Krankschreibung während der Ferien?

  • Liebes Forum,


    ich bin nun über 3 Monate ausgefallen und allmählich geht es mir besser.

    Mein Arzt hatte den Plan, dass ich am Tag vor den Ferien wieder gesund geschrieben bin, sodass ich einen Tag vor Ferienbeginn wieder im Dienst bin (ich bin Angestellte), damit ich während der Ferien nicht noch Krankengeld beziehe und wieder das normale Gehalt bekomme.

    Nun schickte mir die Schulleitung gleich präventiv 2 Schreiben, dass man sich auch während der Ferien krankschreiben lassen soll.

    Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich mit der Schulleitung auf Kriegsfuß stehe. Ich hatte letztes Jahr schon ein Hilfegesuch erstellt und wurde nun komplett an diese Schule abgeordnet. Dazu bald mehr später, aber ich befürchte nun, dass man mir daraus einen Strick drehen könnte und die Wiederaufnahme nicht meldet oder sich anderwertig rächt (In Form, dass man mich in der ersten und letzten Woche in die Schule zitiert. Geht das? Darf der Schulleiter das? Und wie ist es rechtlich, wenn man kurz vor den Ferien wieder gesund geschrieben wäre oder noch in den Ferien wieder gesund werden würde?

  • Es ist bei den Angestellten so eine Sache wegen des Krankengeldes, aber hast du Interesse / wäre es deinem Wiedereinstieg zuträglich, eine Wiedereingliederung zu machen? Währenddessen bekommst du halt weiter Krankengeld, kannst aber über eine bestimmte Zeit mit den Stunden steigern. Je nach Grund des Ausfalls doch ganz gut.

    Die Angabe des BL ist sicher auch wichtig (für die Arbeitszeiten in den Sommerferien.

  • Es ist bei den Angestellten so eine Sache wegen des Krankengeldes, aber hast du Interesse / wäre es deinem Wiedereinstieg zuträglich, eine Wiedereingliederung zu machen? Währenddessen bekommst du halt weiter Krankengeld, kannst aber über eine bestimmte Zeit mit den Stunden steigern. Je nach Grund des Ausfalls doch ganz gut.

    Die Angabe des BL ist sicher auch wichtig (für die Arbeitszeiten in den Sommerferien.

    Das bringt mir ja aber in den Ferien nichts oder wie meinst du das? Da ich wegen meinem Kind bereits in Teilzeit arbeite, weiß ich nicht, ob ich mir damit einen Gefallen tue.

  • Nein, das wäre ein Grund, die Krankschreibung bis Ende der Ferien zu haben, um danach damit zu beginnen.

    Je nach Krankheit und Ausfallgrund würde ich auch wirklich darüber nachdenken: WENN die Schule jetzt gehen würde, würde ich mich tatsächlich gesundschreiben lassen? ( = Bin ich belastbar im Sinne meiner bezahlten Stundenzahl? (oder annähernd) ) oder lasse ich mich gesundschreiben, um dem Krankengeld zu entgehen und spekuliere mit einer erneuten Krankschreibung nach den Sommerferien?)

    ( -> Die Entscheidung, daraus eine Konsequenz abzuleiten, liegt bei dir und ich bewerte sie keinesfalls moralisch, sondern warne - mittlerweile jeden - davor, zu früh wieder einzusteigen, falls du noch zwei Monate brauchst.
    Aber ja, ich verstehe absolut, dass finanzielle Aspekte dabei auch eine große Rolle spielen.

  • Nein, das wäre ein Grund, die Krankschreibung bis Ende der Ferien zu haben, um danach damit zu beginnen.

    Je nach Krankheit und Ausfallgrund würde ich auch wirklich darüber nachdenken: WENN die Schule jetzt gehen würde, würde ich mich tatsächlich gesundschreiben lassen? ( = Bin ich belastbar im Sinne meiner bezahlten Stundenzahl? (oder annähernd) ) oder lasse ich mich gesundschreiben, um dem Krankengeld zu entgehen und spekuliere mit einer erneuten Krankschreibung nach den Sommerferien?)

    ( -> Die Entscheidung, daraus eine Konsequenz abzuleiten, liegt bei dir und ich bewerte sie keinesfalls moralisch, sondern warne - mittlerweile jeden - davor, zu früh wieder einzusteigen, falls du noch zwei Monate brauchst.
    Aber ja, ich verstehe absolut, dass finanzielle Aspekte dabei auch eine große Rolle spielen.

    Na, ja ich überlege auch, ob der Schulleiter mir daraus einen Strick drehen kann, wenn ich mich gesundschreiben lasse.

    Er schüchtert mich ein und es gibt wiederholte Schikanen. Wie ist das denn? Könnte er mich in den Ferien verheizen?

    Ich hatte meinen Arzt übrigens darauf angesprochen. Der war nicht für eine Wiedereingliederung, weil ich in Teilzeit eh wenig verdiene.

  • Dem Arzt sollte es erstmal egal sein, wie die finanzielle Seite ist. Und an deine Gesundheit denken.
    Da du eh schon über 6 Wochen krankgeschrieben bist, bist du eh schon im Krankengeld. Du würdest also dasselbe weiter verdienen.
    Während der Krankschreibung (und Wiedereingliederung) kann man dich nicht zu zusätzlichen Aufgaben einberufen.
    Je nach BL (das wirst du wohl wissen (müssen)) muss man als Lehrkraft seinen Urlaub legen. In NRW darf man die letzte Schulwoche verreist sein, also hätte deine Schulleitung alles Recht, dich einzuberufen (selbst wenn es nicht für alle gälte).

    Vorteil der Krankschreibung in den Sommerferien: Dein verfallener Urlaub der letzten drei Monate und der der Sommerferien könnten dazu führen, dass du ihn nachholen kannst. Aber es ist wirklich Pokern, wie deine Bezirksregierung / Schulamt / RP auslegt.

    Unabhängig der Wiedereingliederung würde ich an deiner Stelle auch das BEM-Gespräch anstreben und durchführen lassen.

  • In NRW darf man die letzte Schulwoche verreist sein, also hätte deine Schulleitung alles Recht, dich einzuberufen (selbst wenn es nicht für alle gälte).

    Was würde das bedeuten? Unterricht findet ja nicht statt. Ich bin aktuell Angestellte.


    Dein verfallener Urlaub der letzten drei Monate und der der Sommerferien könnten dazu führen, dass du ihn nachholen kannst. Aber es ist wirklich Pokern, wie deine Bezirksregierung / Schulamt / RP auslegt.

    Ich weiß. Das traue ich mir aber nicht. Das hat eine Kollegin gemacht und sie wurde an zwei Schulen durch den Kakao gezogen.


    Unabhängig der Wiedereingliederung würde ich an deiner Stelle auch das BEM-Gespräch anstreben und durchführen lassen.

    Das habe ich schon. Ich habe das BEM bereits vorzeitig angefragt und durchgeführt, bevor ich Bescheid bekam, da ich an der Schule schikaniert werde.

    Schau mal hier:

    Marie_September
    22. Juni 2026 13:09

    Ich hatte das Problem letztes Jahr schon mal, bin aufgrund des hohen Bedarfs meines Fachs aber nicht von der Schule weggekommen. Damals stand die Verdachtsdiagnose Krebs im Raum, die sich zum Glück nicht bestätigt hat, aber da gingen die Schikanen auch schon ähnlich von statten. Mittlerweile denke ich ernsthaft darüber nach zu kündigen und mich an einer Privatschule zu bewerben. Das, was da jetzt zuletzt ablief, hat dem Fass den Boden ausgeschlagen.

  • Was würde das bedeuten? Unterricht findet ja nicht statt. Ich bin aktuell Angestellte.


    Ketzerisch und zum Nachdenken gesagt: "Unterricht ist das Einzige, was du machen kannst?"
    -> Je nach Fach Fachraum aufräumen, Curricula schreiben, Durchführung von einer "Summer School" (also falls ihr sowas habt), usw...
    Klar würdest du in der letzten Ferienwoche nicht alleine konferieren, aber du Schule läuft schon auf niedrigen Touren und es gibt genug zu tun.
    Also ja, (je nach BL, aber in meinem: NRW) du kannst in der letzten Ferienwoche in die Schule einbestellt werden.


  • Ketzerisch und zum Nachdenken gesagt: "Unterricht ist das Einzige, was du machen kannst?"
    -> Je nach Fach Fachraum aufräumen, Curricula schreiben, Durchführung von einer "Summer School" (also falls ihr sowas habt), usw...
    Klar würdest du in der letzten Ferienwoche nicht alleine konferieren, aber du Schule läuft schon auf niedrigen Touren und es gibt genug zu tun.
    Also ja, (je nach BL, aber in meinem: NRW) du kannst in der letzten Ferienwoche in die Schule einbestellt werden.

    In der letzten oder in den anderen kann er mich einbestellen? Summer school haben wir nicht. Dafür sind die Schüler zu alt.

    Einen Fachraum habe ich auch nicht.

  • Zunächst einmal begeht der Schulleiter Amtsanmaßung, wenn er wie ein Arzt darüber befinden will, wann du krank(geschrieben) bist. Das kann und darf er nicht wirklich beurteilen, schon gar nicht "präventiv", was einer Unterstellung gleichkommt.

    Wie argumentiert er denn in seinen Schreiben ? Befürchtet er, dass du nach den Ferien gleich wieder ausfallen wirst ? Möchte er eine feste Vollzeitkraft haben ?

    Wie beurteilen Personalräte diese Schreiben ????? Wie die Gleichstellungsbeauftragte ???

    Bei wem hattest du ein "Hilfsgesuch erstellt" ? Das Beste, was dir passieren kann, ist, dass man die Abordnung aufhebt. Oder gibt es an deiner Stammschule ebenfalls Konflikte ?

    Zur Sachebene:

    Die finanzielle Seite, gerade als Alleinerziehende mit Kind, ist die eine Seite. Dass dein Arzt auch diese Seite berücksichtigt, spricht zunächst für ihn.

    Die andere: Du musst mit einem Amtsarztbesuch rechnen, denn wenn du wirklich in den Ferien "gesund" geschrieben bist und danach wieder krank, könnte es tatsächlich stark zum Nachteil ausgelegt werden, auch wenn schulische Konflikte ursächlich sind. Bei einem solchen Termin müsstest du die Konfliktebene ansprechen, aber diese stets auf die gesundheitliche Ebene beziehen. Immerhin kann ein Schulleiter einer Abordnungsschule vermutlich keinen Amtsarzttermin veranlassen, wodurch ihm allenfalls Einschüchterungsversuche bleiben.

    In die Schule zitieren: Dazu müsste der Schulleiter selbst einen Teil seiner Ferien opfern. Aber wenn er dich einschüchtern will, könnte er z.B. die Vorlage ganzer Unterrichtsreihen fordern oder engmaschige Unterrichtsbesuche ankündigen, womit du bald wieder im Krankenstand sein wirst, da weder Wohlwollen noch Fürsorge erkennbar sind........

    Wie wäre es mit einer Mutter-Kind-Kur ? Eine solche wäre deiner Genesung sicherlich förderlich und du wärst aus ganz konkretem Grund raus aus dem System. Aber eine solche macht eine durchgängige Krankschreibung vorab zwingend erforderlich.

  • Wie argumentiert er denn in seinen Schreiben ? Befürchtet er, dass du nach den Ferien gleich wieder ausfallen wirst ? Möchte er eine feste Vollzeitkraft haben ?

    Mir wurden vom dortigen Sekretariat die neuen Bestimmungen zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall geschickt und dass ich das bitte beachten möchte. Aus heiterem Himmel und ohne dass ich danach gefragt habe.

    Generell überlege ich fast, ob man nicht eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen könnte, wenn man mir beim Gespräch (im Krankenstand) mies kommt. Er hat ja seine Fürsorgepflicht missachtet. Und ganz ehrlich? Die Briefe haben nicht einmal einen Absender? Was soll das?


    Bei wem hattest du ein "Hilfsgesuch erstellt" ? Das Beste, was dir passieren kann, ist, dass man die Abordnung aufhebt. Oder gibt es an deiner Stammschule ebenfalls Konflikte ?

    Schulamt und Stammschule und es lag auch der abgeordneten Schule vor.

    Die andere: Du musst mit einem Amtsarztbesuch rechnen, denn wenn du wirklich in den Ferien "gesund" geschrieben bist und danach wieder krank, könnte es tatsächlich stark zum Nachteil ausgelegt werden, auch wenn schulische Konflikte ursächlich sind

    Eher nicht, denn dann würde sich die Schulleitung ins eigene Fleisch schneiden. Zum einen weiß man, dass ich colitis ulcerosa habe. Zum anderen ist der Schulleiter nicht so dumm sich selbst an den Pranger zu stellen. Das sagte mir auch mein Arzt. "Der wird Sie niemals zum Amtsarzt einladen, denn dann würde man ihm durch das, was sie über die Schikanen erzählen, seine eigene Unfähigkeit vor Augen halten."

    könnte er z.B. die Vorlage ganzer Unterrichtsreihen fordern oder engmaschige Unterrichtsbesuche ankündigen, womit du bald wieder im Krankenstand sein wirst, da weder Wohlwollen noch Fürsorge erkennbar sind........

    Das hat er schon gemacht. Kurze Ankündigungen, Hospitationen mit 3 anderen Kollegen. Alles schon da gewesen.


    Wie wäre es mit einer Mutter-Kind-Kur ? Eine solche wäre deiner Genesung sicherlich förderlich und du wärst aus ganz konkretem Grund raus aus dem System.

    Hätte ich gemacht. Man bekommt sie aber scheinbar nur alle vier Jahre und die sind es noch nicht.

  • Hospitation mit drei anderen Kollegen ?????? Gleichzeitig ??? Waren es dir feindlich gesinnte Klassenlehrer oder Fachlehrer ???? Kollegen haben keinerlei Recht, dich zu kontrollieren, denn es sind nicht deine Vorgesetzten......

    Das wäre tatsächlich ein Grund für eine Dienstaufsichtsbeschwerde, weil es zudem völlig unverhältnismäßig ist und jeglichen Ermessensspielraum überschreitet.

    Die beiden Briefe kommen womöglich vom Sekretariat und nicht vom Schulleiter; diesbezüglich wäre ich vorsichtig. Ohne Unterschrift - das scheint System zu haben und zeugt von durchweg feigem Verhalten.

    Versuche herauszufinden, wie viele andere Mobbingopfer vor dir schon da gewesen sind. Vielleicht kann dir da der übergeordnete Personalrat helfen. Wie steht der Schulleiter deiner Stammschule dazu ? Er müsste doch ein Interesse daran haben, dich möglichst gesund zurück zu erhalten, gerade in Zeiten des zunehmenden Lehrermangels.

    Gesundheitliche Ebene: Stress fördert Entzündungen, Entzündungen fördern Krebs....

  • Der war nicht für eine Wiedereingliederung, weil ich in Teilzeit eh wenig verdiene.

    In der Wiedereingliederung erhältst du aber dein normales Teilzeitgehalt, obwohl du weniger Stunden machst. Als Beispiel: Wenn du nur 23 Wochenstunden hast und in der Wiedereingliederung mit 8 oder 10 Stunden anfängst, bekommst du trotzdem 23 bezahlt. Bei mir war es so, aber ich bin Beamtin.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • ospitation mit drei anderen Kollegen ?????? Gleichzeitig ??? Waren es dir feindlich gesinnte Klassenlehrer oder Fachlehrer ???? Kollegen haben keinerlei Recht, dich zu kontrollieren, denn es sind nicht deine Vorgesetzten......

    Zukünftige und erweitere Schulleitung. Ich fand es auch sportlich.


    Das wäre tatsächlich ein Grund für eine Dienstaufsichtsbeschwerde, weil es zudem völlig unverhältnismäßig ist und jeglichen Ermessensspielraum überschreitet.

    Ja, mit der angeblichen Begründung einer Beurteilung in Hinsicht auf eine mögliche Verbeamtung.

    ie beiden Briefe kommen womöglich vom Sekretariat und nicht vom Schulleiter; diesbezüglich wäre ich vorsichtig. Ohne Unterschrift - das scheint System zu haben und zeugt von durchweg feigem Verhalten.

    Maximal feige, oder?

    Versuche herauszufinden, wie viele andere Mobbingopfer vor dir schon da gewesen sind. Vielleicht kann dir da der übergeordnete Personalrat helfen. Wie steht der Schulleiter deiner Stammschule dazu ? Er müsste doch ein Interesse daran haben, dich möglichst gesund zurück zu erhalten, gerade in Zeiten des zunehmenden Lehrermangels.

    Das weiß ich nicht, aber ich finde es bedenklich, dass ich die jüngste Frau im Team bin und niemand weiteres in meinem Alter dort arbeitet. Keine Referendare, die an der Schule geblieben sind, keine neuen Kollegen. Spricht sehr dafür, dass vor mir schon andere gingen.

  • Oh, das klingt sehr dörflich. Und wenn man Kranksein (auch beim Kleinkind) als Schwäche auslegt, dann trägt das sogar darwinistische bzw. faschistoide Züge. Vielleicht hat man(n) auch Angst vor einer alleinerziehenden Frau, die sicher auch nicht ins traditionelle Bild passt. Ich tippe mal auf den süddeutschen Raum...

    Was ist denn aus dieser "Beurteilung in Bezug auf eine mögliche Verbeamtung" geworden ? Gibt es ein Protokoll oder eine Auswertung ?

    Darf eine zukünftige Schulleitung, die noch nicht in Amt und Würden ist, schon hospitieren ?

  • Eher nicht, denn dann würde sich die Schulleitung ins eigene Fleisch schneiden. Zum einen weiß man, dass ich colitis ulcerosa habe. Zum anderen ist der Schulleiter nicht so dumm sich selbst an den Pranger zu stellen. Das sagte mir auch mein Arzt. "Der wird Sie niemals zum Amtsarzt einladen, denn dann würde man ihm durch das, was sie über die Schikanen erzählen, seine eigene Unfähigkeit vor Augen halten."

    Puh, da hat dein Arzt aber auch viel Meinung.

    Je nach Bundesland ist das ein normales Prozedere und geht nicht von der Schulleitung aus.
    Deine Schule meldet ja deine Krankheitszeiten und das Ministerium/die Schulaufsicht/was auch immer, kann dann drauf reagieren.

    In NRW gab es ja Fälle, wo Dauer-Krankschreibung missbraucht wurden. Daher wäre ich vorsichtig mit dieser Aussage, der wird sie nie einladen, denn ggf. geht es eben nicht von der SL aus.


    Mir wurden vom dortigen Sekretariat die neuen Bestimmungen zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall geschickt und dass ich das bitte beachten möchte. Aus heiterem Himmel und ohne dass ich danach gefragt habe.

    Auch das ist ggf. Automatismus aus oben genannten Gründen.

  • Der Amtsarzt oder auch Betriebsarzt ist gemeinhin ein zahnloser Tiger bei Tarifbeschäftigten. Warum ist das so? Ganz einfach, der Betriebsarzt oder Amtsarzt kann einen Tarifbeschäftigten nicht kaputt schreiben, wie er es beim Beamten kann. Er kann gegenüber der Dienststelle höchstens die gutachterliche Ansicht vertreten, dass Du Erwerbsgemindert bist. In diesem Falle wärst Du dann, um eine vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu verhindern, gezwungen einen Rentenantrag bei der deutschen Rentenversicherung zu stellen. Niemand kann Dich jedoch davon abhalten, dass Du die DRV mit Antragstellung informierst, dass Du Dich selber nicht für erwerbsgemindert hältst und Dich durchaus in der Lage siehst auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch 6 h täglich zu arbeiten. Das Ganze lässt Du dann von Deinem Arzt durch ein Attest bestätigen und schickst alles zur DRV. Im Regelfall kannst Du dann gelassen die Ablehnung Deines Antrags abwarten und verbleibst weiter im Krankengeld.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • In der Wiedereingliederung erhältst du aber dein normales Teilzeitgehalt, obwohl du weniger Stunden machst. Als Beispiel: Wenn du nur 23 Wochenstunden hast und in der Wiedereingliederung mit 8 oder 10 Stunden anfängst, bekommst du trotzdem 23 bezahlt. Bei mir war es so, aber ich bin Beamtin.

    Achtung: nicht als Angestellte!!! Da ist man weiterhin im Krankengeld!

  • Ein Hinweis an dieser Stelle noch für die mitlesenden Tarifbeschäftigten. Ab nächstes Jahr ist noch ziemlich offen, ob das Instrument der Wiedereingliederung im klassischen Sinne überhaubt noch greift. Vielmehr möchte man ja ab 2027 die Teilkrankschreibung einführen. Ferner steht in den Empfehlungen, dass dieses Modell der Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell vorzuziehen ist. Nun denn, ich bin gespannt (und verärgert).

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Ferner steht in den Empfehlungen, dass dieses Modell der Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell vorzuziehen ist. Nun denn, ich bin gespannt (und verärgert).

    Kannst du erklären, warum du verärgert bist?
    Findest du das aktuelle Modell der Wiedereingliederung besser? (Ist sie nicht auf 6 Wochen bei Tarifbeschäftigten befristet?)
    Ich hätte gedacht, die Teilkrankschreibung sei ein echter Gewinn.

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