Beiträge von onetoyou

    - noch die Öffnungszeiten besonders lang waren (bis ca. 2015: von 7:30 bis ca. 14:30 Uhr, dann - nach Betreiberwechsel - nur noch von 8 bis max. 14 Uhr).

    Unsere Cafeteria hat durchgängig genau zu diesen Zeiten offen, was ich - mit Blick auf meine Schule davor - als absoluten Luxus empfinde. Ich wüsste nicht, was ich schon um 7 oder noch um 15 Uhr brauchen könnte, aber vielleicht haben die Stundenplaner auch einfach einen guten Job gemacht.

    Hallo ihr Lieben,


    wie ist es bei euch: Dürfen sich Lehrer bei euch beim Pausenverkauf/Mensabesuch in der Schlange "vordrängeln" (und tut das jemand?)


    Ich halte eigentlich wenig davon und versuche immer, mir die Zeit zu nehmen. Heute war allerdings eine Besprechung und der Zeitplan knapp, da habe ich es einfach mal probiert -- mit Erfolg!

    Leider habe ich noch nie einen Kollegen getroffen, der das praktiziert -- immerhin wären sie dann ja auch gleich wieder weg :zungeraus:


    Grüße

    onetoyou

    Am liebsten wäre Ihnen wenn ich eine PPT machen und als "Expertin" informieren würde. Ganz abgesehen davon, dass ich ja keine Expertin bin, wäre dies viel zu aufwendig und auch nicht zielführend für die SuS.

    Wieso ist das aufwendig? Das hört sich doch total tiefenentspannt in der Vorbereitung an.


    Ich verstehe dein Problem nicht ganz: Fühlst du dich fachlwissenschaftlich oder fachdidaktisch nicht gut genug ausgebildet?

    Wo wäre man fehl am Platz? Als Informatik Lehrer? Ich unterrichte Informatik und bin kein Helpdesk Mitarbeiter. Informatik hat überhaupt nichts mit Drucker einrichten oder dder Verwendung der Schulsoftware zu tun.

    Natürlich nicht! Aber so denkt man über uns.


    Wir sind Lehrer und wären in einer Schule fehl am Platz, wenn wir uns nicht den kleinen Wehwehchen unserer Mitmenschen annehmen würden, wenn diese uns um Hilfe bitten. Das magst du anders sehen. Meine Deutsch-Kollegen lesen dafür gerne mal über meine Korrespondenz :musik:

    Ich habe eher Angst davor, als Informatiklehrer die Mutti für alles zu sein. Darf ich mich zwangsläufig mit den Schulservern rumärgern, obwohl ich kein gelernter Systemintegrator bin? Wer entscheidet, welche Hardware für eine Neuausstattung der Computerräume angemessen wäre und wer darf die Rechner am Ende alle zusammenschrauben? Mit den letzteren Punkten hätte ich eher weniger ein Problem, aber es wäre trotzdem gut zu wissen, welche inoffiziellen Aufgaben auf mich warten.

    Also bei uns ist das genau so :victory: Nur es ist keine inoffizielle Aufgabe, sondern ein beförderungsrelevantes Amt mit mehreren Anrechnungsstunden.

    Dazu gehört aber auch, den IT-Support für alle zu spielen -- auch bei den Druckern.


    Ich unterrichte Informatik "nur" und darf öfter Lösungen für Kolleg*innen finden, sich mit ihrem individuellen Gerät am Beamer zu verbinden. Oder die Funktionalitäten unserer Schulsoftware erklären. Man wäre allerdings fehl am Platz, wenn man das nicht gerne machen würde.

    Am Gymnasium sind Informatik und Physik die beiden Mangelfächer schlechthin. Nahrzu jeder, der nur eines der Fächer in der Kombination hat, hat in den vergangenen Jahren ein Einstellungsangebot erhalten. Ich kann mir seeeehr schwer vorstellen, dass das an beruflichen Schulen anders aussieht. Es ist -- mit deiner Kombination -- daher auch in den nächsten Jahren mit einem erhöhten Einstellungsbedarf zu rechnen.


    Siehe dazu aber nochmal die Lehrerbedarfsprognose.

    habt ihr es auch schon erlebt, dass ihr obwohl ihr nur mit 14 Stunden eingestellt seid, ständig Vertretung in eure Freistunden gelegt bekommt? Das ist doch eigentlich gar nicht möglich. Obwohl ich nur eine Stunde in der Woche als Vertretungsreserve in meinem Plan stehen habe, werde ich regelmäßig 2 Mal pro Woche zur Vertretung eingetragen. Im Vertrag ist dies nicht geregelt.

    Ich habe 12 Stunden und keine Reservestunde.

    Trotzdem regelmäßig Vertretung in den Hohlstunden, nur nicht an den freien Tagen.


    Ist das nicht ganz normal? Warum ist das schlimm? Wird doch zeitgleich auch noch ganz gut entlohnt. Verstehe das Ärgernis nicht, man ist doch eh in der Schule (und man lernt tolle junge Menschen kennen :-))

    Und auch in deutsch und Fremdsprachen ist Fehlen in der Oberstufe eine sehr schlechte Idee, es sei denn, man gehört zu den sehr, sehr wenigen wirklich guten SuS. Erst Recht ist es eine miese Idee, wenn man, so wie wir derzeit, an einem Wochentag sämtliche Stunden in Folge hat und somit mit einem Fehltage eine gesamte Wocheneinheit ververpasst.

    Wenn das so ist, kannst du die betreffenden SuS nicht einfach in der darauffolgenden Woche abfragen? Es ist ja genug Zeit, die verpassten Inhalte nachzuholen.


    (Natürlich wäre das wieder zusätzliche Arbeit, was ja vermieden werden soll.)

    Ich verstehe den Frust, vor allem wegen der lästigen Nachklausuren. Gibt es bei euch keine Regelung, dass man für einen Tag, an welchem man eine Klausur schreibt, eine ärztliche Entschuldigung braucht?


    Ohne den Fächern zu nahe treten zu wollen, sind Deutsch und bspw. Englisch wohl Fächer, bei welchem man auch ausreichend mitkommt, wenn man nicht jede Stunde anwesend ist. Anders stelle ich mir das bei Mathematik, Physik oder Chemie vor. Sind dort die Fehlzeiten ähnlich hoch?


    Beeinflusst es denn deinen Unterricht -- neben den Gruppenarbeiten -- anderweitig negativ, wenn bspw. nur der halbe Kurs anwesend ist? Ist das Arbeitsklima nicht vielleicht sogar angenehmer, wenn nur die "Interessierten" oder "Pflichtbewussten" anwesend sind? (Ich versuche, die Vorteile zu sehen)

    Aber vermutlich unterschätze ich Wirtschaft an der Realschule in Bayern (ich glaube mich zu erinnern, dass es sowas wie die "Wirtschaftsrealschule" gibt) )

    Wirtschaft ist an der bayerischen Realschule wirklich stark vertreten. Zwei Fächer, eines davon als Hauptfach. An unserer angrenzenden Realschule werden pro Woche überschlagen ca. 40 Stunden Wirtschaft gegeben, bei uns am Gymnasium sind es (bei größerer Schülerzahl) gerade 12 Stunden.

    Um den Feed mal wieder zum Thema zu lenken:

    Zunächst mal ist Mathe ja traditionell ein Fach, an dem viele Schüler verzweifeln. Für viele Schüler ist es denke ich sogar eine Art "Hassfach", dass sie sich wegwünschen. Führt das bei dir als Lehrer auch zu Frust oder wie oder wie gehst du damit um?

    Meine Schüler sind klasse. Viele geben offen zu, dass sie Mathe nicht mögen, gehen aber recht professionell damit um und machen trotzdem alles mit und bleiben am Ball. Da hab ich dieses Jahr aber wirklich Glück gehabt mit den Kursen. Das kann sicher anders laufen.


    Stimmt es, dass für Korrekturen sehr viel weniger Zeit aufgewendet werden muss als in anderen Fächern?

    Ja.


    Und wie ist es mit der Unterrichtsvorbereitung, empfindest du die als sehr zeitfressend?

    Eine ausreichende Stunde braucht keine fünf Minuten Vorbereitung. Im Fall einer Übungsstunde bedarf es wirklich nur zwei/drei Aufgaben aus dem Buch. Über die Sozialform entscheide ich dann spontan -- je nach Verfassung der SuS. Eine gute Stunde frisst dagegen gerne mal einen ganzen Nachmittag, aber das ist OK.


    Wie empfindest du allgemein das Stresslevel in dem Beruf, sehr hoch, erträglich oder eher weniger vorhanden?

    Das variiert stark. Im Mittel erträglich.


    Gibt es irgendwelche ganz bestimmten Vor- oder Nachteile die du bei Mathe im Vergleich zu anderen Fächern siehst?

    Der volle Lehrplan stört, da alles wichtig ist und aufeinander aufbaut. Darüber hinaus ist man mit Mathe beim Elternsprechtag immer voll ausgebucht. Sonst fallen mir nur Vorteile ein.


    Was das Studium angeht: Die Abbruchquoten in Mathe sind ja sehr hoch und das Studium gilt als Anspruchsvoll und zeitaufwändig. Würdest du im Nachhinein sagen, das Studium war dennoch interessant und hat es sich "gelohnt"?

    Lustigerweise habe ich Mathe nicht studiert. Ich erweitere gerade nachträglich an der Uni, scheinfrei. Die Inhalte sind verrückt, die Hintergründe meist aber sehr faszinierend.

    onetoyou hmmmm, da gibt es verschiedenste konkretere Fragen, die mir einfallen. Zunächst mal ist Mathe ja traditionell ein Fach, an dem viele Schüler verzweifeln. Für viele Schüler ist es denke ich sogar eine Art "Hassfach", dass sie sich wegwünschen. Führt das bei dir als Lehrer auch zu Frust oder wie oder wie gehst du damit um? Stimmt es, dass für Korrekturen sehr viel weniger Zeit aufgewendet werden muss als in anderen Fächern? Und wie ist es mit der Unterrichtsvorbereitung, empfindest du die als sehr zeitfressend? Wie empfindest du allgemein das Stresslevel in dem Beruf, sehr hoch, erträglich oder eher weniger vorhanden? Gibt es irgendwelche ganz bestimmten Vor- oder Nachteile die du bei Mathe im Vergleich zu anderen Fächern siehst? Was das Studium angeht: Die Abbruchquoten in Mathe sind ja sehr hoch und das Studium gilt als Anspruchsvoll und zeitaufwändig. Würdest du im Nachhinein sagen, das Studium war dennoch interessant und hat es sich "gelohnt"?

    Das ist doch mal konkret! Ich werde mir heute (morgen?) mal die Zeit nehmen, darauf zu antworten.

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