Sehe ich anders.
Das Befolgen religiöser Regeln schließt die Übernahme von Verantwortung für sich und andere nicht aus, auch nicht für das eigene Handeln.
Doch, das tut es schon. Wie objektiv willst du (oder jemand anders) dein (sein/ihr) Handeln verantworten, wenn man aus der Perspektive seiner Religion Regeln verfolgt oder eben auch hinterfragt?
Beispiel: Sowohl der Katholizismus als auch der Islam haben ein Problem mit Homosexualität. Wie willst du als überzeugter Moslem oder überzeugte Katholikin dein Verhalten gegenüber Homosexuellen (oder ggf. deiner eigenen Homosexualität) überdenken, hinterfragen und das eigene Handeln verantwortungsvoll (in Bezug auf wen oder was eigentlich) verändern? Das ist eigentlich unmöglich.
Oder man entscheidet über alles Handeln "selbstverantwortet", was auch immer das wäre, dann braucht man aber keine Religion.