Beiträge von raindrop

    Trump sagt relativ offen, dass er sich einen schwächeren Dollar wünscht.

    Was gerade für die Amerikaner sehr zweischneidig ist, bei der hohen Importquote. Die Amerikaner werden sich freuen, wenn die Preise noch stärker steigen.

    Das sich Firmen wie Apple, Amazon usw. darüber freuen würden ist verständlich. Daher fände ich die Einführung einer Digitalsteuer fast schon unerlässlich. Am Besten auf europäischer Ebene. Einige Europäische Länder haben diese schon eingeführt.

    Wir haben gegenüber den Mittelmeerländern eine geringere Staatsverschuldung, aber dafür auch deutlich weniger Privatvermögen und eine erschreckend schlechte Wohneigentumsquote.

    Ich verstehe nicht ganz, was du damit ausdrücken möchtest. Soll Deutschland die Staatsverschuldung erhöhen, also mehr Geld ausgeben, damit die Bevölkerung reicher wird? Gehst du von einem kausalen Zusammenhang zwischen Staatsverschuldung auf der einen Seite und Privatvermögen und Wohneigentum auf der anderen Seite aus? Ich wusste garnicht, dass du plötzlich so soziale Ansichten vertrittst ;)

    Deutschland ist ein sehr reiches Land im Vergleich zu den Mittelmeerländern. Das die Menschen hier weniger Privatvermögen und Wohneigentum haben, muss dann wohl an anderen Faktoren liegen. Welche könnten das wohl sein?

    Der amerikanische Staat wäre sicher nicht "pleite". Die USA geben Staatsanleihen in Dollar aus, also seiner Währung, die sie über die Federal Reserve selbst kontrollieren. Theoretisch kann die Federal Reserve durch Ausschüttung frischer Dollar sowohl die Schulden bedienen als auch notfalls selbst Anleihen kaufen. Klar müsste man sich mit Inflation, Währungsabwertung und Vertrauensverlust rumschlagen, eine echte Zahlungsunfähigkeit im Sinne eines Staatsbankrotts ist aber technisch kaum möglich (solange die Schulden halt in der eigenen Währung verbucht sind).

    Ja, ja, grundsätzlich gebe ich dir Recht. Das der amerikanische Staat pleite geht oder zahlungsunfähig wird ist ein sehr unwahrscheinliches Szenario und wird so nicht passieren, da die Abhängigkeiten der Staaten von amerikanischen Staatsanleihen und der Leitwährung Dollar zu hoch ist und daher keiner der anderen großen Wirtschaftsnationen momentan ein Interesse daran hat, den Markt dermaßen auseinanderzunehmen, auch um die eigene Wirtschaft nicht zu schaden.

    Die Ankündigung der Dänischen und nachfolgend der schwedischen Regierung amerikanische Staatsanleihen zu verkaufen und die daraus resultierende Diskussion in anderen europäischen Staaten und unter Ökonomen, den Verkauf von Staatsanleihen als Druckmittel zu nutzen, hat die amerikanische Regierung trotzdem zu einer scharfen Erwiderung verleitete, indem der US-Präsident den Europäern mit vehmenten Vergeltungsmaßnahmen drohte, für den Fall, dass sie in großem Stil US-Staatsanleihen abstoßen.

    Ein "Sell out" amerikanischer Staatsanleihen ist schon seit einiger Zeit ein Trend einiger größerer Marktteilnehmer und Staaten, dadurch steigen die Kosten für den amerikanischen Staat, sich neues Geld zu beschaffen, da neue Staatsanleihen teurer werden, was nicht im Intersse des amerikanischen Staats ist.

    Übrigends kann die Federal Reserve keine Schulden bedienen, sie kann lediglich Staatsanleihen kaufen oder verkaufen und das auch nur zum Ziel, die Währung stabil zu halten und Inflation oder Deflation im Zaum zu halten. Zu diesem Zweck kann sie die Geldmenge ebenfals erhöhen oder verringern.

    Über wieviel Divisionen verfügt Kanada?

    Ach, wozu brauchen sie die? Wahrscheinlich reichen die paar Mountis und Bären im Wald, um die verirrten Amis wieder zurück zu schicken.

    Aber im Ernst, das ist doch alles nur Säbelrasseln. So wie der Markt auf die Grönlandaktion reagiert hat und in dem Wissen, das die Europäer ca. 23% der amerikanischen Staatsanleihen halten, wird sich da praktisch nicht viel tun. Ansonsten wäre der amerikanische Staat, der völlig überschuldet ist und vom Verkauf von Staatsanleihen abhängig ist, sehr schnell pleite...

    Bei uns ist es so, dass wir schon ab der 1. Klasse Deutsch und Mathe von zwei verschiedenen Lehrkräften unterrichten lassen. Die Klassenlehrkraft hat als Kern Deutsch, Sachunterricht und weitere Fächer und unterrichtet Mathe dann in einer anderen Klasse. Der Austausch und die Zusammenarbeit der zwei Lehrkräften funktioniert bei uns sehr gut.

    Findet ihr es dann sinnvoller, in einer Klasse das zweite Fach fachfremd zu unterrichten oder wäre dann eine Kombi aus zwei LK besser?

    Definitiv die Kombi aus zwei Lehrkräften. Grundschullehrkräfte sollten eigentlich immer in beiden Hauptfächern ausgebildet werden, alles andere bringt nur Probleme mit sich.

    Und schon hat man den Hebel. Was im Lehrplan steht, muss durch den Schulträger angeschafft werden.

    In der Theorie ja, in der Praxis? habe ich noch nie erlebt. Es gibt ein Budget. Das geht aber überwiegend für Lehrmaterialien der Hauptfächer Mathe und Deutsch drauf. Da die Kosten bei den Verlagen in den letzten Jahren ziemlich gestiegen sind, bleibt nicht viel übrig für die anderen Fächer. Man kann in Niedersachsen einiges an die Eltern delegieren, aber auch das hat verständliche Grenzen.

    Nur wenn das eine Legitimation sein soll, um in ein anderes Land einzufallen und mal eben die Regierung abzusetzen, das sehe ich als das Problem . Damit öffnet man die Büchse der Pandora. Denn mitunter sind die Motive eben nicht so edel und das sind die auch im Falle der USA nicht.

    Ich stimme dir zu, aber die Büchse der Pandora ist in den USA schon seit Jahrzehnten geöffnet. Es ist gängige Politik der USA, die Herrscher, die mit ihnen wirtschaftlich zusammenarbeiten zu unterstützen und wenn nicht werden sie abgesetzt, meistens heimlich über Umwegen. Ein Novum ist dieses offensichtliche einmischen.

    Ich habe das auch nur über unsere Praktikanten mitbekommen. In der aktuellen Prüfungsordnung (seit diesem WS gültig) gibt es das aber anscheinend nicht mehr.

    Das scheint inhaltlich aber mehr zu sein, als nur die Wiederholung des mathematischen Schulstoffs. Sie scheinen damit die Lücke zwischen Mathematik in der Schule und Mathematik in der Uni etwas auffangen zu wollen?

    Immerhin sind die Abbruchquoten schon seit Jahrzehnten stabil bei 50 %. Viellicht wollten sie das mit diesen Kursen etwas auffangen?

    Das führt sonst zu Fehlvorstellungen.

    Ich sehe nicht, wie das zu Fehlvorstellungen führen sollte. Die Rechnung, die wir mit den Kindern durchführen ist mathematisch korrekt. Es ist auch korrekt, dass ein ganzzahliger Rest vom Dividenden übrig bleibt. Das einzige wo wir in der Grundschule abweichen ist, wie dieser Rest notiert wird. Den können wir jetzt in der Grundschule noch nicht weiter aufteilen. Ich habe noch nie davon gehört, dass es zu großen Problemen geführt hat, wenn die Lehrkraft in der 5. oder 6. Klasse dann die Restschreibweise umgestellt hat und eine Lösung für das Problem erläutern konnte.

    Ich finde die Divisionsschreibweise (38 : 7 = 5 + 3 : 7) interessant, wüsste aber auf Anhieb nicht, wie ich das in der 3./4. Klasse den Kindern so verständlich und anschaulich machen kann wie die Restschreibweise.

    Das ist der didaktische Grund, warum wir in der Grundschule nicht die mathematisch korrekte Schreibweise nutzen. Im natürlichen Zahlenraum ist den Kindern dieser Sachverhalt nicht einfach zu erklären.

    Die schriftliche Division verschwindet aus dem niedersächsischen Lehrplan, war aber, wenn man ehrlich ist, immer nur eins der letzten Themen im 4. Schuljahr, was man aus Zeitgründen nicht so richtig erarbeiten konnte. Es wurden auch nur schriftliche Divisionsaufgaben mit einstelligem Divisor erarbeitet. Dann doch lieber die Zeit für das halbschriftliche Verfahren nutzen und dann sollte die Erarbeitung in der 5. Klasse auch einfacher funktionieren.

    Kommazahlen hingegen sind doch überhaupt nicht aus dem Lehplan gestrichen, das ist ein Missverständnis.

    Mir fällt immer wieder auf, dass Lehrwerke verschiedene Schwerpunkte setzen und manches gar nicht klar definiert ist oder an den Vorgaben vorbei geht.

    Der Zirkel war in den Vorgaben gar nicht mehr enthalten, taucht aber in mehreren Lehrwerken auf.

    Was daran liegt, dass es bis auf Bayern keine länderspezifische Ausgaben mehr gibt. Die Schulbücher decken verschiedene Lehrpläne ab und in einigen ist halt der Zirkel noch drin.

    Viel ärgerlicher finde ich, dass die Leistungserhebung schon wieder völlig anders erfolgen soll und dass hier mit jedem neuen Curriculum wesentliche Änderungen eingebracht werden

    Das ärgert mich auch massiv. Die besonderen Lernaufgaben gibt es auch noch im neuen Curriculum, sind jetzt aber nur noch eine Möglichkeit unter vielen anderen.

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