Kurze Fristen können auch eine Entlastung sein, weil damit ganz klar ist, dass das kein Schaustunde erwartet wird und weniger Paperkram.
Sicher?![]()
Kurze Fristen können auch eine Entlastung sein, weil damit ganz klar ist, dass das kein Schaustunde erwartet wird und weniger Paperkram.
Sicher?![]()
Wem genau hilft es denn, wenn wir immer betonen, wie gern wir unsere Arbeit machen? Im Ministry freuen die sich, denn das heißt ja, dass wir bereit sind, alle Missstände entweder weiterhin mitzumachen oder ggf. noch mehr auf uns zu nehmen.
Und genau diese nach außen hin demonstrierte schwärmerische Begeisterung war/ist zwar nicht die Ursache, aber ein Teil des Problems. Politik hat das gerne wahrgenommen und danach gehandelt, wenn man Einsparungen und weitere Zumutungen als Handeln bezeichnen möchte. Unsere Lehrerinn/Lehrer machen das ja trotzdem gerne, für "leuchtende Kinderaugen".
Gesundes, realistisches Engagement und unreflektierte schwärmerische Begeisterung sind genauso weit voneinander entfernt wie Engagement und Drückebergertum.![]()
Warum muss man eigentlich Freude ausstrahlen, wenn man auf Missstände aufmerksam machen will?
Ich finde, dass zwischen Misstände anprangern und trotzdem in der Schulstube Freude ausstrahlen kein Widerspruch sein muss.
Wenn einige Menschen nicht mit Realisten klarkommen, ist es ihr Problem. Oft ist dabei Projektion im Spiel.![]()
Es ging darum, dass Handwerker eine Hospitation zur Reparatur der Heizung ankündigen und die am Vorabend absagen, weil sie gehört haben, dass du Lehrer/in bist?
Das ist nicht witzig!![]()
Alles anzeigenIch finde es anstrengend, wenn du so schwarz malst, negativ bist, das Früher verklärst und dem Heute wenig abgewinnen kannst. Du zeigst keine Perspektiven, Ideen, Verbesserungen, Handlungsvorschläge auf.
Du laminierst, dass es früher in irgendeiner diffus formulierten Form besser war, übersiehst Vorteile des Heute und auch, dass Menschen, die heute leben und jung sind, halt auch nur im Heute leben können.
Ich blockiere dich nicht, da ich dich hier nicht unwidersprochen stehen lassen möchte.
Wenn du Vorschläge machst, was man verändern müsste, bleiben sie nebulös im Gesamtgesellschaftlichen.
Mir fehlt am deinen Texten irgendeine Freude, die du haben solltest, wenn du mit Heranwachsenden arbeitest.
Werde konkret, sehe das Positive und stoße Verbesserungen an und halte sich nicht damit auf, das Negative zu benennen.
Bin halt Realist!
Wenn Du es anstrengend findest, mach mehr Sport und Fitness! Musst Du halt mit leben, dass andere Menschen eine andere Meinung und Sicht der Dinge haben als Du und sie auch ohne innere Schere im Kopf äußern. Zerstört es Deine Wohlfühloase?
Lösungsmöglichkeiten aus der Misere? Kannst Du hier gerne unterbreiten oder auch einen eigenen Thread darüber aufmachen. Ich bin gespannt.![]()
'ne dumme Frage (Ich weiß, dass ich dumm bin, sehr dumm sogar!): Was war denn noch das eigentliche Thema?![]()
Was Schule angeht, finde ich die aktuelle Schulpolitik so schlecht, weil sie auf die vielen gesellschaftlichen Veränderungen nicht gut reagiert (hat). Und auch, wenn ich beileibe nicht alles, was vor 50 Jahren lief, besser finde, so war es aber gesellschaftlich betrachtet angemessener.
Es war ruhiger. Es bestand ein größerer Konsens in Punkto Erziehung. Man hat das im Sozialverhalten der Schüler gemerkt. Schule und Elternhaus zogen eher an einem Strang. Sozial auffällige Schüler waren Einzelfälle. Wer in dieser Zeit nicht gelebt hat, hat keinen echten Vergleich parat.
Heutzutage hat man es in einer Klasse, neben vieler sozialen Geisterfahrerei, mit überindividualisierten Befindlichkeiten zu tun, die alle gleichzeitig und oberwichtig gesehen werden wollen. Die soziale Klammer ist kaum noch vorhanden.![]()
"aber wir haben mit Überzeugung und innerer Selbstverständlichkeit für die Gesellschaft gedient. Und genau das unterscheidet uns von der heutigen jungen Generation. Noch Fragen?
"
Zitat von dir aus dem Thread "Krieg" (Beitrag 2741 vom 4. November) BaldPension
(ich check nicht, wie man aus einem andren Thread etwas rüberkopiert)
Wir wissen, dass bei dir früher alles besser war.
Und wo liegt jetzt der Transmissionsriemen zum Thema?![]()
Könnte auch ein Anlass zur Selbstreflexion sein, wenn einem das ständig passiert.
Am Cappuccino aus meiner De Longhi lag es nicht.![]()
Du berichtest von Deinen Erfahrungen und andere von ihren. Wieso gilt die Erfahrung anderer nicht?
Das habe ich nicht gesagt! Aber Handwerker flunkern manchmal. Bei mir sagen sie immer "Ich melde mich!" und melden sich nicht. Oder überhöre ich immer das Wort 'nicht' am Ende des Satzes?
Und naja, Fliesenlegen als Fitness...Was sagen Fitnesstrainer, Orthopäde, Kniescheibe und Wirbelsäule dazu?![]()
Lustigerweise war der älteste Handwerker, den ich mal beauftragt habe, ein Fliesenleger, der mit Mitte 70 meinte, dass sein Beruf das beste Fitnesstraining für ihn sei.
Naja, hat er gesagt...Super, wenn er das körperlich noch so kann. Aber, wer sagt schon den wahren Grund? Zu wenig Rente? Finanzielle Verbindlichkeiten?...
Man darf nicht immer alles glauben.![]()
Mich stört hier gerade die einseitige Perspektive. Es wird der Aspekt Lehramtsstudium vs. Seiteneistieg nur "von oben" betrachtet. Wer wirklich Lehrer werden will und vor allem in den Klassen 1 bis 6 unterrichten möchte, sollte nicht unterschätzen, was an pädagogischer Arbeit geleistet werden muss. Und dafür kann ein entsprechendes Studium (+Ref), das nicht nur die reinen Unterrichtsfächer berücksichtigt, gute Grundlagen schaffen. (Nein, ich erzähle jetzt nicht "anekdotisch" von meinen Erfahrungen mit "Nichtpädagogen" im Unterricht...)
Was die großen Probleme im Schulsystem und in unserer immer egoistischer denkenden Gesellschaft angeht: Die Lösungen dafür sind noch nicht da.
Du hast pädagogisch gesehen vollkommen Recht, aber es ist auch legitim, wenn man als Berufsanfänger sich Gedanken darüber macht, dass man sich flexibel hält, falls man später nicht mehr in der Schule arbeiten möchte.
Du hast auch damit Recht, dass unsere Gesellschaft egoistischer geworden ist. Nun ist dieser Egoismus bei der kommenden Lehrergeneration angekommen. Sie ist auch ein Produkt unserer Gesellschaft.![]()
Die Probleme spielen sich da ab, wo die gesunde Lehrkraft nicht zuständig ist. Innerhalb unseres Zuständigkeitsbereichs können wir nur an den Symptomen herumdoktern, Lösungen müssten von weiter oben kommen und sind teilweise auch nicht sehr realistisch, wenn man das GG mag.
Ich denke nicht, dass das GG ausgehebelt werden müsste, um ein paar Schalter umzulegen.
Und ja, die maßgeblichen Politiker haben sich auch nicht gerade vor Wertschätzung gegenüber den Lehrern überschlagen. Damit fängt das ja schon an.![]()
Ein Glück für dich, dass du das dann nicht mehr erleben musst. Weil sonst müsstest du dich ja echt aufregen!
Meine Person oder ob ich mich dann darüber aufregen müsste, falls der Sensenmann mich vergisst, ist überhaupt nicht relevant. Ich mache mir trotzdem Sorgen um unser Bildungssystem und Zukunft unserer Gesellschaft. Beide sehe ich zur Zeit im freien Fall.
Und ja, irgendwie hatte ich immer den richtigen Riecher. Ich habe es auch schon vor 10 Jahren gesehen, dass sich gesellschaftlich und politisch eine ganze Menge in unserem Land verändern würde. Hätte ich meine Befürchtungen damals hier geschrieben...Oh Jeh!
... aber es gibt zwei Punkte, die auch viele ältere Lehrkräfte am Beruf stören, die aber im Zweifel eher Mangels Alternativen ausharren:
1. Schüler (m/w/d), die den Unterricht stören und
2. Eltern (m/w/d), die meinen, es besser zu wissen als die ausgebildete Lehrkraft.
Diese Punkte lassen sich erst dann entkräften, wenn konsequent (unter Unterstützung der Schulleitung und mit Rückendeckung des Kollegiums) gegen Unterrichtsstörungen vorgegangen wird, und wenn die Rechtsprechung wieder zulässt, dass pädagogische Entscheidungen innerhalb der Bildungsbiographie junger Menschen von pädagogischem Fachpersonal (nicht von den Eltern) entschieden und nur von den Eltern ausgeführt werden.
Mein Reden! Aber, nur Rückendeckung durch SL und Kollegium wird nicht genügen. Es muss insgesamt eine gesellschaftliche Umkehr eingeleitet werden. Wir haben weder eine gesellschaftliche Klammer noch einen Erziehungskonsens. Natürlich auch schon schlimm genug, wenn letzterer nicht mal in den Lehrerkollegien herrscht.![]()
In Bayern ist es so, dass zunehmend Leute nach dem Ref ihr Einstellungsangebot ausschlagen. Von fast 1200 Absolventen am Gymnasium nahmen bei Volleinstellung nur 900 ihr Planstellenangebot an. Wäre früher undenkbar gewesen, dass man eine Planstelle ausschlägt.
Ich denke schon, dass sich ein weiterer Trend in diese Richtung abzeichnen wird. Und das Gymnasium ist ja eigentlich noch die beliebteste Schulart. Sind die Grundschulen davon nicht mehr betroffen?
Ich denke auch, dass das mit zugenommenen sozialen Konflikten in den Schulen zusammenhängt, kombiniert mit dem kompromissloseren Anspruch der jungen Menschen an den Arbeitsplatz Schule.
Man kann das alles runterreden, relativieren, beschönigen, aber die Situation/Zukunft für unsere Schulen wird es nicht verbessern. Und irgendwann ist es zu spät.![]()
Die Abbruchquote im Referendariat ist nach wie vor sehr niedrig und ich sehe genau die der dbb keine Hinweise darauf, dass diese in den letzten Jahren signifikant zugenommen hätte.
Natürlich gibt es das in jedem Beruf. Selbst wenn man nie im Leben in seinem Beruf (egal ob als Lehrer oder Fliesenleger oder <beliebige Berufsbezeichnung>) weiterarbeiten wollte, kann man sich in der Rente oder Pension zu Tode langweilen, wenn man keine Beschäftigung hat, die man machen möchte.
In der Rente/Pension "zu Tode langweilen" muss ich Dir Recht geben. Das ist völlig unabhängig von dem Beruf, den man vorher gemacht hat. Bloß, glaube ich weniger, dass ein Fliesenleger mit kaputtem Knie, dann gerne noch für ein paar Stündchen im alten Betrieb tätig sein würde. Beim Lehrerberuf kommt mir das bei einigen pensionierten Kolleginnen/Kollegen etwas anders vor, obwohl sie am Ende ihrer Dienstzeit eigentlich fix und fertig waren.
Aber für alle Berufsgruppen gilt natürlich, man muss sich auf den Ruhestand rechtzeitig vorbereiten. Sonst kann es schnell passieren, dass man ehemaligen Arbeitgebern, Kolleginnen/Kollegen, Kindern, Enkeln... schnell auf den Geist geht.![]()
Einen wunderschönen guten Tag, werte Kolleginnen und Kollegen,
auch ich sehe die Gen Z nicht ganz unkritisch. Mir zu viel mit Digitalgesimmse beschäftigt, Work-Life-Balance-Orientierung, weniger Resilienz, insgesamt andere Denke, Zweifel an der Allgemeinbildung...Als alter Weißer Mann sei mir das zugestanden, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass der Arbeitsplatz Schule gerade für die jungen Lehrerinnen und Lehrer attraktiv genug sein sollte, wenn das Schulsystem nicht bald kollabieren soll.
Ich sehe es in meinem Umfeld, dass es wesentlich häufiger als früher vorkommt, dass Referendare/Junglehrer ihren Job hinklatschen und dann ganz was anderes machen. Trauen sich einfach.
Nun kann man, wenn man zum alteingesessenen Pädagogischen Establishment gehört, bei den Abbrechern mutmaßen mit z.B., können heute eh nichts mehr ab, werden wohl nicht geeignet sein, zu verwöhnt, haben eh keine Arbeitseinstellung, immer diese Work-Life-Balance...
Zum Nachdenken hat mich der Ex Ceo Michael Stoermer gebracht, der die Alteingesessenen in ihren Betrieben zum Umdenken auffordert. Mit alter Denke und Autoritätsgehabe packt man die Gen Z nicht, auch nicht unbedingt mit mehr Geld. Die Gen Z möchte den Sinn hinter ihrer Arbeit sehen. Und sieht sie ihn nicht, kündigt sie innerlich sehr schnell und zeitversetzt bald äußerlich. Mit den Generationen früher nicht vergleichbar. Also, nicht nur Schule ist davon betroffen.
Nun zurück zum Thema Schule (Stoermer ist ein Mann der Freien Wirtschaft): Von den jungen Abbrechern und (ernsthaften) innerlichen Kündigern, haben wir alten Hasen, zu denen sie Vertrauen haben/hatten, erfahren, dass es nicht daran läge, dass z.B. Schulleitung und Kolleginnen/Kollegen sch**** seien, oder ihnen die Mühe der Unterrichtsvorbereitungen/Korrekturen zu viel sei. Geld würde absolut kein Thema sein. Als Generallinie kam dabei heraus, dass sie sich nicht mehr den sozialen Konflikten in der Schulstube und mit den Eltern ausliefern möchten. Es wurde auch drastisch sinngemäß geäußert, dass sie keinen Sinn darin sähen, das Leben als sozialer Fußabtreter zu verbringen.
Ob das alles so objektiv ist, wie es immer häufiger von jungen Menschen geäußert wird, sei mal dahingestellt. Aber, die subjektive Befindlichkeit sorgt nun mal dafür, dass der Lehrerberuf nicht gerade an Attraktivität gewonnen hat.
Was ist nun eigentlich zu tun? Ich fürchte, dass immer mehr junge Menschen diesen Beruf erst gar nicht anstreben werden. Ich meine, es wird nicht mehr reichen, an den Schulen an Symptomen zu arbeiten, auch wenn die Maßnahmen in den Kollegien noch so engagiert entwickelt werden . Nein, es muss ein viel dickeres und härteres Brett gebohrt werden. Die Gesellschaft muss (!!) umkehren und endlich, bzw. deren Kinder, wieder schulfähig werden. Eine gesamtgesellschaftliche Debatte darüber ist jetzt mehr als geboten.
Wie diskutiert Ihr darüber in Euren Schulen, mit Elternvertretern...? Oder bleibt Ihr beim Nachdenken über die Symptombeseitigung stecken? Eins ist mir klar, es kann und darf so nicht weitergehen!
Oder sehe ich das alles völlig falsch? Also, Feuer frei!![]()
Immer noch besser als so abstruse Namen wie "Elternschreck" oder sich nach einem Sportgerät zu benennen.
Habe jetzt schon ein paar mal gelesen, dass der Name "Elternschreck" erwähnt wurde. Mein Gott, was für ein schrecklicher Nickname! Ich bin zutiefst entsetzt und erschüttert. Sowas geht gar nicht!![]()
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