Beiträge von Kathie

    Was für ein abstruses Argument, die Kinder müssten in ihrer gesamten Schulzeit auf Jogginghosen verzichten, damit sie sich dann nach 9, 10 oder 12 Jahren Schulzeit bei einem eventuellen Vorstellungsgespräch angemessen kleiden können. Sowas bringt mich ja schon fast zum Lachen.

    Denkt ihr wirklich, man kann den Jugendlichen nicht erklären, was angemessene Kleidung bei einem Vorstellungsgespräch ist?

    Und andersrum: Denkt ihr wirklich, dass es damit getan ist, wenn sie in ihrer Schullaufbahn durchgehend Jeans tragen? Dass sie sich dann automatisch passend für ein Vorstellungsgespräch anziehen? Wohl eher nicht.

    Insofern ist es also egal, ob die Kinder in der Schule Jogginghosen tragen.

    Mich überrascht die Oberflächlichkeit mancher. Als wären Jogginghosen ein Problem. Als wüsste man dann automatisch, dass es keine "gute" Familie ist. Als würden die Eltern in ihrer Erziehung versagen. Leute, es ist nur eine Jogginghose! In der Schule!!! Nicht auf einer Hochzeit, nicht bei einem Vorstellungsgespräch, sondern in einem Klassenraum! Das ist doch kein Problem.

    (Ein Problem wäre zum Beispiel, wenn kleine Kinder im Winter keine warme Jacke besitzen, wenn sie tagelang mit ungeputzten Zähnen kommen, wenn sie mit acht Jahren regelmäßig nur eine Dose Cola und sonst nichts zur Brotzeit dabei haben. Das können Anzeichen sein, dass die Familie Unterstützung brauchen könnte.)

    Über eine Jogginghose reg ich mich nicht auf, weil es absolut egal ist, welche Art von Hose die Kinder tragen, und weil es mir nicht zusteht, da irgendwas zu bewerten und am Ende Rückschlüsse auf das Elternhaus zu ziehen.

    Diejenigen, die friedliche SuS am Gymnasium unterrichten oder gar noch studieren und überhaupt noch nie 27 Siebtklässler bändigen mussten, halten Kappen wahrscheinlich prinzipiell nicht für bedrohlich.

    Reinerle, der sich hier vehement abwertend über jogginghosentragende Kinder bzw. deren Eltern äußert, unterrichtet am Gymnasium.

    Chips essen, Kopfhörer auf und pampige Antworten gehen aber doch nicht mit dem Tragen von Jogginghosen einher? Es können die liebsten Kinder Jogginghosen tragen, das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.

    Meine Kinder durften im Übrigen zur Schule auch Jogginghosen anziehen, wenn sie das wollten. Warum? Weil es für den Unterricht komplett egal ist, ob es eine Jogginghose oder eine Jeans ist. Man sieht sie doch ohnehin nicht, wenn das Kind sitzt ;-).

    Es zeigt mindestens, dass sich Eltern keine Gedanken machen, wie ihr Kind herumläuft. Schlechtestenfalls verdeutlicht es die Geringschätzung gegenüber der Schule. Wenn sich Teenager selbst anziehen und etwas wilder aussehen, ist das altersgemäß und total in Ordnung. Aber bei Grundschulkindern und 5/6/7ern im Strampelanzug frage ich mich, woran es Zuhause noch hapert und wurde bisher noch nicht überrascht.

    Vielleicht zeigt es auch einfach, dass

    - Eltern auf die Befindlichkeiten ihres Kindes achten und z.B. ihr Mädchen nicht in die unfassbar engen, karottig geschnittenen Jeans von H&M quetschen wollen, wo kaum die Fußknöchel durchpassen

    - Kinder sensorisch empfindlich sind und Jogginghosen am erträglichsten sind

    - die Familie nicht so viel Geld hat und sich über passende Kleidung keine Gedanken machen kann, denn: Hauptsache Kleidung!

    - Jogginghosen in der Freundesclique gerade "in" sind und die Kinder auch im Grundschulalter durchaus ihre Meinung vertreten (wo bitteschön zieht sich ein Viertklässler nicht selbst an? 5/6/7er, die du erwähnst, wohl erst recht!! Natürlich reden die mit und tragen, was ihnen gefällt)

    Wer bestimmt den Minimalkonsens "Jeans und T-shirt" eigentlich? Und wie lange gilt er, bis er sich wandelt? Ist er vielleicht jetzt schon im Wandel?

    Verbieten kann man die Jogginghose nicht mehr, ist ja an manchen Schulen die neue Uniform. Die Rückschlüsse, die ich daraus auf das Elternhaus ziehe sind dann aber auch meine eigenen.

    So eine Einstellung finde ich traurig, an der aktuellen Lebenswelt vorbei und ziemlich von oben herab.

    Ich habe niemanden angegriffen. Aber wie du meinst.

    Hatte gestern Nacht deinen ersten gelöschten Beitrag gelesen und konnte da auch keinen Angriff rauslesen. Es war Kritik am Beitrag von Wolfgang Autenrieth.

    Und wenn man nicht zu Einigungen kommt, braucht man Regeln...

    Das ist halt die Frage, ob es dazu Regeln braucht. Wie weit will man gehen, was will man alles reglementieren?

    Wenn es zu einem bestimmten Kleidungsstück (sagen wir mal, Kappen) keine Regel gibt, muss ich als Lehrer halt akzeptieren, dass sie getragen werden.

    Naja, zwischen herumspucken, Mädchen begrabschen, schlägern und in die Ecke pinkeln (=sexuelle Belästigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung etc) und dem Tragen einer Kappe oder Jogginghose ist ja wohl ein meilenweiter Unterschied!!!! Dieses Argument hinkt so heftig, dass es quasi umfällt.

    Warum sollen Schüler keine Jogginghose tragen? Leuchtet mir nicht ein. Es gibt Jogginghosen, die sehen besser aus als andere Hosen. Ich sehe wirklich keinen Grund, sie in der Schule zu verbieten, außer veraltete Vorstellungen von irgendwelchen Kleiderordnungen. Außerdem: wo genau fangen Jogginghosen an und wo hören sie auf? Das ist doch alles fließend. Wären Leggins dann auch verboten? Was ist mit weiten Schlabberhosen aus Leinenstoff?

    Bei der Kappe könnte man noch mit dem eingeschränkten Sichtfeld argumentieren, oder damit, dass der Lehrer die Gesichter sehen will. Ob diese Gründe ein generelles Verbot rechtfertigen, ist halt fraglich, und darüber mag man geteilter Meinung sein.

    Ich finde, dass man Schüler durchaus auch einfach fragen kann, warum sie eine Kappe tragen, wenn es einen stört. Hat jemand einen neuen Haarschnitt, der ihm peinlich ist, fände ich es nicht sehr einfühlsam oder pädagogisch, ihm die zu verbieten. In anderen Fällen wird der Schüler die Kappe vielleicht absetzen, wenn man ihn darum bittet und ihm das mit dem ins-Gesicht-schauen erklärt. (Ich rede von Grundschulen. Ich verstehe nicht, wie das in Grundschulen zu so einem Problem werden kann, denn wenn man wohlwollend miteinander umgeht und mit den Kindern normal redet, kommt man in der Regel zu Einigungen)

    Hier darfst du machen was du willst. In Hessen soll es in Schulen und Behörden nicht mehr gemacht werden.

    Das war ein kleiner Scherz im Bezug auf das seit Neuestem geltende Verbot in Bayern. Aber hier bin ich ja weder an einer Schule, noch an einer Behörde, wenngleich in Deutschlands größtem Lehrerzimmer.

    Wenn da mal jemand gegen klagt, dann hat die Schule ganz ganz schlechte Karten. Rechtlich gesehen müssen solche Tage nicht nachgeholt werden. Da muss ich Susannea zustimmen.

    Und das ist interessant. Ich habe mir gerade die Websites einiger FOSen durchgesehen, da ist es überall etwas schwammiger formuliert "Wenn mehr als 5 Tage ohne ausreichende Entschuldigung versäumt werden, gilt die fachpraktische Ausbildung als nicht bestanden." Wieder was gelernt, Danke. Und entschuldigt die beinahe schon Fehlinfo. Ich hatte mal ne FOS Praktikantin, die mir das mit den 5 Tagen genau so gesagt hat, das habe ich ihr geglaubt.

    Die 9.Klässler:innen, die in der Grundschule Praktikum machen, müssen ihre Krankentage nicht nacharbeiten.

    Es ist dann oft einfach nur schade, und in der Grundschule haben viele von ihnen innerhalb der 2 Wochen einen Infekt.

    Das ist aber etwas ganz anderes als eine universitäre Ausbildung mit Praxisanteilen. Zudem kann man von erwachsenen Studierenden erwarten, dass sie zum einen die Vorgaben kennen und sich zum anderen um einen Ausgleich selbstständig kümmern können.

    FOS SchülerInnen (ist das Gendern hier überhaupt noch erlaubt ;) ) müssen ihre verpassten Praktikumstage nacharbeiten, zur Not eben in den Ferien, sie dürfen bei einem halben Jahr Praktikum maximal 5 Tage fehlen.

    Die angegebenen Zahlen treffen nur für Angestellte in Deutschland zu, die vom deutschen Bundesamt hin - und zurückübergesiedelt werden. Diese Umzugserstattungen kann man nicht mit einem vietnamesischen Arbeitgeber vergleichen, somit macht dieser Vergleich leider keinen Sinn.

    Im Endeffekt sollte man natürlich die Arbeitgeber Konditionen vergleichen. Und der schnelle Vergleich fällt halt in etwa so aus:

    Umzugskostenpauschale gibt es bei dem einen Modell - beim anderen nicht.

    Reguläre Ferienzeiten gibt es bei dem einen Modell - beim anderen gibt es 12 Tage Urlaub.

    Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es beim einen Modell - beim anderen gibt es "Unterstützung im Krankheitsfall"

    Gehalt ist hier mehr - hier weniger

    Wenn man so wenig zahlen kann, wird man in einem Lehrerforum vermutlich wenig Glück haben.

    Man muss bedenken, dass bei einem Gehalt von 400€ im Monat (ob das stimmt, keine Ahnung, jemand hat es hier in den Raum gestellt) allein zwei Monatsgehälter mindestens für den Rückflug draufgehen und dass bei einem mehrjährigen Verweilen während der 12 Tage Urlaub ein Heimaturlaub z.B. über Weihnachten auch nicht mal so einfach drin sein dürfte, sondern Erspartes angreifen würde. Lohnen tut sich das irgendwie nicht.

    Für die Erfahrung könnte man es natürlich trotzdem machen, aber wärt ihr als Schule nicht erfolgreicher mit eurem Gesuch, wenn ihr Ehepartner von Expats vor Ort ansprechen würdet, ob die sich einen Job als Ortskraft vorstellen könnten, vielleicht halbtags?

    12 Tage Urlaub sind halt schon arg wenig, das sind gerade mal zweieinhalb Wochen im Jahr...

    Ich meine was kann ich den Schülern zeigen:

    • Schuleigenen Splitterschutzkohlenkeller aus dem WK2. Damals schon ein Behelf und letzte vorhandene Technik ist das Stahlschott fürs Kohlenfenster.
    • Nahegelegenen Atombunker für Fernmeldetechnik, wenn der Investor uns reinlässt
    • Bahnbunker WK2, der wie eine Kloake stinkt
    • Ehemaliges Erbsenlager aus dem kalten Krieg. Heute natürlich leer.
    • Ehemaligen Sprengschacht für die Atommine, um den Pass zu sperren
    • Ehemalige Atomraketenstellung im Nachbarort

    Das sind jetzt alles nicht so die Hits.

    Hilfe, wo wohnst du?

    Ich habe das Ref zwar nicht mit Kleinkind, aber dennoch mit kleineren Kindern gemacht, mein kleinstes Kind war 3, als ich anfing.

    Ich hätte es ohne ein soziales Netz nicht geschafft, ohne mich aufzureiben, aber so ging es: Mein Mann die Kinder in der Früh komplett übernommen und sie dann auch in den Kindergarten gebracht (Fahrstrecke zu den Seminarschulen war teilweise so weit, dass es dort sonst nicht pünktlich gewesen wäre), er hat am Wochenende auch regelmäßig einen Tag mit den Kindern was unternommen und mich in Ruhe vorbereiten lassen.

    Ich hatte außerdem nicht den Anspruch, die Kinder mittags aus der Betreuung zu holen, sondern habe sie bis zur Schließzeit dort gelassen.

    Vor diesem Hintergrund war es absolut machbar!

    Die Nachmittage nach dem Kindergarten und die Abende gehörten mir und den Kindern, ich habe dann eben oft so ab 21 Uhr nochmal gearbeitet. Am Wochenende war ich effektiv und hatte dann auch immer einen Tag für die Familie übrig. Ferien gibt es regelmäßig und das ist auch eine Erleichterung. Die sind zwar keine reine Erholung, weil man auch was arbeiten muss, aber man ist weniger eng getaktet.

    Ich hatte großen Bammel und rückblickend sage ich auch, dass das Ref zwei sehr harte Jahre waren, aber ich hatte nie das Gefühl, abbrechen zu wollen, und ich habe es auch gut geschafft. Von daher: nur Mut!

    Ich glaube, wichtig könnte sein, dass dein Partner (wenn du einen hast) weiß, dass sich dein Leben stark ändern wird von "daheim Mama sein" zu "arbeiten und Prüfungen haben". Wenn du bis jetzt den Hauptteil der Care-Arbeit geleistet hast und die Einkäufe, den Haushalt und das Kochen übernommen hast, dann mach ihm klar, dass das ab dann eben geteilt werden wird.

    Seitdem bei uns am Ort die Hauptschule geschlossen wurde, hat sich der eh schon schlechte Ruf der örtlichen Gesamtschule zum Status „Resterampe“ entwickelt. Konkret ist die in der Ablehnung ausgesprochene Alternative genau die eine Schule, die wir explizit auf gar keinen Fall wollen.

    Resterampe, schlechter Ruf, ich kann aus Erfahrung berichten, dass es manchmal alles andere als der Wahrheit entspricht.

    Beide Schulen nehmen jeweils ein Inklusionskind, was zur Folge hat, dass in dieser Klasse dann „nur“ 27 Schüler sitzen. Da kam bei der Vorstellung der Schulen schon Unmut auf, weil so ein Inklusionskind drei anderen Schülern den Platz wegnimmt.

    Was ist das denn für eine gemeine Art, zu denken?

    Ich finde schon die Quote von einem Kind pro Klasse sehr einschränkend und benachteiligend, weil ja alle anderen i-Kinder dadurch ausgeschlossen werden.

    Gut gesagt, finde ich.

    Wie würdest Du denn ein System beschreiben, bei dem:

    • Dein Vater vor 70 Jahren bei den Großeltern angemeldet wurde (Meldeadresse/Wohnsitz), damit er zur passenden Schule gehen konnte?
    • Du selber vor 40 Jahren bei der Adresse deiner Großeltern angemeldet wurdest, damit du den Kindergarten im Ort besuchen kannst und nicht in den Nachbarort musst.
    • Du selber vor 35 Jahren an besagter Realschule nicht aufgenommen wurdest und selber zu der einen Gesamtschule gehen solltest, die nicht nur deine Eltern sondern auch du auf ganzer Linie ablehnst. Letztlich bin ich so am Gymnasium gelandet und trotz Hauptschulempfehlung dort nie sitzen geblieben.
    • Sich das ganze Spiel heute genau so wiederholt.

    Du wirst doch wohl hoffentlich verstehen, dass so etwas prägend auf deinen Lebenswandel einwirkt, oder?

    Ich würde das Spiel vielleicht durchbrechen und mein Kind auf die Schule geben, auf der es einen Platz hat, und wegkommen vom "Resterampen"-Gedanken. (Sich wegen eines Kindergartenplatzes bei den Großeltern anzumelden kommt mir persönlich etwas übertrieben vor, es sei denn, es ging um Öffnungszeiten.)

    Aber wenn ihr partout die Gesamtschule nicht wollt, dann müsst ihr eben Widerspruch einlegen und versuchen, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um eine andere Schule möglich zu machen.

    Nur noch ein Denkanstoß: Ich würde eine vermeintlich schlechtere Schule mit 40 minütigem Schulweg (was ich übrigens eine normale Zeit finde, meine Kinder habe alle mindestens 40 Minuten zu ihren Schulen zu fahren) einer vermeintlich besseren mit knapp 70 minütigem, kompliziertem Schulweg vorziehen.

    Solltet ihr euch gar nicht mit dem Gedanken der Gesamtschule anfreunden können, viel Glück beim Versuch, etwas zu erreichen!

    Und wenn ihr dabei bleibt, dann wünsche ich euch und dem Kind, dass ihr erstmal offen an die Schule herangeht.

    Wie sollen sie euch am Telefon auch begrüßen? Mit "Willkommen bei der Resterampe, schade, dass Sie hier sein müssen, was ist Ihr Anliegen?" ;) wärst du vermutlich noch unzufriedener als mit "Schön, dass Sie sich für uns entschieden haben." - wobei ich verstehe, dass so eine Ansage nervt, wenn man sich eben nicht dafür entschieden hat...

    Ich bin je nach Klasse zum Sommer hin entweder eigentlich ganz froh, relativ ungerührt oder teilweise auch sehr traurig, dass die gemeinsame Zeit vorbei ist. Das legt sich aber spätestens am ersten richtigen Tag der Sommerferien wieder. Man muss die Kinder (Jugendlichen, jungen Erwachsenen in deinem Fall) auch weiterziehen lassen und neue Erfahrungen machen lassen. Melancholie, weil eine Etappe zu Ende geht, darf schon sein - aber eben kurz.

    Ich fände es nicht normal, wenn man sich im neuen Schuljahr immer noch viele Gedanken um die abgegebenen Schüler machen würde. Dass man mal nachfragt, wie es ihnen geht, wenn man sie trifft: Klar. Aber der Kopf ist dann doch bei den Neuen, und so sollte es auch sein, meiner Meinung nach.

    Ich erkläre das gerne noch ein bisschen besser:
    Ich glaube es gibt einfach ein Missverständnis, das ich wirklich gerne ausräumen möchte: Ich will gar niemanden "überzeugen" in die Schweiz zu kommen. Das schreibe ich eigentlich fast in jedem meiner Beiträge. Ich freue mich wirklich über jeden, der sein Plätzchen gefunden hat.

    Ich bin einfach zufällig über dieses Forum gestolpert, weil ich schauen wollte, ob sich hier eine Lehrperson für eine Klassen-Brieffreundschaft finden liesse. (Hat übrigens geklappt.) Dann habe ich ein wenig durch das Forum geklickt und mich bei den Schlagwörtern wie "Referendariat, Verbeamtung und Dienstrecht" daran erinnert, wie unterschiedlich die beiden Schulwelten (Deutschland und Schweiz) doch sind. Das hat mich auch irgendwie in meine eigenen Berufsfindungsphase nach dem Abi zurückversetzt, weil ich mich damals auch mit dem Lehrerberuf in Deutschland beschäftigt hatte. Neben den schlechten Prognosen für den zukünftigen Bedarf war es dann vor allem der (aus meiner Sicht) starre Beamten-Rahmen, der mich damals davon abgehalten hat, diese Richtung einzuschlagen. Ein Leben lang denselben Job ausüben und womöglich sogar jahrzehntelang an derselben Schule arbeiten? Das wirkte damals einfach extrem einengend auf mich.

    Und mit diesem Hintergrund kam mir dann der Gedanke, dass ich ja einfach mal kurz meine Erfahrungen zur Schweiz teilen könnte und womöglich anderen in ihrer Berufsfindungsphase oder Stellensuche helfen könnte. I


    Kannst du meine Gedanken nachvollziehen?

    Ja, jetzt verstehe ich es besser, Danke für die Erläuterung!

    Liebe Grüße in die Schweiz und einen schönen, sonnigen Sonntag noch!

    Hm, ursprünglich ging es ja darum, dass du meintest, der Lehrerberuf, gerade das Unterrichten kleiner Kinder, sei bedeutungsvoller als andere Berufe, deshalb sollte man dafür brennen.

    Ich finde den Beruf auch bedeutungsvoll und finde es wichtig, dass man zum Beispiel Kinder generell mag, wenn man Lehrerin ist. Mir fallen aber noch unzählige andere Berufe ein, die sehr wichtig sind:

    Ärzte, alles in der Pflege, Bauern, alles im Verkauf, Forschung, Berufe bei der Bahn, bei der Post, handwerkliche Berufe, Tätigkeiten in der Regierung und beim Militär und so weiter und so fort.

    Als Grundschullehrkraft hat man direkt mit Kindern zu tun, und ist stundenlang am Tag deren einzige erwachsene Ansprechpartnerin und oft ein Vorbild, also man ist schon recht prägend in deren Leben. Ähnliches gilt auch für alle Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen, und natürlich auch für Förderschul- und Sekundarlehrkräfte.

    Also ich sehe unseren Beruf als wichtig an, aber nicht als wichtiger als andere Berufe.

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