Meine anekdotische Erfahrung vom Dorf:
Ich bin in der Jugend sehr früh mit Alkohol in Kontakt getreten. Je besoffener man auf dem Schützenfest war, desto lustiger für andere. Teils Jahre wurden Storys erzählt, wie Mädchen mit warmen Bier besoffen gemacht wurden. Wenn ich heute daran zurückdenke, wird mir anders.
Bei meinen Kindern und deren Freunden war das zum Glück sehr viel anders. Der Umgang mit Alkohol ist gemäßigter. Sehr viel später angefangen und auch sehr vorsichtig im Umgang. Da wird auch oft gar nichts getrunken und stattdessen noch Auto gefahren. Das wäre bei mir damals kaum denkbar gewesen.
Ich habe daher den Eindruck (kann aber natürlich auch an meiner Bubble liegen), es ändert sich langsam und es ist nicht mehr ganz so gesellschaftsfähig wie zu meiner Zeit auf dem Dorf.
Und ich verstehe Quittengelee auch, aber Du wirst diese gesellschaftlichen Konventionen sicher nicht mit einem Verbot von Alkohol in der SEK II auf Klassenfahrten ändern können. Sowas dauert eben und wir werden es vermutlich nicht mehr erleben. Es ist auf jeden Fall eine nahezu unmögliche Sache, Sek II-Schülern in ihrer freien Zeit während einer Klassenfahrt den Alkohol grundsätzlich zu verbieten.