Beiträge von Quittengelee
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Noch mal. Die Klassenarbeit fand in einer Klasse der Ausbildungsvorbereitung statt. Da werden zwar Texte produziert, gut klingende habe ich da aber selten. Ich bin oft froh, wenn die Texte überhaupt aus so etwas wie Sätzen bestehen.
In der Nebendiskussion ging es um Gymnasiasten, aber gut. Wenn die SuS so schwach sind, nutzen ihnen vorgefertigte Texte auch nichts.
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Krombacher
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Doch, genau solche Aufgaben lassen SuS bei uns in Klausuren von der KI lösen. Die Stärke von textgenerativer KI ist das generieren gut klingender Texte, nicht das Liefern von Sachinformationen. (Die werden im Gymnasium sowieso kaum abgefragt.)
Die werden nicht abgefragt, man muss sie aber wissen, um andere Aufgaben zu lösen. Gut klingende Texte kann man doch nach 10 Jahren Schule hoffentlich schreiben. In deinem Beispiel muss man das Buch oder mindestens die Lektürehilfe gelesen haben und wissen, welchen inneren Konflikt der Hauptcharakter hat, was man hoffentlich im Unterricht mal besprochen hat.
Wenn man für diese Aufgabe eine KI braucht, muss man im Unterricht gefehlt oder innerlich 6 Wochen abgeschaltet haben.
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Sie gibt Vertretungsunterricht, wenn eine LK erkrankt ist. Gibt Matheunterricht nach ihrer pädagogischen Einschätzung. Sie macht such Pausenaufsichten und ist stimmenberechtigt in der Lehrerkonferenz.
Wenn jemand meine Pausenaufsicht übernähme, würde ich ihm/ihr die Füße küssen.
Stimmberechtigung kann ich mir nicht vorstellen, das lässt sich aber leicht nachlesen.
Und mit dem Unterricht, naja, wenn sie vertreten soll, scheint sie zu machen, was sie für richtig hält, das kann aber m.E. nur die Schulleitung regeln.
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Das wäre dann eine generelle Frage zur Freiarbeit, oder? Je schneller fitte Kinder vorarbeiten, desto schwieriger wird es, gemeinsame Einführung von Themen vorzunehmen.
Ich habe das Problem, dass ich ein Lehrwerk (Förderschule) zur Verfügung habe, das 25 Jahre alt ist und schon damals scheiße war. Ich nutze also allenfalls 3 Seiten daraus und kopiere mir den gesamten Rest zusammen, auch nicht schön. Lehrwerke sollten Unterstützung, Leitfaden sein aber nie Versklavung. Edit: ich halte meine Didaktikkompetenzen für so groß, dass ich jede einzelne Seite des Lehrwerks auf einen Blick beurteilen kann. Die Autor*innen der Lehrwerke sind offenbar nicht in Fach und Förderschwerpunkt ausgebildet sowie haben nicht alle Unterrichtserfahrung. (Inzwischen müssen Lehrwerke in meinem Bundesland nicht mal mehr zugelassen werden.) Sie sind also niemals so gut, dass sie jemand zur Pflicht erheben können sollte.
Wieso "zwingt" dich die Schule, alle Seiten zu bearbeiten, wieso "musst" du in Woche X bis Seite Y geschafft haben?
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statt Rest z. B. 38 : 7 = 5 + 3 : 7
Das kannte ich so nicht, finde ich hübsch.
Bin aber immer noch nicht überzeugt, warum schriftliche Division gestrichen werden soll. Du musst doch, auch um die Lösung wie oben aufzuschreiben, immer erst überlegen, "wie oft die 7 in die 38 passt", also das Prinzip verstehen.
Wenn die Aufgabe 4892:7 lautet, wird's schwierig, alles im Kopf zu behalten.
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Ichthyostega
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...Und die Aufgabenstellung "Erläutere den inneren Konflikt des Hauptcharakters in Die Physiker von Dürrematt" ist schnell eingetippt...
Das ist aber m.E. auch keine Aufgabe, die man in der Klausur von KI lösen lässt. Als Hausaufgabe vielleicht oder zur Klausurvorbereitung, damit man so einen Text parat hat. Aber in der Klausur ergibt so ein langer Text, den man genauso gut gleich selbst schreiben kann doch keinen Sinn.
Was habt ihr denn früher gespickt? Das sind doch so dröge Sachen, auf die man keine Lust hat, sie auswendig zu lernen, wie die Reihenfolge der Erdezeitalter, wer wählt wen in Frankreich oder sowas. Damit wollte ich jedenfalls mein jugendliches Gehirn nicht unnötig belasten, heute finde ich es schade, derlei nicht aus dem Kopf zu wissen

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Quantität oder auch Qualität? Publicity ist nicht immer nur positiv!
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... Klausuren dauern bei uns höchstens 90 Minuten (außer Abitur), dass sollte auch ohne Toilettengang möglich sein.
Sagt wer? Wenn man eine halbe Flasche trinkt oder nervös ist (bei Klausuren tatsächlich möglich!), dann kommt es vor, dass Menschen müssen.
Wie gesagt, für Klausuren und Prüfungen sollte eine Regelung her wie von Bolzbold beschrieben.
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Mantik Es ist übrigens wohl nicht mehr nur ein Gefühl: die Weltanschauung, nicht der Bildungsgrad oder Wissen bestimmen Verschwörungsglauben. Beim nächsten kontroversen Thema werden wieder dieselben Menschen auf den jeweils anderen Zug aufspringen als du...
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Wenn alles "oben vorne" geschrieben wäre, also der pädagogische Entscheidungsrahmen einzelner Lehrkräfte auf das Minimalste reduziert wäre, müssten Lehrkräfte nicht nach A13 bezahlt werden, sondern es wäre ein dreijähriger Ausbildungsberuf, der am Ende mit A7 bezahlt werden würde. Wir sind doch in der Lage, für unsere Klassen eigene Entscheidungen treffen zu können, ohne dass alles zwangsläufig vereinheitlicht werden muss.
What? Inwiefern ist die Vorgehensweise bei Prüfungen eine pädagogische Entscheidung?
Ich hab's mir im Beitrag verkniffen aber jetzt sage ich es doch: alle außer Gymshark können und wollen nicht beurteilen, wie dringend jemand aufs Klo muss.
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Er hat doch sogar den Stand dokumentiert, das wäre mir nicht mal eingefallen.
Im Grunde mangelt es an abgesprochenen Vorgehensweisen an der Schule, bzw. gleich Vorgaben des Bundeslandes. Es ist so unfassbar unnötig, dass jede Lehrkräfte ständig selbst Entscheidungen dieser Art treffen soll, als ob das nicht jeden Tag irgendwo vorkäme.
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Das solltest du bei kontemporären sozio-kulturellen, -politischen und -ökonomischen Themen als Lehrkraft (und insb. deinen Schülern ggü.) fachunabhängig aber sein... oder zumindest die Integrität haben, eine evtl. Diskussion auf einen 'zeitnahen' Zeitpunkt zu verschieben, nachdem du dich entsprechend informiert hast.
Warum?
Weil es unsere Hauptaufgabe ist, unsere Schüler mittels erzieherischer Bildung, dem Werben und Vorleben unserer fdGO, zu eigenverantwortlichen (d.h. mündigen, selbstreflexiven, integren etc.) und gemeinschaftsfähigen (d.h. kooperations- und partizipationsfähigen etc.), demokratischen Staatsbürgern zu erziehen, die (nach Maßgabe ihrer individuellen Fähigkeiten) sozio-ökonomisch, -politisch und -kulturell an einer pluralistischen, liberalen Gesellschaft partizipieren, sich in dieser möglichst frei entfalten, diese perpetuieren und optimieren können sollen. Das ist Mündigkeit i.e.S., nämlich auch die Fähigkeit der Horizonterweiterung, das Prinzip des lebenslangen Lernens und in diesen Dingen 'up to date' zu sein.
Blablubb, es ging um Schwurbelgespräche mit der Schwiegerverwandtschaft, wenn du das nicht kennst, spar dir schlaue Sprüche.
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Feldschlösschen
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