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Beiträge von Bolzbold
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Es geht mehr darum, ob wir künftig direkt und persönlich oder eben über KI miteinander reden wollen. Falls Letzteres gewünscht ist, kann man sich die Antworten auch direkt bei der KI holen. Dann können wir das Forum hier dichtmachen.
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Ja, ich bin auch sehr unzufrieden. Versuche, mir Mühe zu geben und ständig werde ich wegen Kleinigkeiten gemaßregelt, gelobt nie, immer nur draufgehauen. Hab vor Arbeit kaum Freizeit und dann ließt man auch noch so einen Müll wie in der Abizeitung. Ich frage mich, wie viele Kollegen alles so entspannt sehen und trotzdem nicht ständig anecken.
Stell Dir das Ganze wie ein Spiel mit komplexen Regeln auf einem großen Spielfeld vor. Es gibt Regeln, die muss man kennen. Nicht jeder kennt aber alle Regeln und nicht alle kennen die genaue Größe und Ausgestaltung des Spielfelds. Einige MitspielerInnen spielen fair, andere foulen ab und an oder gar regelmäßig. Es ist Deine Aufgabe, auf diesem Spielfeld so zu manövrieren, dass Du nicht unter die Räder kommst.
Vieles, was Dir widerfährt, ist Teil dieses Spiels. Auch ich kenne noch nicht alle Spielregeln, wie ich neulich erst erfahren musste. Ich bin auch ein paar Mal heftig gefoult worden, mal hat der Schiri es gesehen, mal nicht. Und dennoch läuft das Spiel weiter - ob Du am Boden liegst oder nicht.
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Wir haben keine regelbasierte Weltordnung, weil es keine Instanz gibt, die Regeln durchsetzen kann/will. Deshalb ist Diplomatie notwendig und wichtig.
Ich würde einen Schritt weitergehen. Diese Weltordnung wurde einmal 1945/1946 von den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs und China pro forma geschaffen. Sie hätte dann funktioniert, wenn sich die drei zentralen Mächte selbst an die Regeln gehalten hätten und nicht effektiv das Faustrecht in Form ihres in der UN-Charta verbrieften Veto-Rechts auf ewig festgeschrieben hätten. Es gilt nach wie vor das Recht des Stärkeren und des Rücksichtsloseren.
Die USA werden nicht in ihre Schranken verwiesen werden (Kidnapping von Präsidenten eine souveränen Staates, Einmischung in innere Angelegenheiten, Beginnen von Angriffskriegen ohne Kriegsgrund, um die jüngsten Ereignisse zu nennen), ebenso wenig wird China davon abzuhalten sein, sich Taiwan eines Tages zu nehmen, noch weniger wird Russland die Ukraine eines Tages vollständig räumen.Die Schwächeren werden auf Einhaltung der Regeln pochen, was sollen sie auch sonst tun?
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Man kann auch in ein gutes Kollegium kommen und durch sein eigenes Verhalten schnell zum Außenseiter werden...
... von daher ist das ein Zusammenspiel aus sozialer Dynamik innerhalb des Kollegiums und dem, was man als Neuling hineingibt.
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Da wäre es im Sinne eines schönen Abschieds angebracht gewesen, dass sich SL und Orga-Team der Abiturienten zusammensetzen und darüber sprechen, was sich jeder zu Abizeitung, Mottowoche und Abistreich vorstellt.
Das passiert in vielen Fällen auch. Es kommt aber auch vor, dass über die jeweiligen LKs berichtet wird - diese Beiträge unterliegen oft nicht einer Rückkopplung mit Schulleitung oder betroffener Lehrkraft. Das ist dann mitunter für die anderen KollegInnen zum Fremdschämen und für die betroffene Lehrkraft eine öffentliche Demütigung.
Dem kann man begegnen, indem man dann konsequent reagiert, z.B. dass man die Veranstaltung konsequent verlässt. Das habe ich nur noch nie erlebt, weil man ja den anderen SchülerInnen nicht den Abend verderben möchte.
Im Zweifelsfall muss die betroffene Lehrkraft dann damit umgehen.Ich habe mir geschworen, nachdem ich einmal vor 400 Personen runtergemacht wurde, dass ich dann wahlweise kommentarlos die Bühne verlassen werde und im Anschluss gehen werde, oder dass ich je nach Situation darauf professionell, aber deutlich reagiere. Man muss sich nicht alles gefallen lassen.
Was die Abizeitung betrifft, so ist das der einzige Ort, wo die SchülerInnen sich in der Regel ohne Konsequenzen mal so richtig auskotzen können über das, was ihnen aus ihrer Empfindung nach an Unrecht widerfahren ist. Zu viele SchülerInnen haben hier noch nicht die notwendige Reife, die Folgen ihres Handelns zu überblicken, andere erachten das als "gerecht" oder ihnen geht infolge der asozialen Medien jegliches Gespür verloren...
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Und was bleibt dann bei der Schulleitung über den Kollegen/Kollegin hängen, wenn sie dgl. in der Abizeitung liest und der Kollege bei den Negativpunkten immer ganz vorne liegt?
Das Bewusstsein, dass SchülerInnen manchmal doof sind.
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Ich frag mal: Wieviel Ordnungsmaßnahmen hattet ihr am Gymnasium dieses Schuljahr? 5 oder doch 10?
Ich hatte das ja schon mal gesagt: Diese Aussage von dir ist recht einfach, wenn man nur eine Handvoll Ordnungsmaßnahmen pro Jahr hat und sich dann bei jedem Fehlverhalten direkt reinknien kann. Wenn ich jedes Mal eine Ordnungsmaßnahme durchführe, wenn die Kolleginnen und Kollegen das von mir fordern, wäre ich den ganzen Tag mit nichts anderem beschäftigt. Häufig fehlt aber komplett die pädagogische Vorarbeit oder manche wollen von mir aus, dass ich den kompletten Vorfall aufkläre, damit sie selber keine Arbeit damit haben. Auf meine Bitte, den Vorfall entsprechend aufzuklären und mir gesammelt als Zusammenfassung zukommen zu lassen, kommt dann aber nichts mehr - wenn der Kollege mir dann sagt, ich würde mich scheuen, OM zu erlassen- da fehlt mir dann doch das Verständnis
Dann solltest Du Dir den Schuh nicht anziehen. Ich habe den Fall des TE anders gedeutet. Wenn aufgrund einer schwierigen SchülerInnenschaft viele OMs durchgeführt werden müssen bzw. seitens des Kollegiums auch sollen, dann ist die Vorbereitung durch das Kollegium zwingend notwendig. Da schießt sich das Kollegium dann aber ins eigene Knie. Das würde ich den KollegInnen aber auch genau SO sagen. Wenn die wollen, dass durchgegriffen wird, müssen sie mitziehen.
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Das kann man so sehen. Allerdings muss man sich dann auch einmal überlegen, wie solche Rankings zustande kommen.
Die SchülerInnen gehen bei den jeweiligen Kategorien nicht die Kollegiumsliste von A bis Z durch sondern entscheiden teils spontan aus dem Bauch heraus. Vielleicht hatten sie dann ausgerechnet noch eine prägnante Situation im Kopf, weswegen sie dann eben "Status_Quo" aufgeschrieben haben.
Ich trage Ethno-Stil und jeden Tag wenigstens ein anderes Hemd oder eine andere Ethno-Weste. Daraus könnte man jetzt konstruieren, dass ich vom Stil her immer dasselbe trage, obwohl ich de facto jeden Tag andere Sachen trage. Ich würde vermutlich auch in der Kategorie "kommt ständig zu spät" relativ weit oben landen, weil ich als Schulleitungsmitglied so viele Dinge zwischen Tür und Angel habe, dass ich in der Tat oft zu spät bin. Da ich Schulleitungsmitglied bin, kann das ein Faktor sein, weswegen man "Bolzbold" häufiger aufschreibt. Die anderen Kategorien sind keine absoluten Wertungen. Wenn man unbedingt einen Namen angeben muss, obwohl man eigentlich bei keiner Lehrkraft wirklich sagen kann (oder will), dass sie einen anderen Beruf hätte wählen sollen, dann kann es passieren, dass da "Status_Quo" steht. Weil man Status_Quo im Unterricht hatte.
Was man hingegen kritisieren kann, ist der Umstand, dass solche Kategorien überhaupt vorkommen.
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Als Lehrkraft habe ich ja in der Regel kein Betreuungsproblem - bis auf die ersten Tage vor Schulbeginn. Das mit den Großeltern ist tatsächlich eine Farce, denn hier in Deutschland sind viele Großeltern in der Tat noch berufstätig oder ggf. schon so alt, dass sie die Betreuung gerade von kleineren Kindern nur noch eingeschränkt übernehmen können.
Unsere Familienmodelle sind deutlich individueller, so dass die "Großfamilie" eher die Ausnahme ist. (Der Begriff an sich hat ja eine erhebliche Bedeutungsverschiebung erfahren und ist heute stärker negativ konnotiert.)
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Den gibt es echt noch? Der hat jetzt tatsächlich 50 Jahre auf dem Buckel. Das ist ein echtes Unikat - ich war auch schon einmal drauf...
Die Hohe Straße und die Breite Straße sowie der Neumarkt sollte man auch nicht auslassen. Und wenn man es beschaulicher mag, macht man einen Abstecher nach Bonn...
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An der Gesamtschule passiert genau das im Fach Gesellschaftslehre.
Wenn wir uns einmal die Themen im Fach WiPo am Gymnasium ansehen, dann vermag ich nicht zu erkennen, dass man so viel Hintergrundwissen um aktuelle Geschehnisse benötigt - zumindest nicht in der Sek I. Da reicht in meinen Augen tägliches Zeitunglesen oder Nachrichten schauen. Was das Erkennen von Falschinformationen und das pädagogische Gefühl betrifft, so sind das Kernkompetenzen, die jede (!) Lehrkraft benötigt.
Deine Argumentation kann man streng genommen auf jedes Fach übertragen. Es gibt gleichwohl Fächer, bei denen es evident ist, dass ich das fachfremd nicht unterrichten kann bzw. sollte. Eine Fremdsprache, die ich nicht ansatzweise beherrsche, dürfte am einleuchtendsten sein. Als Nicht-Musiker und jemand, der kein Instrument spielt und nicht singen kann und will, ist man im Musikunterricht sicherlich auch nur bedingt einsetzbar.
Die Fächer Erdkunde und Politik in der Sek I sind Fächer, in denen man gerne auch die Klassenleitung einsetzt, damit diese mehr Stunden in der Klasse hat. Da denken in der Tat viele Schulleitungen so. Das ist dann eine Güterabwägung.
Welche Fächer wären denn Deiner Ansicht nach weniger problematisch?
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Andy hat das in Beitrag #9 noch einmal präzisiert. Dass er das Bundesland nicht genannt hat, ist gleichwohl eher ungünstig.
(Am Rande: Ich HABE seinerzeit alle (!) Prüfungsordnungen aus dienstlichem Anlass gelesen...)
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OK, präzisieren wir.
"Nachprüfungen" meint in NRW eine Prüfung, die abgelegt wird, um nachträglich eine Versetzung zu erlangen."Mündliche Prüfungen im ersten bis dritten Abiturfach" sind wie oben dargelegt selbsterklärend.
In diesem konkreten Fall des TE war aber klar, was gemeint ist, weil keine Versetzungsentscheidung ansteht, explizit das Abitur genannt wurde und die zusätzlichen Prüfungen im fachsprachlich ungenaueren Volksmund, der auch in Schulen vorkommt, eben Nachprüfung genannt werden.
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Die TE erinnert doch stark an zwei oder drei andere mittlerweile nicht mehr hier schreibende Userinnen.
Kernpunkt ist immer, dass sie schikaniert, gemobbt oder anderswie drangsaliert wird, die Welt nicht versteht und uns fragt, was man dagegen tun kann. Dann werden die Antworten bewertet und festgestellt, dass wir im Wesentlichen zu kritisch rückfragen und der Großteil unserer Antworten sowieso nicht hilfreich ist.
Warum tun wir uns das an?
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Sich jedes Mal künstlich doof zu stellen, ist noch weniger im Sinne gelingender Kommunikation. Wenn Du der Ansicht bist, dass das Ganze nicht sauber formuliert ist, dann sag es doch direkt.
Die andere Sache ist, dass diese Prüfungen offenbar je nach Bundesland und in NRW auch je nach Schulform anders bezeichnet werden.
Als BKler hätte Dir der Terminus "Nachprüfung" sogar noch näher gelegen als eine "mündliche Prüfung im ersten bis dritten Abiturfach".
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Das soll die Hemmschwelle höher setzen. Leider gibt es Schulleitungen, die Ordnungsmaßnahmenkonferenzen scheuen wie der Teufel das Weihwasser.
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In der ADO in NRW steht zu fachfremdem Unterricht Folgendes:
(2) Wenn es zur Vermeidung von Unterrichtsausfall oder aus pädagogischen Gründen geboten ist und die entsprechenden fachlichen Voraussetzungen vorliegen, sind Lehrerinnen und Lehrer verpflichtet, Unterricht auch in Fächern zu erteilen, für die sie im Rahmen ihrer Ausbildung keine Lehrbefähigung besitzen. Eine Verpflichtung zur fachfremden Erteilung von Religionsunterricht besteht nicht.
Weiß jemand, ob es irgendwo eine Quelle gibt, in der näher auf die "fachlichen Voraussetzungen" eingegangen wird? Dass man fachfremd unterrichten muss, kann ja nicht heißen, dass jeder Lehrer alles machen muss.
LG
Elphaba
Ein Deutsch/Englisch Lehrer wird nicht Italienisch unterrichten und eine Physik/Chemie Lehrerin wahrscheinlich kein Musik oder Literatur. Manche Dinge funktionieren eben nur mit bestimmten Mindestvoraussetzungen. Fächer wie Geschichte, WiPo, Erkunde, Kunst und in Teilen praktische Philosophie oder an der Gesamtschule Gesellschaftslehre (oder wie auch immer das heißt) sind jedoch die Fächer, in denen man von einer halbwegs allgemeingebildeten Lehrkraft erwarten kann, dass sie das hinbekommt.
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In der Zeit erschien vor ein paar Tagen ein interessanter Artikel zur Frage der Verschiebung der gesellschaftlich-politischen Achsen in Europa.
Ob die AfD eine demokratische Partei ist oder nicht, tritt da für mich immer mehr in den Hintergrund. Problematisch ist und bleibt der Umstand, dass die vier bisher an den Bundesregierungen beteiligten für einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung keine glaubwürdigen Lösungskonzepte für die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft haben. Die Ampel-Koalition und jetzt die x-te "große" Koalition haben das immer wieder gezeigt.
Ich gehe sogar davon aus, dass die AfD nur deswegen keine absolute Mehrheit bei der nächsten Wahl erhalten wird, weil es immer noch genug Menschen mit Anstand und Verstand gibt, für die die AfD, egal wie schlecht es einem geht, eben keine Alternative darstellt. Das ist in meinen Augen die wirkliche Brandmauer.
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Angst vor Widersprüchen ist in der Regel Unkenntnis des Verfahrens. Man muss keine Angst vor Widersprüchen haben. Man sollte viel eher sich darüber im Klaren sein, was man seiner Schule antut, wenn man Regeln und Disziplin nicht konsequent einfordert und bei entsprechenden Verstößen nicht handelt.
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