Also nur für den Stundenplan ist das definitiv zu viel. Ich mache das seit 12 Jahren und seit 2 Jahren verantwortlich, wie gesagt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Selbst in einem Schuljahr, wo wir mal mehrere Wiedereingliederungen, Neueinstellungen, Versetzungen, Langzeiterkrankungen, plus das übliche, wie Reffis hatten, habe ich keine 6 Stunden am Stundenplan im Schnitt gesessen.
Dann ist es realistisch. Der Vertretungsplan frisst tatsächlich sehr viel Zeit, kommt natürlich immer drauf an, ob es eine Woche mit vielen Sonderveranstaltungen und/oder Krankheiten ist oder nicht.
Ist mir schleierhaft, wie das so lange dauern kann. Muss ich ganz klar sagen. Ich bestreite das nicht, deutet für mich aber ganz klar auf systemische Probleme hin.
Wenn man sich ganz grob an diese Anleitung hier hält
https://help.untis.at/hc/de/articles…-ums-Optimieren
dann sollte das rechnen eigentlich, selbst mit der "Strategie E - Übernacht" allerhöchstens zwei Stunden dauern.
Das wichtigste ist meines Erachtens nach, dass ich am Anfang nur mit der Strategie A, die dauert ja nur maximal eine Minute, schaue, ob dort Fehler drin sind. Wenn ich da schon unverplante Stunden sehe, dann brauche ich gar nicht erst irgendwie stundenlang mit der Übernacht-Optimierung anfangen und x Pläne vergleichen. Sondern ich beseitige Fehler. Rechnen erneut mit A. Fehler beseitigen. Erneut rechnen. Bis dann die relevanten Fehler raus sind, ist man zwar 3-4 Stunden beschäftigt, aber dann kann man mal die anderen Strategien probieren, sich dann da für einen Plan entscheiden und die Feinheiten ausarbeiten.
Ich weiß aber auch, dass es sich einige Schulen unnötig schwer machen.
Wenn ich beispielsweise MPTler an irgendwelche Unterrichtsstunden ankoppel und die mitrechne, wird es natürlich komplizierter. Wenn ich jeden Wunsch (!) der Kolleginnen und Kollegen zwingend beachten will, dann wird es natürlich auch schwerer.
Bei den Kollegenwünschen muss man aber dann auch in gewissem Maß zurückhaltend sein. Wenn Kollege A sagt "Freitags gerne zur 2. weil ich gehe Donnerstags Abends immer ins Kino" und ich pflege das als Vorgabe ein, dann halte ich das für absoluten Unsinn. Sondern sowas sollte dann reserviert sein für Wünsche wie "Freitags gerne zur 2., weil ich meine Kinder zur Kita bringe, da meine Frau Freitags immer früher arbeiten muss" oder sowas.
Ist bei uns nicht anders, nur dass wir vierzügig sind. Also das ist ja jetzt nichts unübliches bei einer Gesamtschule.
Mir ist durchaus bewusst, dass es sehr schwierige Konstellationen gibt. Co-Op-Kurse, mehrere Standorte, evtl. Sporthallenproblematik und co. Aber das was du schilderst, ist eigentlich Alltag an Gesamtschulen.