Beiträge von Bolzbold

    Reflektierter und empathischer Beitrag - der Übersicht halber nicht voll zitiert.

    Ich bin positiv überrascht.

    Wenn DAS Deine wahren Kompetenzen sind und das Deine wahre Persönlichkeit darstellen sollte, dann verstehe ich im Nachhinein Dein allererstes Posting und die ersten 10 bis 20 Beiträge von Dir in "Deinem" Thread nicht. Das passt überhaupt nicht zusammen.

    Wenn Du so reflektiert über die Situation anderer schreiben kannst, dann müsstest Du das doch bei Dir auch problemlos hinbekommen, - auch im Sinne von eigenständig entwickelten Lösungen, oder?

    Wenn Du Dir die Zahl der Beträge von CDL anschaust und die überwältigend positiven Reaktionen, dann hat CDL alle Legitimation hier so aufzutreten. Und ja, CDL ist sicherlich näher an einem "Beratungsgott" als die meisten anderen UserInnen hier. Ich habe es nicht selbst untersucht, aber CDL dürfte mit Abstand die kompetentesten und hilfreichsten Beiträge hier verfasst haben - das dürfte zumindest anhand der Reaktionen auch die Meinung der aktiven UserInnen hier sein.

    zurück zum Thema

    Mir fiel dank eines anderen Threads noch ein Vorteil für manche NRW-KollegInnen ein, sie enthalten Entlastungsstunden für Korrekturen oder als Klassenlehrer, kenne ich in Baden-Württemberg an keinem Gymnasium (theoretisch natürlich möglich).

    Die Entlastungsstunden für Korrekturen sind ein Tropfen auf den heißen Stein - aus meiner aktiven Dienstzeit an mittlerweile drei Schulen nach dem Ref. kenne ich keine Lehrkraft, die für die Korrekturen mehr als eine Stunde Entlastung bekommen hätte. Mehr gibt der Entlastungstopf unter Berücksichtigung aller KollegInnen und deren Belastungssituationen sowie der Entlastung für Zusatztätigkeiten unterhalb der Beförderung nicht her.

    Anrufen und fragen. Ich habe mir A14 mal angeschaut (bevor ich was Anderes sehr spannendes für dieselbe Besoldung gefunden habe) und sehr ehrliche Antworten von den Schulleitungen bekommen, als ich angerufen habe.

    Wieder aus erster Hand:
    Kollege ruft bei anderer Schule wegen einer Funktionsstelle an. Schulleiterin meldet sehr ruppig zurück, dass man einen Hauskandidaten habe.

    So darf das eigentlich nicht sein. Da erwarte ich von jeder Schulleitung, dass sie sich an die Regeln hält.

    Vergleichen wirst du es nur bei erreichbaren Aufgaben, Schulart und Schulgröße können.

    Außerdem hängt es natürlich auch davon ab, welchen Stellenwert eine Schule einer Aufgabe einräumt. Die Anzahl der Entlastungsstunden gibt dann vor, wie viel Zeit man ca. investieren soll. Bei zwei Entlastungsstunden wird wohl weniger erwartet als bei zehn.

    Das hat mitunter weniger mit den Erwartungen zu tun als mit der "Wertigkeit", die die Schulleitung der Aufgabe beimisst. Anders kann ich mir bestimmte Bandbreiten bzw. das Beispiel mit der Mittelstufenkoordination, das ich oben angeführt habe, nicht erklären.

    Eigene Erfahrung:

    Bundesland: NRW

    Schulform: GY (>600 SuS')

    Funktion: stv. SL

    Besoldungsstufe: A15Z

    Entlastungsstunden: 12 (ca. ein halbes Deputat von 25,5 Stunden/Woche


    Bundesland: NRW

    Schulform: GY (>1000 SuS')

    Funktion: Koordinator eines Profils der Schule

    Besoldungsstufe: A15

    Entlastungsstunden: 1

    Quelle aus erster Hand:


    Bundesland: NRW

    Schulform: GY (>600 SuS')

    Funktion: Oberstufenkoordination

    Besoldungsstufe: A15

    Entlastungsstunden: 1-6 (nach Auskunft der BR und auf der Basis des "Pakets", das diese Aufgabe umfasst)

    Bundesland: NRW

    Schulform: GY (>1000 SuS')

    Funktion: Mittelstufenkoordination

    Besoldungsstufe: A15

    Entlastungsstunden: 0 (!) Die Begründung dafür war, dass die zusätzliche Arbeit durch die A15 abgegolten wäre. (Das empfinde ich als eine Unverschämtheit, weil das dann ja bei A16 auch als Maßstab angelegt werden müsste...)

    Generell gibt es zwei Entlastungstöpfe in NRW. Der eine ist der des Kollegiums, daraus werden z.B. auch die Korrekturentlastungen genommen. Ggf. werden hier auch Entlastungen an Koordinatoren gegeben, wenn sie Aufgaben übernehmen, für die es laut Konferenzbeschluss Entlastungen geben soll - sofern es keine Leitungsaufgaben sind.

    Der andere ist der Schulleitungstopf, über den die Schulleitung verfügt und je nach übertragenen Leitungsaufgaben dann den KoordinatorInnen anteilig Entlastungsstunden zuweisen kann.

    Wenn Du früher einmal am BK gearbeitet hast, würde ich das als einschlägige Erfahrung erachten. Es empfiehlt sich, dies bei einer möglichen Bewerbung auch einschlägig zu belegen (z.B. durch Versetzungsbescheide o.ä.)

    Die Beschränkung auf Bewerbungen innerhalb derselben BR gibt es schon eine ganze Weile. Es scheint (!) rechtskonform zu sein, wenngleich ich das eher kritisch sehe.

    Ergänzend dazu ein Urteil, das das Organisationsrecht des Dienstherrn in Verbindung mit dem Haushaltsrecht anführt, weshalb eine Nicht-Zulassung von Bewerbungen aus anderen BR zulässig ist.

    OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 16.07.2012 - 6 B 575/12 - openJur

    Mir scheint, da ist im Vorfeld einiges in der Kommunikation schiefgelaufen.

    Die schriftliche Dienstanweisung mit dem dann folgenden Attest mag ein formal gangbarer Weg sein, dieser führt jedoch in meinen Augen in eine Sackgasse, was die künftige Zusammenarbeit betrifft.

    Ich würde noch einmal das Gespräch mit der SL suchen und persönlich mitteilen, dass Du diese Wanderung aus gesundheitlichen Gründen nicht schaffst und auf die Fürsorgepflicht der SL hinweisen. Darüber hinaus würde ich ein moderiertes Gespräch mit dem Personalrat führen, in welchem ich unmissverständlich klarstellen würde, dass solche Aussagen wie oben dargelegt zum einen diskriminierend und verletzend sind und zum anderen nicht Gegenstand von Personalratsarbeit sind.


    Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass die SL dann noch einmal schlicht auf die Dienstpflicht verweist. Sollte das der Fall sein, bleibt wohl nur der formale Weg. Aber ich finde solche Kommunikationsstrukturen an Schulen wirklich sehr abgründig und traurig.

    Ich denke nicht, dass wir hier in diesem Thread über das Löschen von Beiträgen diskutieren müssen.

    Es gibt hier Nutzungsregeln, die kann man einhalten oder eben nicht. Gleichzeitig wird dieses Forum aktiv moderiert.

    Wir sind hier alle (!) letztlich nur Gäste und es sollte selbstverständlich sein, dass man sich hier eines angemessenen Tonfalls und einer angemessenen Wortwahl bedient.
    Allzu oft passiert das nicht - sei es aus Trotz oder aus einem (vermeintlich) vorangegangenen Trigger nach dem Motto, wenn jemand etwas schreibt, muss er/sie mit jedwedem Echo rechnen. Er/sie hat das Echo ja provoziert.

    Das ist nicht der Umgangston, den ich mir hier wünsche - und ich spreche sicherlich auch für den Admin und meine MitmoderatorInnen - und den wir uns hier wünschen.

    Ich habe es in den letzten Jahren immer mal wieder geschrieben, dass wir trotz dieser oder jener Differenz in der Sache alle miteinander auskommen können, wenn sich jede/r ein wenig selbst zurücknimmt. Die Gründe dafür, dass das oft nicht klappt, liegen sicherlich nicht exklusiv beim Gegenüber.

    Na keine Sorge, der Frosch hätte es sonst augenblicklich zensiert gelöscht.

    Dass Frosch das nicht selbst moderiert hat, sollte ein klarer Beleg für seine professionelle Moderatorentätigkeit sein.

    Es hätte auch einer von uns anderen Mods löschen können.

    Unpassendes Verhalten und die Reaktion der Mods als "Zensur" zu bezeichnen, wirkt auf mich wie eine sehr ungesunde Deutung des Guts der Meinungsfreiheit.

    Es sei darauf hingewiesen, dass wir hier zwar in einem öffentlich zugänglichen Forum sind, wir uns aber eben Regeln gegeben haben, an die man sich bitte auch hält.

    Ich weiß nicht, ich kümmere mich um ihre Probleme und begleite sie. Aber das tue ich, während ich in der Schule präsent bin. Das nehme ich nicht mit nach Hause und definiere mich nicht dadurch.

    Wie ich es beobachte gehen diesen Beruf lieben und daran zerbrechen häufig Hand in Hand.

    OK, dann haben wir offenbar eine unterschiedliche Lesart von "Beruf lieben".

    Du beschreibst eine Gruppe von Lehrkräften, die keine klare emotionale Trennung - hier tatsächlich im Sinne der Professionalität - zwischen Schule und Privatleben hinbekommen und mehr in den Beruf investieren als es zeitlich oder psychisch gesund wäre. Sei es im Sinne von "Hineinbuttern" oder im Sinne von "Anerkennungsbedürfnis" oder das Bedürfnis "gebraucht zu werden." Das ist dann in der Tat pathologisch und ungesund.
    Ich denke, in diesen Fällen haben wir einen Konsens.

    Meine Lesart von "lieben" ist nicht die pathologische sondern die "gesunde" wie oben dargelegt.

    Hä? Ich habe doch mehrfach dargelegt, dass ich ihn als Arbeit ok finde. Die Vorteile überwiegen für mich. Aber ich hänge nicht dran.

    Ich habe das Gefühl, dass sich viele Lehrkräfte einfach nicht vorstellen können, diesen Beruf einfach professionell fürs Geld zu machen und damit gut klar kommen.

    Das könnte daran liegen, dass es neben der professionellen Seite unseres Berufs eben auch die menschliche Seite gibt, da wir Kinder/Jugendliche/junge Erwachsene erziehen, beraten, begleiten etc. Deine Haltung in zugespitzter Form lese ich so, dass die SchülerInnen zu Objekten meines professionellen Handelns gemacht würden, für das ich eben bezahlt werde.

    Ich sehe meine SchülerInnen aber nicht als Objekte.

    Was ich an menschlich-empathischer Energie für meine SchülerInnen aufbringe, kommt auch früher oder später wieder zurück. Und genau das macht den Beruf durchaus erfüllend und sinnstiftend - vielleicht ist es das, was die von Dir mit verwirrten Smileys bedachte KollegInnen damit meinen, wenn sie schreiben, dass sie ihren Beruf "lieben".

    @Browneyes

    Das hängt vielleicht damit zusammen, dass Du insbesondere auf den ersten Seiten, als es noch um die Tipps ging, aus meiner Sicht nicht hinreichend tiefgründig auf eben diese Tipps eingegangen bist. Das hatte ich Dir ja rückgemeldet.
    In der Tat dreht sich jetzt vieles um Deine vorherige Vita bzw. um Erklärungen und Rechtfertigungen Deinerseits zu Deinem Leben.

    Das ist hier einerseits etwas ausgeufert, andererseits ist Dir rückgemeldet worden, dass Dein Urteil über SchülerInnen und Lehrkräfte, das Du Dir im Zuge Deines Praktikums gebildet hast, gelinde gesagt diskussionswürdig war.

    Ich denke, dass damit der ursprünglich intendierte Pfad - also die Tipps - im Wesentlichen verlassen wurde.

    Vielleicht gehst Du einfach noch einmal die mittlerweile 11 Seiten dieses Threads durch und kopierst die ganzen (Teil)Beiträge, in denen Du Tipps oder konstruktive Rückfragen erhalten hast. Dies fügst Du dann nacheinander ein und liest Dir diese (Teil)Beiträge noch einmal durch.
    Wenn dann noch konkrete Fragen übrigbleiben sollten, kannst Du sie gerne stellen.

    Was mich wirklich nervt, ist die Frage kurz vor Ferienende: "Na, freust du dich wieder auf die Schule?" Warum? Weil mir diese Frage immer und immer wieder von vielen Bekannten, Verwandten etc gestellt wird. Gerade erst vergangene Woche geschehen UND mein Mann sitzt neben mir, hatte ebenfalls die gesamten Osterferien frei und er wird nicht gefragt, ob er sich auf das Ende des Urlaubs freut.

    Mein Mann hatte übrigens tatstächlich Urlaub, ich hingegen habe durch Korrekturen und Abivorbereitungen einige Stunden gearbeitet in diesen zwei Wochen.

    Ich machen einen Großteil meines Jobs gerne, definiere mich aber nicht über ihn. Wäre ich finanziell unabhängig, fielen mir zig andere Dinge ein, die ich stattdessen täte - eine Vielzahl davon im gemeinnützigen Bereich, für die mir aktuell aber keine Zeit bleibt.

    Das liegt daran, dass Nicht-LehrerInnen nicht zwischen Urlaub und unterrichtsfreier Zeit differenzieren können (oder manchmal auch nicht wollen.) Das unterbewusste Bild der Öffentlichkeit von einer Lehrkraft ist halt, dass sie nur dann arbeitet, wenn sie in der Schule ist. Das weißt Du ja vermutlich selbst.

    Ich kann solche Fragen nicht mehr ernst nehmen. "Hach weiß Du (liebe/r Nachbar/in), 12 Wochen bezahlter Urlaub, lauer Halbtagsjob, unkündbar, überbezahlt, da habe ich doch alles richtig gemacht. Und Du?" Mittlerweile sind das nur noch fast schon liebevolle Frotzeleien unter Nachbarn, die sich seit Jahren kennen.

Werbung