Beiträge von Leporello

    Es geht eher um die Fremdbestimmung und vor allem darum, dass die viele gute Arbeit gar nicht gesehen wird, sondern sich die Schulleitung an solchen Kleinigkeiten aufhängt.

    Vorher ging es auch gut, Kollegen waren zufrieden. Nun stockt doch schon der Atem, wenn wieder Stau ist und man bei Ankunft an der Schule die Schulleitung im Gang sieht.

    Frage: hat ein "dienstliches Gespräch" überhaupt irgendwelche Auswirkungen? Sollen doch so viele Gespräche wie gewünscht geführt werden, was solls.

    Zu deiner letzten Frage kann ich nur sagen, dass ich Ähnliches bei einer Kollegin erlebt habe. Sie hat eine Art "Abmahnung" in dem dienstlichen Gespräch erhalten. Danach ist sie weiterhin zu spät gekommen, hat es aber besser getarnt. Dieses Verhalten find ich nicht akzeptabel, da sie damit den Kindern selbst und den Kollegen schadet, die ihre tobende Klasse mit auffangen müssen.

    Nur aus Interesse, was passiert wenn du das nicht machst?

    Bei uns stellt sich die Frage tatsächlich nicht, da wir einen internen Messenger haben, mit dem wir untereinander aber auch mit den Klassen und den Eltern kommunizieren können.

    Es wird von uns erwartet, dass wir am Anfang des Unterrichts die Anwesenheit darüber machen. Alles andere kann man problemlos nach dem Unterricht lesen und beantworten.

    Was passierte, als ich es nicht machen wollte? Ich wurde moralisch stark unter Druck gesetzt. Die Personalrätin, die ich dazu befragte, hatte überhaupt keine Bedenken und meinte, an ihrer Stammschule sei die schulische Kommunikation über einen Messenger - morgens, mittags und abends - Gang und Gäbe. Ich solle das doch "einfach mitmachen".

    Vielen Dank für die Tipps!

    Gibt es konkrete Bücher, die du empfehlen kannst?

    Ich bin vor allem auf die "Sternstunden Sportunterricht" und "Fit für den Sportunterricht in der Grundschule: Grundwissen - Praxisbausteine" gestoßen... Kennst du die zufällig?

    Sehr gerne!

    Bergedorfer Grundschulpraxis: Sport, 1./2. Klasse Band 1und 2

    s.o. auch für 3./4. Klasse

    Bergedorfer Unterrichtsideen: Sportstunden- schnell und klar

    Auer: 100 tolle Sport- und Bewegungsspiele, 1. und 2. Schuljahr

    Ob die Bücher noch erhältlich sind, weiß ich leider nicht ...

    Dumm nur, wenn sogar die SL diese Einstellung hat und regelmäßig während der Unterrichtszeit wichtige Informationen, Anweisungen etc. verteilt und erwartet, dass man diese zeitnah (also innerhalb der nächsten max. 1 Stunde) liest und umsetzt. Noch dümmer, wenn der Großteil der Kollegen das mitspielt. Das macht irrsinnig Druck auf alle, die das nicht tun.

    Kenne ich genauso. Es wurde sogar in der Lehrerkonferenz beschlossen, dass jede/r einen bestimmten Messenger installieren muss und sein Smartphone während es Unterrichts auf laut stellen muss und eingehende Nachrichten checken muss. Wie steht ihr dazu? Was sagen die Lehrratsmitglieder dazu?

    Ich brauche was für die Förderung während des Unterrichts in der Klasse. Es gibt keine Fördergruppe. Daher fände ich auch Apps interessant.

    Monster ABC kenne ich bereits, da werden aber nur Buchstaben und Anlaute einander zugeordnet. Elfe und die iPad-Apps, dich ich gefunden habe, sind zu teuer. Einmalig 90 € oder 10 € monatlich im Abo … Die Schreibwerkstatt ist keine Option, die letzte Version stammt aus 2017 und wir haben auch keine PC, nur iPads.

    Kennst du schon das Delfin-Heft oder das Taucher-Heft vom Jandorf-Verlag?

    Das Ganze ist sehr belastend für mich, ich fühle mich als wäre ich gescheitert. Gleichzeitig komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass es wohl richtig für mich sein könnte, die Dienstunfähigkeit zu akzeptieren. Dies zu äußern, scheint aber ein Tabu zu sein, in meinen Gesprächen mit Personalvertretern kam das nicht gut an. Darum schreibe ich euch hier in der Anonymität des Forums.

    Hallo nichtmehrwirklich,

    ich kann mich gut in deine Situation hineinfühlen, denn mir geht es ähnlich. Was mir nicht begreiflich ist, ist, dass das in den Gesprächen mit Personalvertretern nicht gut ankam. Es ist doch gut, wenn du deine Lage realistisch einschätzt? Falls du dich weiter austauschen möchtest, so schreib mir doch eine PN.

    An deiner Stelle würde ich die Schule nicht wechseln. Ihr habt alle 2 Monate eine Dienstbesprechung? Du kannst dich glücklich schätzen. Wir haben jede Woche - im Wechsel - eine Konferenz oder Dienstbesprechung. Aber vielleicht ist das an weiterführenden Schule anders?

    Das stimmt.

    Ich hatte die TE allerdings so verstanden, dass sie vom Arbeiten in der Schule krank würde/ist und hatte deshalb überlegt ob es was hilft, wenn sie die Umgebung verlässt.

    Aber ja, da sind zu wenig Infos von der TE um das zu beantworten.

    Vielen Dank auch dir, Milk & Sugar, für deine netten Antworten. Mehr Infos möchte ich in einem öffentlichen Forum nicht geben. Vielleicht sollte ich es aber noch einmal so formulieren: die Tätigkeit als Lehrerin in unserem bestehenden Schulsystem macht mich krank. Eine geringfügige, berufliche Tätigkeit, die mit Kindern zu tun hat, ist für mich vorstellbar.

    Ich befürchte, dass das nicht ganz so leicht sein wird. Insbesondere, da NRW in der letzten Zeit zu viele Fälle hatte, die an die Öffentlichkeit geraten sind und im ersten Anschein darlegen, dass Beamte alimentiert werden, obwohl sie gar nicht dienstunfähig sind. Ob das wirklich so ist, interessiert die Öffentlichkeit dann ja nicht mehr. Ich kann mir vorstellen, dass es hier mittlerweile strengere Vorgaben aus dem MSB gibt, dass solche Nebentätigkeiten nicht mehr genehmigt werden.

    Ist denn wirklich keine Genesung in Sicht? Oder würde eine Teildienstfähigkeit helfen?

    Alles Gute Dir!

    Vielen Dank! Ich arbeite bereits in Teilzeit, sehe mich aber dennoch nicht mehr in der Lage, diesen so fordernden Beruf weiterhin auszuüben. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn das MSB bei der Genehmigung sehr streng wäre. Andererseits sollen Inklusion und Ganztag funktionieren. Da benötigt man auch Personal.

    Hallo,

    ich bin seit längerem stille Mitleserin. Nun habe ich selber ein Anliegen. Ich bewältige den Schuldienst mit all seinen Anforderungen und Aufregungen nicht mehr und bin deswegen sehr bedrückt. Ich gehe davon aus, dass ich in absehbarer Zeit den Amtsarzt aufsuchen werde und der die Dienstunfähigkeit bestätigen wird. Finanziell wird es für mich sehr schwierig werden. Eine mögliche Nebentätigkeit müsste ich beim LBV anzeigen, oder? Ich könnte mir vorstellen als Inklusionshelferin zu arbeiten oder als Ergänzungskraft in der OGS. Meine Frage hierzu lautet: ist euch ein Fall bekannt, bei dem der Dienstherr solch eine Nebentätigkeit bei einer vorhandenen Dienstunfähigkeit verweigert hat?

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