden muss, kann man keine Reise buchen. Pfingstferien sind also nur eingeschränkt nutzbar. Nachschreibearbeiten mit anderen Aufgaben kommen noch parallel dazu, Zeiträume überlappen sich. Ein Verschieben ist so nicht möglich.

    Zu meiner Zeit schrieb man direkt nach Weihnachten, vor ein paar Jahren noch im März, über Mai sind alle unglücklich. Es war dieses Jahr nur Stress, auch weil z. B. ein Kollege in diesem kurzen Zeitraum noch an starker Migräne litt und ein anderer einspringen musste.

    Lösung? Drei unabhängige Korrekturen sind in Baden-Württemberg heilig, gab es schon zu meiner Schulzeit vor knapp 50 Jahren. Wie heilig sah man gut zu Corona. Es war das erste, was wieder eingeführt wurde, meine Schüler, meine Nachbarn fragten mich, ob die nur zweimalige Korrektur mit 2 Kollegen an derselben Schule überhaupt etwas wert sei. Von Abitur light war die Rede und dies bezog sich nur auf die Korrektur. Ich glaube daher, dass wenn die Sommerferien hier verschoben würden, Baden-Württemberg aus dem "gemeinsamen Abitur" aussteigt. Ich fand die schriftliche Abiturprüfung bereits im Januar nicht schlecht. Zur Information, wir haben auch beim späten Termin nach der schriftlichen Prüfung immer noch Unterricht bis zur mündlichen Prüfung. Das ist wohl auch nicht überall so. Das halbe Jahr anschließend wurde dann für selbst gewählte Themen genutzt, da ja keine zentrale Prüfung mehr folgte.

    Auf dem Marktplatz. Ich bin hin und wieder in Mainz und es ist unser Treffpunkt.

    Ich habe vorher nur befürchtet, ich tippe zu langsam, es ist ja hier ein Mainzer aktiv (war aber gerade im anderen Thread unterwegs ^^). Ja, das ist das Problem, entweder man kennt es oder hat überhaupt keine Ahnung. Deine Folgerung zu Hannover konnte ich vorher nicht nachvollziehen und als ich letztes Mal in Hannover war, stand die Skulptur noch nicht.

    Ich habe dasselbe Problem, entweder zu einfach oder zu schwierig, ich suche noch das passende Bild.

    Ich habe es im letzten Jahrtausend in NRW erlebt. Ich wurde wie viele andere angestellt mit der Zusage bei Bewährung nach 3 Jahren verbeamtet zu werden. Die Kollegen 2 Jahre vor mir wurden noch nach 3 Jahren verbeamtet, die Kollegen ein Jahr vor mir wie auch mein Jahrgang (vorerst) nicht mehr. Folge, obwohl es damals noch genug Lehrer gab, gab es in NRW plötzlich in einzelnen Fächern Mangel und neue Kollegen in diesen Fächern wurden gleich verbeamtet. Das sorgte für ein schlechtes Klima an den Schulen, ich kündigte und wechselte das Bundesland, in dem ich sofort verbeamtet wurde. An meinem jetzigen Gymnasium 700 km entfernt habe bzw. hatte ich 2 Kolleginnen, die es genauso gehandhabt haben. NRW hat damals viele Lehrer verloren und verbeamtet seit langem wieder. Alle meine ehemaligen Kollegen sind seit über 20 Jahre verbeamtet.

    Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen. Du bist bereits verbeamtet auf Probe und nicht nur angestellt und zweitens, das Bundesland, dass dies versucht, wird noch einen viel größeren Mangel erleben. Und ja, wie meine Vorschreiber bereits schrieben, ich kenne diese Diskussion seit 30 Jahren, in dieser Zeit haben immer mehr Bundesländer verbeamtet statt weniger.

    Das ist der Punkt, über den Schulmessenger kannst du es lesen oder es lassen, niemand würde dann immer wieder nachfragen, hoffe ich. Bei ein oder zweimal nicht ans Telefon gehen, gehe ich davon aus, dass derjenige mich nicht sprechen will!

    Schulmessenger haben wir erst seit Corona (und ohne Corona vielleicht immer noch nicht).

    Seitdem fällt es mir auch leichter, Kollegen anzuschreiben. Früher musste telefoniert werden. Der Unterschied für mich war, wer ruft an und warum.

Werbung