Beiträge von Quittengelee

    Ich hatte mal eine Inklusionsfortbildung, bei der gesagt wurde, dass Förderschwerpunkt Lernen gar nicht so sehr von genetischen Faktoren abhänge, sondern bei der Mehrheit der Kinder mit entsprechendem Förderbedarf von Aspekten wie Frühförderung und Förderung des Lernens in der Familie. Deswegen hätten diese Kinder bei guter schulischer Begleitung oftmals auch gute Chancen, später noch einen Regelschulabschluss erwerben zu können.

    Das ist so nicht richtig. Ob genetisch oder sozial verursacht, wenn man einen IQ von um die 70 hat, schafft man auch durch gute Förderung keinen Realschulabschluss, sonst müssten ja Förderschulen abgeschafft werden. Ich bin lange genug dabei, dass bei uns ehem. Schüler*innen ihre Kinder anmelden. Wir sind froh, wenn die Kinder gesundes Essen haben und freundlich mit ihnen gesprochen wird.

    Es ist soooo selten, dass eine unserer Schülerinnen den Realschulabschluss schafft, den bekommen sie wenn, dann i.d.R. auch nur bei erfolgreichem Abschluss einer Lehre.

    Das ist aber auch nicht entscheidend, wichtig für ihre Gesundheit wäre, dass sie (im Gegensatz zu ihren Eltern) auf eigenen finanziellen Füßen stehen und eine stabile Beziehung aufrecht erhalten können. Und ich mache mal keine Umfrage hier, wer von uns studierten, gut situierten Kolleg*innen in einer stabilen Beziehung lebt und die Kinder komplexfrei großzuziehen vermag:engel:

    ...

    Wir beobachten diesen Trend auch am BK. Manchmal frage ich mich, wie einige meiner Schüler überhaupt an den mittleren Schulabschluss gekommen sind.

    Eigentlich müssten wir die Hälfte unserer Schüler durchfallen lassen, aber dann können wir unsere Bildungsgänge gleich schließen.

    Könntest du bitte diese Logik erklären? Wenn die Schüler*innen so wenig wissen und können, dass sie deiner Einschätzung nach ihre Abschlüsse geschenkt bekommen haben, also die Kolleg*innen der abgebenden Schulen entweder

    - zu wenig verlangt haben

    - nichts beigebracht haben oder

    - die Noten verschenkt haben

    Wie ist es dann möglich, dass ihr

    - weniger verlangt

    - weniger beibringt oder

    - Noten verschenkt?

    Wie kann man sich denn über etwas (angeblich so gewesene) aufregen, das man selbst haargenau so weiterführt?

    Edit: Mein Kind (Gym Sek I) muss regelmäßig Umrechnungen/Formeln für Physik und Chemie üben, in Mathe Kopfrechnen, Großes Einmaleins auswendig etc.

    Die Lehrkräfte fragen den Scheiß halt regelmäßig ab. Da klagt niemand, was zu Coronazeiten oder in der Grundschule vor 6 Jahren angeblich alles versäumt wurde.

    Schöne ARTE-Doku zum Thema...

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    Hallo, ich verkaufe eine komplette LESESTADT für Grundschule, um in Klasse 1 und 2 den Leselernprozess haptisch aktiv handlungsorientiert spassvoll zu fördern. Wurde von Lehreranwärtern an Seminar gebaut. Für Details bitte melden. Preis 2.500€.

    Sieht toll aus, aber warum sollte dir jemand Geld für die Arbeit von anderen bezahlen?

    Geschenkt nimmt es bestimmt eine Schule oder Studienseminar mit Platz dafür.

    Ich fasse zusammen: eine gefühlte Verschlechterung von Schulleistung in den letzten 5 Jahren hat ihre Ursachen in...

    - Heterogenität

    - Inklusion

    - "Mathe konnte ich auch nicht"-Attitüden von Eltern

    - Stiftungen, die versuchen, Bildung messbar zu machen

    - die anderen Lehrer sind Schuld

    Und das alles in den letzten 5 Jahren, muss man sich mal überlegen!

    Wir haben ständig Disskusionen, dass wir auch die schwachen Schüler den Abschluss ermöglichen sollen. Begründet wird das damit, dass die ohne Abschluss nicht auf dem Arbeitsmarkt kommen. Also wird man gedränkt doch die 3 oder 4 zu geben. Find ich persönlich Käse, da die zum einen in einen Topf mit denen geworfen werden, die den Abschluss verdient haben und zum anderen die Firmen das auf Kurz oder lang eh mitbekommen und dann nur noch Schüler mit den nächst höheren Abschluss einstellen, weil die wissen, dass ein Schüler mit Hauptschulabschluss (oder EESA, wie er jetzt heißt) und einer 3-4 in Mathe gerade so unfallfrei zwei zweistellige Zahlen addieren kann. Aber auch nur, wenn man ihm genug zeit gibt und nach möglichkeit einen Taschenrechner zur verfügung gibt. (Und auch wenn das hier gerade übertrieben klingt, ist es näher an der Wahrheit, als man glaubt)

    Ich musste in deinem Beitrag in jedem Satz über Rechtschreib- und Grammatikfehler weglesen. Es wird hier im Forum nicht gerne gesehen, wenn darauf hingewiesen wird, aber ich finde es in diesem Kontext schon lustig. Oder ist deine Grundschullehrerin daran Schuld? Dann gibt's zumindest eine Verantwortliche.

    Es ist mir zu einfach, wie so oft erwähnt, der Schulleitung die Schuld zu geben. Ich glaube, es hängt oft vom Zusammenspiel zwischen Kollegium, Schulleitung, Träger usw. ab.
    Wenn jemand genau weiß, wie es funktionieren muss - dann ab in die Schulleitung und alles besser machen!

    Magst du nicht mal einen differenzierten Beitrag mit Inhalt, ja regelrecht Argumenten einbringen? Was hängt von was ab? Wo hapert es deiner Ansicht nach im Zusammenspiel von Team und Schulleitung, wenn was genau schief läuft?

    ...

    Gegenrede ist im Rahmen des Rechtspopulismus und Rechtsextremismus übrigens alles andere als irrelevant. Und gerade bei Trump wäre es gut gewesen, hätten die Medien in den USA und in Deutschland Trumps Irrsinn viel früher herausgestellt. ...

    Bin da nicht so sicher. In einem kleinen Nachbarland, Luxemburg oder Belgien war es glaube ich, ist die rechtspopulistische Partei nach wie vor irrelevant, weil sie konsequent ignoriert und eben nicht in alle Talkshows eingeladen wird. So wie man die NPD auch nie salonfähig gemacht hätte. Das mimimi-wir-dürfen-nichts-sagen-Ding hat bei uns jedenfalls super funktioniert und es wurde viel zu viel die Unmöglichkeit der Rechtspopulisten in Deutschland öffentlich rauf- und runtergebetet.

    Ja klar, seit wir darüber diskutieren, sage ich, dass man ihn ernst nehmen muss und man es sich zu einfach macht, wenn man ihn beschimpft, sich darüber lustig macht und wartet, bis es sich von selber erledigt und genau so lange kriege ich zu hören, ich würde Trump verteidigen.
    Sowohl Deutschland, Europa als auch die US-Demokraten stünden heute deutlich besser da, als es der Fall ist, wenn nicht wesentliche Teile des politischen und gesellschaftlichen Spektrums die letzten 5 Jahre damit verschwendet hätten, jeden zu framen, der ihnen etwas erzählt hat, was sie nicht hören wollten.

    Was hättest du denn besser gemacht und wie würden Deutschland, Europa und die Demokraten dastehen, wenn alle auf dich gehört hätten?

    Richtig, der Begriff muss selbst mit Inhalt gefüllt werden. Ob dabei am Ende 2 oder 20 Veranstaltungen, Projekte, etc. stehen, ist aber nirgends festgelegt. Dies ist ein klassischer Bereich, wo "das obere Drittel" mit wildem Aktionismus Mehrarbeit generiert und das "untere Drittel" leider damit leben muss, dass die indifferente (aber oft genug ebenfalls im Nachgang motzende) Mitte nicht genug Schneid hat, sich in entsprechenden Abstimmungen auch gegen Schulleitungswünsche ablehnend zu positionieren...


    Was sind denn das eigentlich für Projekte, die andere an Land ziehen, sie dann aber nicht betreiben wollen?

    Das fiel jetzt schon mehrmals. Bei uns machen eigentlich im Großen und Ganzen die Leute das, worauf sie Lust haben. Problem dabei: es gibt der Schule kein Profil, weil jeder irgendwas macht. Ist bei meinem Schultyp eher nicht so wichtig aber an einer Oberschule oder einem Gymnasium möchte man doch schon wissen, ob Naturwissenschaften, Sprache oder Sport größere Bedeutung haben?

    Würde vielleicht auch zur Zufriedenheit der Lehrkräfte beitragen, wenn sie sich mit dem Profil ihrer Schule halbwegs identifizieren können.

    Da ist aber nicht genug Platz, um halb Amerika zu behandeln, nämlich alle seine Wähler gleich mit.

    Und all die, die den Schuss immer noch nicht gehört haben, insbesondere Republikaner, die noch irgendwas zu melden haben. Können ja nicht alles MAGA-Fans sein.


    ...nur irrelevant ist halt leider gar nicht, was er tut.

    Noch ein Gedanke zur Arbeitszeiterfassung: in Sachsen wurde ja gerade die neuste Zeiterfassung ausgewertet und überraschend (Ironie) festgestellt, dass korrigierende Gymnasialkolleg*innen, Lehrkräfte in Teilzeit und Schulleitungen mehr arbeiten, also ständig so viel, dass sie es nicht mehr in den Ferien ausgleichen können.

    Jetzt wird sich getroffen und fieberhaft überlegt, wie man da was ändern kann. An dem Treffen nehmen hoffentlich auch Lehrpersonen und Schulleitungen Teil.

    Zur Zeit nun also: Leute in Teilzeit können an ihrer Vorbereitung was deichseln, nicht jedoch an der Beteiligung bei Zusatzaufgaben. Eine Schulleitung müsste im Blick haben, dass TZ-Kolleg*innen weniger Zusatzaufgaben zugeteilt bekommen, auch dafür müssten objektivierbar alle Aufgaben und ihr Zeitbedarf erfasst werden.

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