Beiträge von fossi74

    PS: offtopic-Nebenfrage an die Deutschlehrer: "Für den Referendar" oder "Für den Referendaren"?

    Der Referendar - des Referendars - dem Referendar - den Referendar
    Die Referendare - der Referendare - den Referendaren - die Referendare.

    Andere Nomina auf -r werden genauso dekliniert, z.B. Notar, Autor, Bibliothekar etc.

    Woher der Unsinn mit "des Referendaren" kommt, hat sich mir bisher noch nicht erschlossen. Ist hier aber leider häufig zu lesen.

    Berufs- und Privatleben sind ja auch zwei verschiedene Dinge

    Die charakterliche Grunddisposition eines Menschen wirkt auf beide Bereiche. Natürlich kannst Du Dich verstellen und beispielsweise im Berufsleben den empathischen Philanthropen und begeisterten Trendsetter und Erneuerer spielen - aber ob das auf Dauer gutgeht?

    Allerdings toleriere ich auch andere Lebensentwürfe, ohne darauf herabzublicken. Du auch?

    Absolut. Ich würde mich allerdings mit der Aussage "Ich plane nicht, meinen Lebensstil von vor zwanzig bis dreißig Jahren jemals zu ändern" für mich etwas schwertun. Es klingt so... unflexibel. Verbissen. Unfähig zur Anpassung. Nenn es wie Du willst.

    edit: Interessant wäre noch zu erfahren (ernstgemeint!), was Deinen Lebensentwurf aus den 80er und 90er Jahren denn eigentlich auszeichnet. Dass Du noch Deinen alten Walkman benutzt und "dufte" sagst, wenn Dir etwas gefällt, wirst Du ja wohl nicht gemeint haben.

    Ich habe nie geschrieben, dass niemand mehr Kinder bekommen soll und ich habe nie geschrieben, dass niemand mehr Kinder bekommen wird.

    Und ich habe nicht geschrieben, dass Du das behauptet hättest.

    DARAUS leitest du deine Anspruchshaltung ab, dass der Staat Familien "gefälligst zu unterstützen habe" ( = kein Privatvergnügen).

    Das Zitat "gefälligst zu unterstützen habe" (ist doch ganz klar als Zitat von mir gekennzeichnet, oder?) magst Du mir bitte belegen, denn ich habe das nicht gesagt - das legst Du mir nur wieder in den Mund.

    auch wenn dir dabei das Messer in der Tasche aufgeht (Redest du so auch mit Schülern, die hartnäckig eine andere Meinung vertreten?)

    "Hartnäckig" ist hier das Schlüsselwort.

    Welche Sendung schaust du zur Zeit regelmäßig(er)?

    Alte Folgen von "Aktenzeichen XY" auf Youtube. 1985 und früher.

    Vorteil: Man kann sich fast so schön gruseln wie früher, aber mit der beruhigenden Gewissheit, dass alle dargestellten Bösewichter längst tot oder zumindest altersschwach sind.

    Interessante Nebeneffekte:
    1. Man erinnert sich wieder mal an die soziokulturelle Realität der BRD vor dreißig bis vierzig Jahren und wie anders als heute wir doch gelebt haben.
    2. Beim Betrachten mehrerer Folgen nacheinander kriegt man erstmal mit, was der Zimmermann doch auch für ein Scharfmacher und Law-and-order-Populist war. Keine Sendung, in der er nicht - das hornbebrillte Gesicht in sorgenvolle Falten gelegt - von irgendwelchen besorgniserregenden neuen Trends in der Kriminalität (ganz wichtig: jeweils immer stärker auch den Kleinbürger betreffend) faselte; immer unter Zitierung ungenannter, aber hochkarätiger "Experten".

    Zum Buß- und Bettag passende Frage: Was hast Du in Deinem Leben am meisten bereut?

    PS: Die Frage nach dem bevorzugten Gartenbaum aus #5.148 wollte ich noch beantworten. Ich würde den Laubbläserbaum nehmen - spendet schon im Frühjahr herrlichen Schatten, zeigt fantastische Herbstfärbung, und wenn es soweit ist, fällt das Laub nicht nach unten, sondern fliegt in den Himmel.

    Spalten = die Hälfte der Seite (Vertikal ungeknickt) . So haben wir vor 30 Jahren schon uns Oberstufenklausuren geschrieben, damit ser Seitenwand breit genug zum korrigieren ist.

    Ah, ok. Again what learnt. Kannte ich nicht und würde ich als Korrektor auch so gar nicht begrüßen, weil dann ja die unterschwellige Erwartung da ist, dass auf diesem breiten Rand dann gefälligst auch recht viel Rotes zu stehen hat.

    Ja, die SuS schreiben ca. 20 Seiten, da unsere Klausurzeit in Q1 und Q2 mindestens 3 Schulstunden beträgt. Gerade die Mädels schreiben sich einen Wolf.

    Also bitte. Ich erinnere mich an die drei "großen" Klausuren im ersten Staatsexamen - Neuere deutsche Literaturwissenschaft, dito Ältere, Englische Literaturwissenschaft. Arbeitszeit jeweils 5 Zeitstunden. Damals wurden Prüfungspapier-Gehefte à 20 Seiten ausgeteilt, und ja - manche (insgesamt: einzelne!) Kommilitoninnen schrieben die auch ganz emsig voll. Die ganz verrückten Hühner haben dann noch einzelne Seiten nachgeordert. Aber eine Oberstufenklausur mit 20 Seiten habe ich noch nie gesehen. Das entspricht weder dem zeitlichen Umfang noch den in der Oberstufe gängigen Aufgabenformen. In meiner Regelschulzeit hätte ich auch dafür gesorgt, dass nie mehr jemand Lust verspürt, mir ein 20-seitiges Epos abzuliefern.

    Ersetze "Seiten" durch "Spalten"

    Wie meinst Du das? Ich kenne als Klausurpapier nur die üblichen linierten oder karierten DinA4-Bögen ("Kanzleibögen" heißen sie im Bürobedarfshandel) mit Rand. "Spalten"? Lasst Ihr die Klausuren in Vokabelhefte schreiben?

    Argument, dass es so unheimlich wichtig für den Staat sei, dass seine Bürger mehr und mehr Kinder "produzieren" und er das alles finanzieren muss, fossi74.

    Sinnentnehmendes Lesen ist nach wie vor nicht Deine Stärke. Weder das eine noch das andere habe ich auch nur ein Mal propagiert. Übrigens tut das auch sonst niemand, jedenfalls niemand, den man ernstnehmen müsste.

    Hältst Du Dich denn selbst für besonders begabt, zumindest in einem bestimmten Bereich?

    Bis ich das Lehrerforum entdeckt habe, hielt ich mich für das Schreiben von Forenbeiträgen in großer Zahl für begabt. Hier habe ich meine Meister gefunden.

    Ab wann wird man eigentlich "Erleuchteter"?

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