Wenn ich die ANC-Kopfhörer nicht hätte, wäre ich mittlerweile Herzpatient oder in der Geschlossenen. Man kann bei mir nicht mal in Ruhe Fernsehen, da das Gerede der Nachbarn nebenan lauter ist als mein Fernseher selbst, wenn ich ihn auf Zimmerlautstärke stelle. Das Schlimmste ist aber Duschen, Baden und die Toilettengänge der Nachbarn. Ich kann beinahe hören, was derjenige gestern gegessen hat.
Da fürchtest du, dich zu verschlechtern, wenn du weg ziehst? Das klingt für mich so grauenhaft, da werde ich beim Lesen schon beinahe Herzpatient. Wäre es denn ein großes Problem für dich, umzuziehen? Ich meine, das stört doch nicht nur beim Korrigieren. Man will doch auch sonst mal seine Ruhe haben. Wozu hat man denn ein Zuhause?
Wir hatten mal ein lärmendes Pubertier im Nachbarhaus, da haben wir ob der dauernden Diskobeschallung irgendwann mit der Polizei gedroht. Ich kann mich gut erinnern, dass ich echt am Anschlag war. Ich hatte auch mal Vermieter mit einem riesigen Hund, der zuverlässig nachts um 4 ein ohrenbetäubendes Kläffkonzert veranstaltete - im Garten gleich unter unserem Schlafzimmerfenster. Gute Nacht.
Also, du hast mein volles Mitgefühl ![]()
Manchmal kann es helfen, seine Einstellung zu ändern, so wie einen in einem vollen Cafe oft das Gerede weniger stört als zu Hause. Aber das ist tatsächlich schwierig.
Ich weiß von einem Kollegen, der sich tatsächlich zum Korrigieren in die Bücherei setzt, aber ich glaube, das macht er vor allem zur Selbstdisziplinierung. Bei uns ist die Unibib auch sonntags auf, da würde ich vermutlich da hin gehen, aber dafür so weit fahren, wie du es schreibst? Hm. Vielleicht wirklich mal fragen, ob du in die Schule kannst. Eine separate Wohnung zum Korrigieren mieten finde ich jedenfalls Quatsch. Dann kann man auch gleich umziehen.