Beiträge von Dr. Caligiari

    Spar dir deine paternalistische Wohlwoll-Sprache.

    Anscheinend bist du nicht in der Lage, die Wirkung und Aussage der von dir getätigten Aussagen im Ganzen zu reflektieren - schade.

    Es ist aber schön und fast schon als produktiv zu bezeichnen, dass du dich hier, wie Seph es bereits formuliert hat, als lebendes Musterbeispiel der Sinnhaftigkeit von weiteren Maßnahmen für die Geschlechtergleichstellung präsentierst.

    Soll ich nun noch ein zu den "Mädels" äquivalentes "Bub" dranhängen? Nein, das wäre dir dann wahrscheinlich wieder zu "passiv aggressiv".

    Hast ein bisschen reflexartig reagiert und weißt nun nicht was du wirklich objektiv kritisieren möchtest ohne spießig zu wirken oder?

    Ist nicht schlimm.

    Aber was ist denn nun meine Einstellung?

    Ich kann dir gar nicht sagen, auf wie vielen Ebenen mich deine Einstellung anwidert.

    Och bitte sei doch so gut und sprich dich aus! Dafür sind wir doch Akademiker oder? Damit wir unsere Emotionen sachlich artikulieren können und uns keine passiv aggressiv und blumig umformulierte Beleidigungen zuwerfen.

    Der einzige Teil in meinem Post, der tatsächlich meine "Einstellung" widerspiegelt, lautete:

    "(sinng. mehr Teilzeit bei Männern) kann ich [...] nur unterstützen.

    Ran an die Vollzeit Mädels, ich war gern in Elternteilzeit."

    Das widert dich an?

    Der Rest meines Beitrages spiegelt einfach Beobachtungen wieder, die ich bei anderen Paaren und Lehrkräften mache. Dass dich diese Anwidern, sei dir gegönnt, aber ich bin sicher viele hier im Forum beobachten Ähnliches.

    mfg

    Weil Frauen durch dieses Modell oft in der Altersarmut landen! Ganz einfach. Sehe ich an meiner Oma.

    Auch wenn mir hier der Stempel des Konservativen aufgedrückt wird (ist der Feind bekannt, hat der Tag ja bekanntlich Struktur), kann ich das nur unterstützen.

    Ran an die Vollzeit Mädels, ich war gern in Elternteilzeit. Die meisten Frauen, die ich im konservativen Modell kenne (also eigentlich alle…) mögen es aber, dass der Gatte Vollzeit macht. Eine (Lehrerin) gestand mir, dass sie es erotisch anziehend findet, dass ihr Mann (Jurist) Karriere macht.

    Bei vielen Frauen müsste man an das erweiterte Umfeld ran, oft guckt die Schwiegermutter oder die Erzieherin abschätzig, wenn Mutti erst um 16 Uhr von der Kita abholt.

    Für Frauen ist der äußere Widerstand also etwas höher schätze ich. Da seid ihr aber hier im Forum an der falschen Adresse, männliche L sind schon eher “weichgespült“ und machen noch vergleichsweise gerne care-Arbeit, wenn man sie mit Geschlechtsgenossen anderer Berufsgruppen vergleicht.

    Das ist irgendwie so ein Mythos, dass Lehrer gut verdienen. Nach 20 Dienstjahren und mit 3 Kindern vielleicht, da sind die Zuschläge halt echt hoch. Aber als Berufsanfänger ist es einfach nicht mehr attraktiv, wenn man vor der Wahl steht, auch was anderes zu studieren:dollar:.

    Bin auch Arbeiterkind. Bei mir isses andersrum, Selbständige, Ausgebildete, Angestellte. Keiner verdient da 3k netto wie wir. Meiner Erfahrung nach kommen nur wenige Berufsgruppen aktuell im DURCHSCHNITT netto über unser Gehalt, die Zukunft wird aber nich so rosig glaube ich.

    Was verstehst du unter einer männlichen Vorbildfigur? Das konnte der TE schon nicht definieren.

    Aber gern: Ich verstehe darunter einen Mann, der demokratische Werte in der Öffentlichkeit lebt und verteidigt, der sich bei umstrittenen Themen sachgerecht informiert, bevor er sich eine Meinung bildet, Quellen überprüft, wissenschaftspropädeutische Lösungswege aufzeigt und der in Konfliktsituationen Resilienz und Lösungsorientierung zeigt und nicht direkt die Fäuste schwingt.

    Alle dies kann eine Frau natürlich genauso, meiner Erfahrung nach schauen Jungen im Alter zwischen 10 und 15 aber deutlich stärker darauf, wie sich männliche Lehrkräfte verhalten. Die Jungs aus meiner Klasse fragen mich in ruhigen Momenten (Pausen/Ausflüge etc.) ständig danach, ob ich mich schonmal geprügelt habe, wann ich die erste Freundin hatte, was ich meiner Tochter erlauben würde oder welche Drogen ich konsumieren würde. Bei meinen Kolleginnen scheinen sie mir doch distanzierter zu sein. Vllt liegen diese Erfahrungen in meinem Schülerklientel begründet.

    Da Du ja hier von männlichen Vorbildern sprechen: Du wärst ein gutes Vorbild, wenn Du genauso Stunden reduzieren würdest, wie Deine Frau. Fangen wir also gern erstmal bei jedem zuhause an.

    Du kennst weder mich noch meinen Partnerin noch unsere Gründe für die derzeitige Aufteilung, die unter anderem gesundheitlicher Natur und das Ergebnis freier Wahl seitens meiner Lebensgefährtin sind.

    1:1-Aufteilung anstelle von freier Entscheidung? Das ist für euch vorbildhaft?

    Dann nennt es doch lieber Gleichmachungsbeauftragte.

    Aber der johlende Dank der Damen hier scheint dir ja recht zu geben.

    Ratet ihr den Lehrerinnen bei euch im Lehrerzimmer dann auch, gefälligst mehr Stunden zu machen? Die werden ja zu Hause alle unterdrückt.

    Da kann ich wohl einpacken und muss meinen Machtzwang zu Hause ausleben, ich geh kurz in den Keller und befehle meinem Weib, noch ein paar Stunden zu reduzieren, so ungefähr stellst du dir das vor oder?

    Wie du schon korrekt beschrieben hast, sind noch immer Leitungspositionen in Schulen mehrheitlich männlich besetzt

    Dies ist so nicht korrekt.

    Gerade das ist doch Ausdruck (bisheriger) systematischer Benachteiligung, deren Ursachen freilich viel komplexer sind, als eine reine Benachteiligung in Besetzungsverfahren an sich, die ja gerade vermieden werden soll.

    Eine Benachteiligung ist es meiner Ansicht nach nur dann, wenn der Anteil derjenigen Frauen, die SL werden möchten, genauso hoch ist, wie der Anteil der männlichen Lehrkräfte, die SL werden möchten.

    Wenn ich nicht gern Schulleiterin wäre und es dann auch nicht werde, bin ich nicht benachteiligt oder?

    Gibt es hierzu Zahlen?

    Ich finde das hier eher befrämdlich, dass das nutzen der Dienstbezeichnung "zum fremdschämen" ist. In anderen behörden Polizei/Bundeswehr etc ist das gang und gebe. Hier trägt man die Dienstbezeichnung sogar offen an der Dienstkleidung. Nur weil es viele nicht machen (mich eingeschlossen) find ich es garnicht schlimm, wenn es einer Tut.

    Na das kann doch jeder sehen wie er will. Du kannst gern deine Zettel mit deinem Dienstgrad unterschreiben.

    enthalten und du nicht bereit bist, für dich erst mal aufzuschlüsseln was du eigentlich meinst, wenn du dies oder das sagst, dann kann man sich den Thread auch sparen.

    Nicht mein Problem wenn der Thread dich stört.

    Ich habe das sehr wohl aufgeschlüsselt, ich denke, dass männliche Vorbilder für Jungen in der Pubertät wichtig sind und ich plädiere daher für eine ausgewogene Geschlechterverteilung.

    Dieses Vorbild kann ja über den gesetzlichen Rahmen (demokratisch und zur Mündigkeit ermutigend) definitiv auch feministisch und modern sein, aber Frauen können die Vorbildfunktion meiner Einschätzung nach nicht in gleichem Maße wahrnehmen wie Männer.

    Zu versuchen, mich zu diskreditieren, indem du meine privaten Lebensentscheidungen in den Vordergrund rückst, empfinde ich als geschmacklos.

    Ich wäre dafür, dass den Bachelor alle Lehrkräfte gemeinsam studieren und sich im Master dann erst für eine bestimmt Schulform entscheiden, nachdem sie vorher schon in allen Schulformen Praktika durchlaufen haben.

    Also lineare Algebra und Analysis I und II studieren, wenn ich nachher Grundschullehrer werden möchte? Come on…das ist völlig praxisuntauglich. Dann hättest du sehr bald überhaupt keine Mathelehrer mehr an der Grundschule.

    Der Unterschied bei den fachlichen Anforderungen zwischen LA-Gym-Mathe und LA-GS-Mathe ist wirklich enorm.

    Für die allermeisten Fachrichtungen wäre das überhaupt nicht zielführend, da Inhalt und Abstraktionsniveau stark divergieren. Dann kann man das Lehramtsstudium doch gleich komplett abschaffen und einfach irgendwelche Fachwissenschaften studieren.

    So würde das Lehramt noch stärker entprofessionalisiert und zum Sammelbecken für diejenigen, die nach dem (versuchten) Berufseinstieg was Sicheres suchen.

    Was ich definitiv für altmodisch halte, ist die Vorstellung, dass du "mehr arbeitest", wenn du mehr Stunden einer Lohntätigkeit nachgehst als dein Partner (mwd).

    Au weia...jetzt packst du aber die Wort-Feinwaage aus was? Das Thema jetzt von einer rein beruflichen auf meine private Ebene zu ziehen, mutet auch etwas seltsam an, finde ich, da du weder mich noch meine Partnerin kennst.

    Wenn als Beispiel an Grundschulen 90% Frauen sind und nur 70% Führungskräfte, dann ist ein Mangel.

    Hier übrigens aktuelle Zahlen für NRW zu diesem Thema: pasted-from-clipboard.png

    Tatsächlich scheint die Chance, Schulleiter zu werden, für männliche Lehrkräfte an der Grundschule ungleich höher. Jedenfalls ist ihr Anteil an den SL 60% höher als der Männeranteil an den Grundschullehrkräften insgesamt.

    Mir erschließt sich die Relevanz des Themas nicht so ganz. In der aktuellen Situation sollte man froh sein, wenn sich überhaupt noch genügend Personal findet. Ganz unabhängig vom Geschlecht oder sonstigen Merkmalen.

    Warum sollte diese Situation ein Grund gegen die Anwerbung von Männern für den Lehrerberuf sein?

    Aber sei es drum. Ich scheine mit meiner Meinung nahezu allein dazustehen. Ich habe schon das Gefühl, dass eine Vorbildfunktion bei pubertierenden Jungen eine positive Rolle spielen kann, aber vllt bin ich da zu altmodisch.

    Ganz ernsthafte Frage: Welchen fachlichen oder pädagogischen Mehrwert hätten denn mehr Männer in der Grundschule? Auf der Ebene der Profession würde ich nämlich sagen: keinen. Es gibt nichts, was man als Mann für den Job mitbringt (Frau ebenso), was man nicht in seinem berufsbiographischem Verlauf und in der Ausbildung lernen kann. Kein Mann und keine Frau bringt qua Geschlecht irgendwelche Kompetenzen für den Job mit.

    Und wenn ihr mir jetzt mit Vorbildfunktion kommt - gibt es da Studien zu? Mir ist keine bekannt. Ich würde auch anzweifeln, dass für viele Kinder ihre Lehrer Vorbilder sind und nicht eher Tiktokstars und Influencer.

    Würdest du das im Gegenzug auch auf den technischen Bereich übertragen und sagen: "Es ist kein Problem, dass die Lehrer für Technik fast alle Männer sind"?

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