• Ich habe der Person, die als Erstes "anfing", gesagt, dass ich das so nicht möchte. Genützt hat es nichts, die Dynamik lief weiter bis zur kompletten Eskalation.

    Ja, es gibt Leute, die einfach nicht aufhören. Denen kann man es x-mal sagen. In dem Fall müsste man dann jemanden mit einbeziehen, der eine gewisse Autorität der Person gegenüber hat.

  • Hm. Man kann auch selbstbewusste Menschen mobben, wenn man will. I

    Ich würde dir ein Coaching empfehlen.

    Selbstbewusste Menschen werden deutlich seltener gemobbt und das ist kein Vorwurf, sondern eine leidliche Erfahrung, die ich gemacht habe.

    gesagt, dass ich das so nicht möchte. Genützt hat es nichts, die Dynamik lief weiter bis zur kompletten Eskalation.

    Das ist auch nicht verwunderlich, denn bei der Formulierung geht es los.

    Mobbern sind bitte und danke und was du möchtest meist herzlich egal.

    Besser: "Ich toleriere nicht, dass du so mit mir umgehst. Stellst du es nicht ab, wird dein Verhalten Konsequenzen haben und ich werde mir Unterstützung von höherer Stelle suchen."

    Meist wird dann erstmal erstarrt und klein beigegeben.


    Immerhin bin ich langsam Experte für Mobbing.

    Du bist Experte in Sachen leidvolle Mobbingerfahrung, aber nicht Experte wie man damit umgeht. Das ist ein Unterschied. Ansonsten würde das Problem nicht immer wieder auftreten. Und da hat irgendjemand, der das hier sagte recht.

    Mobbing tritt bei den gleichen Leuten vermehrt auf, weil sie keine Grenzen setzen. Auch Grenzen setzen, muss man wie ich heute weiß lernen.

    Könntest du bitte aufhören? kann man sich da leider getrost abschminken.

    Ich bin auch so eine, die viel zu viel mit sich machen lässt und noch eine Chance und noch eine Chance gibt, anstatt mal klare Ansagen zu machen. Ich setze keine Grenzen und dann wird gedacht, dass man es mit mir machen kann. Wenn ich diese dann setze, wird meist grantig reagiert, was mich oft abgeschreckt hat, aber mir im Nachhinein gezeigt hat, wer es mit mir gut meint und wer nicht.

  • Ja, es gibt Leute, die einfach nicht aufhören. Denen kann man es x-mal sagen. In dem Fall müsste man dann jemanden mit einbeziehen, der eine gewisse Autorität der Person gegenüber hat.

    Habe ich. Aber die hat des toleriert und am Ende genauso gemacht... Daher

  • Also ich habe mir sagen lassen, man mobbt Personen häufig, wenn sie neu sind und sich in irgendeiner Form von den anderen unterscheiden. Mehr braucht es nicht. Die Dynamiken waren immer anders, aber ich war mehrfach "die Neue". Anders verhält es sich bei Leuten, die sich seit Jahrzehnten an der gleichen Schule befinden. Die werden das mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit auf sich ziehen. Coaching und keine Ahnung was, hatte ich genug. Und es ist vollkommen klar, dass wenn man sowas mehrfach erlebt, dass das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen Schaden nimmt. Ich habe inzwischen das Vertrauen in das System verloren. Klar kann man sagen, wenn dir das mehrfach passiert, schau dich genauer an. Aber ganz ehrlich, an einer Schule, wo ich war, ging es mehreren Personen so und da kann mir keiner erzählen, dass das in irgendeiner Form "schwache" Persönlichkeiten waren.

  • Es mag ungeschickte oder mühsame Leute geben, die unnötig Unmut auf sich ziehen. Das hat aber mit Mobbing nichts zu tun.

    Dass Mobbing nicht an den Persönlichkeitseigenschaften der Gemobbten liegt, wird schnell klar, wenn man sich mal überlegt, wer alles nicht gemobbt wird in so einem System - die unmöglichsten Leute. Oft wurden schon lange Leute dort gemobbt, bevor man selbst ausgeguckt wurde.

    Da Mobbing einen relativ schnell sehr krank machen kann, kann es sehr sinnvoll sein, entschlossen die Flucht zu ergreifen, solange man noch gesund ist.

  • Dass Mobbing nicht an den Persönlichkeitseigenschaften der Gemobbten liegt, wird schnell klar, wenn man sich mal überlegt, wer alles nicht gemobbt wird in so einem System - die unmöglichsten Leute. Oft wurden schon lange Leute dort gemobbt, bevor man selbst ausgeguckt wurde.

    Das würde ich so nicht unterschreiben.

    Es gibt verschiedene Bedingungen in einem System, die Mobbing begünstigen, aber auch gewisse Persönlichkeitseigenschaften. Fällt das aufeinander hat man die dementsprechende Mobbingsituation.

    Da Mobbing einen relativ schnell sehr krank machen kann, kann es sehr sinnvoll sein, entschlossen die Flucht zu ergreifen, solange man noch gesund ist.

    Auch das klingt schön, ist aber nicht immer ohne weiteres realisierbar. Ja, man kann sich wegbewerben, aber nicht immer klappt das sofort und man hat ja auch gesellschaftliche Zwänge oder Verantwortungen, wegen der man nicht überstürzt kündigen kann (Kind etc.)

    Ich habe inzwischen das Vertrauen in das System verloren. Klar kann man sagen, wenn dir das mehrfach passiert, schau dich genauer an. Aber ganz ehrlich, an einer Schule, wo ich war, ging es mehreren Personen so und da kann mir keiner erzählen, dass das in irgendeiner Form "schwache" Persönlichkeiten waren.

    Daher würde ich dir therapeutische Hilfe empfehlen, denn das macht ja etwas mit einem.

    In irgendeiner Form werden auch diese Personen suggeriert haben, dass man es mit ihnen machen kann.

    Das Ding ist: Du sagst, es liegt am System. Wenn es danach ginge dürftest du aber gar nicht mehr im sozialen Kontext arbeiten. Da würde ich dann eher empfehlen von vornherein eine Tätigkeit auszusuchen bei der man von Beginn an alleine tätig ist.

    Ob das dann mit deinen Kompetenzen harmoniert ist dann wieder eine andere Sache.

    Wie gesagt, im sozialen Bereich, egal ob Lehrer, Erzieher, Pfleger liegt die Mobbingquote bei 110 Prozent.

  • Wie gesagt, im sozialen Bereich, egal ob Lehrer, Erzieher, Pfleger liegt die Mobbingquote bei 110 Prozent.

    Wie das? Kommen da Leute aus externen Mobbingagenturen extra in die Einrichtungen?

  • Ganz ehrlich: Mein Kontingent an Therapie ist aufgrund der vorherigen Mobbingerfahrung ausgeschöpft. Man bekommt ja nicht unbegrenzt Dinge bewilligt. Hab übrigens die erste Absage erhalten. Scheinbar war ich zu eingeschüchtert im Gespräch. Ich hoffe ich finde überhaupt was und falle nicht auf Bürgergeld. Noch kann ich meine Entlassung zurückziehen. Aber dort weiter zu arbeiten, ist ja auch keine Option.

  • Wie das? Kommen da Leute aus externen Mobbingagenturen extra in die Einrichtungen?

    Es ist allgemein bekannt, dass der soziale Bereich die höchste Mobbingquote hat, Herr Schmidt. Das hat primär auch damit etwas zu tun, dass sich viele psychisch angegriffene Menschen offenbar selbst therapieren möchten und dann auf andere stoßen und es dann Probleme gibt.

    Manche bringen außerdem eigene belastende Erfahrungen mit und haben den Beruf gewählt, weil sie anderen helfen möchten. Problematisch wird es dann, wenn sie die Erfahrungen vorher nicht bearbeitet haben.

    Ich bin seit Jahren dafür, dass es strengere Aufnahmeverfahren für sämtliche psychische

    Ganz ehrlich: Mein Kontingent an Therapie ist aufgrund der vorherigen Mobbingerfahrung ausgeschöpft. Man bekommt ja nicht unbegrenzt Dinge bewilligt. Hab übrigens die erste Absage erhalten. Scheinbar war ich zu eingeschüchtert im Gespräch. Ich hoffe ich finde überhaupt was und falle nicht auf Bürgergeld. Noch kann ich meine Entlassung zurückziehen. Aber dort weiter zu arbeiten, ist ja auch keine Option.

    Ich rede von einer Verhaltenstherapie und vermutlich wird es nur dann besser werden.

    Du nimmst deine bisherigen Erfahrungen indirekt immer mit und sie werden sich dahingehend auch auf neue Jobs auswirken.

    Generell finde ich dein neues Lebenskonstrukt Kündigen und im Extremfall lieber Bürgergeld empfangen anstatt als Lehrer zu arbeiten sehr gewagt. Ich drückte dir wie alle anderen natürlich auch die Daumen, dass du endlich glücklich und zufrieden bist, denke aber, dass du ein bisschen vor dir selbst wegläufst und eine Entlassung die Probleme nur verschiebt.

    Wenn das jetzt einmal so passiert dann kann man sagen wechsle die Schule. Ist es aber immer wieder so, dann bleibt die Frage, ob man das therapeutisch nicht noch ausgiebiger bearbeiten sollte.

    Mal eine Reha oder Kur probiert? Oder eine Klinik?

    Du scheinst mir dadurch derart kaputt zu sein, dass ich nicht denke, dass ein Jobwechsel automatisch alle Probleme löst.

  • Also natürlich muss ich die Nachwirkungen dieser Erfahrungen bearbeiten. Aber wie, das ist ja mir überlassen. Ich habe aber bereits mit einer Psychologin besprochen, die beruflich mit vielen Mobbingopfern arbeitet. Diese hat mir eindeutig gesagt, dass man selbst KEINEN Anteil an der Situation hat. Das man selbst bei Fachleuten, die zu wenig dahingehend geschult sind, aufpassen muss. Wenn man anfängt zu glauben, man hätte selbst schuld (was dich das Mobbingsystem übrigens glauben lassen möchte.) Dann kannst du direkt einpacken und nach Hause gehen.

    Und natürlich wird man gerade bei einer Versetzung auch gerne dahin gesetzt, wo der Bedarf besonders hoch ist. Warum ist der Bedarf dort besonders hoch....? Da kann jetzt jeder mal selbst drüber nachdenken.

  • Es ist allgemein bekannt, dass der soziale Bereich die höchste Mobbingquote hat, Herr Schmidt. Das hat primär auch damit etwas zu tun, dass sich viele psychisch angegriffene Menschen offenbar selbst therapieren möchten und dann auf andere stoßen und es dann Probleme gibt.

    Manche bringen außerdem eigene belastende Erfahrungen mit und haben den Beruf gewählt, weil sie anderen helfen möchten. Problematisch wird es dann, wenn sie die Erfahrungen vorher nicht bearbeitet haben.

    Lies nochmal genau, was du geschrieben hast und überlege, was "liegt die Mobbingquote bei 110 Prozent" bedeutet.

  • Lies nochmal genau, was du geschrieben hast und überlege, was "liegt die Mobbingquote bei 110 Prozent" bedeutet.

    Was soll mir der wenig aussagekräftige Satz sagen? Ich habe eher das Gefühl, dass du mich offensichtlich missverstehst, An meinen Ausführungen gibt es nichts erneut zu lesen. Dazu stehe ich und es würde mich sehr verwundern, wenn dir das nicht bekannt ist.

  • Und da ich langsam Angst habe, dass man mich hier identifizieren könnte: Nein, es gibt natürlich gar kein Mobbing. Das war nur MEINE -selbstverständlich fehlerhafte - Wahrnehmung. Und das, was ich als Mobbing wahrgenommen habe, habe ich selbstverständlich selbst verursacht.

    Wenn ihr versteht 😉

  • Diese hat mir eindeutig gesagt, dass man selbst KEINEN Anteil an der Situation hat. Das man selbst bei Fachleuten, die zu wenig dahingehend geschult sind, aufpassen muss. Wenn man anfängt zu glauben, man hätte selbst schuld (was dich das Mobbingsystem übrigens glauben lassen möchte.) Dann kannst du direkt einpacken und nach Hause gehen.

    Du haust da etwas durcheinander. Die Frau meinte vermutlich dass niemand Schuld an der Situation hat und es nicht zu rechtfertigen ist. Dass du keinen Anteil an der Situation hast, das halte ich aber für gewagt. Jedes Mobbingopfer hat immer einen Anteil. Auch ich bei meiner Problematik, was nicht mit Schuld gleich steht. Anteil ist nicht Schuld und ich denke, dass es das ist, was die Psychologin meint.

    Anteil heißt hier, dass es einen Auslöser gab.

    Warum ist der Bedarf dort besonders hoch....? Da kann jetzt jeder mal selbst drüber nachdenken.

    Auch das würde ich so nicht unterschreiben.

    Es gibt Schulen, da will eben keiner hin, weil sie in bestimmten Regionen oder Ecken liegen. Weil dort nichts los ist, weil die Anbindung schlecht ist usw.

    Und es gibt Schulen, die haben schlichtweg verpennt sich um Nachwuchs zu kümmern. Deshalb sind aber nicht automatisch alle Kollegen schlecht.

    Nicht an jeder Schule, an der der Bedarf hoch ist, wird automatisch gemobbt auf Teufel komm raus. Vielleicht ist das Schülerklientel auch einfach anstrengend, vielleicht liegt die Schule im Nirwana. Aber von hohem Bedarf gleich auf Mobbing zu schließen ist sehr voreilig.

    Im Übrigen wird auch nicht jeder an einer Schule mit schlechtem Klima gemobbt und das ist das interessante.

    Mich hat es recht schnell getroffen, andere Kollegen dagegen nicht.

    Warum? Weil ich oftmals viel zu viel mit mir machen lasse, keine Grenzen setze, nicht nein sage und weil ich noch dazu nur an 2 Tagen die Woche dort war. So nach dem Motto "Jetzt kommt da eine von außen und schaut in unser System"

    Ich wurde an die Schule, an der ich gemobbt werde abgeordnet. Heißt, ich bin nur 2 Mal dort pro Woche. Das bietet wenig Konstanz und viel Raum, um den Frust dahin zu verschieben, wo jemand relativ weit unten in der Hierarchie steht.

    Ich habe bei deinen Beiträgen das Gefühl, dass du durch das Mobbing sehr sensibel geworden bist, was die Deutung angeht. Das ist ein typisches Problem, wenn man das zu oft erlebt.

  • Und da ich langsam Angst habe, dass man mich hier identifizieren könnte: Nein, es gibt natürlich gar kein Mobbing. Das war nur MEINE -selbstverständlich fehlerhafte - Wahrnehmung. Und das, was ich als Mobbing wahrgenommen habe, habe ich selbstverständlich selbst verursacht.

    Wenn ihr versteht 😉

    Das hat keiner gesagt und hier hat auch niemand behauptet, dass du an deiner Situation Schuld bist. Das ist Quatsch.

    Was dir hier vermutlich viele auf den Weg geben möchten ist, dass du dich stark machen kannst und dass es Wege gibt diese Ressourcen noch besser zu nutzen, um selbst aktiv zu werden und dich nicht schutzlos ausgeliefert zu fühlen, denn das bist du nicht.

    Erfahrungsgemäß ist diese Erkenntnis nicht immer schmerzfrei, daher zeigen viele Widerstand wenn man ihnen das sagt.

  • Was soll mir der wenig aussagekräftige Satz sagen? Ich habe eher das Gefühl, dass du mich offensichtlich missverstehst, An meinen Ausführungen gibt es nichts erneut zu lesen. Dazu stehe ich und es würde mich sehr verwundern, wenn dir das nicht bekannt ist.

    110 Prozent bedeutet mehr als alle. Du sagst also, dass in sozialen Berufen alle Mitarbeiter + 10% gemobbt werden.

  • Wenn man einen hat, dann braucht man ja nicht weitere. Anders ist es, wenn diese Person dann geht, dann tritt oft jemand Neues an die Stelle.

    Aber wie gesagt - ich sage das was man mir in der Vergangenheit so oft sagte- es gibt gar kein Mobbing. Nee, die Leuten waren einfach inkompetent.

    Bei der einen Schule konnte ich dieses nicht, bei der anderen Schule konnte ich das dann auf einmal, aber etwas anderes nicht mehr, was vorher immer gut geklappt hat. Und an meiner aktuellen Schule kann ich gar nichts mehr.

    Völlig logisch und klar.

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