Ich denke, ein Unterschied besteht auch darin, dass in unserer Gesellschaft der Anteil der Muslime, die ihren Glauben ernst nehmen, höher liegt als der Anteil der Christen, die das tun.
Und das macht dir Angst, weil?
Ich denke, ein Unterschied besteht auch darin, dass in unserer Gesellschaft der Anteil der Muslime, die ihren Glauben ernst nehmen, höher liegt als der Anteil der Christen, die das tun.
Und das macht dir Angst, weil?
Mit Einladungen zum Fastenbrechen gelingt ein Miteinander und ein Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen.
Ja, wenn Menschen verschiedener Religionen sich treffen, um sich auszutauschen, ist das eine prima Sache.
Aber:
Nein, es gibt weit mehr Gemeinsamkeiten …
… und beim Fasten geht es auch nicht allein um den Verzicht von Nahrung.
Es gibt z.B. in diesem Jahr „klimafasten“ oder „7Wochen ohne Härte“, in beiden Religionen ist es eine Zeit der inneren Einkehr.
Hier beginnst du selbst, Gemeinsamkeiten zu sehen. Derart "Fasten ist irgendwie Verzicht und viele Menschen fasten aus verschiedenen Gründen, das ist doch schön". Für einen überzeugten Moslem mag das aber gar nicht schön klingen, dass du seine tiefe Überzeugung, warum er fastet, damit für ihn quasi zum Lifestyle-Event herabwürdigst.
Oder kurz: Belasse die Info doch dabei, warum du fastest. Nur das kannst du mit Überzeugung und absoluter Sicherheit sagen.
Abrahamitische Ökumene ist ein theologischer Fachbegriff, wenn wir beim klugscheißern bleiben wollen.
Könnte man ja sagen, wenn man das meint.
Vom Begriff abgesehen halte ich es trotzdem für naiv, nach Gemeinsamkeiten zu suchen, indem man die fundamentalen Unterschiede nicht versteht und/oder leugnet und aus christlicher Sicht interpretiert. Damit macht man unter Umständen den Glauben anderer zur Nebensächlichkeit: irgendwie haben wir doch alle denselben Gott, er heißt halt bloß verschieden... Nein, offenbar ist dem nicht so. M.E. verschleiert es die Probleme und trägt nicht zur Lösung bei, indem man unbewusst davon ausgeht, dass das christliche Grundverständnis die Ausgangsbasis ist.
Zuhören und Verstehen ist was anderes als die Unterschiede nicht wirklich sehen zu wollen/können, auch wenn alle mal fasten.
Weil ich keine Theologin bin, zitiere ich auch mal eine KI-Zusammenfassung:
"Jon D. Levenson, Professor für Jüdische Studien an der
Harvard University, gilt als einer der profiliertesten Kritiker einer „romantischen“ oder „vereinfachten“ abrahamitischen Ökumene. Seine Kritik richtet sich vor allem gegen die Vorstellung, dass eine gemeinsame Wurzel in Abraham automatisch eine Basis für universelle Solidarität oder ein gemeinsames theologisches Fundament darstellt.
Die zentralen Punkte seiner Kritik, wie er sie insbesondere in seinem Buch Inheriting Abraham (2012) darlegt, sind:
Kein „neutraler“ Abraham: Levenson argumentiert, dass es keinen geschichtlichen oder textlichen „Ur-Abraham“ gibt, auf den sich alle drei Religionen gleichermaßen berufen können. Jede Tradition habe ihren eigenen, exklusiven Abraham konstruiert:
Wenn ich es richtig verstehe, geht es dabei auch um grundsätzliche Existenzrechtfragen etwa in Bezug auf das Landrecht. Man korrigiere mich, ich habe lediglich die Zusammenfassung gelesen und KI kann Blödsinn erzählt haben.
Diese spezifische Argumentation findet sich zentral in seinem Buch
"Inheriting Abraham: The Genealogy of Righteousness" (2012).
Warum dieser Unterschied für Levenson so wichtig ist:
Hier sind die Kernpunkte seiner Argumentation aus dem Buch:
ZitatZusammenfassend: Für Levenson ist Abraham kein „Religionsstifter“, weil die Kategorie „Religion“ (als privates Glaubenssystem) der Genesis fremd ist. Er ist der Stammvater eines Kollektivs.
...
Man muss nur die innerchristliche Perspektive dafür verlassen.
Ich denke, dafür muss man die Glaubensperspektive komplett verlassen. Es sind immer die (meist evangelischen) Christen, die sich für tolerant halten und kein Problem darin sehen, wenn alle Religionen doch irgendwie einen (eigentlich: ihren) gemeinsamen Nenner haben. Für gläubige Moslems ist es aber nicht derselbe liebe Gott, wenn Christen von der Dreifaltigkeit reden und sie fasten nicht aus denselben Gründen wie diejenigen, die 6 Wochen aufs Autofahren verzichten.
Ich bin weiß Gott (haha) kein Religionsspezi. Aber ich schätze, deswegen fällt mir auch auf, wie häufig Gläubige nicht wahrnehmen, wie sehr sie von ihrem Weltbild geprägt sind und nicht sehen können, dass andere was anderes für wahr und essenziell halten.
Halten wir uns doch nicht immer an begrifflichen Spitzfindigkeiten auf.
Wenn man nicht definiert, was man meint, kann man sich überhaupt nicht vernünftig unterhalten, weil der Gegenstand, zu dem man sich eine Meinung bilden will, nicht festgelegt ist.
Wenn einer einen Thread beginnt, um von Ökumene zu reden und Ökumene dann falsch verwendet, indem er den Islam zur christlichen Konfession verwurstet, sollte es selbstverständlich sein, dass jemand widerspricht, der den Begriff richtig zu definieren vermag.
...Es wird hier (von Akademikern!) suggeriert, dass man durch den Ausbau der Berufsorientierung in quantitativ grotesken Maßstäben die Abbruchwahrscheinlichkeit gegen absolut utopische 0% streben lassen kann, wenn man doch nur noch mehr Tage mit BO-Kram vollpackt...
Nö.
Erfahrungsgemäß sind das die Situationen, wo besonders viel in den Fachräumen verwüstet wird. (neben Vertretungsunterricht)
Letztendlich hat dir auch nicht der Fachlehrer den Zugang verwehrt, sondern derjenige, der die Schlüsselverteilung festgelegt hat.
Trotzdem verstehe ich voll, dass man sich da erst einmal vor den Kopf gestoßen fühlt.
Zumal man ja auch von sich selbst immer davon ausgeht, dass alles tip top läuft und keine Probleme auftreten werden. Übrigens jeder... auch die Chaotenkollegen.
Äh das ist ja gerade die Frage. Die mit dem Fachraumschlüssel unterrichten ja ebenfalls soundsooft fachfremd, das legt also der Stundenplan fest.
Dass sich jeder hier für den hält, der hinter den anderen herräumen muss ist zwar nachvollziehbar, ändert aber nichts an der Frage, ob Kolleg*innen die Raumbelegung selbst bestimmen können.
Tja, jeder pingelige Mensch sieht "Chaos" anders.
Ich bin in dem Raum nicht gewesen, wollte ihn für eine Aktion nutzen und es hieß "nö". Wunderte mich, dass bestimmte Leute mit Schlüssel sich das Hoheitsrecht rausnehmen durften.
Es könnte aber ja sein, dass für bestimmte Räume grundsätzlich andere Regeln gelten und es deswegen auch bestimmte Schlüssel gibt. Kunst war nur ein Beispiel.
Ich bin eher andersrum betroffen: kein Chaos produziert und trotzdem Raumverbot kassiert... Ist aber schon ne Weile her.
Keinen Platz für sein Zeug haben ist wirklich doof. Kann man nicht auch Fachräume für Fremdsprachen installieren?
Ohne Details zu nennen: in einer Schule und bei einer Therapieeinrichtung. Weitere Fälle ähnlicher Art wurden mir auch von anderen Stellen berichtet: wer wird beim Kinderarzt aufgenommen usw. Es mag regional sehr verschieden sein, aber hier stößt man überall auf Kapazitätsprobleme: Es fehlt entweder Personal oder Geld oder beides.
Das sind aber alles private Entscheidungen, etwa bei Therapieterminen. Die Begründung ist wahrscheinlich nicht "die Ukrainische Familie hat Vorrang, weil sie ukrainisch ist" sondern "weil das Kind dringenderen Bedarf hat". Möglicherweise auch durch den Migrationshintergrund bedingt, etwa durch Fluchterfahrung oder weil keine Frühförderung stattgefunden hat, wofür andere Familien natürlich auch nichts können. Aber es ist nachvollziehbar, dass die Entscheidungen nach Dringlichkeit und eben nicht nach Nationalität gefällt werden, würde ich sicher auch so machen.
Also vielleicht wirst du auch ungerecht behandelt, das kann ich nicht beurteilen, aber nach deiner Beschreibung geht es ja eher ums Hörensagen und die gefühlte Ungerechtigkeit anderer und das klingt für mich schwer nach "das Boot ist voll".
In dem Kontext: dürfen Fachlehrkräfte eigentlich grundsätzlich die Nutzung eines Raumes ihren Kollegen untersagen? Derart: letzte Woche war der Kunstraum verwüstet, alle fachfremd Unterrichtenden müssen jetzt mal bis zu den nächsten Ferien im Klassenzimmer pinseln?
Nicht ich spiele die Bedürftigkeit einer Gruppe gegen eine andere aus, sondern die Bedürftigkeit unserer Kinder wird von vielen Stellen gegen die Bedürftigkeit bestimmter Personengruppen ausgespielt. Und das ist leider kein Einzelfall! Und ja, alle diese Muser kämpfen für ihre Rechte, mit Widersprüchen, mit Anwälten und oft mit ihrer letzten Kraft. Und dann bekommen sie vor den Kopf geknallt: Die ukrainische Familie kommt vor Ihnen, die brauchen dringend Hilfe.
Und nein, das ist leider kein Einzelfall. Und wenn ich in der rechten Ecke stehe wenn ich sage: so geht das nicht, dann stehe ich da in Zukunft mit voller Überzeugung!
Das ist nicht uninteressant, darf ich fragen, wo ihr in direkter Konkurrenz zu Ukrainischen Familien steht und das auch noch so gesagt bekommt? Würde mich wirklich interessieren. Wer hat denn solche Entscheidungsfreiheiten?
Als Mutter eines besonderen Kindes muss ich leider sagen, dass es Gleichbehandlung bei Unterstützungsangeboten und Therapien, auch in der Schule, nicht gibt. Aber anders herum: Kinder mit Migrationshintergründen werden oft bevorzugt! Das bekommt man sogar direkt gesagt, denn „diese Familien brauchen Unterstützung“. Da dürfen die deutschen Familien (oder auch solche mit nicht mehr erkennbarem Migrationshintergründen) mal länger warten und müssen hart kämpfen. Die Ressourcen sind endlich, überall ist das Geld knapp und das Nachsehen haben die Kinder der Eltern, die sich kümmern und die arbeiten gehen. Die sind nämlich nicht so dringend. Und nein, das ist kein Einzelfall, diese Erfahrung macht das gesamte Netzwerk an Familien, dem ich angeschlossen bin. Aber sagen darf man nichts, dann würde man in die Rechte Ecke gestellt.
Wenn du die Bedürftigkeit einer Gruppe gegen die einer anderen ausspielst, stehst du halt schon Recht nah in der rechten Ecke. Sagen darfst du es natürlich trotzdem, machst du ja gerade.
Ich renne von Pontius zu Pilatus wegen jedem Scheiß mit meinem schwerbehinderten Kind. Was andere nicht kennen, können sie nicht nachvollziehen. Man darf nicht allzuviel erwarten, das Mitleid schlägt bald in "sei mal nicht undankbar" um, wenn die Behinderung nach einem Jahr immer noch da ist aber die Mitmenschen wieder ihre Ruhe wollen.
Konstruktiver ist es, für seine Rechte zu kämpfen und an den Stellen anzusetzen, wo die Gesetze gemacht werden und die Gesetze auszunutzen, die andere vor einem erkämpft haben.
...
Echt 3 komplette Tage? Puh wie soll man das aufholen? und dann noch insgesamt 4 Wochen Praktikum.
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Wieso gibt es überhaupt Berufsorientierung am Gymnasium? Die sollen lernen und nach dem Abitur das studieren, was der Vater studiert hat.
Doch, zumindest in der Klasse 10 sind teilweise an Gymnasien auch schon "Facharbeiten" vorgesehen, z. B. in Sachsen-Anhalt und in Sachsen, wie ich von Bekannten gehört habe. Kann aber natürlich sein, dass nur einige Schulen es - zur Vorbereitung auf die Oberstufe - so handhaben.
Zudem kann ich Maylins Ausführungen bzgl. des Einsatzes von KI bei der Erledigung sowohl von längerfristig angelegten "Hausarbeiten" wie auch von Hausaufgaben schon nachvollziehen.
In Klasse 10 gibt es eine langfristig angelegte Arbeit, die analog einer Uni-Hausarbeit abgelegt und erarbeitet wird. Diese werden rechtzeitig geplant und vorbereitet, das Zitieren geübt usw.
Ich rede von den Referaten und Gruppenarbeiten, die jedes Jahr in 5 Fächern erledigt werden sollen und überhaupt keinen Mehrwert haben. "Erstellt einen Film", "Macht einen Podcast", "Bastelt ein Plakat". Am Gymnasium bekommen sie das hin, an anderen Schularten eben nicht. Du kannst einem Hauptschüler in Klasse 7 nicht auftragen, all das ohne Anleitung alleine zu Hause hinzubekommen, was mit leistungsstarken Jugendlichen mit unterstützendem Elternhaus natürlich funktioniert, weil sich die Familien kümmern und die Lehrkräfte sich nen schlanken Fuß machen können.
Wenn eine Kollegin die Arbeitsform also weglassen kann, ist sie offenbar keine Pflicht. Und wenn sie sie freiwillig weglässt, "weil das halt mit denen nicht funktioniert", dann hat sie keine Lust, sie so anzupassen, dass es funktioniert und die SuS davon profitieren. Man könnte sich Aufgaben ausdenken, die eine KI nicht lösen kann, wenn man das denn wollte. Wenn man nicht will, lässt man's halt, braucht sich aber nicht über seine Klientel zu beklagen.
Wenn ich den jungen Menschen zuschaue, die ihre fantastischen Gesellenstücke präsentieren, dann freut mich das. Die Jugend ist nicht verloren. Die Schule sollte sich dringend fragen, was falsch läuft, wenn SoS gelangweilt abhängen oder nur das Nötigste machen.
Boote afrikanischer Bauart, und der Strand riecht nach Vanille.
Krass, warst du überall schon?
Hey! [Ordnungsruf] Wenn das hier nicht nur ein ein Spiel wäre, würde ich die letzten zwei Beiträge melden. Frage beantworten, neue Frage stellen, so geht es! Menno!
Wieso nur, du hast vollkommen Recht. Verzeih!
Nutzt du verkaufsoffene Sonntage oder kannst du darauf gut verzichten?
Ich verzichte.
Kannst du ein prima veganes Kochbuch empfehlen? So richtig aus Papier, nix aus dem Netz.
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