Beiträge von Marie_September

    Das stimmt so nicht ganz. Nach § 14 Abs. 2 S. 2 müssen sich Lehrkräfte in der letzten Woche der Sommerferien nur bereithalten, sofern dies angekündigt wurde. Wie früh diese Ankündigung erfolgen muss, ist nicht ganz klar. Ein halbes Jahr sollte es aber wohl schon sein, denn die Urlaubsplanung erfolgt ja auch mit einem gewissen Vorlauf.

    Für TE: unser Tarifvertrag verpflichtet uns dazu, eine eine Arbeitsunfähigkeit in den Ferien unverzüglich anzuzeigen (§ 44 Nr. 3 Abs. 1 S. 2 TV-L). Ob du krank bist, kannst du nur selbst entscheiden und dann vom Arzt bestätigen lassen.

    Frage: In der ersten Woche der Sommerferien nicht? Ich meine das irgendwo gelesen zu haben.

    Wie soll denn bitte ein BEM-Verfahren laufen, wenn du noch krankgeschrieben bist?

    (Ich habe ein BEM-Gespräch hinter mir, wir haben "leider" keine "Management-stelle" und befinde mich in einer laufenden Eingliederung, ich kenne mich also durchaus aus und ich will nicht von dir erfahren, was ein BEM-Gespräch ist, sondern darauf hinweisen, dass deine Formulierung komisch ist.
    Aber wenn ihr so ein professionalisiertes Verfahren habt, dass es irgendwo in der nachgeordneten Behörde jemanden gibt, der speziell dafür zuständig ist, dann solltest du eher nachhaken, wie du deine Versetzung bekommst.

    Ich finde es sehr seltsam, wie du hier das von mir Erlebte in Frage stellst, nur weil es in deinem Bundesland anders läuft.

    Natürlich geht ein BEM Gespräch auch während der Krankschreibung. Es geht ja um die Eingliederung und wenn es ein Thema betrifft, was der Eingliederung im Weg steht (Mobbing) und der Grund für den Ausfall ist, warum soll man das im BEM Verfahren nicht auf den Tisch legen können? Das ist in deinem Bundesland vielleicht anders. Deshalb lasse ich mir aber nicht meine Erfahrungen und das was ich erlebe absprechen.

    Nein, es ist nicht verwunderlich, also: Mach dir jetzt keinen Kopf darüber, ob du in den paar Wochen bis zu den Sommerferien noch jemanden träfst.
    Behalte deine gedankliche Energie für weitere Baustellen.

    Das mit den Briefen der Schüler ist aber schon feige und auch irgendwo primitiv? Ich hatte meine Kollegen intelligenter eingeschätzt. Normal ist das eher typisch für die Grundschule und noch dazu mies Schüler für sowas zu benutzen.

    Die Vertretungskraft bekommt die Ferien bezahlt, wenn sie bis zum letzten Schultag unterrichtet hat und (ggf. an einer anderen Schule in NRW) nach den Ferien weiterbeschäftigt wird. Wie lang der Vertrag vorher lief, ist meines Wissens egal. Eine erkrankte Lehrkraft, die am vorletzten Schultag zurückkehrt, zerschießt diese Planung. [Aber im vorliegenden Fall ist das ja offenbar anders gelagert gewesen, wie die TE geschrieben hat.]

    Wie gesagt, es gibt keine Vertretungslehrkraft für mich.

    Mir ist in der Tat in 3 Monaten bislang weder ein Schüler noch ein Kollege begegnet. Ich lebe aber ländlich. Insofern ist das nicht verwunderlich.

    Ist schon mal jemand auf den Gedanken gekommen, dass die Schulleitung wegen der längeren Erkrankung eine Vertretung organisiert hat und diese ggf. weiterbeschäftigen will? Sobald die eigentliche Lehrkraft wieder im Dienst ist, entfällt der Vertretungsgrund und die Vertretung ist ihren Job los. Wie oben schon jemand geschrieben hat: Wenn kein Attest mehr kommt, gilt die Lehrkraft als dienstfähig. Deshalb kann es wichtig sein, dass sich erkrankte Lehrkräfte auch für die unterrichtsfreie Zeit (!) ein Attest geben lassen.

    Eine Kollegin hat für mich vertreten. Sie ist regulär an der Schule. Ich kann ja einsehen, wer meine Klassen hatte.


    Meines Wissens müssen in Nds theoretisch auch die Urlaubstage angegeben werden. Wir hatten zu mindestens auch schon mal Veranstaltungen am Anfang der Ferien bzw. in den Herbstferien. Allerdings alles im Konsens.

    Habe das auch schon gehört, aber bei uns wurde das weder an der einen noch an der anderen Schule festgelegt.

    Wie verhält es sich mit euch, wenn ihr Schüler während der Krankschreibung seht?
    Ich bin aktuell mit einer Belastungsreaktion krankgeschrieben. Am Wochenende fand ein Fest statt, auf das ich gerne gegangen wäre.

    Theoretisch hätte ich es mit meiner Diagnose (psychische Probleme durch Mobbing) sogar gedurft. Ich habe es mir dann aber verkniffen, aus Angst, dass mich doch ein Kollege sieht und der Flurfunk aktiv wird, worüber mein Kind sehr traurig war. Letzte Woche ist mir dann vorm Bäcker eine Schülerin begegnet, die gerade ein Praktikum macht und einen älteren Herrn im Rollstuhl fuhr. Sie schaute mich an, als ob ich drei Augen hätte, als ich kurz nickte und dann an ihr vorbei ging.

    Gut ging es mir in diesem Moment nicht, weil sie zu einer Klasse hörte, die sehr schwierig war und man ihr förmlich ansehen konnte was sie dachte (Was macht die jetzt hier? Die ist doch krankgeschrieben)

    Dass Krankschreibung nicht gleich Hausarrest heißt, scheinen viele Schüler nicht zu wissen. Trotzdem habe ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen, dass mich jemand sehen und falsch über mich denken könnte.

    Hat noch jemand eine Idee, was ich noch tun könnte?

    Nachdem ich mit dem BPR, dem BEM und dem Referenten gesprochen und diese einbezogen habe, ist ja so ziemlich fast alles ausgeschöpft.

    Gleichzeitig habe ich auch etwas Angst, dass ich mir mit diesem Schritt endgültig alles verbaut habe. Die Kollegen, denen ich abschließend alle Noten geschickt habe, haben schon nicht mehr reagiert. Überhaupt hat mir in all den Wochen nicht einer gute Besserung gewünscht.

    Ich habe gehört, dass man, wenn man bis zum Ferienbeginn krankgeschrieben ist, auch in den Ferien als krank gelten würde. Keine Ahnung, ob das stimmt.

    Das habe ich so auch gehört. Ich frage mich aber wie das umsetzbar wäre, wenn mich mein Arzt noch 2 Wochen krank schreibt und mitten in den Ferien dann gesund schreibt. Die Krankenkasse wird dann kein Krankengeld mehr zahlen.

    Im Zweifel, wie hier sonst oft empfohlen wird: Lehrerrat, Personalrat, Gewerkschaft fragen.

    Gute Genesung dir!

    Ich hab leider schon härtere Geschütze auffahren müssen. Gewerkschaft bringt insofern nichts mehr, dass sie Altfälle nicht mehr nehmen. Ich dachte davor immer, ich bräuchte die GEW nicht. Leider habe ich da falsch gedacht.


    Und nur eine kleine Anmerkung: Das, was Ärzte in Bezug auf Schule sagen, immer gut abwägen. Sie haben gar keine Ahnung und bestimmte Sachen sind gut gemeint, sind aber total falsch.

    Ja, das Gefühl hatte ich auch.


    Ganz normal, wie auch sonst, wenn du wieder gesund wirst.

    In diesem Dokument steht, dass die Sekretärin eine Wiederaufnahme machen müsste, dass ich wieder im Dienst bin. Vermutlich haben sie Angst, dass der SL selbst im Urlaub ist?

    Wie verhält es sich, wenn ich die ersten zwei Wochen noch krankgeschrieben wäre und dann noch während der Ferien in den gesunden Zustand übergehe? Leider konnte mir das auch die Angestellte beim Amt für Finanzen und Auszahlungen nicht sagen.

    Wen fragt man da am besten? Außer die Schule?

    Ich fürchte, wenn nun (fingierte) Beschwerden (ohne Unterschrift) ins Spiel gebracht werden, wird man diesen "mithilfe engmaschiger Unterrichtsbesuche in allen betroffenen Klassen" intensiv nachgehen.....Willst du das ?

    Nein. Und das ist ja der Punkt, an dem ich innerlich eigentlich bereits gekündigt habe. Ich gebe die Klasse dieses Jahr zwar definitiv ab, aber es wird danach nur schlimmer werden.


    Bist Du schwerbehindert oder hast Du zumindest einen entsprechenden Antrag gestellt? Falls noch nicht, dann hole das schnellstmöglich nach.

    Ich habe den Antrag bereits ausgefüllt hier liegen und werde ihn noch diese Woche abgeben,

    In diesem Zweitraum hast Du zusätzlich das Recht auf Unterstützung durch die Schwerbehindertenvertretung. Außerdem öffnet dies eine weitere Tür. Dein Arbeitgeber ist in dem Moment verpflichtet Dir einen behindertengerechten Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Dein derzeitiger Arbeitsplatz ist aufgrund der sich ergebenden psychischen Belastung durch das personelle Setting vor Ort nicht geeignet.

    Dankeschln für diese wichtige Info. Das war mir nicht klar.

    Gilt das auch, wenn der Antrag später abgelehnt werden sollte, weil die Sachbearbeiterin mir nicht wohl gesonnen ist oder ähnliches?

    In NRW gab es ja Fälle, wo Dauer-Krankschreibung missbraucht wurden. Daher wäre ich vorsichtig mit dieser Aussage, der wird sie nie einladen, denn ggf. geht es eben nicht von der SL aus.

    Ich hab ja davor nicht oft gefehlt und selbst wenn ich eingeladen werde, habe ich keine Angst. Dann lege ich die Karten auf den Tisch. Was besseres als eine Versetzung kann mir nicht passieren. Immerhin macht mich die Atmosphäre dort krank und ich nicht gut für meine CU.

    Oh, das klingt sehr dörflich. Und wenn man Kranksein (auch beim Kleinkind) als Schwäche auslegt, dann trägt das sogar darwinistische bzw. faschistoide Züge. Vielleicht hat man(n) auch Angst vor einer alleinerziehenden Frau, die sicher auch nicht ins traditionelle Bild passt. Ich tippe mal auf den süddeutschen Raum...

    Möchte mich jetzt nicht dazu äußern. Der Feind könnte mitlesen. 😉


    Was ist denn aus dieser "Beurteilung in Bezug auf eine mögliche Verbeamtung" geworden ? Gibt es ein Protokoll oder eine Auswertung ?

    Nein, seltsamerweise bin auch nur ich hospitiert worden.

    Wenn du ne AU hast, hast du ne AU, dann kann das Gespräch eben nicht stattfinden. Punkt.

    Dagegen kann man vorgehen. Wie wurde es dir verwehrt, hast du das schriftlich? Das wäre nen Grund für ne Beschwerde und nen Anwalt.
    Nur mündlich? Dann trotzdem mitbringen! Er soll dir das schriftlich geben. Wird er nicht tun, daher ist es soweit dann erst einmal nur Versuch der Einschüchterung.

    Schriftlich.


    Aber nochmal: Erwarte keine Gerechtigkeit im Sinne von "alle werden zugeben, wie Recht du hast und unfair behandelt wurdest und fortan wird alles gut." Das ist das Wesen von Mobbing. Wenn es anders wäre, bräuchte es keine 8-Personen-Gesprächskreise, dann hätte die Schulleitung das in 5 min geklärt.

    Nein, das erwarte ich nicht mehr. Mir ist klar, dass das so nicht mehr werden wird, wobei ich mir denke, dass da eh nichts mehr zu retten ist.


    Wenn ich Arzt wäre, würde ich ein solches "Gespräch" im Krankenstand verbieten.

    Du kannst noch so gute Argumente haben: Allein aufgrund der Zusammensetzung wirst du nur einen geringen Redeanteil haben und stets in der Defensive sein. Deine Seite müsste zahlenmäßig ebenso stark vertreten sein.....Am besten alles schriftlich verhandeln, sodass du nicht überrumpelt werden kannst.

    Um ehrlich zu sein hat mir mein Arzt eher dazu geraten, um es endlich hinter mich zu bringen. Er hat insofern recht, dass die Situation dadurch nicht besser wird und wenn ich zurück auf Arbeit ginge und dazu nichts geklärt sein würde, hätte ich es vermutlich um Längen schlechter. Du hast aber recht. Ich werde diesbezüglich massiv in der Defensive sein und das ist unfair.

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