Beiträge von Bolzbold

    Nü, genau das hatte ich stark verkürzt auch geschrieben.

    Ja. Mag sein. Mir war es wichtig, in einer hoffentlich gelungenen Mischung aus Präzision und Textlänge die Problematik darzulegen und die sich daraus ergebenden Konsequenzen. Mehr kann (und werde) ich nicht tun.

    PaPo

    Das bedeutet aber in letzter Konsequenz, dass Du hier früher oder später in den leeren Raum hinein schreibst. Das Nichtgelingen der Kommunikation wäre dann Dir selbst zuzuschreiben.

    Die Kommunikationsstrategie, möglichst ganzheitlich zu argumentieren, kann ich grundsätzlich nachvollziehen, auch ich bediene mich dieses Mittels ab und an, wenngleich in (auch buchstäblich) reduzierterer Form. Dann stellt sich nur die Frage, ob ich wegen meines ganzheitlichen Ansatzes "überzeuge", oder ob ich mein Gegenüber schlichtweg durch die Textwand mundtot mache, weil es nicht bereit ist, diese zu lesen und kleinschrittig darauf einzugehen. Ich persönlich habe dafür weder Zeit noch Lust. (Dann sind wir bei der Schleife, die zu meinem ersten Satz dieses Beitrags führt.)

    Der Ansatz eines Austauschs in einem Forum sollte doch sein, gelingend und gewinnbringend zu kommunizieren. Dies ist hier offenkundig nicht der Fall, wenn man sich die Interaktion zwischen Dir und vielen anderen Unsern anschaut.

    Böse zusammengefasst wäre das dann: "Ich schreibe so toll, aber niemand kann es argumentativ und zwischenmenschlich würdigen. Hier im Lehrerforum sind alle doof." Dann sind wir beim Geisterfahrersyndrom.

    Ich denke, viele Männer können sich das nicht vorstellen, weil sie selbst selten (unangemessene) Komplimente erhalten. Es gab mal ein You Tube-Video, in dem eine Frau als Experiment Männern auf der Straße (unangemessene?) Sprüche machte und die meisten schienen sich zu freuen. In den Kommentaren sind die Rückmeldungen sogar noch positiver.

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    Naja, also wirklich unangemessen war das nicht mit Ausnahme des Klapses auf den Po. Gleichwohl scheinen Männer da in der Tat gelassener darauf zu reagieren, womöglich weil es "ihre" Sprache ist.

    Um den Männern ein ähnliches Gefühl zu geben, müsste man wahrscheinlich das Setting ändern.

    a) Es müsste eine Gruppe von Frauen sein.
    b) Die Frauen müssten deutlich verbal-aggressiver sein und "handgreiflicher" sein.
    c) Wollte man gemein sein, bräuchte man eine körperlich überlegene Gruppe von Frauen, die gezielt Männer unter einer Größe von 1,70m. anspricht.

    Disclaimer: Das soll jetzt keine Aufforderung zu einem entsprechenden Experiment sein.

    Bolzbold : Meinst du das selbstgesteuerte Lernen oder die Lernzeit?
    Die Lernzeit haben wir (leider!) seit Jahren und ich würde (aus "Arbeitnehmersicht") jeder Schule vom Ganztag und Lernzeiten abraten, egal wie sehr es nach Bildungsgerechtigkeit klingt.
    Selbstgesteuertes Lernen (im Unterricht) wäre durchaus interessant, steht aber nicht auf unserem Plan, ich würde mich gerne für den eigenen Unterricht weiterbilden.

    Ich meine das selbstgesteuerte Lernen, das bei uns "Lernzeit" genannt wird. Das war für mich eine ziemliche Herausforderung in meiner neuen Funktion, da ich das direkt im ersten Jahr mit vorbereiten durfte.

    Also wenn Dein aktueller Zustand, der ja sicherlich lückenlos dokumentiert ist, Dir keine Versetzung ermöglicht, dann wird das wohl der einzige Weg sein, dass Du zu Hause bleibst, wenn es nicht geht. Das ist auf Dauer aber weder für Dich noch für Deine Schule eine Lösung. Noch mehr heraushandeln kannst Du versuchen, aber es kann natürlich passieren, dass die SL im Zweifelsfall sagt "OK, Miss Miller, dann müssen wir mit den Ausfällen umgehen."

    Wir haben das an meiner Schule eingeführt - und natürlich haben wir links und rechts geguckt und uns einen Kollegen einer Schule als Moderator eingeladen, der dann mit uns Möglichkeiten und Grenzen an unserer Schule erarbeitet hat.

    chilipaprika

    Wenn das bei Euch spruchreif sein sollte, schreib mir eine PN. Da Du auch am Gymnasium bist, ist das eher vergleichbar. Zusätzlich kenne ich mich aus der Zeit in der Behörde auch noch anderweitig damit aus.

    Für mich klingt das nach einer dringend notwendigen Versetzung an ein BK mit deutlich weniger Fahrzeit, damit diese kräftezehrende Pendelei wegfällt. Bestimmte Konstellationen im Stundenplan werden sich nicht vermeiden lassen, es sei denn, man würde erst Deinen Plan erstellen und im Anschluss alle anderen Pläne. Das wird so wahrscheinlich nicht funktionieren.

    Mir kommt noch der Gedanke der "eingeschränkten Dienstfähigkeit". Da müsstest Du Dich aber ggf. selbst einlesen bzw. Dich vom Personalrat beraten lassen.

    Wir sollten uns dringend von der Idee endgültig verabschieden, dass ein Volk eines beliebigen Drittweltlandes nur darauf wartet, von Europa oder den USA oder beiden "befreit" zu werden. Das ist aus meiner Sicht eine Form von Neokolonialismus und moralischer Hybris - und es ist in der Vergangenheit mehrmals schiefgelaufen.

    Wenn Bevölkerungen in Drittweltländern ihre unterdrückerischen Regime nicht selbst beseitigen können, mag das partiell an fehlendem Willen liegen. Oft sind es die fehlenden Mittel und die Vorstellung, dass sowieso nur das Recht des Stärkeren zähle. Ein weiteres großes Problem, vor allem in Afrika, sind die ethnischen Konflikte, die durch die willkürlichen Grenzziehungen der Europäer verschärft wurden. Es würde nicht per se Frieden bringen und es ist völlig illusorisch, das hinzubekommen, aber die Neugestaltung der Landkarte Afrikas nach ethnisch homogenen Ländern würde vieles einfacher machen.

    Solange sich zusätzlich kleine Cliquen an die Macht klammern, weil sie so auch an den Reichtum des Landes kommen und wissen, dass sie ohne diese Macht nicht mehr lange am Leben wären, weil dann die nächste Clique kommt, ist da keine Verbesserung zu erwarten. Ferner haben die reicheren und mächtigeren Länder dieser Erde ja auch ein Interesse daran, dass das so bleibt - zynischerweise idealiter ohne die Migrationsbewegungen - weil wir sonst nicht günstig an Rohstoffe kommen. Irgendwoher will unsere Lebensstandard ja finanziert werden.

    Was auch daran liegt, dass man sich hinter dem Bildschirm sicher wähnt und weiß, dass so etwas von Angesicht zu Angesicht gar nicht oder anders ablaufen würde.

    Und noch ein letzter Punkt: Wenn man noch irgendwie an eine Zukunft der eigenen Heimat glaubt, möchte man womöglich selbst dazu beitragen, das Narrativ möglichst zum Positiven zu beeinflussen, und das gelingt in der Regel vor Ort leichter als aus der Entfernung.

    Das ist aus der Perspektive eines sorgenlosen, wohlgenährten Erstweltbürgers ziemlich selbstgerecht - die Hybris ist hier die Politikverdrossenheit gepaart mit Nichtwählen. Die Menschen, die fliehen, haben kein Interesse mehr daran, Dinge in ihrem Land positiv zu beeinflussen. Sie sind in der Regel in Umständen aufgewachsen, die ihnen gezeigt haben, dass das illusorisch ist.

    Wir haben alle verdammtes Glück, weitgehend sorgenfrei aufwachsen zu dürfen.

    Ich bin beileibe nicht dafür, jede/n hier ins Land zu lassen oder gar Deutschland als eines der Weltsozialämter zu erachten. Wir dürfen uns aber nichts vormachen, dass ein Teil des Problems die koloniale Vergangenheit ist, sowie die wirtschaftliche und politische Macht, die die USA und Europa immer noch auf die Drittweltländer ausüben, und unser Anspruch, als Gewinner der Globalisierung diese Gewinne selbstverständlich weiterhin einzufahren.

    Die Entwicklung in Afrika und im Nahen Osten hat Europa maßgeblich verursacht. Es will mir auch nicht in den Sinn, wie man erwarten kann, dass bald 70 Jahre nach dem politischen Ende des Kolonialismus diese Länder bitte alle demokratisch sein sollen, ethnische Konflikte alle befriedet sein sollen und die Afrikaner, die als Vorbild nur das Recht des Stärkeren (hier der Kolonialherren) kennengelernt haben, plötzlich ihre Länder so wirtschaftlich, sozial und politisch stabilisieren, dass es dort allen Menschen so gut geht, dass niemand mehr flieht.

    Viele Länder Afrikas haben meiner Einschätzung nach keine wirkliche Zukunft. Und was die Briten und Franzosen mit dem Sykes-Picot-Abkommen verbrochen haben, spüren wir ja auch heute noch.

    Das bedeutet freilich nicht, dass wir jetzt die nächsten Generationen dafür bezahlen sollen. Aber es hilft schon, den moralischen Kompass hier ggf. noch einmal neu zu kalibrieren.

    An den Sek I Schulformen unterrichtet man die Klassen oft von der 5 bis zur 10. Stichwort Kontinuität. Die Qualifikation der Lehrkraft spielt fast sechs Jahre keine Rolle, bis in der ZP alles anders sein soll? Ich glaube, dass die APO SI dem Rechnung trägt.

    Ergänzend dazu §26 Abs 4 APO GOSt. Da muss die Fakultas in der Regel vorliegen.

    Ich habe im diesjährigen Abitur Klausuren gesehen, die so vor Rot strotzten, was weniger an den (zweifellos auch) mangelhaften inhaltlichen Leistungen lag als vielmehr an Orthographie, Interpunktion und Satzbau. Wäre man hier konsequent streng gewesen, dann hätte man locker die Hälfte der Klausuren, die ich gesehen habe, abwerten müssen, dass die Klausuren jeweils mit zwei Notenpunkten schlechter bewertet worden wären. Viele KollegInnen erachten das augenscheinlich als überzogene Härte. Hätten sie das ihrerseits von Anfang an so bewertet, dann hätten sie das Problem im Abitur entweder nicht gehabt oder aber weniger Skrupel gehabt, das Ganze auch durchzuziehen.
    Das hätte einmal irgendwann zu Beginn der Q-Phase richtig Stress gegeben, danach wäre das Ganze aber sicherlich so oder so gegessen gewesen.

    Drei ähnliche Themen, es engagieren sich UserInnen, dann meldet sich der TE nicht mehr. Jetzt der vierte Thread. So nicht. Ich schließe das hier. Wenn der User Interesse am Austausch hat, kann er einen der alten Threads fortsetzen.

    Für Langeweile oder Sommerlöcher, wenn man den Zeitpunkt der Threads betrachtet, sind wir nicht zuständig.

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