Beiträge von Sissymaus

    So lange ist es ja auch noch nicht her, dass Jeans in der Schule undenkbar waren. Oder dass der Schlips in der Industrie immer mehr verschwunden ist. Mein Mann trug noch vor 15 Jahren sehr oft Anzug und Schlips. Heute gar nicht mehr. Selbst bei wichtigen Terminen wird maximal das Jackett rausgeholt und in Kombi mit Jeans getragen. Schlips: gar nicht mehr.

    Ich finde auch, dass es durchaus möglich ist, dass jemand mit anderen Hosen als Jogginghosen übelst gammelig daherkommt.

    Aus anderem Stoff 😎

    Maaaann, ey, es geht um diese klassischen, gammeligen Sweatstoffhosen, mit denen Teenager durch die Gegend laufen und das irgendwie normal finden. Nicht um elastische Stoffhosen, die sich den Namen verpassen, aber mit ollen Sofabuxen nicht viel zu tun haben. Da verlaufen bei Stoff und Schnitt durchaus Grenzen.

    Es gibt aber wirklich mittlerweile auch welche, die eben nicht gammelig aussehen. Ich hab auch welche.

    Ich habe nur Stoffhosen.

    Leder und Eisen (denke gerade an Valerianus Ritter) sind selten. 😆

    Eben. Gibt es denn falschen und richtigen Stoff? Oder geht es um Jeans? Ich hab viele Hosen, die nicht aus Denim sind.

    Mir ist das völlig egal, was die anziehen. Ich arbeite in einem Bildungsgang, in dem sich kreative Kids tummeln, die manchmal extrem auffällig angezogen sind und ich liebs! Ich mags, wie die sich ausprobieren und mutig sind.

    Das ist eine mittelalterliche Tradition, das man beim Eintreten in Innenräume den Helm abnimmt, der Grundgedanke ist derselbe wie beim Handschlag. Man zeigt, dass man keine kämpferischen Absichten hat. Man kann natürlich sagen, dass das eine veraltete Höflichkeitsform ist, aber das trifft auf fast alle Formen der Höflichkeit zu. Die sind selten in den letzten zehn Jahren entstanden...

    Und manchmal verändern sie sich auch. Gottseidank.

    Wie ist das eigentlich hier so üblich im Eisforum laden? Ich hab das Gefühl, dass hier nur Eisverkäufer arbeiten, die keine sind. Jedesmal, wenn ich mal wieder eine Eisgeschichte erzähle, kommen hier andere Eisverkäufer, die was anderes erzählen. Dabei kenne ich mich jawohl aus und weiß, wie die Regularien sind. zB dass in allen Eis-Ordnungen anderer EIsläden jeweils etwas über die Bedeckung von Eiskugeln drinsteht. Die sind nämlich da zu Recht verboten! Ich weiß zB auch, wie das aussieht mit einem Quereinstieg in den Eisberuf. Schließlich mache ich den ja gerade.

    Und ich verstehe auch nicht, wieso jede Unterhaltung mit anderen Eisverkäufern immer so aus eisartet. Ich lasse ja nur alle an meinen wEISheit teilhaben, aber die Möchtegern-Eisverkäufer hier wissen ja immer alles besser.

    Kann mir jemand helfen, wie man sich hier im Eisforum Freunde macht?

    An einer Schule, an der ich war, mussten alle 30 Urlaubstage exakt in einer Tabelle angegeben werden.

    Hier geht es aber um bewegliche Ferientage.

    Wir legen die komplett selbst fest und stimmen sie dann in der schulkonferenz ab. Wie sprechen uns nicht mit dem Umfeld ab. Durch Prüfungen am Ende des Schuljahres und die Situation, dass Klassen zB nur an einem Tag pro Woche zur Schule kommen, haben wir manchmal Zwangsbedingungen, die die allgemeinbildenden Schulen nicht haben.

    Wie empfindest Du Deinen Job, wenn ich mal fragen darf?8)

    Ich habe für mich die ideale Balance aus Job, Verantwortung, Freizeit, Sicherheit und Geld gefunden.

    Kann ich ja auch nicht beurteilen, wie der einzelne konkrete Arbeitsplatz in der Schulstube für jeden einzelnen Kollegen aussieht.

    Dafür äußerst du dich aber sehr oft in allgemeiner Form.
    Und mit besonders konstruktiven Beiträgen, in denen du deine Berufserfahrung einbringst, bist du mir bisher auch nicht aufgefallen.

    Augen aufmachen? Man sieht Menschen in Berufen mittlerweile viel häufiger, als man über sie spricht. Wenn NASA Ingenieure irgendetwas entwickelt haben, gibts dazu ein Video, in dem Frauen und Männer zu sehen sind. Frauen sind überall und in allen Berufen sichtbar.

    Warum lässt du sowas mit dir machen?

    1. ich habe das natürlich nicht mit mir machen lassen, sondern freundlich erklärt, dass ich in meiner Eigenschaft als Expertin für xy hier sitze. Interessant, dass Du denkst, ich wäre dann Kaffee kochen gegangen.

    Den Menschen war das peinlich, aber das offenbart genau das, was ich meine: Da Frauen selten genannt werden, kommt man weniger auf die Idee, dass bei den Ingenieuren auch Frauen dabei sind. Das ist einfach so. Wenn Du random Menschen fragen würdest, sie sollen mal eine Gruppe von Ingenieuren /Ärzten/chemiker etc malen, werden die meisten Männer malen.

    2. ICH sehe natürlich Frauen, die in solchen Branchen unterwegs sind. Aber andere eben nicht. Dass Du mir hier erklärst, ich solle mal die Augen aufmachen, ist genauso anmaßend wie, ich solle mich mitgemeint fühlen, wenn es heißt: Ingenieure

    Ja, das Wettern gegen das Gerndern durch einzelne Personen erweckt bei mir den Eindruck, sie fühlen sich bedroht. Warum, weiß ich nicht. Was die Frau mitmachen musste, die auf dem Sparkassen-Formular als Kundin angeredet werden wollte, mag ich mir kaum ausmalen. Aber ich verstehe sie. Der Shitstorm damals war trotz fehlender Social Media Kanäle gewaltig. Und da frage ich mich, warum stört sich der männliche Kunde daran, dass die Frau hier plötzlich auch genannt werden will?

    Einige Wort(neu)schöpfungen mag ich persönlich auch nicht, aber ich muss auch für mich sagen, dass ich mich in den letzten Jahren auch schon an vieles gewöhnt habe. Man kann sich neutral ausdrücken. Geht schon. Kostet ein wenig Mühe, aber es geht.

    Uns 3 Frauen bei 150 Studenten wurde ganz direkt mündlich in einer Prüfung erklärt, dass wir nur Chemie studieren, um eine gute Partie zu angeln. Wir sollen gefälligst den Männern unseren Praktikumplatz überlassen.

    Mir wurde vom Prof gesagt, ich dürfe mich freuen, jetzt käme in der Vorlesung ein Thema für mich: Das Tiefziehen. So werden Kochtöpfe hergestellt.

    Da ist er wieder, der moralische Zeigefinger, weil es über vernünftige Argumente nicht klappt. Klassiker

    Wir gut, dass du als Frauenversteher zur Seite stehst. Da haben die Damen ja nochmal Glück gehabt. ;)

    Ja, das ist schön, dass ein Mann hier sowas äußert. Es ist nämlich tatsächlich so, dass ich mich nicht angesprochen fühle, wenn Von Ingenieur gesprochen wird. Ich bin Ingeneurin und würde auch gern so genannt werden. Sprache hat eine große Macht und kann ausgrenzen. Nur weil Deine Frau und ihre Freundinnen damit kein Problem haben, muss das nicht für alle Frauen gelten. Vor allem in Branchen, die wenige Frauen haben, ist das Sichtbarmachen wichtig.

    In meinem Leben vor dem Lehramt wurde ich in Meetings Kaffeekochen geschickt oder als Sekretärin betitelt.

    Sprache macht sichtbar und warum sich so viele davon bedroht fühlen, nur weil ein Geschlecht genannt wird, das vorher nicht genannt wurde, verstehe ich einfach nicht.

    Ohne 2. Staatsexamen? Mit A13?

    In NRW macht man das Ref berufsbegleitend. Man schließt mit 2. Staatsexamen ab.

    Milli85 Es tut mir leid, dass DU so schlechte Erfahrungen gesammelt hast, aber deswegen den Seiteneinstieg zu verteufeln, finde ich etwas unpassend. Den diese Probleme sind eher die Deiner Schule, nicht die des Seiteneinstiegs. An berufsbildenden Schulen gab es diesen schon immer und eine Vielzahl an Personen im Kollegium haben keinen klassischen Weg genommen. Du bist auch nicht an Dein Bundesland gebunden. Jedes BL hat irgendeine Art von Seiteneinstig, mehr oder weniger niederschwellig.

    Ich habe die Zeit auch als sehr herausfordernd empfunden. An meiner Schule waren jahrelang keine Seiteneinsteiger und zudem war mein Programm relativ neu und ich die Erste, die es absolviert hat. Unterstützung hatte ich nicht, aber ich hab mich irgendwie durchgebissen. Grundsätzlich kann man das als studiertes Mensch auch irgendwie hinbekommen. Der Aufwand ist enorm. Ich habe jedes Wochenende durchgearbeitet. Deswegen finde ich grundsätzlich schön, dass sich an meiner Schule nun mehr gekümmert wird, sehe aber auch, dass dadurch Ansprüche der Reffis stark gestiegen sind. Die Wünsche, die da manchmal geäußert werden, sind schon...ich sag mal....speziell.

    Von daher wünsche ich mir: Einsatz von den Reffis, sich fehlende Kenntnisse anzueignen und auf Ratschläge zu hören und gleichzeitig Kollegien, die verstehen, dass da jemand ggf. mal einen Rat benötigt. Das ganze gepaart mit Schulleitungen, die auch mal eine Hospitation ermöglichen, damit man einfach mal schauen kann, wie andere das so machen.

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