An einer Schule, an der ich als Vertretungslehrerin gearbeitet habe, wurde im Jahrgang komplett parallel gearbeitet. Dazu wurden Wochenpläne auf Basis der Lehrwerke erstellt, sogar die Hausaufgaben mussten gleich aufgegeben werden. Es war ein Zwang, alle Seiten im Lehrwerk zu nutzen ... auch wenn man die Seiten nicht für geeignet hielt ... und langsame SuS mussten am Wochenende zuhause die fehlenden Seiten nachholen.
Beides finde ich sehr extrem.
Widerspricht dem das jeder in seinem Tempo arbeitet ja total und gäbe es bei uns nicht.
An einer anderen Schule, wo ich auch Vertretungslehrerin war, haben sich die Jahrgangsteams einmal in der Woche getroffen und ausgetauscht. Themen wurden "fast parallel" unterrichtet, aber jede Lehrkraft hat die Einheiten inidviduell auf die Klassen angepasst.
Reicht bei uns auch nicht, wird auf jedes Kind angepasst der Wochenplan.
Hierbei gab es im Team dann aber immer Austausch, Tipps und Reflexion. Das war für mich die Arbeitsweise, mit der ich mich am meisten wohlgefühlt habe!
Machen wir auch oft, aber zu den meisten Materialien hat es schon stattgefunden, ich konnte also trotzdem als die Klassenlehrerin krank war und ich nicht alles gefunden habe, als Grundlage Materialien des Wochenplanes der Parallelklasse nutzen.
Und noch eine zweite Frage: Was macht ihr, wenn ihr mit einem Lehrwerk arbeiten müsst, das ihr aus verschiedenen Gründen nicht so toll findet? Eigenes Material nutzen?
Ich weiß auch nicht, hier stehen 8x "meine Fibel" und ich soll ab nächstem Jahr mit Karibu arbeiten, wohl eher nicht, stellen wir in den Schrank und unsere Fibeln daneben 
Aber die Eltern mussten das Lehrwehrk ja bezahlen?
Nö, gibt es hier von der Schule, aber auch die muss den Mist bezahlen, was für eine Geldverschwendung.
Müssen dann alle Kinder darin arbeiten, obwohl andere Arbeitsblätter/anderes Material vielleicht besser geeignet wäre?
Nein, warum, ich soll ja differenzieren.
Wie erklärt man es den Eltern, wenn sie das Lehrwerk kaufen mussten und man es dann nicht oft benutzen lässt?
Hat die Fachkonferenz beschlossen, passt leider nicht zu ihrem Kind.