Beiträge von raindrop

    Und schon hat man den Hebel. Was im Lehrplan steht, muss durch den Schulträger angeschafft werden.

    In der Theorie ja, in der Praxis? habe ich noch nie erlebt. Es gibt ein Budget. Das geht aber überwiegend für Lehrmaterialien der Hauptfächer Mathe und Deutsch drauf. Da die Kosten bei den Verlagen in den letzten Jahren ziemlich gestiegen sind, bleibt nicht viel übrig für die anderen Fächer. Man kann in Niedersachsen einiges an die Eltern delegieren, aber auch das hat verständliche Grenzen.

    Nur wenn das eine Legitimation sein soll, um in ein anderes Land einzufallen und mal eben die Regierung abzusetzen, das sehe ich als das Problem . Damit öffnet man die Büchse der Pandora. Denn mitunter sind die Motive eben nicht so edel und das sind die auch im Falle der USA nicht.

    Ich stimme dir zu, aber die Büchse der Pandora ist in den USA schon seit Jahrzehnten geöffnet. Es ist gängige Politik der USA, die Herrscher, die mit ihnen wirtschaftlich zusammenarbeiten zu unterstützen und wenn nicht werden sie abgesetzt, meistens heimlich über Umwegen. Ein Novum ist dieses offensichtliche einmischen.

    Ich habe das auch nur über unsere Praktikanten mitbekommen. In der aktuellen Prüfungsordnung (seit diesem WS gültig) gibt es das aber anscheinend nicht mehr.

    Das scheint inhaltlich aber mehr zu sein, als nur die Wiederholung des mathematischen Schulstoffs. Sie scheinen damit die Lücke zwischen Mathematik in der Schule und Mathematik in der Uni etwas auffangen zu wollen?

    Immerhin sind die Abbruchquoten schon seit Jahrzehnten stabil bei 50 %. Viellicht wollten sie das mit diesen Kursen etwas auffangen?

    Das führt sonst zu Fehlvorstellungen.

    Ich sehe nicht, wie das zu Fehlvorstellungen führen sollte. Die Rechnung, die wir mit den Kindern durchführen ist mathematisch korrekt. Es ist auch korrekt, dass ein ganzzahliger Rest vom Dividenden übrig bleibt. Das einzige wo wir in der Grundschule abweichen ist, wie dieser Rest notiert wird. Den können wir jetzt in der Grundschule noch nicht weiter aufteilen. Ich habe noch nie davon gehört, dass es zu großen Problemen geführt hat, wenn die Lehrkraft in der 5. oder 6. Klasse dann die Restschreibweise umgestellt hat und eine Lösung für das Problem erläutern konnte.

    Ich finde die Divisionsschreibweise (38 : 7 = 5 + 3 : 7) interessant, wüsste aber auf Anhieb nicht, wie ich das in der 3./4. Klasse den Kindern so verständlich und anschaulich machen kann wie die Restschreibweise.

    Das ist der didaktische Grund, warum wir in der Grundschule nicht die mathematisch korrekte Schreibweise nutzen. Im natürlichen Zahlenraum ist den Kindern dieser Sachverhalt nicht einfach zu erklären.

    Die schriftliche Division verschwindet aus dem niedersächsischen Lehrplan, war aber, wenn man ehrlich ist, immer nur eins der letzten Themen im 4. Schuljahr, was man aus Zeitgründen nicht so richtig erarbeiten konnte. Es wurden auch nur schriftliche Divisionsaufgaben mit einstelligem Divisor erarbeitet. Dann doch lieber die Zeit für das halbschriftliche Verfahren nutzen und dann sollte die Erarbeitung in der 5. Klasse auch einfacher funktionieren.

    Kommazahlen hingegen sind doch überhaupt nicht aus dem Lehplan gestrichen, das ist ein Missverständnis.

    Mir fällt immer wieder auf, dass Lehrwerke verschiedene Schwerpunkte setzen und manches gar nicht klar definiert ist oder an den Vorgaben vorbei geht.

    Der Zirkel war in den Vorgaben gar nicht mehr enthalten, taucht aber in mehreren Lehrwerken auf.

    Was daran liegt, dass es bis auf Bayern keine länderspezifische Ausgaben mehr gibt. Die Schulbücher decken verschiedene Lehrpläne ab und in einigen ist halt der Zirkel noch drin.

    Viel ärgerlicher finde ich, dass die Leistungserhebung schon wieder völlig anders erfolgen soll und dass hier mit jedem neuen Curriculum wesentliche Änderungen eingebracht werden

    Das ärgert mich auch massiv. Die besonderen Lernaufgaben gibt es auch noch im neuen Curriculum, sind jetzt aber nur noch eine Möglichkeit unter vielen anderen.

    Beitrag #236 und #237 suggerieren Kind als legitimen Grund für Bürgergeldbezug.

    ...und doch, das ist prinzipiell schon "einfach", geht nur ggf. mit erheblichen Gehaltseinbußen und der Notwendigkeit des Aufstockens einher. Das ist imo aber immer noch besser, als Komplettleistungsbezug.

    und du meinst, weil du ein Beispiel gefunden hast, muss das bei allen anderen auch funktionieren? Bei vielen Alleinerziehenden funktionert es auch. Bei einigen aber nicht, aus verschiedensten Gründen, die nicht an den Alleinerziehenden liegen.

    Es ist nicht für jeden so einfach den Job zu wechseln, weil es der Arbeitsmarkt nicht hergibt oder man nicht die entsprechende Ausbildung hat.

    Viele Alleinerziehende können wegen der beschissenen Betreuung oder zu hoher Kosten für die Kinderbetreuung nur Teilzeit arbeiten. Davon kann man aber heutzutage nicht mehr leben, also springt der Staat ein.

    Es gibt massenhaft Fälle, wo der Partner verschwunden ist und sich auch vor den verpflichtenden Zahlungen drückt, auch hier unterstützt der Staat und versucht das Geld bei dem nicht zahlenden Partner zurückzuholen.

    Ich habe nie behauptet, dass Alleinerziehend und Kind ein Grund für Sofa und Bürgergeld ist. Das ist deine Unterstellung, dass die alle faul sind und an ihrem Schicksal selbst Schuld sind. Ich gehe eher davon aus, dass die meisten von diesen Menschen wirklich Hilfebedürftig sind.

    Der Punkt ist doch, du willst diesen Menschen nicht helfen, ich bin für Solidarität für die Schwachen, die sich nicht selbst helfen können.

    Ich wäre dafür die Sozialleistungen an eine Arbeitspflicht zu koppeln. Wer Geld vom Staat will, soll dafür arbeiten. Laub von den Straßen kehren, die Büsche auf unserem Schulgelände schneiden, ... es gibt viel zu tun.

    Ihr tut immmer so, als ob die Millionen Sozialleistungsempfänger nicht arbeiten wollen. Das ist doch Quatsch, das ist nichts anderes als Populismus. Es gibt einen geringen Prozentsatz, die sich verweigern, ja, da würde mehr Druck vielleicht Sinn machen oder fair sein.

    Ansonsten viel Spaß dabei die Kinder, Alleinerziehenden oder Kranken oder Aufstocker, die Arbeiten wollen, aber nur einen Hungerlohn kommen noch weiter zu quälen...

    Zusätzlich gibt es momentan eine Rezession und Arbeitsplätze werden wieder rar. Vielleicht sollte sich der Staat lieber darum kümmern und Arbeitsplätze schaffen, statt zu fordern, die Leute sollen arbeiten gehen. Wo denn!!

    Immer wieder versucht man bei den Ärmsten Geld zu sparen, da ist aber nicht so viel zu holen. Es würde mehr Sinn machen, Steuervergünstigungen abzuschaffen und mehr Finanzbeamte einzustellen. Das würde Milliarden in die Kassen spülen.

    Ähm...Die zahlreichen Insolvenzen der Klein- und mittelständischen Unternehmen bekommst Du schon mit? Für das nächste Jahr bahnt sich schon eine Katastrophe an. Nur mal so am Rande!

    Dein Beitrag geht völlig am Inhalt meines Beitrages vorbei. Ich schrieb nicht, dass es der Wirtschaft momentan gut geht. Was hat also dein Beitrag mit den Versäumnissen der Vergangenheit zu tun, Gewinne fair zu verteilen? Was hat das mit der Erbschaftssteuer zu tun?

    hui, wilder Ansatz. Hier kann ich dir leider beim Verständnis nicht weiter helfen.

    Das ist in Ordnung. Ist eigentlich ganz einfach zu verstehen. Während die Löhne bei vielen ArbeitnehmerInnen in den letzten Jahrzehnten stagnierten oder unter Inflationsniveau gestiegen sind, sind die Unternehmensgewinne wie blöde gestiegen und der Exportüberschüss hat sich seit Beginn der 2000er Jahre massiv verstärkt. Diese Unternehmensgewinne und Exportüberschüsse haben Arbeitnehmer erwirtschaftet, die nicht an diesen Gewinnen durch Lohnsteigerungen oder Gewinnbeteiligungen partizipiert haben. Diese Gewinne sind in die Taschen weniger Menschen geflossen und die vererben dieses Geld einfach so, ohne dafür großartig Steuern zahlen zu müssen an die nächste Generation weiter.

    Also vergleichsobjekt verwende ich den BigMac, damit wird oft weltweit ein Kaufkraftvergleich gezogen

    Median 2000: 2.551 € brutto -> 996,5 BigMacs (durchschnittlich 2,56€/BigMac)

    Median 2024: 4.701 € brutto -> 872,2 BigMacs (durchschnittlich 5,39€/BigMac)

    Heißt 124,3 weniger über den Zeitraum pro Monat. Kaufkraftverlust von 12,57%

    Ja, das ist erschreckend.

    Im gleichen Zeitraum hat sich der BIP pro Einwohner von 26145 Euro auf 50810 Euro fast verdoppelt.

    Wo sind denn bloss die ganzen Gewinne hingewandert, die nicht von den Reichen erwirtschaftet wurden? Fehlt da nicht doch irgendwie eine Erbschafts- oder Reichensteuer, die nicht den Mittelstand weiter schröpft, wenn die Wirtschaft es nicht schafft, die Gewinne fair zu verteilen, sondern nur Einzelne stark begünstigt?

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