Hier mal ein Überblick über das, was in Wiesbaden passiert ist:
1. Die Überlastungsanzeigen. Hier wird sehr deutlich, dass das Hauptproblem in den Strukturen liegt, die dann zu individuellen Überlastungen von KuK, Kollegien und Schulen führen, die aber vor allem strukturell behandelt werden müssen:
https://www.hessenschau.de/gesellschaft/4…hessen-100.html
2. Die Reaktionen: Hier zeigt sich bzw. wird so wahrgenommen, dass die strukturellen Probleme ignoriert und jeweils Mikromanagement betrieben werden soll, das die großen Probleme nicht löst. Außerdem gab es in der Vergangenheit wohl schon folgenlose Gespräche und die Lehrkräfte fühlen sich in den Kollegien und in den Personalräten unter Druck gesetzt.
https://www.hessenschau.de/gesellschaft/n…sbaden-100.html
https://www.hessenschau.de/tv-sendung/str…deo-211748.html
Fazit: Die Überlastungsanzeigen führen zu keinen strukturellen Veränderungen. Und diese sind - neben der wichtigen individuellen Schulsituation - ein so großer Brocken, der über bzw. auf allem lastet. Der Brocken ist aber so groß, dass aus Sicht der Politik das Beheben der Probleme zu teuer und aufwändig ist. Sollen eben die Schulämter auf ihrer Ebene mit den Wiesbadener Schulen herumwurschteln. Wenn also die Bildungspolitik bewusst und gezielt große Lösungen verweigert, dann muss eben mit anderen Mitteln eine Entlastung erzwungen werden. Und da ist die AZ-Erfassung eine Möglichkeit. Welchen Druck bspw. "wer schreit denn jetzt da herum?"-Dorothee verspürt, merkt man ja an ihren panischen Drohungen.
Und noch ein Edit: Vor einigen Jahren wurden in Hessen Lehrkräfte befragt zu den Belastungsfaktoren im Job. Resultat waren damals auch schon Angebote zur Lehrergesundheit - was ja nichts schlechtes sein muss - aber die in der Befragung genannten großen Belastungsfaktoren? Daran wurde nichts geschraubt.