Beiträge von Marie_September

    Und da ich langsam Angst habe, dass man mich hier identifizieren könnte: Nein, es gibt natürlich gar kein Mobbing. Das war nur MEINE -selbstverständlich fehlerhafte - Wahrnehmung. Und das, was ich als Mobbing wahrgenommen habe, habe ich selbstverständlich selbst verursacht.

    Wenn ihr versteht 😉

    Das hat keiner gesagt und hier hat auch niemand behauptet, dass du an deiner Situation Schuld bist. Das ist Quatsch.

    Was dir hier vermutlich viele auf den Weg geben möchten ist, dass du dich stark machen kannst und dass es Wege gibt diese Ressourcen noch besser zu nutzen, um selbst aktiv zu werden und dich nicht schutzlos ausgeliefert zu fühlen, denn das bist du nicht.

    Erfahrungsgemäß ist diese Erkenntnis nicht immer schmerzfrei, daher zeigen viele Widerstand wenn man ihnen das sagt.

    Diese hat mir eindeutig gesagt, dass man selbst KEINEN Anteil an der Situation hat. Das man selbst bei Fachleuten, die zu wenig dahingehend geschult sind, aufpassen muss. Wenn man anfängt zu glauben, man hätte selbst schuld (was dich das Mobbingsystem übrigens glauben lassen möchte.) Dann kannst du direkt einpacken und nach Hause gehen.

    Du haust da etwas durcheinander. Die Frau meinte vermutlich dass niemand Schuld an der Situation hat und es nicht zu rechtfertigen ist. Dass du keinen Anteil an der Situation hast, das halte ich aber für gewagt. Jedes Mobbingopfer hat immer einen Anteil. Auch ich bei meiner Problematik, was nicht mit Schuld gleich steht. Anteil ist nicht Schuld und ich denke, dass es das ist, was die Psychologin meint.

    Anteil heißt hier, dass es einen Auslöser gab.

    Warum ist der Bedarf dort besonders hoch....? Da kann jetzt jeder mal selbst drüber nachdenken.

    Auch das würde ich so nicht unterschreiben.

    Es gibt Schulen, da will eben keiner hin, weil sie in bestimmten Regionen oder Ecken liegen. Weil dort nichts los ist, weil die Anbindung schlecht ist usw.

    Und es gibt Schulen, die haben schlichtweg verpennt sich um Nachwuchs zu kümmern. Deshalb sind aber nicht automatisch alle Kollegen schlecht.

    Nicht an jeder Schule, an der der Bedarf hoch ist, wird automatisch gemobbt auf Teufel komm raus. Vielleicht ist das Schülerklientel auch einfach anstrengend, vielleicht liegt die Schule im Nirwana. Aber von hohem Bedarf gleich auf Mobbing zu schließen ist sehr voreilig.

    Im Übrigen wird auch nicht jeder an einer Schule mit schlechtem Klima gemobbt und das ist das interessante.

    Mich hat es recht schnell getroffen, andere Kollegen dagegen nicht.

    Warum? Weil ich oftmals viel zu viel mit mir machen lasse, keine Grenzen setze, nicht nein sage und weil ich noch dazu nur an 2 Tagen die Woche dort war. So nach dem Motto "Jetzt kommt da eine von außen und schaut in unser System"

    Ich wurde an die Schule, an der ich gemobbt werde abgeordnet. Heißt, ich bin nur 2 Mal dort pro Woche. Das bietet wenig Konstanz und viel Raum, um den Frust dahin zu verschieben, wo jemand relativ weit unten in der Hierarchie steht.

    Ich habe bei deinen Beiträgen das Gefühl, dass du durch das Mobbing sehr sensibel geworden bist, was die Deutung angeht. Das ist ein typisches Problem, wenn man das zu oft erlebt.

    Lies nochmal genau, was du geschrieben hast und überlege, was "liegt die Mobbingquote bei 110 Prozent" bedeutet.

    Was soll mir der wenig aussagekräftige Satz sagen? Ich habe eher das Gefühl, dass du mich offensichtlich missverstehst, An meinen Ausführungen gibt es nichts erneut zu lesen. Dazu stehe ich und es würde mich sehr verwundern, wenn dir das nicht bekannt ist.

    Wie das? Kommen da Leute aus externen Mobbingagenturen extra in die Einrichtungen?

    Es ist allgemein bekannt, dass der soziale Bereich die höchste Mobbingquote hat, Herr Schmidt. Das hat primär auch damit etwas zu tun, dass sich viele psychisch angegriffene Menschen offenbar selbst therapieren möchten und dann auf andere stoßen und es dann Probleme gibt.

    Manche bringen außerdem eigene belastende Erfahrungen mit und haben den Beruf gewählt, weil sie anderen helfen möchten. Problematisch wird es dann, wenn sie die Erfahrungen vorher nicht bearbeitet haben.

    Ich bin seit Jahren dafür, dass es strengere Aufnahmeverfahren für sämtliche psychische

    Ganz ehrlich: Mein Kontingent an Therapie ist aufgrund der vorherigen Mobbingerfahrung ausgeschöpft. Man bekommt ja nicht unbegrenzt Dinge bewilligt. Hab übrigens die erste Absage erhalten. Scheinbar war ich zu eingeschüchtert im Gespräch. Ich hoffe ich finde überhaupt was und falle nicht auf Bürgergeld. Noch kann ich meine Entlassung zurückziehen. Aber dort weiter zu arbeiten, ist ja auch keine Option.

    Ich rede von einer Verhaltenstherapie und vermutlich wird es nur dann besser werden.

    Du nimmst deine bisherigen Erfahrungen indirekt immer mit und sie werden sich dahingehend auch auf neue Jobs auswirken.

    Generell finde ich dein neues Lebenskonstrukt Kündigen und im Extremfall lieber Bürgergeld empfangen anstatt als Lehrer zu arbeiten sehr gewagt. Ich drückte dir wie alle anderen natürlich auch die Daumen, dass du endlich glücklich und zufrieden bist, denke aber, dass du ein bisschen vor dir selbst wegläufst und eine Entlassung die Probleme nur verschiebt.

    Wenn das jetzt einmal so passiert dann kann man sagen wechsle die Schule. Ist es aber immer wieder so, dann bleibt die Frage, ob man das therapeutisch nicht noch ausgiebiger bearbeiten sollte.

    Mal eine Reha oder Kur probiert? Oder eine Klinik?

    Du scheinst mir dadurch derart kaputt zu sein, dass ich nicht denke, dass ein Jobwechsel automatisch alle Probleme löst.

    Kenne selbst jemanden im Umfeld, die das erlebt hat. Es war eine Person, die viel Geld in ihre Kleidung gesteckt hat und auch sonst sehr penibel war und meines Erachtens eigentlich auch immer sehr schick und gut gekleidet wirkte. Sie bekam beim Kleidungsstil eine 5. Das ist natürlich bitter.

    Ernsthaft, ich würde darauf nichts geben. Klar ist es verletzend. Keine Frage, aber solange es nur Noten sind und nicht komplett ausufert würde ich mir überlegen, ob ich Stunden auf der Polizei aufbringe, um einen Strafantrag oder ähnliches zu stellen.

    Ich habe gelernt, dass gerade Schülerinnen in der Oberstufe oftmals gar nicht wissen, was sie da anrichten und dass sie unreifer sind, als man annehmen mag. Da passt vielleicht irgendjemandem deine Nase nicht, der in der Klasse viel Mitsprachrecht hat und zack entsteht sowas. Ich hatte eine ähnliche Situation. Bei mir haben einige Schüler mit einer Kollegin, die mich hasst Listen gegen mich geschrieben. Es war aber nicht die ganze Klasse sondern nur einzelne, die sich benutzen ließen und die Absicht nicht durchschaut haben.

    Es gibt Schulen, die wegen solcher Problematiken mittlerweile Abizeitungen unterbinden und ehrlich gesagt kann ich es verstehen.

    Dass Mobbing nicht an den Persönlichkeitseigenschaften der Gemobbten liegt, wird schnell klar, wenn man sich mal überlegt, wer alles nicht gemobbt wird in so einem System - die unmöglichsten Leute. Oft wurden schon lange Leute dort gemobbt, bevor man selbst ausgeguckt wurde.

    Das würde ich so nicht unterschreiben.

    Es gibt verschiedene Bedingungen in einem System, die Mobbing begünstigen, aber auch gewisse Persönlichkeitseigenschaften. Fällt das aufeinander hat man die dementsprechende Mobbingsituation.

    Da Mobbing einen relativ schnell sehr krank machen kann, kann es sehr sinnvoll sein, entschlossen die Flucht zu ergreifen, solange man noch gesund ist.

    Auch das klingt schön, ist aber nicht immer ohne weiteres realisierbar. Ja, man kann sich wegbewerben, aber nicht immer klappt das sofort und man hat ja auch gesellschaftliche Zwänge oder Verantwortungen, wegen der man nicht überstürzt kündigen kann (Kind etc.)

    Ich habe inzwischen das Vertrauen in das System verloren. Klar kann man sagen, wenn dir das mehrfach passiert, schau dich genauer an. Aber ganz ehrlich, an einer Schule, wo ich war, ging es mehreren Personen so und da kann mir keiner erzählen, dass das in irgendeiner Form "schwache" Persönlichkeiten waren.

    Daher würde ich dir therapeutische Hilfe empfehlen, denn das macht ja etwas mit einem.

    In irgendeiner Form werden auch diese Personen suggeriert haben, dass man es mit ihnen machen kann.

    Das Ding ist: Du sagst, es liegt am System. Wenn es danach ginge dürftest du aber gar nicht mehr im sozialen Kontext arbeiten. Da würde ich dann eher empfehlen von vornherein eine Tätigkeit auszusuchen bei der man von Beginn an alleine tätig ist.

    Ob das dann mit deinen Kompetenzen harmoniert ist dann wieder eine andere Sache.

    Wie gesagt, im sozialen Bereich, egal ob Lehrer, Erzieher, Pfleger liegt die Mobbingquote bei 110 Prozent.

    o, wie du es schilderst, ist die aufnehmende Schule unterversorgt, da mehrere Lehrkräfte ausgefallen sind.
    Mehrere Sachen führen dazu, dass die Stundenverteilung mehrfach verändert werden musste.
    Es gibt Kurse/Klassen die dringlicher versorgt werden müssen und deshalb zuerst bedacht werden. Bei uns wäre das der Fall, wenn es schon zuvor zu Ausfällen gekommen ist und man sich dann mehr Stabilität in diesen Klassen verspricht.

    Exakt. Genauso ist es.

    Selbst wenn Mobbing vorliegt und selbst wenn du irgendwann alle hier im Forum davon überzeugt haben solltest, offenbar hat niemand an deiner Schule ein Interesse daran, dir irgendwie länger entgegen zu kommen oder mit dir mehr als nötig zusammenzuarbeiten. Du trittst dort offenbar selbst unverschämt und unfreundlich auf, dass sich wohl keiner mehr für dich einsetzen wird.

    Mir tust du tatsächlich Leid, auch aus der anonymen Ferne ist es schlimm, dir dabei zuzugucken, wie du dich immer tiefer in die Scheiße reite

    Ich muss hier niemanden von irgendwas überzeugen. Ich stelle meine Position dar. Ob Winnetou5 oder Schneeglöckchen92 und Sumpfdotterblume 2000 die schön finden oder teilen ist ihre Entscheidung.

    Und bezüglich des Kommentars fasst du dir mal besser an die eigene Nase. Dein Verhalten hier im Forum ist in mehreren Beiträgen an Unverschämtheit nicht zu toppen wie auch schon andere gemerkt haben.

    Wie ich in der Schule auftrete kannst du nicht beurteilen, da wir uns nicht kennen. Du stellst Mutmaßungen auf, die du nicht belegen kannst.

    Ansonsten weiß ich nicht was mit tiefer in die Scheiße reiten gemeint wird. Aber offenbar scheinst du da reichlich Erfahrung zu haben.

    Ob das ganze nun fair oder sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Aber ich denke, dass das die Gründe, warum Du von der Schule nicht wegkommst. Deine einzige Chance ist wahrscheinlich eine BEM mit einer offiziellen Vereinbarung und Aussage des Amtsarztes, dass eine Versetzung notwendig ist.

    Ja.

    Problem ist nur: Man hat mich nicht zum Amtsarzt einbestellt.

    Mir fällt in diesem Zusammenhang auch noch eine Privatschule ein oder auch eine städtische Schule (gibt es bei uns, die städtischen Berufsschulen).

    Was meinst du mit städtische Schule?
    Die Privatschulen bezahlen so schlecht, dass selbst mein erst gelernter Job attraktiver wäre.

    Und ja. Hab mich ja deshalb schon im anderen BL beworben.

    Hm. Man kann auch selbstbewusste Menschen mobben, wenn man will. I

    Ich würde dir ein Coaching empfehlen.

    Selbstbewusste Menschen werden deutlich seltener gemobbt und das ist kein Vorwurf, sondern eine leidliche Erfahrung, die ich gemacht habe.

    gesagt, dass ich das so nicht möchte. Genützt hat es nichts, die Dynamik lief weiter bis zur kompletten Eskalation.

    Das ist auch nicht verwunderlich, denn bei der Formulierung geht es los.

    Mobbern sind bitte und danke und was du möchtest meist herzlich egal.

    Besser: "Ich toleriere nicht, dass du so mit mir umgehst. Stellst du es nicht ab, wird dein Verhalten Konsequenzen haben und ich werde mir Unterstützung von höherer Stelle suchen."

    Meist wird dann erstmal erstarrt und klein beigegeben.


    Immerhin bin ich langsam Experte für Mobbing.

    Du bist Experte in Sachen leidvolle Mobbingerfahrung, aber nicht Experte wie man damit umgeht. Das ist ein Unterschied. Ansonsten würde das Problem nicht immer wieder auftreten. Und da hat irgendjemand, der das hier sagte recht.

    Mobbing tritt bei den gleichen Leuten vermehrt auf, weil sie keine Grenzen setzen. Auch Grenzen setzen, muss man wie ich heute weiß lernen.

    Könntest du bitte aufhören? kann man sich da leider getrost abschminken.

    Ich bin auch so eine, die viel zu viel mit sich machen lässt und noch eine Chance und noch eine Chance gibt, anstatt mal klare Ansagen zu machen. Ich setze keine Grenzen und dann wird gedacht, dass man es mit mir machen kann. Wenn ich diese dann setze, wird meist grantig reagiert, was mich oft abgeschreckt hat, aber mir im Nachhinein gezeigt hat, wer es mit mir gut meint und wer nicht.

    Das hast du ja jetzt gut zusammengefasst und jetzt ziehst du deine Konsequenzen daraus.

    Da liegt das Problem.

    Die Konsequenzen ziehe ich schon seit Monaten, aber man möchte mich nicht gehen lassen und hält mich weiter im Foltergriff.

    Ich dachte damals, okay. Wenn ich jetzt das Gespräch mit Schulaufsicht, BEM usw. suche, dann muss sich was bewegen. Dann müssen sie die Abordnung auflösen. Spätestens bei dem Gespräch. Aber nichts.

    Im Gegenteil. Man machte mir klar, dass die Abordnung dann mindestens noch 1 Jahr laufen würde und gefühlt schienen alle Instanzen eng miteinander verbandelt zu sein.

    Es macht mich krank, ich falle aus. Ich frage mich ernsthaft was mir als nächstes noch passieren muss, damit diese Abordnung aufgelöst wird?

    Wenn ich hier so lese und auch im Internet lese wie schnell Abordnungen normalerweise aufgelöst werden, wenn Arbeitnehmer langsam aber sicher psychisch daran kaputt gehen, stelle ich mir die Frage, was das soll?

    Angeblich haben wir ja Lehrermangel. Offenbar hat man aber kein Interesse mich als Arbeitskraft zu erhalten.

    Supervision: Also bei mir waren die Supervisionssitzungen anders. Hier wurden Probleme eines einzelnen aus dem schulischen Kontext (aus dem Bereich Schüler, Eltern, Lehrer, Schulleitung usw.) besprochen. Die Probleme beinhalteten keine Konflikte der Teilnehmer untereinander. Zuerst wurde gefragt, welche Probleme die einzelnen Leute besprechen wollten.

    Und genauso kenne ich es auch.

    a, ich war schon bei mehreren (bzw. bei einer mehrteiligen, ist in der Regel so) und wie angedeutet, ich war in einem Ausbildungssetting, wo dies auch praktiziert wurde, bzw. wir zum Teil erproben durften.
    Klar können Sachen auf den Tisch kommen, aber es ist NICHT das Ziel und es sollte unterbunden werden.

    Das beißt sich sehr mit Caros Erfahrungen und auch mit meinen.

    Klingt nicht nach Superivision.

    Supervisionsrunden sind eben NICHT dafür da, Sachen auf den Tisch zu legen.
    Sondern (zum Beispiel) Teambuilding zu unterstützen, Arbeitsprozesse zu optimieren und zu unterstützen, latente Konflikte durchaus an die Oberfläche bringen, aber für das Lösen müssen 1) die Personen das FREIWILLIG machen (sonst bringt es nichts), 2) muss das auch ausgelagert werden.

    Natürlich legt man bei der Supervision auch Geschehenes auf den Tisch.

    Warst du je bei einer?

    Und ja. Natürlich ist das freiwillig.


    "Supervision ist eine professionelle, lösungsorientierte Beratungsmethode zur Reflexion und Verbesserung beruflichen Handelns. Sie ermöglicht Einzelpersonen, Teams und Organisationen einen Perspektivwechsel aus der Meta-Ebene, um neue Handlungsalternativen zu entwickeln und berufliche Herausforderungen gezielt zu bewältigen. "

    Ich verstehe bei der ganzen Sache überhaupt nicht, warum die Schule die TE gleichzeitig loswerden will, aber offenbar dennoch braucht.
    Klär mich bitte auf Marie_September : Was wollen die da deiner Ansicht nach von dir?

    Na, weil man Macht suggerieren und ausüben möchte.

    Ich muss vielleicht etwas ausholen und eventuell hast du es nicht gelesen. Ich wurde anfangs angefordert, weil man bei zwei Gymnasialklassen und anderen Azubiklassen den Unterricht abdecken wollte und wurde abgeordnet. Das lief eine Weile auch gut. Dann sollte ich ein Fach unterrichten, in dem sich Kollegen festgebissen hatten und die witterten Rivalität gegen mich. Sie brachten die SuS gegen mich auf, denn sie wollten mich dort aus dem Fachbereich weghaben. Die Kollegin, die bisher dort unterrichtet hatte war mit ihnen best friends. Ich wurde dort aber eingesetzt und hatte mir das nicht ausgesucht.

    Irgendwann schwärzten sie mich bei der Schulleitung an. Da mich die sowieso nicht leiden konnte und mir das auch zu verstehen gab (Hospis etc), sollte ich dort antanzen, weil angeblich Schüler und Kollegenbeschwerden und Elternbeschwerden existierten.

    Es spulte sich immer weiter hoch.

    Ich bekam aufgrund der ganzen Maschinerie einen CU Schub und wurde länger krankgeschrieben.

    Es wurde auf Initiativen mehrerer ein großes Personalgespräch anberaumt, bei dem man mich mundtot machte und bei dem mir der SL mitteilte, dass ich nun nicht mehr die Gymnasialklassen unterrichten würde, weil ich angeblich so lange gefehlt hatte und nun den Part einer Kollegin übernehmen soll die mit den Klassen, die ich nächstes Schuljahr kriegen soll ein Burnout bekommen hat. Für die Gymnasialklassen hätte man nun jemanden gefunden. Ich landete also bei den schlimmsten Klassen.

    Ich mag jetzt nicht alles aufschlüsseln. Fakt ist, es sind massive Schikanen.

    Versetzungsgesuche wurden bislang abgelehnt, weil ich angeblich dringend wegen der Kollegin einspringen sollte. Zuerst wegen der Gymnasialkollegin, die schwanger war, dann jetzt wegen der anderen.

    Für mich entsteht aus der ganzen Sache der Eindruck, dass man sich einen Sündenbock gesucht hat und scheinbar Spaß empfindet Macht auszuüben anstatt mich einfach gehen zu lassen.

    Mein SL der Stammschule entzieht sich dessen.

    Und warum hat ein Schulleiter einer Abordnungsschule so viel Macht ?

    Das hattest du ja bereits per Mail gefragt und ich hatte es ausgiebig erklärt.

    Leute die mobben wollen, mobben. Die brauchen keinen Grund dazu.

    Das stimmt so nicht. An selbstbewusste Menschen trauen sich Mobber viel weniger ran. Es stimmt zwar, dass es nicht immer einen Grund geben muss, aber dennoch gibt dir ein selbstbewusstes Auftreten weniger Spielraum für andere dich fragwürdig zu behandeln.
    Glaub mir, ich weiß wovon ich rede. Vor meinem langen Krankenstand war es so schlimm, dass die Schüler ansgestachelt worden Listen über mich zu schreiben.

    Mediatoren sollten Mediation machen.

    Das ist korrekt und war ein Schreibfehler meinerseits.


    Wenn ich so auf mein Lehrerleben zurückblicke, wurde ich auch schon von Kollegen "geärgert" oder sie versuchten mich zu ärgern. Auf mir hat sogar einmal eine Kollegin richtig rumgehackt und rumgespöttelt, weil ich ja sooo engagiert wäre. Die hat mich dermaßen weich geklopft, dass ich das Gespöttele nur mit Hilfe abstellen konnte.

    Bei Mobbing gehts nicht um mal ärgern. Es muss sich über einen langen Zeitraum erstrecken, wohl mindestens 6 Monate.


    Bezüglich Supervision im Schulbereich habe ich die gegenteilige Erfahrung gemacht:

    Ich war in unterschiedlichen Supervivionsgruppen: einmal auf Schulamtsebene und einmal auf Schulebene, habe mit drei unterschiedlichen Mediatoren Erfahrungen. Die Teilnahme war immer freiwillig, teilweise mit Kosten verbunden.

    Zum einen kommt es auf den Mediator an: Am hilfreichsten war der Supervisor bzw. die Supervisorin, der unterschiedliche Lösungsstrategienmethoden aufweisen konnte und auch lösungsorientiert ausgebildet war.

    Wo lebst du denn, dass Supervision im schulischen Kontext gibt?

    Ich würde mir sowas sehr wünschen.

    Zwei meiner Kollegen sind zur Mediation verdonnert, aber ich habe jetzt schon über Umwege erfahren, dass sie sich wohl weigern.

    Man muss jemanden finden, der sich damit wirklich auskennt und darauf spezialisiert ist. Und das ist gar nicht so einfach. Selbst bei Fachleuten. Ganz oft wird jemand, der Mobbing erfahren hat, nach seinem eigenen Anteil gefragt. Dabei ist der Charakter von Mobbing, dass das "Opfer" so darstellt wird, als wäre es inkompetent und hätte alles selbst verursacht.

    Das ist korrekt. Ist die Lage sehr verfahren, kann man nur gehen.

    Ich würde aber tunlichst vermeiden zu denken, dass es auf der anderen Seite immer grüner ist und nur der Lehramtsbereich betroffen scheint. In jedem sozialen Bereich hast du eine Mobbingquote von 110 Prozent. Nur als Förster im Wald oder Bestatter hast du vielleicht davor deine Ruhe.

    Ich kann nichts dazu sagen, weil ich natürlich noch nicht in dem Bereich arbeite, aber die Supervisionen sollen dort regelmäßig mit einer höheren Frequenz stattfinden. Außerdem sind die Aufgabenbereiche klarer abgesteckt.

    Ich möchte dir von meiner Supervisionserfahrung eins mit auf den Weg gehen. Hüte dich vor der Annahme, dass du alles ehrlich auf den Tisch legen kannst. Am Ende des Tages sind es deine Kollegen mit denen du weiter arbeiten musst. Ich habe sehr oft erlebt, dass man sich gerade bei der Supervision kräftig die Taschen füllt.

    Das finde ich jetzt doch etwas unverschämt. Ich sehe das so, um Deine Aussage aufzugreifen, weil es sachlich zutrifft, nicht weil ich eine bestimmte Funktion innehabe. Ich sehe das so, weil ich Ahnung von der Materie habe, die Du - und das ist rein deskriptiv und nicht inkriminierend gemeint - nicht haben kannst.

    Das kannst du finden wie du willst. Hier gibt es viele Planer und die Aussage, dass das in meinem Fall Zufall wäre könnte ich genauso anmaßend und unverschämt finden.

    Allein und ohne bisherige Vorkommnisse würde ich auch sagen: Ja, okay. Ging eben nicht anders. Kein Thema.

    Hier ist der Hintergrund aber ein anderer. Er ist vorbelastet und bereits einige Schikanen passiert und es ist schon einmal aufgetreten. Es ist also durchaus so, dass der Schulleiter schaut, wo er mir eine reinbraten kann (zumindest in meinem Fall).

    Und nein. Natürlich unterstelle ich das Kollegen per se nicht.

    Hier wusste aber der SL schon im Personalgespräch bestens über meinen sehr schlechten Einsatz Bescheid und hat mir freudestrahlend verkündet, welche Klassen ich nicht mehr habe. Es ist also zwecklos mir einreden zu wollen, dass er das Unschuldslamm in Persona ist.

    Schön, dass du nicht so eine fragwürdige Person wie mein SL bist. Trotzdem macht es das in Hinblick auf den SL nicht besser.


    Wie können wir dir hier im Forum noch weiterhelfen?

    Fortlaufende Beratung, denn der Krieg scheint ja erst vorbei zu sein, wenn ich an eine neue Schule wechseln darf.

    Naja ich hatte schon Bewerbungsgespräche. Gehalt ist natürlich deutlich weniger. Und ob es mir da gefällt, sehe ich natürlich in der Probezeit.

    Und wegen dem Antrag auf Entlassung. Den muss man ja jeweils schon zum Ende des Halbjahres stellen um sicher zu gehen, dass dem auch entsprochen werden kann. Weil direkt im Schulhalbjahr ist deutlich schwieriger, habe ich mir sagen lassen. Also wenn nicht jetzt, wann sonst?

    Ob da auch gemobbt wird. Möglich, aber wie gesagt es gibt dort Supervisionen und notfalls kündigt man und sucht etwas anderes. Ich will nicht glauben, dass man wirklich ÜBERALL gemobbt wird. Konflikte, ja. Aber die können ja auch konstruktiv gelöst werden. Habe ich an einer Schule, an die ich abgeordnet wurde, erlebt. Aber dort konnte ich leider nicht dauerhaft bleiben, weil kein Bedarf war.

    Nichts für ungut, aber ich glaube, du stellst dir das zu blumig vor.

    Supervision heißt, es kommt alle Jubeljahre mal ein Mediator vorbei, wo dann alle wie im Kindergarten im Kreis sitzen und nacheinander ihre Probleme vortragen und man gemeinsam überlegt, wie man vorgehen kann. Das kann funktionieren. In den wenigstens Fällen tut es das dann aber, weil Job eben Job ist und deine Arbeitskollegen nicht deine Freunde. Ich selbst halte es für einen großen Trugschluss zu glauben, dass man mit Supervision automatisch ein erstklassiges Kollegenklima hat. Im Gegenteil. Ich habe früher schon Supervisionen erlebt, bei denen man den Raum wechseln musste, weil sich einige Teilnehmer fast an die Gurgel gegangen sind.

    Nur zu kündigen, weil einem im Job immer wieder Mobbing begegnet finde ich gewagt.

    Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass es meist Menschen (mich eingeschlossen) trifft, die lieb und nett sind und keine Grenzen setzen.

    Das merken fiese Menschen und die sind leider überall.

    Bist du dir sicher, dass dir der Lehrerjob nicht mehr gefällt?

    Das mit den "schlimmen Klassen" mag in der Tat noch angehen. Aber das mit der ersten Stunde nicht zwingend. Da fühle ich mich als Planer nicht angegriffen sondern stellen nüchtern fest, dass Dir da mangels Erfahrung der Einblick fehlt und Du infolgedessen keine belastbaren Aussagen dazu treffen kannst. (Stichwort 82 Millionen Kanzler, 82 Millionen Bundestrainer...)

    Was die Sekretärin betrifft, so fände ich das Verhalten auch merkwürdig. Hast Du sie mal gefragt, warum die Meldung noch nicht rausgegangen ist - ein gewisses Maß an Bearbeitungszeit natürlich vorausgesetzt...

    Wie soll ich sie denn fragen, wenn ich sie nicht erreiche und sie nicht abnimmt? Vermutlich bekomme ich dann kein Geld. Ich schreibe noch eine Mail mit Fristsetzung und dann wurde alles getan, was ging. Der BPR ist ja in den Ferien nicht erreichbar wie mir gesagt wurde.

    Und nein. Natürlich siehst du das mit der Planung so. Du bist ja offenbar selbst Schulleiter.


    Übrigens: Ich habe in diesem Schuljahr schon mehrere Tage damit verbracht, Lehrerpläne zu optimieren. Ich setze mich jetzt gleich wieder dran. Eigentlich könnte ich es lassen. Die Schülerpläne sind ok. Trotzdem mache ich es. Und auch wenn es schwarze Schafe unter den Planern gibt bin ich sicher, dass andere Planer auch so viel ihrer Zeit in diese Planung stecken.

    Wie gesagt. Das mag bei dir so stimmen. Streite ich auch gar nicht ab. Bei mir aber nicht.

    Ich hatte schon Januar/Februar eine ähnliche Situation Plötzlich sollte ich mehr Stunden bekommen. Ich bin direkt zum Planer gegangen. Den zu erreichen ist ja schon eine Kür an sich. Nach dem dritten Mal klappte es dann und er hatte sich nicht eingeschlossen. Ich fragte ihn, was es damit auf sich hat, dass ich jetzt noch eine Klasse bekommen soll. Sein Kommentar: Anweisung vom Chef (SL).

    Das zu diesem Thema.

    Er sagte mir unmittelbar, er könnte da nichts machen. Der Chef hätte das angewiesen, dass er die Stunden drauf planen soll.

    Er hat dann beim SL nachgefragt, der aus seinem Zimmer nach unten kam, mir fast bösartig "Hall Frau September" entgegen zischte und mir dann die Tür vor der Nase zumachte, um mit dem Planer zu reden.

    Die Klasse bekam ich dann trotzdem. Der Planer legte dann aber eine andere zusammen, sodass diese Stunden entfielen.

    Will damit sagen: Ja. Der SL ist mit mir auf Kriegsfuß und er lässt nichts ungetan, um seine Macht auszuspielen.

    Es tut mir ja ehrlich leid, dass sich einige Planer oder Schulleiter dadurch jetzt auf den Schlips getreten fühlen und das auf sich als Symptomträger übertragen, aber ihr seid damit nicht gemeint. Ihr macht vermutlich einen guten Job.

    Hier ist es aber in der Tat so, dass sich immer neue Spielchen überlegt werden, um mich auszubremsen und auszusteuern. Das mit den Klassen ist ja nicht das einzige, was vorgefallen ist.

    Ich erinnere an die vielen anderen Dinge.

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