Beiträge von Kathie

    Vielen Dank für eure Antworten, es ist wirklich unangenehm, so genötigt zu werden. Manchmal hatte ich -ohne Aufforderung- etwas geschickt, wenn es sich für mich einfach bewerkstelligen ließ, oft wurde das von der Vertretungskraft aber trotzdem nicht umgesetzt. Jedenfalls ist die Forderung bei Krankheit so unangenehm, dass ich den Personalrat darum bitten werde, dies demnächst in der Schulleitungsrunde zu thematisieren.

    Vielleicht kann man in dem Fall den unangenehmen Fragen nach Arbeitsmaterial vorbeugen, indem man schreibt: Bin krank und daher nicht in der Lage, Arbeitsaufträge zu schicken? Und dann einfach nicht mehr antworten.

    Na, selbstverständlich ist die Schulpflicht ein Eingriff in die Freiheit und in andere Grundrechte. Das kann doch niemand ernsthaft bestreiten?

    Ja, aber du tust so, als wäre das gleichzusetzen mit einem Gefängnisaufenthalt ;-). "Freiheitsberaubung von kleinen Kindern, nur damit Palim sich vormittags ausruhen kann", so habe ich deinen Beitrag interpretiert.

    Freiheitseingriffe, damit deine Arbeit nicht mehr so anstrengend ist? Finde ich einen fatalen Ansatz.

    Was ist denn an der Forderung nach einem verpflichtenden Vorschuljahr ein Freiheitseingriff? Oder bezeichnest du die Schulpflicht auch als Freiheitseingriff?

    Und dass "Palims Arbeit nicht mehr so anstrengend ist" ist ja nun wirklich nicht der Grund. Kinder sollen einfach mit einem gewissen Repertoire ausgestattet in die Schule kommen, um im Anfangsunterricht nicht erst lernen zu müssen, wie man Brotzeitboxen öffnet, Schuhe anzieht, Stifte hält, Jacken schließt, sich zum Sport umzieht, und ja, bestenfalls auch die Sprache versteht und spricht. Das alles, also der Erwerb dieser Kompetenzen, dieser Selbstständigkeit, passiert leider nicht mehr zuverlässig zuhause (vielleicht ist es das auch noch nie, ich empfinde es allerdings mit jedem Jahr etwas extremer). Und bei Familien mit nichtdeutscher Muttersprache kommt dann noch dazu, dass die Kinder, die keinen Kindergarten oder keine Vorschule besucht haben, eben teilweise doppelt benachteiligt sind - ihnen fehlt es dann zum Beispiel an oben genannten Kompetenzen und sie tun sich sprachlich schwer.

    Manchmal ist es politisch besser, wenn man es nicht so genau weiß.

    Das kann aber die Schleusen für Spekulationen und Verschwörungstheorien öffnen und auch zu einem Vertrauensverlust zum Beispiel in die Justiz bzw. Medienberichterstattung führen, wenn Leute das Gefühl bekommen, jemand will es lieber nicht so genau wissen oder jemand weiß es vielleicht ganz genau und es wird nicht berichtet. Das ist halt die Kehrseite der Medaille.

    Meine Tochter hat in der Grundschule eine Art Lernbüro-Light. Die erste Stunde ist sog. Selbstlernzeit, in der die Kinder selbständig an Ordnern mit Arbeitsblättern arbeiten sollen. Diese Ordner bekommen wir zu Hause nie zu sehen. Nur kurz vor den Ferien heißt es plötzlich, dass da noch 40 Seiten zu machen sind.

    Das heißt, mein Kind nutzt (zugegeben wenig überraschend) die Selbstlernzeit nicht oder nur ungenügend. Wir in der weiterführenden Schule fahren ein deutlich diffizileres, im Prinzip aber ähnliches System. Das Problem bleibt dasselbe.

    Das funktioniert ja offensichtlich nicht. Bei Grundschülern muss ich ja spätestens nach einer Woche alles durchsehen und schauen, was gemacht wurde und ob es richtig war (spätestens!). Wenn 40 Seiten nach einem Monat noch übrig sind, ist das Kind entweder überfordert vom Inhalt oder Umfang, oder es kann sich nicht selbst organisieren / motivieren. In jedem Fall muss man als Lehrkraft da einschreiten, das Kind lenken, dem Kind helfen. Wenn nach einem Monat 40 unbearbeitete Seiten mit nach Hause kommen, läuft etwas schief.

    Was man an der Grundschule und bestimmt auch Mittelschule ganz gut machen kann, um den Stress mit dem Sachen reinschicken nicht zu haben: Eine Mappe vorbereiten mit im Klassensatz kopierten Arbeitsblättern für 2 Tage und sie irgendwo an der Schule (Pult, Fach im Lehrerzimmer) lagern. Die Arbeitsblätter so wählen, dass sie immer gemacht werden können, sprich Mathe-Wiederholungen, Lesetexte mit Fragen, eine Schreibaufgabe, vielleicht auch was zum Ausmalen, je nach Klassenstufe eben. Das kann man dann alle paar Monate auf einen neuen Stand bringen.

    Dann kann man einfach sagen: Sachen liegen vorbereitet da oder dort und hat in den ersten zwei Krankheitstagen, wo es einem ja meistens echt schlecht geht, Ruhe.

    Du hast halt nicht gesagt, dass du gerade erst Corona hattest. Du hast immer mit Ferien argumentiert und damit, dass im Kollegium viele krank sind. Wahrscheinlich hattest du hier im Forum schon irgendwo erzählt, dass du Corona hattest, aber ich hatte es nicht im Kopf. Dann ist es jetzt natürlich zu spät, da hast du recht.

    Krass, dass es bei euch so schwierig ist, sich impfen zu lassen, Kris24!

    Naja, sofern du nicht krank bist, kannst du dich impfen lassen, und du bist ja nicht durchgehend krank. Ich verstehe auch nicht, warum es dieses Jahr zu spät sein soll. Du kannst dich auch im November noch impfen lassen. Mach einen Termin für November und nimm ihn halt nur wahr, wenn du fit bist...

    Ich lasse mich nicht mehr gegen Corona impfen, aber gegen Grippe jedes Jahr, und da kann man einfach ohne Termin zum Hausarzt gehen und sich von der Sprechstundenhilfe impfen lassen, das dauert 5 Minuten.

    Wenn das so weitergeht diesen Winter, kann ich den geplanten Lauf irgendwann um Ostern vergessen… Einen 10er über sagen wir ungefähr 1:05 will ich in keiner Ergebnisliste sehen…

    Ich verstehe deinen Frust, finde das aber die falsche Sichtweise. Du bist gesundheitlich öfter angeschlagen, hast zwei Kinder, eins davon noch ziemlich klein. Was ist daran schlecht, einen 10km Lauf in 1:05 zu laufen? Selbst wenn du 1:15 brauchen würdest, so what? Besser als gar nicht zu laufen und mit Sicherheit besser als alles, was so manch andere schaffen würden, nur nehmen die halt erst gar nicht teil. Zu viel Druck blockiert einen manchmal. Ich laufe für mich. Ich freue mich, wenn ich meine Pace verbessern kann, mir ist es aber auch egal, wenn es mal nicht so gut geht, denn Bewegung ist auf jeden Fall gut, ganz egal ob man jetzt im Vergleich zur Masse vorne liegt oder nicht.

    Gute Besserung, Dead Poet! Bei uns sind gerade soooo viele krank. Fast alle haben Corona.

    Um mal zur Ausgangsfrage zurückzukehren, ob man KI generierte Antworten im Forum in Ordnung findet oder nicht, möchte ich noch hinzufügen, dass ich es auch etwas nervig finde, wenn man statt einer selbst formulierten Antwort, eventuell noch mit mit einer verlinkten Quelle, als Antwort einfach wortlos ein Zitat einfügt, das aus einer Zeitung stammt, ohne selbst was zu schreiben. Es kommt für mein Empfinden besserwisserisch rüber, so wie "Ich mache mir jetzt nicht die Mühe, dir noch zu antworten, aber dass ich recht habe, siehst du hier schwarz auf weiß". Zumindest weiß man da, woher das Geschriebene kommt, also wessen Feder es entsprungen ist (Journalist betreffender Zeitung eben), wohingegen man das bei KI generierten Antworten nicht weiß.

    ich diskutiere lieber mit Personen

    Und in meiner Familie sehe ich, dass die Jugend der KI oft noch kritischer gegenübersteht als die Älteren, die dann doch öfter mal unbesehen etwas glauben oder die KI befragen, statt ordentlich nach Quellen zu suchen, oder die auf KI generierte Videos reinfallen.

    Interessantes Thema, ich finde, KI generierte Antworten haben im Forum nichts verloren.

    Hier möchte ich den Austausch mit Menschen. Die KI befragen kann ich auch selbst. Von daher kommt es mir immer etwas lieblos vor, wenn jemand sich nicht die Mühe macht, seine Antworten selbst zu formulieren oder Quellen herauszusuchen, sondern einen KI generierten Text reinkopiert. Ich lese diese Beiträge deshalb auch nicht.

    Um es kurz zu machen, ich finde es ungerecht. Die Kinder, die Eltern haben, die noch so kleine Gebrechen diagnostizieren lassen, werden immer bevorzugt behandelt. Geht schon beim reservierten Sitzplatz vorne Mitte los.

    Ich verstehe, was du meinst, aber so ist es eben. Es gibt Eltern, die sich kümmern, dass ihr Kind zu seinem recht kommt und ein Gutachten für LRS beschaffen (ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Psychologin Expertin ist und nur bescheinigt, was auch zu bescheinigen ist). Es gibt andere Eltern, die sich nicht kümmern. Da kann aber das Kind von den Eltern im ersten Beispiel nicht dafür!

    Den "reservierten Sitzplatz vorne Mitte" gibt es nicht. Das entscheidest du, wer in deinem Klassenraum wo sitzt.

    Ein Kind mit Nachteilsausgleich (LRS) hat nun bei mir das beste Diktat geschrieben. Es hat das Diktat als Schleichdiktat geschrieben, den anderen wurde es diktiert....

    Ein Kind hat das Recht auf einen Nachteilsausgleich, du hast ihn gewährt und nun ist das Kind gut. Ist doch eigentlich erfreulich. Vielleicht hast du es zu leicht gemacht, wer weiß, normalerweise stehen im Gutachten doch auch Tipps zur Umsetzung, aber generell sehe ich nicht, dass ein Kind mit Nachteilsausgleich keine guten Noten haben darf. Genau dafür HAT es doch den Nachteilsausgleich?

    Danke, dass du mir die Welt erklärst ;)

    Auf den letzten Teil deiner Ausführungen möchte ich allerdings kurz eingehen: Ich habe gar nichts zur Belastung gesagt, ich habe lediglich angemerkt, dass wir unsere unterrichtsfreie Zeit nicht selbst legen können, wie wir wollen. Daher finde ich persönlich den Aufschrei des Entsetzens, der von manchen Usern kommt, wenn jemand sagt, ihm seien 12 Wochen am Stück zu viel, unangemessen. Andere Arbeitnehmer nehmen sich 2 Tage frei und unterbrechen die lange Zeit am Stück dadurch, wir sind an Ferienzeiten gebunden.

    Und rein objektiv betrachtet stehen wir mit 12 Wochen nicht besser da, sondern arbeiten genausoviel wie alle. Aber das weiß man ja, es wird hier oft genug geschrieben.

    Hm, da stimme ich teilweise zu, aber ich möchte zu Bedenken geben:

    In vielen, vielen Berufen arbeitet man nicht 12 Wochen am Stück, sondern nimmt sich mal frei an einem Brückentag und hat ein langes Wochenende, baut Überstunden ab und hat dadurch mehr Tage frei als die 30 Urlaubstage, und man verteilt seinen Urlaub in der Regel einfach so, wie man ihn haben möchte. Wer gern 5 Wochen am Stück verreist und ansonsten durcharbeitet, tut das, und wer alle 6-8 Wochen eine Unterbrechung braucht, macht das.

    Warum soll man Gutes aufgeben?

    Wie oft lese ich hier Klagen über 14 Wochen am Stück? Und ich erinnere mich an meine Jahre in NRW. In diesem Zeitraum waren viel mehr Schüler und Lehrer krank als sonst.

    Warum soll man flexibel das schlechte wählen?

    Damit es gerecht ist. :teufel: Die anderen Bundesländer müssen mit dem Wechsel leben, weil sie offenbar keine starren Termine haben wollen (sonst hätten sie das ja längst mal besprochen und fest ausgemacht), also sollen Bayern und Ba-Wü bitte auch keine starren Termine haben. Um mehr als das geht es hier doch eigentlich gar nicht. Zumindest kommt es mir so vor.

    Darum geht es (mir) gar nicht. Ich finde die Regelmäßigkeit angenehm. Jedes Jahr im August sind Sommerferien. Jedes neue Schuljahr beginnt Mitte September, zwei Wochen später ist das Oktoberfest und alle haben das erste Mal Corona ;) , Ende Dezember ist dann Weihnachten. So ist ein Jahr schön getaktet.

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