Beiträge von Sarek

    Genau das habe ich heute Morgen auch schon gedacht. Werden wir jetzt die nächsten 10, 20 Jahre im Winter die Schulen dicht machen und uns alle 6 Monate impfen lassen??????????????????????????????

    Ich hatte es heute mit Kollegen darüber. In südlichen Ländern haben die Schüler um die 8 Wochen lang Sommerferien und dafür im restlichen Schuljahr kaum Ferien. Bei uns kommt es dann anders herum. Im Winter 8 - 12 Wochen Ferien, dafür werden die anderen Ferien gestrichen.


    Sarek

    Ich lege bis zur 10. Klasse auch wert darauf, dass die Schüler am Anfang der Stunde aufstehen und wir uns begrüßen. Eben, um ein deutliches Signal zu setzen: "Jetzt geht es los." Ich warte daher auch immer bewusst, bis ich wirklich die Aufmerksamkeit aller Schüler habe und niemand mehr in der Tasche herumkruscht. In der Oberstufe verziche ich darauf. Individuelle Begrüßungen, wenn die Schüler vorher in den Fachraum kommen und "Morgen!" rufen, gibt es dennoch und das eine schließt das andere auch nicht aus. Den Guuuten Mooorgeeeen-Singsang muss ich auch nicht haben. Eine Musen-Klasse brachte ich dazu, es im Kanon zu schmettern (links und rechts vom Gang), bei den anderen Klassen arbeite ich daran, dass aus dem langatmigen Singsang ein zackiges "Guten Morgen" wird und da haben die Schüler und ich auch meistens unseren Spaß daran.


    Sarek

    Bei uns wurden die Beschwerden zu groß, dass beim Testen in der 1. Stunde ständig in den gleichen Fächern und Kursen Unterrichtszeit verloren geht. Wir rotieren daher jetzt durch.... Woche 1, Stunde 1, Woche 2, Stunde 2 usw., bis ein einschließlich Stunde 4.

    Da diese Tests ja eh kaum Treffer bringen, ist mir dieses in der Sache recht unsinnige Vorgehen inzwischen auch herzlich egal...

    Da schüttelt es mich gerade beim Lesen.wenn erst in der vierten Stunde getestet wird und ein positives Ergebnis dabei ist, sind die Mitschüler vorher drei Stunden neben dem infizierten Kind gesessen. Wir haben daher die Anweisung, gleich zu Beginn der ersten Stunde zu testen. Mich trifft es auch. Einmal die Woche 28 Fünftklässler und da ist jedesmal mindestens ein Kind dabei, wo der Test nicht funktioniert. Auch wenn ich in der Wartezeit Unterricht mache, gehen jedesmal mindestens 20 Minuten drauf, bis ich mit dem Unterricht loslegen kann. Entsprechend weit hinten im Stoff bin ich, weil jede Woche gut ein Drittel meiner Unterrichtszeit für die Tests draufgeht.


    Sarek

    Ich bin als Lehrer auch sehr froh, dass ich keine bestimmten Vorgaben oder Ziele erreichen muss. Wir haben viele Freiheiten und Gestaltungsmöglichkeiten. Zwar gibt es immer wieder stressige Phasen (wie gerade jetzt), aber auch entspanntere, und ich hätte früher nie gedacht, dass ich nun so viel verdienen werde, wie ich es jetzt mit A15 gerade tue.


    Sarek

    Chemie, zweites Lernjahr. Ich habe die Klasse neu übernommen, wiederhole den Atombau und frage, wie ein Wasserstoffatom aufgebaut ist. (Im Kern ist ein Proton, in der Hülle ein Elektron.)

    Was kam:

    - Aus Wasser.

    - Wenn man Gase zusammenmischt.


    :autsch:


    Sarek

    Was erwartest Du von einem Wirtschaftsunterricht, der an allgemeinbilden Schulen praktisch nicht existiert? Da gibt es nur SoWi (=Sozialwissenschaften), wo das alles mit VWL und Politik vermengt wird. Ich kenne jedenfalls keine allgemeinbildende Schule, die das Fach BWL im Fächerkanon hat.

    An Bayern gibt es das Fach Wirtschaft und Recht. Das hatte ich selbst schon als Schüler gehabt, einstündig ab der 8. Klasse. Damals wurden darin Sachen wie Ausfüllen eines Schecks oder auch eine Steuererklärung besprochen, aber auch rechtliche Grundlagen. "Antrag und Annahme" beim Kaufvertrag.


    Sarek

    Ich erkläre meinen Schülern, dass das Abitur die allgemeine Hochschulreife ist. Sie können damit also jedes Fach studieren, das sie möchten. Entsprechend breit müssen die Grundlagen sein.

    Im Alltag brauchen viele Gymnasialschüler die gelehrten Inhalte sicher nicht. Aber wir bilden ja nicht für den Alltag aus, sondern für das Studium und den entsprechenden Beruf. Ich hatte mich im Biologiestudium durch die gefürchtete Matheklausur im ersten Semester letztlich auch nur mit meinen Schulkenntnisse aus der Mathematik gerettet. Als ich mich für das Biostudium entschied, wäre ich nicht auf den Gedanken gekommen, einen Schein in Mathematik machen zu müssen. Oder die Kenntnisse in Mathematik und Statistik als Grundlage für ein Psychologiestudium.


    Sarek

    Mit das kurioseste, was ich bisher gesehen haben:

    https://www.gerhard-zirkel.com/impftransformation/

    Ein Geisheiler/Schamane bietet an, für 680 € (!), "die Impfung auf energetischem Wege zu neutralisieren". Sprich, wer sich nicht impfen lassen mag, aber doch das Zertifikat braucht, bezahlt das Geld und dann wird aus der Ferne die Impfwirkung quasi wieder aufgehoben. Ich würde ja schon gerne wissen, wer auf so etwas hereinfällt und das Geld bezahlt. Andererseits könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Reich werden und Impfgegner dazu bringen, sich doch impfen zu lassen. :cash::dollar:

    Vielleicht könnte man sogar mit Schülern ein Projekt-Seminar dazu aufziehen. *Grübel...*


    Sarek

    Der Passus mit der Benotung war mir heute auch aufgefallen. In einem Fall wurde das bei uns im letzten Jahr sogar schon durchgesetzt. Schüler kam seit Beginn der Maskenpflicht nicht mehr in die Schule und nahm auch nicht an den zu Schuljahresende angesetzten Ersatzprüfungen teil. Kein Vorrücken.


    Sarek

    Nee, eine gestandene Sportlehrerin würde da drüber stehen, bzw. wüsste, damit umzugehen. Haben Sportler nicht dauernd irgendwelche Verletzungen?

    Aber irgendwann ist es auch für eine Sportlehrerin das erste Mal, dass sie eine solche Verletzung hat und eingeschränkt ist. Daher kann ich die Frage verstehen. Vor allem, wenn sie als Lehrerin erst angefangen hat.


    Sarek

    Antimon, so erging es mir mit dem Fach Chemie in der Schule. Es macht Spaß, die Schüler mit Experimenten zu verblüffen und ein wenig den mad scientist :sterne:heraushängen zu lassen. Oder einen Bezug zum Alltag der Schüler herzustellen, der ihnen selbst gar nicht bewusst ist. Und auch etwas Stolz, dass ich ein Fach studiert habe und unterricht, wo so viele Leute sagen, dass es ja sooo schwer wäre und sie das in der Schule nie kapiert hätten. (Letzteres kann ich nichtganz nachvollziehen, da es so schön logisch ist, wenn man die Regeln beherrscht. Aber daran scheint es zu scheitern bzw. viele erkennen in Chemie nicht die Bedeutung des Vorwissens.)


    Sarek

    Kurioses aus Bayern:


    Ich war heute mit meinem Kind das erste Mal seit Beginn der Pandemie im Kino und anschließend im Eiscafé. Beide Male wurde mein Impfzertifikat verlangt, den negativen Test vom Kind wollte keiner sehen. Auf Nachfrage bekam ich einen offiziellen Aushang gezeigt: Schüler*Innen sind - zumindest laut Aushang dieser Gemeinde - ausgenommen, da sie ja in der Schule getestet werden….


    Bayern hat Sommerferien. Noch knapp 3 Wochen lang. :autsch:

    Darüber habe ich auch nur noch den Kopf geschüttelt. Und wenn die Schule wieder anfängt: Woran erkennt man bei einem Jugendlichen dann, dass er/sie Schüler ist? Und nicht z.B. Student oder berufstätig? Was ist mit den Kindern, die die Tests ablehnen und daher weiterhin im Distanzunterricht bleiben? (Ich erwarte hier keine Antworten, weil die derzeit bestimmt niemand hat.)


    Sarek

    Ich denke mit Schrecken an meine Schulzeit an Fächer zurück, für die ich mich nicht interessiert hatte, und mit welcher Qual dann das Lernen für diese Fächer für mich verbunden war. Während ich in interessanten Fächern kaum etwas lernen musste. Mein großes Interesse im Sinne von "Brennen" war die Biologie und ich finde den Gedanken schrecklich, den Stoff für ein Staatsexamen zu lernen, wenn ich mich nicht dafür interessiere. Für mein zweites Fach Chemie war das Interesse auch da, aber nicht so groß wie für die Biologie, wo ich vor dem Staatsexamen erst noch das Diplom gemacht hatte. Entsprechend größer ist auch mein wissenschaftlicher Hintergrund in der Biologie. Jedoch unterrichte ich auch Chemie sehr gerne, wobei ich die Schulchemie als sehr einfach empfinde und gefühlt einen größeren Vorsprung vor den Schülern habe als in Biologie. Liegt wohl daran, dass Chemie weniger im Alltagsleben der Schüler auftaucht als Biologie (eigener Körper, Krankheiten, Tiere etc.). Aber in der Biologie bin ich auch jetzt noch mehr bei der aktuellen Forschung dran als in der Chemie, lese eher Bücher und Fachartikel zu biologischen Themen, was mir im Oberstufenunterricht zugute kommt. Ob die Schüler das bemerken, denke ich nicht. Die wenigsten erleben mich in beiden Fächern und haben einen Vergleich.

    Es ist ja bei den Fächern nicht alleine mit Unterrichten getan. Man benötigt immer wieder neues Hintergrundwissen, wird zu Themen geffragt, die über den Lehrstoff hinausgehen, bildet sich weiter, diskutiert mit Kollegen und anderen. Das stelle ich mir schwer vor, wenn man kein oder kaum Interesse am Fach hat.


    Sarek

    Gleich zu Beginn des letzten Schuljahrs mussten eine Klasse und die betreffenden Lehrkräfte in Quarantäne. Ich hatte Glück, dass ich an dem Tag außerplanmäßig nicht in der Klasse war, sonst wäre ich auch in Quarantäne gekommen. Am Anfang des Schuljahres gab es immer wieder Klassen oder Kurse in Quarantäne und das führte auch dazu, dass mein ursprünglicher Schulaufgabentermin platzte und wir die Schulaufgabe am Samstag schrieben.

    Später im Lauf der Monate mussten die Lehrkräfte nicht in Quarantäne, wenn sie den Mindestabstand zum betreffenden Schüler eingehalten hatten. Seit der Wiedereröffnung und den Tests gab es keine Fälle von Quarantäne mehr und auch nur ganz vereinzelt positiv getestete Schüler.


    Sarek

    Darum habe ich heute beim Metzger spontan drei Rouladen mitgenommen und sie am Abend gefüllt und zubereitet. Mit guuuter Soße. Eine gegessen, der Rest wird eingefroren. Heute früh wusste ich noch nichts davon und war abends eine Weile damit beschäftigt. 👨‍🍳


    Sarek

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