Beiträge von Kreidemeister

    Und ich finde schon, dass Kolleginnen und Kollegen, die häufiger morgens zu spät erscheinen, auch entsprechend kommuniziert werden sollte, dass das ganze ein Dienstvergehen ist.

    Aber was soll der Kollege dann machen, der mal wieder etwas verpeilt, wie letzte Woche schon, beim Losfahren merkt, dass er was vergessen hat. Zurück ins Haus, holen. Der Puls steigt. Dann sind blöderweise auf der Strecke plötzlich Baumfällarbeiten, einspurig.
    Er merkt, das passt nicht mehr. Gleich steht der Chef wieder da und meckert??


    Wie oben geschrieben: Er greift zum Telefon und meldet sich entweder für den gesamten Tag krank oder gibt vor, zum Arzt zu müssen und erst später kommen zu können. Totalverlust.
    Ob der Chef damit was gewonnen hat?


    Aus dem Eingangspost entnehme ich, dass aus welchen Gründen auch immer ein Organisationsproblem vorliegt.
    Sei es zu spät zu Bett gehen und morgens jede Minute Schlaf raus pressen. Kinder, die den Kollegen aufhalten. Gesundheitliche Probleme weswegen alles nicht so schnell geht oder die Belastbarkeit (Stellen von Materialien am Vortag) eingeschränkt ist.

    Ich finde, dass eine Schulleitung da erstmal vorsichtig vorfühlen sollte statt gleich mit dem Dienstgespräch zu kommen.

    Solche KollegInnen fallen aber mitunter auch bereits negativ im Kollegium auf. Das sind dann nicht unbedingt die kollegialsten Personen und haben entsprechend auch nur begrenzte Sympathien.

    So und so. Ich erinnere mich an einen Kollegen an einer Vorgängerschule.
    Sehr umgänglich, freundlich, hilfsbereit, beliebt… eigentlich so ein Prince Charming. Andererseits gefühlt organisatorisch (vielleicht auch fachlich) leicht überfordert, hat den einen oder anderen Termin vergessen etc.

    Vor allem konnte er es nicht ertragen, von der Schulleitung zurecht gewiesen zu werden. Da ging es auch um solche Dinge wie verspätet vorgefahren kommen (weil er morgens einfach immer müde war, nachts gezockt/Musik gehört/nicht schlafen können und so); sich beim Elternsprechtag, wenn keiner mehr in der Liste stand, zu verabschieden obwohl noch eine Stunde offen war (er habe besseres zu tun als seine Zeit nutzlos abzusitzen… eigentlich auch nicht so falsch, passte der SL aber nicht als sie durch Zufall dahinter kam).
    Die SL in der Konferenz offen zu kritisieren, wenn auch berechtigt, SL fühlte sich vermutlich vorgeführt.

    So schaukelte sich das auf… Aus Kleinigkeiten. Aber keine Seite hat mal Einsicht gezeigt. Irgendwann war der Kollege dann dauerkrank und hat die Schule später gewechselt.

    Aber ganz ehrlich: geht sowas nicht aus wie das Hornberger Schießen?


    1) Chef lädt zum Gespräch, Kollege zeigt sich einsichtig oder auch nicht.

    2) Nächstes Gespräch mit Protokoll und Akteneintrag: Kollege stachelt intern gegen den Chef, untergräbt seine Position subtil bei Schülern und Kollegen.

    3) Fall geht zur Schulverwaltung, Verweis.

    Spätestens dann würde vermutlich der sich gegängelt fühlende Kollege einen Krankenschein auf unbestimmte Dauer nehmen. Das Geld kommt gefühlt bis zum Sankt Nimmerleinstag. Was hätte dann also die Schulleitung erreicht?


    Zumal die Motivation eines sich derart gegängelt fühlenden Kollegen gen Null geht (—> Buch aufschlagen, arbeiten, Vorbereitung null).

    Wir hatten auch mal so eine Schulleitung. Die Stimmung im Kollegium ging rasant bergab.

    Es gab nämlich dann die Kolleginnen und Kollegen, die selbst sehr ordnungsliebend waren und das Schulsystem befürworteten wie es war. Die waren der Meinung: endlich mal jemand der durchgreift.

    Und es gab die freiheitsliebenden Leute, die sich dann auch schnell bevormundet fühlten - zumal es zuvor auch nicht kontrolliert wurde.

    Es entwickelte sich irgendwie eine schlechte Stimmung: die einen triumphierten gefühlt, weil sie alles normgerecht wie Arbeitsbienen ausführten.
    Die anderen fühlten sich zurück gesetzt und deprimiert.

    Da kann hinzu, dass die Schulleitung sich bei Beschwerden von Schülern in den Unterricht setzte, teils wie im Ref Protokolle für die Stunden verlangte und dann Kollegen eng monitorte. Ganz ätzend.

    Andersrum gefragt:


    Wenn es sowieso keine Beförderung gibt bzw nur für Tätigkeiten, die einen erheblichen zusätzlichen zeitlichen Aufwand erfordern (Erasmus Koordination, Leitung der Lehrbuchsammlung etc.): warum sollte man dann als 13er einen Handschlag mehr tun als nötig und insofern seine Freizeit gratis opfern?

    AGs anbieten, technische Dinge im Blick halten, mit auf Klassenfahrten gehen oder gar solche organisieren… Nö.

    Eigentlich ist die Wartung der Kopierer eine Aufgabe des Schulträgers. Die wird aber, in Grundzügen, auf das Kollegium übertragen. Papier bestellen, Toner wechseln, Konten einrichten.
    Die Person im Kollegium, die das macht, bekommt genau nichts dafür.

    Ich weiß aber, dass ein Kollege, der mit der Ausgabe und rudimentären Wartung der iPads betraut ist, dafür eine A14 bekommen hat.

    Hey zusammen,


    sagt mal, kann eine Schulleitung eigentlich in NRW frei darüber entscheiden, nach welchen Kriterien sie eine Beförderungsstelle ausschreibt?

    Kann man sagen, wie lange es im Schnitt dauert, bis mal jemand von 13 auf 14 kommt bzw ob eine Menge Kollegen lebenslang bei 13 stehen bleiben?

    Wären die Mitarbeit im Team Schulentwicklung oder die Wartung der Kopierer jeweils schon Tätigkeiten, die mit einer 14 bedacht werden können?

    Bei uns ist es so, dass die Ausfallstunden, die nicht mit einer Klausur belegt sind, also zB bei einer Konferenz, als eigenverantwortliches Lernen gekennzeichnet sind. Die Idee ist, den SuS dann Aufgaben zu geben, die sie selbständig lösen sollen. Diese werden dann in einer Folgestunde besprochen.

    So könnte man formal wohl auch eine Lösung sehen. Dass dann eine vertiefende Übung entfällt, ist bedauerlich, aber nicht zu ändern.

    In Englisch zB wird dann zur Auswahl ein fiktionaler Text (zB Romanauszug) gegeben, während die andere Auswahlmöglichkeit ein nichtfiktionaler Text ist (zB Sachtext/Zeitungsartikel).


    Wenn nun zu dem Thema, so liest es sich, zB nur eine Einführung und ein Zeitungsartikel gelesen wurde, aber kein Romanauszug, würde ich die Lektüre des Romanauszugs in die Ausfallstunden legen. Die Ergebnisse dann rasch in der Stunde besprechen, ggf. eine Musterlösung ausgeben.

    Dass dann eine Wiederholung des Hörverstehens etc entfällt ist bedauerlich, aber wohl auch zu verkraften.

    Du solltest in diesem Zusammenhang unbedingt den für Dich zuständigen Personalrat beteiligen und um Unterstützung des Antrags bitten. Einem ablehnenden Bescheid solltest Du auch widersprechen und dies auch dem Personalrat zur Kenntnis geben? Warum? Weil jede abgelehnte Vorlage zu diesem Thema bei uns auf dem Tisch landet und wir zustimmen müssen. Hat der Kollege nicht zugestimmt, dann haben wir zunächst einmal die Möglichkeit bei der Dienststelle Informationsbedarf anzumelden und dann muss die Dienststelle punktgenaue belegen, warum weshalb, wieso und falls uns das nicht reicht können wir unsere Zustimmung verweigern. Dann muss das auf Ministeriumsebene in Zusammenarbeit mit dem zuständigen HPR geklärt werden.

    Mir sind Schulformen bekannt, bei denen diese Vorgehensweise mehrfach zum Erfolg geführt hat.

    Betrifft das auch Fälle, wo bereits die SL den Antrag nicht befürwortet hat?

    Ich persönlich rechne, trotz der Einbringung des Themas in die politische Diskussion, nicht mit der Abschaffung der Teilzeit, da das Thema selbst in der CDU kontrovers diskutiert wird. Eine Einigung mit der SPD zur Abschaffung wird es nicht geben.

    Und warum konnte dann die TZ bei Beamten so schnell eingeschränkt werden?

    Als ich vor über 10 Jahren meinen Job begann konnte ich eintragen, wie viele Stunden ich machen wollte. Hatte dann 20 eingetragen und mit dem Chef ausgemacht, einen Randtag, Montag oder Freitag, frei zu bekommen. Hat ohne Probleme funktioniert. Es schien mir auch nicht ungewöhnlich.

    Die Rechtslage gestaltet sich (derzeit noch) für Tarifbeschäftigte wesentlich günstiger. Zwar wird die Dienststelle auch hier zunächst versuchen es nicht zu genehmigen. Ein Verweis auf den Rechtsanspruch nach dem Teilzeit und Befristungsgesetz kann hier jedoch Wunder bewirken. Ich glaube einen Arbeitsgerichtsprozess in dieser Anglegenheit fürchtet die Dienststelle wie der Teufel das Weihwasser.

    Interessant.
    Die aktuelle Debatte über TZ in den Medien dürfte ja bekannt sein, Abschaffung des Rechts auf TZ etc.


    Frage: sind die Beamten hier tatsächlich schlechter gestellt, dh dreht sich die öffentliche Debatte um Tarifbeschäftigte, während Beamten das Recht auf Teilzeit einfach entzogen werden kann?

    Bei voraussetzungsloser TZ hat deine alte Schulleitung recht: Die Behörde wird sich bei der Schulleitung im Hinblick auf eine Lehrkraft, die ein von der Schule als Mangelfach deklariertes Fach unterrichtet, zunächst freundlich erkundigen, wie denn ein Mangel herrschen könne, wenn man gutheiße, dass Leute voraussetzungslos in die TZ gehen. Dann wird dieses Fach künftig nicht mehr als Mangelfach gewertet. Insofern hat die alte SL gut daran getan, dich zu ermutigen (ich formuliere es mal positiv), weiter VZ zu arbeiten.

    Und was hat die SL davon, deprimierte Kollegen zu haben?


    Ich verstehe nie die Hörigkeit der SL: die könnten sich doch über Wünsche der Bezreg hinwegsetzen. Argumentieren, dass die TZ befürwortet wird.

    Im Zweifel gibt es dann eben mal keine neue Stelle, dafür aber zufriedenere Kollegen. Und bevor Pflichtunterricht ausfällt, wird sicher irgendeine Vertretungsstelle geschaffen.
    Wo ist dann das Problem, außer, dass der Chef ggf. zu seiner Personalplanung befragt wird?

    Hallo,


    von mir auch eine Nachfrage und zwar zu den Kriterien.

    Folgender Hintergrund: vor einem Jahr wollte ich, Gym NRW, schon mal einen Antrag stellen. Das wurde mir von der damaligen SL ausgeredet. Angeblich könnte die SL dann keine neuen Leute einstellen und er wollte aber noch jemanden für Fach XY haben. Ich hatte dann keinen Antrag gestellt.
    Nun gibt es eine neue SL. Dort erklärte ich vor kurzem mein Ansinnen, ohne das Gespräch vom letzten Jahr zu erwähnen.
    Zur Begründung gab ich einige gesundheitliche Probleme an und einfach eine bessere Work-/life balance haben zu wollen. Auf das gesamte Geld, die rd 4 1/2 t€ jeden Monat, bin ich nicht angewiesen, weniger genügt auch.

    Die SL hörte sich das alles an, verstand auch, aber wirkte nicht so ganz überzeugt. So nach der Devise: Ich muss auch viel arbeiten und Blutdruckmittel nimmt sowieso jeder Zweite.
    Im übrigen würde bei voraussetzungsloser TZ nun nachgefragt seitens der Bezreg und wenn die SL jeden Antrag befürworten würde, würde sie sich unglaubwürdig machen und ggf. irgendwann gar keine Genehmigungen mehr bekommen.
    Der politische Kurs sei: im Zweifel ablehnen. Und das täte dann „irgendeine A9 Kraft“ in der Bezreg nach Vorgabe.

    Ich solle den Antrag stellen, aber wenn nachgefragt würde, könne die SL mir nicht garantieren, dass sie für mich sprechen würde.

    Frage 1: welche Argumentation ist richtig, die von der aktuellen SL oder die von der vergangenen SL?


    Frage 2: was könnte man, außer Teildienstfähigkeit erreichen, noch machen, wenn die Genehmigung versagt wird?

    Eine Verlagerung in Richtung Oberstufe ist schon gemacht worden, aber angesichts teils großer Kurse mit Korrektur sowie der Vorbereitung (Romananalyse etc.) und zahlreichen Nachprüfungen, Erstellung von Feststellungsprüfungen, Prüfungen unter Abiturbedingungen etc. ist der Vorteil, nicht mehr das Geschrei der kleinen Kinder an den Ohren zu haben, einer Ermattung gewichen. Ich habe das Gefühl, teils 6 Tage die Woche nur für die Schule zu leben, mal abgesehen von etwas einkaufen und wenn’s gut läuft mal 1/2h spazieren gehen. Von 8-15:30 Uhr in der Schule, dann vorbereiten, Prüfungen erstellen, korrigieren etc. Irgendwann dann um 21:30 Uhr oder so Schluss zu machen und auf dem Sofa einzunicken. Und das als alleinstehende Person.

    Das kann doch nicht der Inhalt des Lebens sein.

    (…) hinterher kurzer Abgleich und ggf. auf dem Bogen, der rausgegeben wird, nochmal "umkreuzen", daher mit radierbarem Stift schreiben. Prallel protokollieren beide auf Schmierzetteln und ich als Fachlehrer picke mir in der Nachbereitung ggf. aus beiden Schmierzetteln prägnante Punkte raus, die ich zur Nachvollziehbarkeit des Zustandekommens der Note auf den Schülerbogen übertrage. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Beim Inhalt hilft es, zumindest in Teil A die antizipierten Antworten bereits auf den Bogen zu drucken und überwiegend nur abzuhaken.

    Das macht aber Arbeit. Die Ausgabe der bereits fertig angekreuzten Bögen spart die Arbeit.
    Das Hauptproblem ist hier eben auch, dass der Kollege unzufrieden ist, weil seine als intern gedachten Notizen an die SuS gehen, ggf auch mit internen Kommentaren wie „oberflächliches Gerede“ oder dgl oder Rechtschreibfehlern, die in der Eile entstanden.

    Na ja, dann wohl besser abhaken und beim nächsten Mal so machen, wie von ihm und der Mehrheit hier empfohlen wird. Evtl könnte man auch versuchen, die Bögen wieder zu bekommen unter dem Vorwand, sie archivieren zu müssen. Aber wie es so ist: dann gibt es 3/4 der Bögen zurück, und bei 1/4 sind sie verschwunden, dauerhaft vergessen etc. :/

    Ich würde an der Stelle nicht die Originalbögen herausgeben, sondern die Version nach Abgleich zwischen den beiden Kollegen (m/w/d). Bedeutet: Wenn Kollege A 4 Teilpunkte gibt, Kollegin B 2 Teilpunkte, ihr euch in der Mitte bei 3 Teilpunkten trefft, sollten diese 3 Teilpunkte auf der Version stehen, die dem Schüler (m/w/d) nach Bedarf ausgehändigt wird.

    Hier wurden beide Bögen ausgegeben mit dem Ziel, dem Schüler transparent zu zeigen, dass man seine Leistungen diskutiert hat und sich geeinigt hat.

    Allerdings wurde dies von einigen S nicht honoriert, im Gegenteil wurde gemeckert: „Ja, auf dem einen Bogen stehen schon 4 Punkte und dann ist das wieder abgewertet worden. Sie sind doch mein Lehrer, warum haben Sie sich nicht für mich eingesetzt..?“

    Schon irre, da will man Transparenz zeigen und dann gibts von allen Seiten wieder was zu meckern.

    Also wieder ein Beispiel im Sinne von:

    Gut gemeint (= Transparenz herstellen), geht aber nach hinten los (SuS meckern warum Noten von einem K abgewertet, anderer K unzufrieden dass seine persönlichen Notizen rausgegeben werden).

    Tja… habt ihr das denn auf der Fachkonferenz besprochen? Es scheint hier doch ein Problem von mangelnder Absprachr zu sein. Kollege 1 macht es so wie er meint, Kollege 2 hat eine ganz andere Vorstellung und fühlt sich persönlich düpiert.

    Hallo,


    es geht um Kommunikationsprüfungen in der Oberstufe.
    Situation: 2 KuK lauschen den SuS, wie sie ein Bild/Werbung/Karikatur beschreiben und später diskutieren.
    Dazu werden Notizen angefertigt zu Äußerungen der SuS und in einem Bewertungsbogen Kreuze gemacht. Später überlegt man gemeinsam, auf welche Punkte man sich einigt.

    Frage: seht ihr ein Problem darin, die beiden Originalbögen an die SuS herauszugeben?

    Hier wurde das im Sinne der Transparenz gemacht, allerdings war die andere prüfende Person unzufrieden, weil sie nicht wollte, dass ihre persönlichen Notizen an die SuS gehen, ggf sogar in sozialen Medien eingestellt etc.

    Der anderen prüfenden Person war das nicht bewusst und dachte: ja gut, sollen die SuS doch sehen, was geschrieben wurde und wie die Note zustande kommt.
    Natürlich kamen dann Nachfragen/Beschwerden wie: „Wieso habe ich bei dem einen Lehrer 2 Punkte in der Kategorie bekommen, bei dem anderen 5 Punkte und insgesamt nur 3 Punkte?“


    Ergebnis: ein Kollege unzufrieden über die Herausgabe seiner Mitschrift, die SuS versuchen zu diskutieren.

    Wie handhabt ihr das? Einen ins reine geschriebenen Bogen mit Note und Unterschrift rausgeben?

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