Beiträge von chilipaprika

    Eyh, die Seiteneinsteigerprogramme sind mit allen Tücken und Kanten eine gute Gelegenheit für das System und die Teilnehmer*innen sind am Ende genauso gut und genauso schlecht wie grundständige Lehrkräfte (zumindest in NRW, in Berlin habe ich durchaus Zweifel).
    Aber sie sind dafür da, Leute, die schon längst im Berufsleben standen, die sich umorientieren wollen, an die Schule zu bringen.
    Nicht dem Studi, der noch mitten im Studium steht und zu faul ist, noch 2 Jahre zu studieren. Ernsthaft.
    Aber naja, geh nach Berlin, werd mit deinem Master in künstlicher Intelligenz und VWL-BA Grundschullehrer oder Förderschullehrer für Mathe, Deutsch, Englisch (ich bin sicher, eine englischsprachige Veranstaltung hattest du sicher dabei). Wird im Berliner Schulsystem vermutlich nicht mal auffallen.

    Wenn deine Fächer dort existieren. Du kannst ja nicht mit Elektrontechnik/Deutsch am WBK unterrichten, wenn es dort keine ET gibt ;)

    Und nur, weil ein Fach das Wort "Wirtschaft" drin hat, ist es nicht unbedingt dasselbe Fach. Erkundige dich also gut (Wenn das WBK tatsächlich nur allgemeinbildend ist, hast du mit der beruflichen Fachrichtung WiWi dort keine Fakultas.)

    Du brauchst für OBAS 2 Jahre Berufstätigkeit.
    und du brauchst auch ein Master, aus dem das Fach abgeleitet werden kann (von den FH-Ausnahmen bei super gesuchten Fächern abgesehen). Ich habe keine Ahnung vom Fach "Künstliche Intelligenz" aber es ist sicher ein Sammelsurium an Fächern beteiligt, so dass kein Menschen daraus EIN Schulfach ableiten wird.

    Und: wenn man schon einen Lehramtsabschluss hat, darf man nicht in die OBAS. Keine Ahnung, ob der BEd also keine Hürde wäre (den du aber für die ECTS brauchst)

    Dennoch muss der Dozent Einzelnoten vergeben. Ist in der Schule ja genauso.

    Außerdem werden die Aufgaben immer aufgeteilt. Auch das ist eine Leistung, die Aufgaben so aufzuteilen, dass es "gerecht" ist und jeder seinen Teil ordentlich erledigen kann.

    Genau deswegen bewerte ich keine Gruppenreferate (sowieso höchst selten Referate außerhalb der Fremdsprache).
    In meinem Studium waren Referate die Voraussetzung für die benotete Hausarbeit (aber ich spreche von der Stein, hää Eiszeit).

    Die Aufteilung von Aufgaben finde ich durchaus problematisch.
    ENTWEDER habe ich 3-4 verschiedene Teilreferate, dann ist es keine Gruppenleistung (brauchen wir nicht drüber reden), ODER es ist ein Gruppenreferat und da haftet jede*r für jede*n. Es ist mir absolut egal, ob jemand spontan krank ist und "es war sein Teil". JEDE*R kann ALLES vorstellen. Wenn die Schüler*innen / Studierenden in der Vorbereitung vertrauensvoll genug waren, die Inhalte aufzuteilen, dann nur, weil sie es sich gegenseitig beibringen. (Klar kann eine*R der/die Expert*in sein und für Rückfragen der/die Ansprechspartner*in sein, aber grundsätzlich kann alles durch alle vorgestellt werden)
    Das sage ich immer ganz klipp und klar. Sonst hat es sowas von nichts "Kollaboratives".

    Zählt eine AG mit in das wöchentliche Stundendeputat? Ich dachte die wären immer auf freiwilliger und außerunterrichtlicher Basis und würden unentgeltlich von einer Lehrkraft angeboten werden (korrigiert mich falls ich mich irre!).

    Je nach Schule, je nach Konzept und auch je nach Lehrkraft.

    oh das ist schön. Eine gute Erklärung für meinen absolut fehlenden Zugang zu Chemie in der Sek1 (und danach, weil hassen gelernt). Ich war einfach naturwissenschaftlich kognitiv nicht soweit :) Die Schuld an den Lehrplänen.

    Aber Scherz beiseite. Es klingt für mich schlüssig. Aber zählt es nicht für soviele Fächer? Ich zweifle manchmal daran, ob meine 8.-Klässler*innen für den Imparfait/passé composé-Zweieck bereit sind. Da verschwinden sie alle und ich bekomme nur noch ein Drittel zurück. (Das mir dann im Subjonctif-Loch abhanden kommt.) Soviel Abstraktionsfähigkeit haben sie nicht.

    Hat keinen Einfluss.
    (aus erster Hand. Hier mehrfachgeschrieben, hab mein Ref in den Fächern B und C gemacht, zu Vorstellungsgesprächen bzw. eingestellt wurde ich auch für C und D, bzw. A und C. Ich darf alles in der Oberstufe unterrichten. in NRW (Achtung! NICHT BaWü und Bayern) hat die Sek1/Sek2-Sache mit dem Studienabschluss, nicht mit Drittfach im Ref / nach dem Ref zu tun.)

    Ja, verständlich.
    Ich sag nur so: Physik ist an ziemlich vielen Unis auch ein Drittfach, vielleicht an deiner Uni auch? Wechsel doch die Reihenfolge deiner Fächer. Mathe/Sport mit Physik als Drittfach geht doch... Ja, verlängert das Studium, das haben halt Drittfächer an sich. Ist aber am Ende sicher eine sehr schöne, spannende und abwechslungsreiche Kombi.

    Bei meiner Recherche kam heraus, dass die Ü-Lizenz C nicht mal für eine Aufsichte / Vertretung in der Halle ausreicht, wenn man selbst Lehrkraft ist. (zu unterscheiden von der externen, außerunterrichtlichen AG, wo oft nicht mal wirklich überprüft wird, wer vom Verein etwas anbietet).
    Der Rettungsschwimmer Silber erlaubt der Lehrkraft, Badeausflüge zu begleiten (vereinfacht ausgesdrückt, es gibt ganz viele unterschiedliche Regelungen je nach Badeort und Schwimmkenntnisse der SuS).
    Du kannst natürlich das Drittfach woanders machen ;)

    eben. Warum wurden also Schützenvereine-Zahlen als Beweis herangezogen, wieviele Jäger man kennt?

    Aber egal, ich kenne beides, ich kann mittlerweile nachvollziehen, warum Jäger*innen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe mitübernehmen, bei den Schützenvereinen bleibe ich noch skeptisch. Aber solange die Leute Spaß haben und mich nicht stören, können sie ruhig Tontauben abschießen, ganz viel trinken und merkwürdige Musik hören.

    okay, ich hatte das Gefühl, es ging am Anfang um Jäger (kennt man welche oder nicht?) Jetzt um Schütze...
    Es mag sein, dass ich ein sprachliches Problem habe (zu meiner Verteidigung mein Mann auch), aber ich kenne wesentlich mehr Menschen in einem Schützenverein als Menschen, von denen ich weiß, dass sie jagen. Und von den meisten, von denen ich weiß, dass sie in einem Schützenverein sind: sie saufen.

    Genau. Es hat viel mit der Haltung zu tun.
    Keine Frage, das Studium IST verschulter und es wird den Studis auch mehr als "Schule" verkauft. Aber es gab auch zu meiner Zeit (ganz toll auf Staatsexamen) Musterstudienpläne. Und ja, die Bafög-Empfänger*innen sollten sich eher daran halten.
    Aber heute glaubt jede*r, dass er/sie rausfliegt, weil er/sie einen Kurs schiebt.
    Auch ich musste im Studium Vorlesungen besuchen. Nur weil ich nicht direkt am Ende eine Klausur geschrieben habe, war es nicht minder relevant. Der Stoff von 2 Vorlesungen (die ich je 2 mal besucht habe, beim ersten Mal waren meine Aufzeichnungen doch nicht weit genug, ich brauchte die Wiederholung vor der Endprüfung) wurde in 15 Minuten in der Endprüfung abgeprüft. Neben den anderen Themen. Klar, ich hätte auf viele Vorlesungen verzichten können ("das schöne Leben im Staatsexamen / Diplom"), dafür hätte ich am Ende noch mehr Bücher lesen müssen.

    Ich habe ein Erweiterungsfach mitten im Bachelor-System studiert. Klar gab es auch super Diskussionen. Wenn aber einige (zum Glück nicht alle!) Studierende sich in dieser Geschichte des armen überarbeiteten Bachelor-Studis gefallen, dann wird alles vermieden, was nach Arbeit riechen könnte. Das führt zum Teil zu Abwärtsspiralen, wenn Dozent*innen dann "entgegenkommen" und dann sagen "eine Hausarbeit von 5 Seiten" (haha).
    Ich habe NICHT in der Regelstudienzeit studiert. Erstmals hatte ich den Spass meines Lebens soviel Bildung aufzusaugen wie möglich, aber: ich musste arbeiten. Und es ist jetzt ebenfalls so: 30 ECTS pro Semester sind 40 Stunden pro Woche, 5 Wochen frei im Jahr.
    Wer arbeiten muss, ist entweder gut und super organisiert, oder braucht länger. Es war schon vorher so. Aber ich schweife ab, es ist wieder die BA/MA-Geschichte.

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