Danke für eure Erfahrungen und Tipps!
Sie bestätigen im Prinzip ja meine Bedenken. Ich bin schon einige Jahre im Dienst, habe aber bisher in Klasse 1 immer sehr eng mit dem Buchstabenlehrgang der Fibel gearbeitet. Allerdings habe ich in jedem Durchgang festgestellt, dass die Kinder sich besonders beim Schreiben von Texten in den höheren Klassen dann schwer tun, einfach weil es auch nicht so oft und intensiv gemacht wurde (es fehlte halt immer die Zeit).
Auch meine aktuelle Klasse arbeitet wunderbar die Aufgaben im Sprachbuch ab, aber sobald sie selbstständig ganze Sätze bilden sollen, sind einige Kinder echt überfordert. Und da war ich (auch angetrieben durch Impressionen auf Instagram) auf der Suche nach einer Alternative.
Ich mache die Schreibzeit aktuell "nur" einmal in der Woche für 20 Min. Dadurch geht (noch) nicht viel Unterrichtszeit verloren. Die Lesezeit gestalte ich etwas anders als bei Lessmann vorgegeben, aber auch damit komme ich recht gut zurecht. Die Wörterklinik klappt tatsächlich super gut und viele Kinder haben sich seit der Einführung richtig toll entwickelt im Bereich Rechtschreibung. Ich denke ich werde das einfach jetzt zunächst mal so beibehalten und mich in Klasse 1 dann auch Stück für Stück an die Öffnung trauen, ohne die Zügel so ganz aus der Hand zu geben. Zur Zeit ist ja das Arbeiten im Gleichschritt sehr verpönt, aber ich habe zumindest teilweise zu gute Erfahrungen damit gemacht, um es ganz aufzugeben...
Vielleicht haben ja noch mehr Kollegen und Kolleginnen Erfahrungen gemacht, die sie teilen möchten... Ich bin gespannt...
Liebe Grüße