Respekt und Wertschätzung ist keine Einbahnstraße. Was ihr zwei also dem christlichen Religionsunterricht an mangelnder Offenheit unterstellt, solltet ihr vielleicht zunächst einmal selbst leisten innerlich, um nicht alles nur pauschal als Indoktrination abzutun, was dort geleistet wird.
Mir fällt genau eine Kollegin meiner Refschule ein, die ich in ihren Haltungen für deutlich zu unkritisch der Kirche gegenüber empfunden habe und dadurch teilweise zu eng.
Naja, was heißt mangelnde Offenheit, ein Lehrplan oder Unterrichtsziele, die Konzepte von Gottes Reich oder Gott voraussetzen, sind per se beeinflussend (indoktrinierend wäre wohl zu rigoros). Insofern finde ich es gerade für einen Lehramtsanwärter (mwd) sehr wichtig, sich dessen zumindest bewusst zu sein.
Wie kritisch jemand zur Kirche steht, halte ich indes für irrelevant, da die Kirche oder deren Kritik sowieso nicht Unterrichtsgegenstand sein dürfte und damit nicht zur Sprache kommen sollte. Wenn doch, gilt, was für alle Lehrkräfte gilt- ein Überwältigungsverbot.