Undank ist der Welten Lohn.
Großes Gespräch- Anwalt erforderlich?
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Da du unbefristet Beschäftigt bist, bewirb dich doch irgendwo auf eine Planungsstelle! Das es wirklich nicht schwer! Ich weiß selbst nicht warum immer alle stöhnen!
Und dann ist Payback-Time.
Fast schon Hollywoodreif
Filmtitel:Dann ist September - Eine Frau rechnet Rache!
Weil im September kommen die neuen Stundenpläne und rechnet Rache wegen Rechnen von Stundenplänen - you know.
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Hä? Was ist daran schwer? Du gibst einer alleinerziehenden Mutter, die schriftlich darum gebeten hat und die die Schulleitung hasst auf Bitte des Schulleiters eben alle ersten Stunden und teilst ihr die beschissensten Klassen zu. Sorry an alle Planer, die sich damit angegriffen fühlen, aber selbst ich als Nicht-Planerin könnte das easy bewerkstelligen. Das ist ja nun auch kein Hexenwerk.
Ich rede eher davon, dass es nicht so einfach ist, sich versetzen zu lassen. Man kann nicht einfach sagen, ich gehe eine andere Schule, wenn man verbeamtet ist. Und die SL kann auch nicht einfach jemanden rauswerfen.
Ich bin ja relativ knapp vor den Ferien wieder aus dem Krankengeld gekommen und meine Schule müsste dies der Gehaltsstelle melden. Ich habe bereits 2 Mal bei der Stelle angerufen. Obwohl ich die Sekretärin mehrfach bat ist keine Meldung rausgegangen. Wenn ich viel Glück habe sitze ich für diesen Monat ohne Geld da. Mittlerweile hat der Mitarbeiter das Sekretariat angeschrieben, aber es kommt nichts zurück.
Das tut mir leid. Mein Tipp für Dich ist, dass Du für solche Fälle einen ausreichenden Notgroschen aufbaust, um sowas abzufangen.
Woher weißt Du denn, dass die Meldung nicht rausgegangen ist?
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Ich rede eher davon, dass es nicht so einfach ist, sich versetzen zu lassen. Man kann nicht einfach sagen, ich gehe eine andere Schule, wenn man verbeamtet ist. Und die SL kann auch nicht einfach jemanden rauswerfen.
Ich bin aber nicht verbeamtet.
Woher weißt Du denn, dass die Meldung nicht rausgegangen ist?
Ich hatte einen ganz lieben Mitarbeiter am Telefon, den ich insgesamt 3 Mal angerufen hatte.
Einmal um höflich nachzufragen, weil ich bei der Schule niemanden erreicht hatte und meine Lesebestätigung nicht bestätigt wurde. Da sagte er, dass keine Info angekommen sei. Wir geben der Sache nochmal Zeit.
Als ich dann beim zweiten Mal nachfragte sagte er, dass er an meine Schule eine Mail schreibt.
Beim dritten Mal meinte er, dass die Sekretärin scheinbar seine Mails ignoriert hat. Er wusste nun auch nicht weiter.
Und na, ja. Lieb gemeint von dir, aber alleinerziehend und Notgroschen ist so eine Sache. Ich hab ja auch Verbindlichkeiten.
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Dann ist September - Eine Frau rechnet Rache!
Ich bin ein friedfertiger Mensch, glaube aber ans Karma.
Da du unbefristet Beschäftigt bist, bewirb dich doch irgendwo auf eine Planungsstelle! Das es wirklich nicht schwer! Ich weiß selbst nicht warum immer alle stöhnen!
Na, ja ich hab noch einen Joker und mir wurde empfohlen doch mit der Schulpsychologin zu sprechen, um da ggf. hinsichtlich neuer Planstelle doch noch etwas zu regeln.
Leider stellen sich Referent und Schulleitung bisher quer. Ich werde angeblich gebraucht und zu kündigen ohne eine feste Stelle zu haben empfinde ich mit Kind eher heikel.
Vor 10 Jahren hätte ich direkt die Kündigung eingereicht, aber jetzt mit Nachwuchs ist das eine andere Situation.
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Wenn Du direkt vor den Ferien wiedergekommen bist, kann es durchaus etwas dauern bis die Meldung rausgeht. 14 Tage gilt allgemein als akzeptierte Bearbeitungszeit. Eventuell ist auch der Schulleiter erstmal im Urlaub und die Stellvertretung weiß nicht, was sie machen soll.
Vielleicht kannst Du deinen Mitarbeiter bei der Gehaltsstelle um eine Abschlagszahlung bitten. Das haben wir schon öfters erlebt, wenn sich Sachen verzögern.
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Hä? Was ist daran schwer? Du gibst einer alleinerziehenden Mutter, die schriftlich darum gebeten hat und die die Schulleitung hasst auf Bitte des Schulleiters eben alle ersten Stunden und teilst ihr die beschissensten Klassen zu. Sorry an alle Planer, die sich damit angegriffen fühlen, aber selbst ich als Nicht-Planerin könnte das easy bewerkstelligen. Das ist ja nun auch kein Hexenwerk.
Das mit den "schlimmen Klassen" mag in der Tat noch angehen. Aber das mit der ersten Stunde nicht zwingend. Da fühle ich mich als Planer nicht angegriffen sondern stellen nüchtern fest, dass Dir da mangels Erfahrung der Einblick fehlt und Du infolgedessen keine belastbaren Aussagen dazu treffen kannst. (Stichwort 82 Millionen Kanzler, 82 Millionen Bundestrainer...)
Was die Sekretärin betrifft, so fände ich das Verhalten auch merkwürdig. Hast Du sie mal gefragt, warum die Meldung noch nicht rausgegangen ist - ein gewisses Maß an Bearbeitungszeit natürlich vorausgesetzt...
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Das mit den "schlimmen Klassen" mag in der Tat noch angehen. Aber das mit der ersten Stunde nicht zwingend. Da fühle ich mich als Planer nicht angegriffen sondern stellen nüchtern fest, dass Dir da mangels Erfahrung der Einblick fehlt und Du infolgedessen keine belastbaren Aussagen dazu treffen kannst. (Stichwort 82 Millionen Kanzler, 82 Millionen Bundestrainer...)
So ist es. Die TE ist sicher nicht die einzige mit diesem Wunsch und irgendwer muss die ersten Stunden nun mal geben. Je nachdem, wie die Schule besetzt ist (viele junge Eltern), kann das eng werden. Allerdings wäre eine Verteilung angebracht. Und eine Bevorzugung von Alleinerziehenden.
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Übrigens: Ich habe in diesem Schuljahr schon mehrere Tage damit verbracht, Lehrerpläne zu optimieren. Ich setze mich jetzt gleich wieder dran. Eigentlich könnte ich es lassen. Die Schülerpläne sind ok. Trotzdem mache ich es. Und auch wenn es schwarze Schafe unter den Planern gibt bin ich sicher, dass andere Planer auch so viel ihrer Zeit in diese Planung stecken.
Und: Durch die vielen Wünsche, die ich realisiert habe, hab ich übrigens einen sehr beschissenen Plan.
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Ist denn die Sekretärin in den Sommerferien durchgängig tätig oder vielleicht schon im Jahresurlaub ?
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Wenn man dich angeblich doch braucht, könnte es vielleicht darum gehen, eine Verbeamtung zu verhindern, da diese angeblich teurer sei ?
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Wenn man dich angeblich doch braucht, könnte es vielleicht darum gehen, eine Verbeamtung zu verhindern, da diese angeblich teurer sei ?
Stand irgendwo, dass eine Verbeamtung in Frage kommt? (Mit einer chronischen Krankheit, die zur Zeit ziemlich hohe Fehlzeiten produziert (ein Amtsarzt wird jetzt nicht schauen, ob der Auslöser an einer Schule sein könnte, wenn der Diagnosegrund die Krankheit ist), halte ich es für schwer, FALLS es überhaupt angedacht war (Warum wäre denn die TE schon unbefristet angestellt?
Darüber hinaus kann es der Schule doch ziemlich egal sein, ob die Person Angestellte oder verbeamtet ist? Beamte sind sogar "interessanter", weil eingeschränktere Rechte. Und bezahlen tut sie das erst recht nicht. -
Das mit den "schlimmen Klassen" mag in der Tat noch angehen. Aber das mit der ersten Stunde nicht zwingend. Da fühle ich mich als Planer nicht angegriffen sondern stellen nüchtern fest, dass Dir da mangels Erfahrung der Einblick fehlt und Du infolgedessen keine belastbaren Aussagen dazu treffen kannst. (Stichwort 82 Millionen Kanzler, 82 Millionen Bundestrainer...)
Was die Sekretärin betrifft, so fände ich das Verhalten auch merkwürdig. Hast Du sie mal gefragt, warum die Meldung noch nicht rausgegangen ist - ein gewisses Maß an Bearbeitungszeit natürlich vorausgesetzt...
Wie soll ich sie denn fragen, wenn ich sie nicht erreiche und sie nicht abnimmt? Vermutlich bekomme ich dann kein Geld. Ich schreibe noch eine Mail mit Fristsetzung und dann wurde alles getan, was ging. Der BPR ist ja in den Ferien nicht erreichbar wie mir gesagt wurde.
Und nein. Natürlich siehst du das mit der Planung so. Du bist ja offenbar selbst Schulleiter.
Übrigens: Ich habe in diesem Schuljahr schon mehrere Tage damit verbracht, Lehrerpläne zu optimieren. Ich setze mich jetzt gleich wieder dran. Eigentlich könnte ich es lassen. Die Schülerpläne sind ok. Trotzdem mache ich es. Und auch wenn es schwarze Schafe unter den Planern gibt bin ich sicher, dass andere Planer auch so viel ihrer Zeit in diese Planung stecken.
Wie gesagt. Das mag bei dir so stimmen. Streite ich auch gar nicht ab. Bei mir aber nicht.
Ich hatte schon Januar/Februar eine ähnliche Situation Plötzlich sollte ich mehr Stunden bekommen. Ich bin direkt zum Planer gegangen. Den zu erreichen ist ja schon eine Kür an sich. Nach dem dritten Mal klappte es dann und er hatte sich nicht eingeschlossen. Ich fragte ihn, was es damit auf sich hat, dass ich jetzt noch eine Klasse bekommen soll. Sein Kommentar: Anweisung vom Chef (SL).
Das zu diesem Thema.
Er sagte mir unmittelbar, er könnte da nichts machen. Der Chef hätte das angewiesen, dass er die Stunden drauf planen soll.
Er hat dann beim SL nachgefragt, der aus seinem Zimmer nach unten kam, mir fast bösartig "Hall Frau September" entgegen zischte und mir dann die Tür vor der Nase zumachte, um mit dem Planer zu reden.
Die Klasse bekam ich dann trotzdem. Der Planer legte dann aber eine andere zusammen, sodass diese Stunden entfielen.
Will damit sagen: Ja. Der SL ist mit mir auf Kriegsfuß und er lässt nichts ungetan, um seine Macht auszuspielen.
Es tut mir ja ehrlich leid, dass sich einige Planer oder Schulleiter dadurch jetzt auf den Schlips getreten fühlen und das auf sich als Symptomträger übertragen, aber ihr seid damit nicht gemeint. Ihr macht vermutlich einen guten Job.
Hier ist es aber in der Tat so, dass sich immer neue Spielchen überlegt werden, um mich auszubremsen und auszusteuern. Das mit den Klassen ist ja nicht das einzige, was vorgefallen ist.
Ich erinnere an die vielen anderen Dinge.
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Du bist ja offenbar selbst Schulleiter.
Ist er nicht.
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Ich möchte nochmal Bolzbolds Anmerkung aufgreifen.
Lass uns aber zum eigentlichen Anliegen zurückkehren. Welche Art von Hilfe brauchst Du von uns?
Wie können wir dir hier im Forum noch weiterhelfen?
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Und nein. Natürlich siehst du das mit der Planung so. Du bist ja offenbar selbst Schulleiter.
Das finde ich jetzt doch etwas unverschämt. Ich sehe das so, um Deine Aussage aufzugreifen, weil es sachlich zutrifft, nicht weil ich eine bestimmte Funktion innehabe. Ich sehe das so, weil ich Ahnung von der Materie habe, die Du - und das ist rein deskriptiv und nicht inkriminierend gemeint - nicht haben kannst.
Schulleitung = Schulleitung zu setzen kann man zwar machen, aber das dürfte Dir an jeder anderen Schule eher hinderlich als hilfreich sein.
Was ich Dir dringend empfehle für einen Neustart an einer anderen Schule, ist, nicht den KollegInnen, die in solchen Funktionen sind, per se zu misstrauen. Die Allerwenigsten stehen morgens auf und überlegen sich, wie sie endlich einmal KollegIn XY wieder einmal eins auswischen können.
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Das finde ich jetzt doch etwas unverschämt. Ich sehe das so, um Deine Aussage aufzugreifen, weil es sachlich zutrifft, nicht weil ich eine bestimmte Funktion innehabe. Ich sehe das so, weil ich Ahnung von der Materie habe, die Du - und das ist rein deskriptiv und nicht inkriminierend gemeint - nicht haben kannst.
Das kannst du finden wie du willst. Hier gibt es viele Planer und die Aussage, dass das in meinem Fall Zufall wäre könnte ich genauso anmaßend und unverschämt finden.
Allein und ohne bisherige Vorkommnisse würde ich auch sagen: Ja, okay. Ging eben nicht anders. Kein Thema.
Hier ist der Hintergrund aber ein anderer. Er ist vorbelastet und bereits einige Schikanen passiert und es ist schon einmal aufgetreten. Es ist also durchaus so, dass der Schulleiter schaut, wo er mir eine reinbraten kann (zumindest in meinem Fall).
Und nein. Natürlich unterstelle ich das Kollegen per se nicht.
Hier wusste aber der SL schon im Personalgespräch bestens über meinen sehr schlechten Einsatz Bescheid und hat mir freudestrahlend verkündet, welche Klassen ich nicht mehr habe. Es ist also zwecklos mir einreden zu wollen, dass er das Unschuldslamm in Persona ist.
Schön, dass du nicht so eine fragwürdige Person wie mein SL bist. Trotzdem macht es das in Hinblick auf den SL nicht besser.
Wie können wir dir hier im Forum noch weiterhelfen?
Fortlaufende Beratung, denn der Krieg scheint ja erst vorbei zu sein, wenn ich an eine neue Schule wechseln darf.
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...Ich bin direkt zum Planer gegangen. Den zu erreichen ist ja schon eine Kür an sich. Nach dem dritten Mal klappte es dann und er hatte sich nicht eingeschlossen. Ich fragte ihn, was es damit auf sich hat, dass ich jetzt noch eine Klasse bekommen soll. Sein Kommentar: Anweisung vom Chef (SL).
Selbst wenn Mobbing vorliegt und selbst wenn du irgendwann alle hier im Forum davon überzeugt haben solltest, offenbar hat niemand an deiner Schule ein Interesse daran, dir irgendwie länger entgegen zu kommen oder mit dir mehr als nötig zusammenzuarbeiten. Du trittst dort offenbar selbst unverschämt und unfreundlich auf, dass sich wohl keiner mehr für dich einsetzen wird.
Mir tust du tatsächlich Leid, auch aus der anonymen Ferne ist es schlimm, dir dabei zuzugucken, wie du dich immer tiefer in die Scheiße reitest.
Fortlaufende Beratung, denn der Krieg scheint ja erst vorbei zu sein, wenn ich an eine neue Schule wechseln darf.
Die sehr unterschiedlichen Hinweise der Kolleg*innen hier hast du ja bislang nicht annehmen können. Oder was verstehst du unter "Beratung", vielleicht hilft es, das genauer zu beschreiben. "Blitzableiter" schrieb oben jemand, trifft es das?
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Ich habe einmal die KI bemüht, weil ich mittlerweile etwas ratlos bin, wie es hier weitergehen soll.
Der Prompt war Folgender: Analysiere das Vorgehen der Userin Marie_September auf https://www.lehrerforen.de . Das Intelligenzlevel der KI habe ich auf "hoch" gesetzt.
Das kam dabei herum:
Ich habe mir nicht nur den letzten Schlagabtausch angesehen, sondern den Verlauf des Threads „Großes Gespräch – Anwalt erforderlich?“ und die aktuellen Beiträge von Marie_September. Mein Eindruck: Ihr Vorgehen folgt inzwischen einem ziemlich klaren Muster. Dabei würde ich nicht beurteilen, ob ihre Schilderungen über die Schule wahr oder falsch sind. Das können wir nicht wissen. Analysieren kann man aber sehr wohl, wie sie Informationen verarbeitet und wie sie im Forum interagiert.Der Ausgangspunkt: Sie sucht zunächst tatsächlich Rat
Am Anfang des Threads ist sie durchaus beratungsfähig. Sie fragt nach Anwalt, Personalrat, Gesprächsstrategie und Versetzung. Sie nimmt Hinweise auf, bedankt sich und liefert zusätzliche Informationen. Ihr Ziel scheint zunächst klar: Sie möchte aus einer für sie unerträglichen schulischen Situation heraus und sucht dafür eine erfolgversprechende Strategie.
Dann verschiebt sich aber die Funktion des Threads. Aus der Frage
Zitat„Was soll ich tun?“
wird zunehmend
Zitat„Bestätigt mir, dass meine Deutung der Vorgänge richtig ist.“
Das ist der entscheidende Punkt.
Ihr zentrales Muster ist die Immunisierung ihrer Deutung
Marie_September hat ein geschlossenes Erklärungsmodell entwickelt:
Der Schulleiter will sie loswerden und nutzt dazu seine Macht.
Neue Ereignisse werden fast vollständig in dieses Modell integriert:
- schlechte Klassen → gezielte Schikane,
- erste Stunden → gezielte Schikane,
- verspätete Meldung an die Gehaltsstelle → wahrscheinlich gezielte Schikane,
- Unterrichtsbesuche → Instrument der Demütigung,
- negative Beurteilung → bösartige Maßnahme,
- kritische Rückfragen im Forum → mangelnde Kenntnis oder Parteinahme.
Das Problem ist nicht, dass diese Interpretation unmöglich wäre. Sie kann in Teilen oder sogar vollständig zutreffen. Das Problem liegt darin, dass Marie_September praktisch keine konkurrierende Erklärung mehr zulässt.
Genau das sieht man in eurem heutigen Austausch. Du sagst nicht einmal: „Dein Stundenplan ist Zufall.“ Du sagst im Kern: Aus der bloßen Verteilung erster Stunden lässt sich ohne Kenntnis der Planungsbedingungen keine belastbare Absicht ableiten. Darauf reagiert sie nicht auf der epistemischen Ebene – also auf die Frage, was man aus welchen Informationen schließen kann –, sondern auf der moralischen Ebene: Deine Aussage sei „anmaßend und unverschämt“.
Das ist ein bemerkenswerter Mechanismus: Eine Begrenzung ihrer Aussagegewissheit erlebt sie als Angriff auf ihre Person.
Sie verschiebt fortlaufend die Beweisführung
Wenn ein einzelner Vorgang relativiert wird, antwortet sie mit der Gesamterzählung:
ZitatAllein wäre das vielleicht Zufall – aber vor dem Hintergrund aller anderen Ereignisse nicht.
Das ist argumentativ schwer aufzulösen. Denn damit wird jedes neue Ereignis durch die früheren Ereignisse bewiesen, während die früheren Ereignisse ihrerseits durch die Gesamtheit der Ereignisse plausibilisiert werden.
Das erzeugt einen selbstverstärkenden Interpretationszirkel:
Der Schulleiter schikaniert mich → deshalb ist der schlechte Stundenplan Schikane → der schlechte Stundenplan beweist wiederum, dass der Schulleiter mich schikaniert.
Auch die nicht erfolgte Meldung an die Gehaltsstelle wird sofort in dieses Muster aufgenommen. Hier gibt es durchaus einen objektiven Missstand: Nach ihren Angaben ist die Meldung tatsächlich nicht angekommen, und selbst der Mitarbeiter der zuständigen Stelle konnte die Schule nicht erreichen. Daraus folgt aber noch nicht die Absicht, ihr das Gehalt vorzuenthalten. Marie_September erzählt es dennoch unmittelbar als den „nächsten Wahnsinn“ innerhalb derselben Verfolgungskette.
Auffällig ist ihre asymmetrische Behandlung von Expertise
Das betrifft Dich gerade unmittelbar.
Wenn ein User ihre Einschätzung bestätigt, spielt dessen Sachkenntnis kaum eine Rolle. Wenn ein User widerspricht, wird sofort geprüft, warum er überhaupt widerspricht:
- „Bist du selbst Schulleiter?“
- „Ertappt. Du planst selbst.“
- „Natürlich siehst du das so. Du bist ja offenbar selbst Schulleiter.“
Expertise wird damit paradoxerweise nicht als Erkenntnisvorteil behandelt, sondern als Befangenheitsindikator.
Das ist bei eurem Austausch besonders deutlich. Du kennst Stundenplanung und Schulleitung aus eigener Praxis. Gerade deshalb wertet sie Deine Einschätzung ab: Du seist selbst Schulleiter und würdest es „natürlich“ so sehen. Gleichzeitig beansprucht sie als ausdrücklich Nicht-Planende die größere Urteilssicherheit darüber, was Stundenplanung problemlos ermöglichen müsse.
Das ist argumentativ ein self-sealing system: Wer zustimmt, bestätigt die Realität; wer aufgrund von Fachkenntnis widerspricht, bestätigt durch seine institutionelle Rolle die Voreingenommenheit des Systems.
Sie personalisiert Sachwiderspruch sehr schnell
Das ist der Punkt, an dem ihr Forenverhalten inzwischen dysfunktional wird.
Auf Einwände folgen regelmäßig:
- „Merkst du selbst was du schreibst?“
- „Für wen oder was hältst du dich?“
- „Möchtest du nicht lieber woanders wichtig sein?“
- „Das hast du offenbar nicht verstanden.“
- „Ertappt.“
- „Erstaunlich wie du dich im Kaffeesatzlesen auskennst.“
Das sind keine zufälligen Ausrutscher mehr, sondern ein Interaktionsmuster.
Dabei gibt es eine interessante Asymmetrie: Sie fordert für ihre eigene Situation maximale Kontextualisierung, gewährt anderen aber minimale Kontextualisierung.
Bei ihr darf kein einzelnes Ereignis isoliert betrachtet werden: Man müsse immer die Vorgeschichte, den Schulleiter, die Belastungsreaktion, frühere Vorfälle und ihre familiäre Situation berücksichtigen.
Bei anderen genügt dagegen ein einzelner Beitrag, um Motive zuzuschreiben:
- Du bist Schulleiter → deshalb siehst Du es so.
- Jemand plant Stunden → deshalb fühlt er sich ertappt.
- Jemand kritisiert ihr Verhalten → er gibt dem Opfer die Schuld.
- Jemand fragt nach Eigenanteilen → er betreibt Victim Blaming.
Das ist kommunikativ ein massives Problem.
Dein Beitrag vom 6. Juli hat den Kern ziemlich genau getroffen
Du hattest geschrieben, dass sie einerseits sage, sie lasse sich nichts bieten, andererseits aber von einem Problem ins nächste schlittere; und dass sich mehrere ihrer Threads ähnlich entwickelten. Du hast ausdrücklich offengelassen, ob das an der von ihr geschilderten Behandlung oder an anderen Ursachen liegt. Anschließend hast Du gefragt, welche Hilfe sie eigentlich brauche.
Das war analytisch die entscheidende Frage.
Ihre heutige Antwort lautet:
Zitat„Fortlaufende Beratung, denn der Krieg scheint ja erst vorbei zu sein, wenn ich an eine neue Schule wechseln darf.“
Diese Antwort ist ausgesprochen aufschlussreich.
Denn „fortlaufende Beratung“ funktioniert nur, wenn Beratung auch die Möglichkeit enthält, dass der Beratene sich irrt. Was sie derzeit sucht, ist eher eine fortlaufende Begleitung ihrer Konflikterzählung. Das Kriegsbild passt dazu: In einem Krieg gibt es keine neutralen Einzelereignisse mehr. Jede Handlung der Gegenseite ist Teil des Krieges; wer die eigene Interpretation relativiert, gerät schnell in die Nähe des gegnerischen Lagers.
Das eigentliche Problem für sie: Sie sabotiert ihr erklärtes Ziel
Ihr Ziel ist nach eigener Aussage ein Schulwechsel. Dafür wären strategisch hilfreich:
- präzise Dokumentation,
- Trennung von beweisbaren Tatsachen und Interpretationen,
- Konzentration auf belastbare Vorgänge,
- Vermeidung unnötiger Nebenkriegsschauplätze,
- kontrollierte Kommunikation,
- Akzeptanz institutioneller Grenzen.
Sie tut im Forum zunehmend das Gegenteil. Sie erweitert den Konflikt, sammelt immer neue Indizien, reagiert auf Relativierungen aggressiv und bindet enorme Energie an die Frage, ob andere ihre Deutung vollständig anerkennen.
Das ist deshalb bemerkenswert, weil die ersten Ratschläge im Thread ziemlich vernünftig waren: sachlich dokumentieren, das Ziel der Versetzung im Blick behalten, keine unsachlichen Angriffe, nicht erwarten, dass eine große Runde ihr moralisch Recht geben werde. Genau diese Ratschläge hat sie zunächst sogar positiv aufgenommen.
Inzwischen hat sie sich davon weit entfernt.
Meine Einschätzung in einem Satz: Marie_September nutzt das Forum derzeit nicht mehr primär zur offenen Beratung, sondern als fortlaufendes Resonanzsystem für eine bereits feststehende Konfliktdeutung; sobald das Forum diese Funktion verweigert, reproduziert sie dort in abgeschwächter Form genau jene Konfliktdynamik, die sie aus ihrem beruflichen Umfeld schildert.
Und deshalb war Deine Frage „Welche Art von Hilfe brauchst Du von uns?“ tatsächlich der richtige Ansatz. Ihre Antwort „fortlaufende Beratung“ löst das Problem allerdings nicht. Denn bevor Du als Moderator weiter investierst, müsste geklärt werden, ob sie unter Beratung Prüfung und Korrektur versteht – oder fortlaufende Bestätigung und Unterstützung im Kampf. Der bisherige Verlauf spricht zunehmend für Letzteres.
Ich möchte das selbst nicht weiter beurteilen und stelle dem/der geneigten UserIn anheim, ob diese Deutung der KI im Kern treffend ist oder nicht.
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Hier irrt die KI. Beratung bedeutet nicht, Tips zu geben und wenn der so Beratene einsieht, dass er falsch liegt, ist Beratung erfolgreich.
Die Möglichkeiten normaler Gespräche, wie sie in einem Forum stattfinden, sind einfach begrenzt.
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Denn „fortlaufende Beratung“ funktioniert nur, wenn Beratung auch die Möglichkeit enthält, dass der Beratene sich irrt. ...
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