Momentane Chancen Seiteneinstieg OBAS M & Ph; Fragen

    • Momentane Chancen Seiteneinstieg OBAS M & Ph; Fragen

      Hallo zusammen,

      Zunächst einmal zu mir:

      Vor Knapp einem Jahr habe ich mein Physikstudium (M.Sc) mit einem Schnitt von 1,4 beendet und bin seitdem an der Uni (Halbe Stelle TV-L13 angestellt). Die Stelle läuft noch ein Jahr, sodass ich genau 2 Jahre Berufserfahrung vorweisen könnte.

      Ich befinde mich zurzeit in einer Vorbereitungsstelle für eine Promotion (Projekt + Mittel werden bald beantragt), jedoch kommen mir immer mehr Zweifel ob es das ist, was ich auch wirklich möchte. Die Aussichten auf eine Karriere in der Wissenschaft sind katastrophal dank WissZeitVG und auch in der Industrie ist es enorm schwer geworden, einen Job zu finden. (Ehemalige Kommilitonen sitzen seit 2 Jahren auf Hartz4, ein anderer hat nach der Promotion aus der Not für ein sehr geringes Gehalt angefangen etc.)

      Im Studium habe ich immer schon nebenher Übungsgruppen betreut und habe es wirklich sehr sehr gern gemacht. Auch auf das korrigieren der Zettel am Wochenende habe ich mich immer gefreut, da ich einfach das Gefühl hatte, etwas sinnvolles zu tun. Zudem habe ich auch Projekte im Schülerlabor betreut, auch das hat mir sehr viel Spaß bereitet. Meine Freundin (bald Lehrerin) und auch meine Familie sagen mir immer wieder, wie gut ich Dinge mit einfachen Wörtern und Mitteln erklären kann.
      Das alles zusammen sehe ich als Indiz, dass der Beruf des Lehrers eine Möglichkeit für mich sein könnte.

      Zunächst plane ich an der Schule an der ich Abitur gemacht habe ein freiwilliges Praktikum zu absolvieren. Welche Zeiten sind da sinnvoll? Ich muss hierfür Urlaub nehmen, weshalb die Zeit begrenzt werden muss. Allerdings möchte ich auch einen sinnvollen Einblick nehmen. Momentan habe ich 3 Wochen angedacht, bin aber für weitere Vorschläge offen. Da ich zeitlich flexibel bin: Bietet es sich an zu besonderen Zeiten ein Praktikum zu absolvieren? Also nicht kurz vor den Sommerferien ist klar, aber gibt es sowas wie einen sinnvollsten Termin, an welchem ich das Maximum des Alltags mitbekomme?

      Dann habe ich noch eine Frage zur Bezahlung. Ich habe bei meinen Recherchen herausgefunden, dass man als Seiteneinsteiger mit TV-L13 vergütet wird, ist das korrekt? Ich las auch immer wieder was über E11.

      Und last but not least: Wie stehen momentan überhaupt die Chancen? Gibt es eine Prognose wie sich die Chancen mit der Zeit entwickeln?
      Als Zweitfach kommt für mich Mathematik in Frage, da ich während meines Studiums 42 CP allein in Mathe gesammelt habe (Mathe für Physiker I-IV).

      Ich denke ich sollte auch noch einmal zum Schülerlabor und mir meine Betreung schriftlich bestätigen lassen, genau wie das Praktikum, wenn ich es dann mache? Macht es Sinn, nach einem Wisch ale "Herr *** hat mit größtem Interesse ...." oder wird sowas nicht berücksichtigt?

      Was man aus den Zeitungen/Medien etc hört müsste ich ja sofort mit Kusshand genommen werden. Allerdings haben die gleichen Medien das vor meinem Studium der Physik auch propagiert und jetzt findet ein Großteil der Leute keinen Job, da es einfach keine Stellen gibt... Seitdem bin ich mit soetwas sehr vorsichtig geworden und Frage lieber an der Basis nach ;)

      Ich will nochmal betonen, dass die Entscheidung Lehrer zu werden keine Notlösung sein soll, vielmehr habe ich mir in letzter Zeit überlegt wo meine Stärken liegen und was ich gerne mache, und da ist alles auf das unterrichten / erklären hinausgelaufen.
      Es ist natürlich klar, dass z.B der Besuch eines Schülerlabors eine Ausnahmesituation für die Schüler darstellt, was bei einigen sicher für einen Motivationsschub sorgt und das der Alltag anders aussieht, sodass ich mich von motiverten Schülern nicht blenden lassen sollte.

      Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Tipps geben!

      Vielen Dank schonmal
    • Du brauchst Dich nicht zu rechtfertigen, warum Du den SE machen möchtest ;)

      Praktikum ist sicher hilfreich. Wann das stattfinden soll, sollte die betreuende Schule entscheiden.

      Im Moment sollten speziell für Deine Fächer die Möglichkeiten an allen Schulformen gut bis sehr gut sein. Hast Du mal nach verfügbaren Stellen geschaut?

      Als OBASler bekommt man am BK und Gym E13, Einstufung hängt von der Berufserfahrung ab. Wie es an anderen Schulformen aussieht, weiss ich nicht.

      Nach Beendigung OBAS und dem erfolgreichen Absolvieren des 2. Staatsexamens bekommst Du am Gym/BK die Verbeamtung und A13, falls gesundheitlich nichts dagegen spricht.

      Viel Erfolg!
    • Hallo Higgs,

      vor knapp drei Jahren stand ich an der gleichen Stelle wie du und habe mich im Forum über einen Seiteneinstieg in NRW informiert und ihn dann auch durchgezogen (seit Mai bin ich fertig!). Ich unterrichte Mathe und Elektrotechnik an einem Berufskolleg, vorher war ich Elektrotechnikingenieur (M.Sc).

      dasHiggs schrieb:

      Ich befinde mich zurzeit in einer Vorbereitungsstelle für eine Promotion (Projekt + Mittel werden bald beantragt), jedoch kommen mir immer mehr Zweifel ob es das ist, was ich auch wirklich möchte. Die Aussichten auf eine Karriere in der Wissenschaft sind katastrophal dank WissZeitVG und auch in der Industrie ist es enorm schwer geworden, einen Job zu finden. (Ehemalige Kommilitonen sitzen seit 2 Jahren auf Hartz4, ein anderer hat nach der Promotion aus der Not für ein sehr geringes Gehalt angefangen etc.)
      Eine Promotion ist momentan offenbar keine Garantie für einen (gut bezahlten) Job. Während meines Refs waren ungefähr 30% meiner Seiteneinsteigerkollegen Leute mit einem Doktortitel. Die wissenschaftliche Karriere ist tatsächlich kaum möglich und die meisten Doktoren sind zu überqualifiziert für viele Stellen. So war zumindest meiner und deren subjektiver Eindruck. Zumindest hat sich der immense Zeitaufwand für eine Promotion nicht finanziell gelohnt.

      dasHiggs schrieb:

      Im Studium habe ich immer schon nebenher Übungsgruppen betreut und habe es wirklich sehr sehr gern gemacht. Auch auf das korrigieren der Zettel am Wochenende habe ich mich immer gefreut, da ich einfach das Gefühl hatte, etwas sinnvolles zu tun. Zudem habe ich auch Projekte im Schülerlabor betreut, auch das hat mir sehr viel Spaß bereitet. Meine Freundin (bald Lehrerin) und auch meine Familie sagen mir immer wieder, wie gut ich Dinge mit einfachen Wörtern und Mitteln erklären kann.
      Das alles zusammen sehe ich als Indiz, dass der Beruf des Lehrers eine Möglichkeit für mich sein könnte.
      Schüler sind leider etwas anderes als Übungsgruppen. Schüler musst du unterrichten, Übungsgruppenmitglieder kannst du raus schmeißen. Ich persönlich halte nicht besonders viel von der Übertragung vom Spaß bei Nachhilfe auf das Lehrerleben - ich zumindest kann für mich bestätigen, dass es nicht besonders ähnlich ist. Das ist aber kein Problem: Viel wichtiger ist, dass du gerne mit Menschen arbeitest. Den Rest lernst du (oder solltest du theoretisch) im Ref und vor allem in der Schulpraxis durch eigenen Unterricht lernen. Fachlich schlägst du jeden Schüler eh um Längen. Das Zauberwort heißt hier "Lehrerpersönlichkeit", von der ich am Anfang dachte, die ist eh nicht gut feststellbar. Im Nachhinein bin ich aber der Überzeugung das man sehr schnell (innerhalb von 20 Minuten) einen Eindruck bekommen kann, ob derjenige sich als Lehrer eignet. Da du deine Persönlichkeit nicht mehr änderst, ist er Besitz quasi Grundvoraussetzung. Denke an deine alte Schule zurück - du wirst mit Sicherheit eine Menge Lehrer finden, die besser nicht Lehrer geworden sind und andere Lehrer, die sehr gut unterrichten. Und dabei wirst du vermutlich feststellen, dass guter Unterricht nicht (nur) von der Strenge oder dem Unterrichtsstil abhängt, sondern ganz massiv von der Lehrerpersönlichkeit. Das kannst du nur für dich selbst beantworten - oder ein paar gute Freund (die Freundin) fragen.

      dasHiggs schrieb:

      Zunächst plane ich an der Schule an der ich Abitur gemacht habe ein freiwilliges Praktikum zu absolvieren. Welche Zeiten sind da sinnvoll? Ich muss hierfür Urlaub nehmen, weshalb die Zeit begrenzt werden muss. Allerdings möchte ich auch einen sinnvollen Einblick nehmen. Momentan habe ich 3 Wochen angedacht, bin aber für weitere Vorschläge offen. Da ich zeitlich flexibel bin: Bietet es sich an zu besonderen Zeiten ein Praktikum zu absolvieren? Also nicht kurz vor den Sommerferien ist klar, aber gibt es sowas wie einen sinnvollsten Termin, an welchem ich das Maximum des Alltags mitbekomme?
      Es wird immer gesagt, dass Praktika sinnvoll sind. Ich habe vorher keins gemacht. Ob du das sinnvoll findest oder nicht, musst du selbst wissen. Für mich stellt sich immer die Frage, was du im Praktikum siehst/machst. Der Normalfall ist leider, dass du irgendwo hinten in den Unterricht von einem Kollegen geparkt wirst und dir quasi wie aus Schülersicht den Unterricht anschauchst. Dabei wirst du natürlich sehen, was schlechter und was guter Unterricht ist. Du wirst vielleicht einen Eindruck gewinnen, wie die Lehrerpersönlichkeiten sind. Du wirst aber leider nicht feststellen können, wie es ist, Lehrer zu sein. Vorne stehen, möglichst alles im Blick haben, in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen - und natürlich wirst du nicht feststellen können, wie es ist, Unterrichtsreihen vorzubereiten. Letztlich ist es in meinen Augen nur eine Situation wie damals an der Schule für dich.
      Trotzdem werden Praktikanten gerne gesehen. Viele Schulen (dazu komme ich gleich) schreiben Stellen in Mangelfächern nur aus, wenn sie vorher mal einen Kandidaten gesehen haben, der sich dafür auch bewerben möchte. Außerdem können Schulleiter (zumindest meine) recht gut und schnell die Lehrerpersönlichkeit einschätzen. Für nen ersten Kontakt ist das also durchaus geeignet.
      Die Schulen sind inzwischen gut organisiert. Es gibt mehrere Pflichtpraktika während des Lehramtstudiums, so dass du schnell und problemlos einen Platz bekommen wirst. Drei Wochen finde ich persönlich sehr lange, wenn dein Praktikum nur daraus bestehen wird, Unterricht von hinten zu beobachten. Da hast du nämlich nach drei Tagen alles gesehen. Länger halte ich für überhaupt nicht sinnvoll. Bei uns am BK kommen die Leute einen Tag zur Hospitation. An diesem Tag sehen die Leute dann mehrere Stunden von den Fächern, die sie später mal unterrichten sollen.

      dasHiggs schrieb:

      Dann habe ich noch eine Frage zur Bezahlung. Ich habe bei meinen Recherchen herausgefunden, dass man als Seiteneinsteiger mit TV-L13 vergütet wird, ist das korrekt? Ich las auch immer wieder was über E11

      Während OBAS bekommst du TV-L 13.2 - wenn du mehr Berufserfahrung mitbringen solltest, wird die Zeitstufe auch erhöht. Kann man gut von leben. Später wird, wenn du gesund bist, A13 daraus. Da kann man sehr gut mit leben.
    • 2. Teil, um die Zeichenbeschränkung zu umgehen :)

      dasHiggs schrieb:

      Und last but not least: Wie stehen momentan überhaupt die Chancen? Gibt es eine Prognose wie sich die Chancen mit der Zeit entwickeln?
      Als Zweitfach kommt für mich Mathematik in Frage, da ich während meines Studiums 42 CP allein in Mathe gesammelt habe (Mathe für Physiker I-IV).
      Mathe/Physik? Ziemlich gut. schulministerium.nrw.de/BP/Leo…969.0315343068896s2&mod=a - Dort findest du alle Seiteneinsteigerstellen in NRW. Im Moment sind viele Stellen ausgeschrieben, da die Schulen noch nachträglich Stellen genehmigt bekommen haben. Das Einstellungsdatum ist Anfang Dezember.
      Für das neue Halbjahr werden die Stellen irgendwann im November ausgeschrieben. Dort werden vermutlich noch einmal mehr Stellen freigeschaltet sein.
      Mathe und Physik sind beides durchaus Mangelfächer. Die Schulen müssen eine Stelle ausschreiben und die dann für Seiteneinsteiger öffnen. Das wird häufig dann für Physik geschehen, obwohl auch bei Mathe ein Mangel besteht. In diesem Fall können sich auf die Stelle fertige Referendare bewerben ODER Seiteneinsteiger ohne Lehramtsausbildung (so wie du). Wenn sich nur fertiger Lehrer auf die Stelle bewirbt und der nicht völlig ungeeignet ist, muss der bevorzugt eingestellt werden. Ansonsten kommt ein Seiteneinsteiger bei entsprechender Qualifikation zum Zug. (All das steht in einem längeren Dokument zum OBAS, was du über Google oder auf der o.g. Seite irgendwo findest).

      Mein Tipp wäre, zunächst einmal die Stellenauschreibungen für Seiteneinsteiger jetzt und im November zu beobachten. Dort kannst du schnell erkennen, wo ein Mangel in welchen Fächern herrscht. Maschinenbau und Elektrotechnik sind klassische Seiteneinsteigerfächer - die meisten BKS haben da ziemlich genau 0 Lehrer, die das auf Lehramt studiert haben. Physik ist auch Mangel, aber tritt nicht ganz so häufig auf. Da viele Schulen aber die Stelle nur ausschreiben, wenn sie die auch besetzen können, kann dort ein Nachfragen beim Schulleiter nicht schaden. Am Gym sind Seiteneinsteiger meiner Erfahrung nach noch eher die Ausnahme. Die BKs könnten ohne Seiteneinsteiger ihren Betrieb zu großen Teilen einstellen. Zumindest bei uns liegt die Quote von Seiteneinsteigern bei über 30%, im naturwissenschaftlichen Bereich sind bei uns 70% Seiteneinsteiger.

      Mathe passt - die genau benötigte Creditzahl steht in der Broschüre von oben. Dein Erstfach ist ja eh immer das Fach, wo du deinen Abschluss gemacht hast. Das Zweitfach musst du ziemlich genau nachweisen. Da ist es extrem hilfreich, wenn die Fächer Mathe I-IV heißen statt "Angewandte Theorien zur mathematischen Überprüfung von Hypothesen" oder so.

      dasHiggs schrieb:

      Ich denke ich sollte auch noch einmal zum Schülerlabor und mir meine Betreung schriftlich bestätigen lassen, genau wie das Praktikum, wenn ich es dann mache? Macht es Sinn, nach einem Wisch ale "Herr *** hat mit größtem Interesse ...." oder wird sowas nicht berücksichtigt?

      Ist vielleicht ganz nett - weiß aber nicht, ob der Schulleiter Zeugnisse ausstellt. Muss auch nicht sein. Auch die Schulleiter wissen, dass du als Praktikant irgendwo rumgesessen hast - das qualifiziert dich ja noch nicht für den Lehrerjob :-).


      dasHiggs schrieb:

      Was man aus den Zeitungen/Medien etc hört müsste ich ja sofort mit Kusshand genommen werden. Allerdings haben die gleichen Medien das vor meinem Studium der Physik auch propagiert und jetzt findet ein Großteil der Leute keinen Job, da es einfach keine Stellen gibt... Seitdem bin ich mit soetwas sehr vorsichtig geworden und Frage lieber an der Basis nach


      Bewerben kostet erstmal nix. Wenn du an der Schule genommen wirst, nehmen die auch Rücksicht auf deine eventuelle Kündigungsfrist bei deiner alten Stelle. Bist du einmal im System und stellst dich nicht dumm an, kommst du auch durch. Du riskierst also erstmal überhaupt nichts. In deinem OBAS-Vertrag wird drin stehen, dass du nach Abschluss deiner Ausbildung eine unbefristete Stelle angeboten bekommst. Damit bist du um Welten besser gestellt als "normale" Referendare, die sich danach selbst um eine Stelle bewerben müssen (und im Falle von Deutsch/Geschichte vermutlich in die Dauerarbeitslosigkeit entlassen werden).

      Unser BK würde Mathe/Physik vermutlich mit Kusshand nehmen!



      dasHiggs schrieb:

      Ich will nochmal betonen, dass die Entscheidung Lehrer zu werden keine Notlösung sein soll, vielmehr habe ich mir in letzter Zeit überlegt wo meine Stärken liegen und was ich gerne mache, und da ist alles auf das unterrichten / erklären hinausgelaufen.
      Es ist natürlich klar, dass z.B der Besuch eines Schülerlabors eine Ausnahmesituation für die Schüler darstellt, was bei einigen sicher für einen Motivationsschub sorgt und das der Alltag anders aussieht, sodass ich mich von motiverten Schülern nicht blenden lassen sollte.

      Das hast du schon mal richtig erkannt :-).


      Mein ganzer Text klingt jetzt vielleicht so, als ob du es nicht machen solltest oder als ob Lehrer sein kein toller Job ist - soll es aber nicht. Für mich war die Entscheidung für den Seiteneinstieg absolut richtig und ich arbeite sehr gerne in diesem Beruf. Der Umgang mit den Schülern ist fast immer toll, der Unterricht macht Spaß (auf die Verwaltungssachen könnte ich allerdings verzichten). Wenn du dir vorstellen kannst, 40 Jahre vor Schülern zu stehen, dann mach es einfach.

      Wenn du magst, kannst du mir für genauere Infos auch mal eine PN schicken, damit ich nicht den ganzen Thread mit privaten Daten fluten muss.

      Nachtrag: Sissy hat recht - rechtfertigen musst du dich nicht :)
    • Sissymaus schrieb:

      Hast Du mal nach verfügbaren Stellen geschaut?

      Ich habe mal geschaut, aber finden tue ich nur sehr wenig, was auch ein Grund für meine Nachfragen hier ist. Allerdings hat Kalle29 ja schon angedeutet wie es mit den Ausschreibungen läuft. Ich denke dort wird sich Eigeninitiative lohnen!

      Kalle29 schrieb:

      Das Zauberwort heißt hier "Lehrerpersönlichkeit"
      Das kann ich aus meiner Schulzeit so nur bestätigen, mein Physiklehrer war wirklich eine "Persönlichkeit", da hat selbst ein aufmüpfiger Schüler wie ich es war ( :engel: ) den Mund gehalten.

      Kalle29 schrieb:

      Viele Schulen (dazu komme ich gleich) schreiben Stellen in Mangelfächern nur aus, wenn sie vorher mal einen Kandidaten gesehen haben, der sich dafür auch bewerben möchte.
      Das hilft mir schonmal sehr, danke.

      Kalle29 schrieb:

      Drei Wochen finde ich persönlich sehr lange
      Die drei Wochen wären auch das Maximum was möglich ist, da ich hierfür ja ganz regulär Urlaub nehmen muss. Allerdings würde ich schon gern ein Praktikum vorher absolvieren.

      Kalle29 schrieb:

      Während OBAS bekommst du TV-L 13.2
      Sissy schrieb E13, gibt es das irgendwo schriftlich?

      Kalle29 schrieb:

      (All das steht in einem längeren Dokument zum OBAS, was du über Google oder auf der o.g. Seite irgendwo findest).
      Danke, hab mir dazu auch schon einiges durchgelsen, aber teilweise finden sich auch neuere/ältere Fassungen von den Dokumenten, sodass ich etwas verwirrt bin.

      Kalle29 schrieb:

      Mein Tipp wäre, zunächst einmal die Stellenauschreibungen für Seiteneinsteiger jetzt und im November zu beobachten
      Das ist mein Plan. Da ich momentan auch nur 1 Jahr Berufserfahrung vorweisen kann, meine Stelle aber auch noch ein Jahr läuft werde ich jetzt erstmal beobachten

      Kalle29 schrieb:

      Ist vielleicht ganz nett - weiß aber nicht, ob der Schulleiter Zeugnisse ausstellt. Muss auch nicht sein. Auch die Schulleiter wissen, dass du als Praktikant irgendwo rumgesessen hast - das qualifiziert dich ja noch nicht für den Lehrerjob :-).
      das ist mir klar, nur hab ich mittlerweile gemerkt, dass es teilweise auf solche konstruierten "Wischs" ankommt, obwohl die Aussage darin einfach völlig irrelevant ist. Ich denk immer was man hat das hat man ;)

      Danke euch beiden schonmal für die vielen Tipps!
    • Sissymaus schrieb:

      Du brauchst Dich nicht zu rechtfertigen, warum Du den SE machen möchtest
      Doch, muss er schon. Hätte er es nicht gemacht, wären innerhalb von 2 h nach seinem Beitrag mind. 10 Leute auf ihn losgegangen mit "Was ist Deine Motivation? Wieso hältst Du Dich für geeignet? Gut erklären können reicht nicht aus für den Beruf! Glaub bloss nicht, dass Du das als Notlösung machen kannst!" etc. etc. ;)
    • dasHiggs schrieb:

      Sissy schrieb E13, gibt es das irgendwo schriftlich
      oeffentlicher-dienst.info/tv-l/west/

      Es heißt offiziell wohl TV-L E13.2. Vermutlich kommt das E von Entgeldgruppe - aber keine Ahnung. Sissy und ich meinen die gleiche Vergütungsstufe im gleichen Tarifvertrag.



      dasHiggs schrieb:

      Danke, hab mir dazu auch schon einiges durchgelsen, aber teilweise finden sich auch neuere/ältere Fassungen von den Dokumenten, sodass ich etwas verwirrt bin.
      schulministerium.nrw.de/docs/L…re_zum_Seiteneinstieg.pdf

      Ich kenne nur diese Fassung, die vermutlich auch noch aktuell ist. Auf der letzten Seite stehen auch die (veralteten) Gehälter, die du dir auf der oben genannten Webseite mit den aktuellen Zahlen angucken kannst.
    • Vielen Dank für eure Tipps!
      Ich denke, ich werde nun erstmal die Novemberausschreibung abwarten und beobachten. Darauf wird sicherlich das Praktikum (und vor allem das Gespräch mit den Lehrern dort / im Freundeskreis) eine große Rolle spielen, wie ich mich entscheide. Ich benötige ja so oder so noch das eine Jahr Berufserfahrung!
    • Wollsocken schrieb:

      Sissymaus schrieb:

      Du brauchst Dich nicht zu rechtfertigen, warum Du den SE machen möchtest
      Doch, muss er schon. Hätte er es nicht gemacht, wären innerhalb von 2 h nach seinem Beitrag mind. 10 Leute auf ihn losgegangen mit "Was ist Deine Motivation? Wieso hältst Du Dich für geeignet? Gut erklären können reicht nicht aus für den Beruf! Glaub bloss nicht, dass Du das als Notlösung machen kannst!" etc. etc. ;)
      Stimmt! Das war daher doch ziemlich schlau :)

      @dasHiggs:

      dasHiggs schrieb:

      Ich denke, ich werde nun erstmal die Novemberausschreibung abwarten und beobachten. Darauf wird sicherlich das Praktikum (und vor allem das Gespräch mit den Lehrern dort / im Freundeskreis) eine große Rolle spielen, wie ich mich entscheide. Ich benötige ja so oder so noch das eine Jahr Berufserfahrung!

      Insgesamt wirkst Du planvoll und vorausschauend, da Du Dich nun schon früh drum kümmerst. Wenn Du etwas Bestätigung haben willst: Das ist für einen Lehrer schon von Vorteil, wenn man vorausschauend arbeitet ;)
    • Da kann ich nur mit gefährlichem Halbwissen punkten: Ich meine mal gehört zu haben, dass Praktikanten keine Unterrichtsstunde halten dürfen. Kann mich aber auch täuschen. Genau das ist allerdings etwas, was vielleicht was bringen würde.
    • Ist es wirklich eine gute Idee eine Unterrichtsstunde zu halten ohne eine Idee von dem zu haben was Unterricht, Schüler, Schule, die Klasse etc ausmachen? Macht man dann nicht irgendwas? Wenns gut läuft, kann man gar nicht wirklich sagen warum (evtl hatte man nur Glück mit den Schülern und, dass Lehrer nciht der richtige Beruf für einen ist, fällt gar nciht auf...). Wenns schlecht läuft ist man gefrustet und denkt man wäre zum Lehrer nicht geeignet, obwohl es vielleicht an einer sehr spezifischen Situation lag, die man mit mehr (theoretischem) Hintergrund besser einordnen könnte.
      Ein gutes Lehrerfeedback könnte das natürlich ausgleichen. Aber ich bin irgendwie skeptisch.
      Praktikum in der Schule um rauszufinden, ob das eine Umgebung ist, in der man sich vorstellen kann zu arbeiten, ja. Unterricht ohne den Hauch einer Grundlage um zu testen, ob man unterrrichten kann und will? naja...

      Ich würde sagen, dass man von Beobachtung durchaus was lernen kann. Wenn man sich ein paar ganz konkrete Beobachtungsaufgaben mit in den Unterricht nimmt, ist das auch nicht langweilig.
      -Wie ist das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern?
      -Wie reagieren Lehrer/Schüler in bestimmten Situationen (Störung, keine HA, etc)?
      -Wie wird gelobt?
      -Wie ist die grobe Struktur einer Stunde?
      -Wie verhalten sich die Schüler untereinander?
      -...

      Ich würde davon abraten, an die eigene Schule zu gehen. Du wirst sehr wahrscheinlich dazu tendieren das Gebäude, die alten Lehrer, die Klassenräume und den Unterricht wieder aus Schülersicht wahrzunehmen. Außerdem könnte es passieren, dass Dich Deine alten Lehrer, sofern es sie noch gibt, nicht als potentiellen Kollegen sondern eher als Schüler betrachten. Vielleicht ist das in Deinem Fall nicht so relevant, da Du ja schon eine ganze Weile aus der Schule raus bist, aber ich würde trotzdem eine andere Schule nehmen.
    • Kalle29 schrieb:

      Da kann ich nur mit gefährlichem Halbwissen punkten: Ich meine mal gehört zu haben, dass Praktikanten keine Unterrichtsstunde halten dürfen. Kann mich aber auch täuschen. Genau das ist allerdings etwas, was vielleicht was bringen würde.
      Rein intuitiv hätte ich jetzt auch gesagt, dass das wohl keine so gute Idee ist. Wenn es mir allerdings zugetraut wird möchte ich die Möglichkeit auf jeden Fall wahrnehmen, selbst wenn es in die Hose geht. Der zuständige Lehrer sollte natürlich eine Klasse / Stunde aussuchen, die eine (evtl) verschenkte Stunde verkraften kann. Aber das sieht man dann ja wenn es so weit ist denke ich

      jabberwocky schrieb:

      Ich würde davon abraten, an die eigene Schule zu gehen. Du wirst sehr wahrscheinlich dazu tendieren das Gebäude, die alten Lehrer, die Klassenräume und den Unterricht wieder aus Schülersicht wahrzunehmen. Außerdem könnte es passieren, dass Dich Deine alten Lehrer, sofern es sie noch gibt, nicht als potentiellen Kollegen sondern eher als Schüler betrachten. Vielleicht ist das in Deinem Fall nicht so relevant, da Du ja schon eine ganze Weile aus der Schule raus bist, aber ich würde trotzdem eine andere Schule nehmen.
      Diesen Gedanken hatte ich auch schon, allerdings traue ich mir schon zu, die Situation aus einem anderen Blickwinkel auch neu zu bewerten. Sehr viele Lehrer sind schon im Ruhestand und auch sonst hat sich einiges seither getan.

      Ich habe jetzt erstmal einen Termin vereinbart um die Rahmenbedingungen abzuklären. Bin gespannt!
    • jabberwocky schrieb:

      Ist es wirklich eine gute Idee eine Unterrichtsstunde zu halten ohne eine Idee von dem zu haben was Unterricht, Schüler, Schule, die Klasse etc ausmachen? Macht man dann nicht irgendwas? Wenns gut läuft, kann man gar nicht wirklich sagen warum (evtl hatte man nur Glück mit den Schülern und, dass Lehrer nciht der richtige Beruf für einen ist, fällt gar nciht auf...). Wenns schlecht läuft ist man gefrustet und denkt man wäre zum Lehrer nicht geeignet, obwohl es vielleicht an einer sehr spezifischen Situation lag, die man mit mehr (theoretischem) Hintergrund besser einordnen könnte.
      Ein gutes Lehrerfeedback könnte das natürlich ausgleichen. Aber ich bin irgendwie skeptisch.
      Praktikum in der Schule um rauszufinden, ob das eine Umgebung ist, in der man sich vorstellen kann zu arbeiten, ja. Unterricht ohne den Hauch einer Grundlage um zu testen, ob man unterrrichten kann und will? naja...
      Seiteneinstieg in NRW funktioniert aber genauso. Ich und einige Ref-Kollegen wurden am ersten Tag direkt ohne Betreuung auf die Schüler losgelassen. Natürlich geht das mit großer Wahrscheinlichkeit in die Hose. Trotzdem merkt man direkt, woran es in groben Zügen gelegen hat. Die Details lernst du eh erst in den nächsten zwei Jahren. Wer allerdings nicht in der Lage ist, nach einer Stunde (auch ohne Ausbildung) zu sehen, was auf sehr grobe Art falsch gelaufen ist, sollte den Job eh überdenken.

      Das Lehrerfeedback (natürlich wird der Lehrer hinten drin sitzen) wird auch nur solche groben Schnitzer aufzählen können. Vielleicht ist die Stunde aber auch ganz ok gelaufen. Was lernt man denn dabei? Nun, ich finde viel wichtiger als informativer Unterricht für die Schüler ist, wie man mit der Unmenge an Eindrücken umgeht, die vorne auf einen einprasseln. Schüler x redet, Schülerin y verschwindet einfach aufs Klo, eine Frage die man stellt löst nicht den gewünschten Effekt aus. Da macht man viel schon intuitiv richtig, da es stark von der Persönlichkeit des Lehrers abhängt. Wer das nicht kann, wird es auch im Ref nicht lernen - ganz im Gegensatz zum Aufbau einer "guten" (im Sinne von irgendwelchen Theoretikern) Unterrichtsstunden aus fachdidaktischer Sicht. Trotzdem glaube ich nicht, dass du eine ganze Stunde halten wirst.

      Insgesamt finde ich, dass deine Überlegungen, soweit ich sie hier lesen kann, alle sehr schlüssig klingeln. Du solltest den Seiteneinstieg einfach mal versuchen. Du verlierst nämlich nicht viel, hast aber die Chance auf einen guten Job.

      Bedenke unbedingt die Wahl der Schulform. Am Gym hast du sowohl 11 jährige als auch 18 jährige Schüler zu unterrichten. Ich persönlich finde den Umgang mit kleineren Schülern für mich nicht so angenehm und bin froh, nur fast volljährige Schüler zu haben. Aber die Abwechslung an nem Gym ist vermutlich größer, das Niveau vielleicht besser. Ich bin auch skeptisch, ob die eigene Schule der beste Ort für ein Praktikum ist - es sei denn, du möchtest dort den Seiteneinstieg wagen. Ansonsten könnte leicht das passieren, was jabberwocky gesagt hat. Für viele Lehrer bleibst du dein Leben lang deren Schüler.
    • Hallo,

      ich habe mein erstes Praktikum an meiner alten Schule gemacht. Warum? Mein alter Physiklehrer war der Grund, weswegen ich überlegt hatte, im Studium schon auf Lehramt zu wechseln.

      Ich wurde als Praktikantin wahrgenommen und durfte auch unterrichten. 6. Klasse und auch Oberstufe (LK Physik). Obwohl das Praktikum gut war und ich viele bereichernde Gespräche hatte, habe ich mich damals dagegen entschieden. Ich konnte mir die Arbeit mit Kindern nicht auf Dauer vorstellen.

      15 Jahre und 2 Kinder später habe ich dann den Seiteneinstieg gemacht und bin jetzt ganz zufrieden. Zurzeit passt es. Ob ich es bis zur Pensionierung mache, weiß ich allerdings nicht.

      Mach einfach das Praktikum, ich finde schon, dass man da etwas sieht.
      Ich hatte jetzt auch schon Praktikanten und die habe ich auch eine Stunde halten lassen. Im Ref starten sie auch gleich mit eigenverantwortlichem Unterricht und irgendwann müssen sie ja anfangen.

      LG,
      feynman09
    • jabberwocky schrieb:

      Ist es wirklich eine gute Idee eine Unterrichtsstunde zu halten ohne eine Idee von dem zu haben was Unterricht, Schüler, Schule, die Klasse etc ausmachen? Macht man dann nicht irgendwas? Wenns gut läuft, kann man gar nicht wirklich sagen warum (evtl hatte man nur Glück mit den Schülern und, dass Lehrer nciht der richtige Beruf für einen ist, fällt gar nciht auf...). Wenns schlecht läuft ist man gefrustet und denkt man wäre zum Lehrer nicht geeignet, obwohl es vielleicht an einer sehr spezifischen Situation lag, die man mit mehr (theoretischem) Hintergrund besser einordnen könnte.
      Ein gutes Lehrerfeedback könnte das natürlich ausgleichen. Aber ich bin irgendwie skeptisch.
      Praktikum in der Schule um rauszufinden, ob das eine Umgebung ist, in der man sich vorstellen kann zu arbeiten, ja. Unterricht ohne den Hauch einer Grundlage um zu testen, ob man unterrrichten kann und will? naja...

      Ich würde sagen, dass man von Beobachtung durchaus was lernen kann. Wenn man sich ein paar ganz konkrete Beobachtungsaufgaben mit in den Unterricht nimmt, ist das auch nicht langweilig.
      -Wie ist das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern?
      -Wie reagieren Lehrer/Schüler in bestimmten Situationen (Störung, keine HA, etc)?
      -Wie wird gelobt?
      -Wie ist die grobe Struktur einer Stunde?
      -Wie verhalten sich die Schüler untereinander?
      -...

      Ich würde davon abraten, an die eigene Schule zu gehen. Du wirst sehr wahrscheinlich dazu tendieren das Gebäude, die alten Lehrer, die Klassenräume und den Unterricht wieder aus Schülersicht wahrzunehmen. Außerdem könnte es passieren, dass Dich Deine alten Lehrer, sofern es sie noch gibt, nicht als potentiellen Kollegen sondern eher als Schüler betrachten. Vielleicht ist das in Deinem Fall nicht so relevant, da Du ja schon eine ganze Weile aus der Schule raus bist, aber ich würde trotzdem eine andere Schule nehmen.
      Natürlich macht es auch Sinn, gezielt zu beobachten.
      Aber ich denke, viel wichtiger ist es, wenigstens mal eine Phase oder eben ein (idealerweise auch mehrere) Stunden zu halten. Natürlich nicht allein, auch nicht alleine planen, sondern mit dem Lehrer abgesprochen und dann auch ein Feedback bekommen.
      Ich hatte öfter Praktikanten, die haben eigentlich alle wenigstens eine Stunde gemacht, um mal einen Eindruck zu bekommen, wie sich das so anfühlt. Auch wenn das dann immer noch nur ein gaaaaaanz kleiner Einblick in das ist, was Lehrer sein wirklich heißt - und zumindest bei uns sich die Schüler in so Fällen immer deutlich netter verhalten als sonst, so nach dem Motto "Praktikanten haben Welpenschutz" ;)
      Ich würde da auf jeden Fall fragen, ob du dann auch mal eine Stunde oder eine Phase anleiten dürftest. Und dabei bitte bedenken, dass, wenn die Reaktion des Lehrers kurzangebunden wirkt o.ä., das nicht unbedingt mit dir zu tun hat, sondern dass der Stress einfach extrem hoch ist (bei uns ist z.B. der jetzt kommende Herbst die absolut ätzendste Phase überhaupt, da bin ich manchmal auch etwas kurzangebundener, weil ich schlicht 25 verschiedene Dinge gleichzeitig im Kopf haben und tun muss) - davon also nicht abschrecken lassen und es auch nicht persönlich nehmen.

      Viel Erfolg bei der Entscheidung!
      "Et steht übrijens alles im Buch, wat ich saje. ... Nur nit so schön." - Feuerzangenbowle
    • Kurzes Update:

      Ich war in der Zwischenzeit an meiner alten Schule und hatte ein wirklich nettes Gespräch mit der Praktikumskoordinatorin. Ich werde im Januar für 4 Wochen ein Praktikum absolvieren und werde auch mal eine eigene Stunde halten dürfen, von daher alles super!

      Eine Frage stellt sich mir noch zu der ich noch keine wirkliche Information gefunden habe:

      Als OBASler unterrichtet man von vorn herein ja ein ordentliches Pensum an Stunden selbst, wie ist das mit einem Beginn am 1.11 (also mitten im Halbjahr) vereinbar? Tritt ein Kollege dann ein paar Klassen an mich ab oder wie muss ich mir das vorstellen?
      Meine Idee / Mein Wunsch wäre es (vorrausgesetzt das Praktikum verläuft positiv und ich halte an der Entscheidung fest) schon zum 1.8. zu beginnen. Allerdings fehlen mir dann 2-3 Monate Berufserfahrung.
      Und damit nehmen die Bezirksregierungen es anscheinend sehr genau... Oder hat jemand vielleicht von einen Fall gehört, bei dem es für ein Mangelfach auf 2-3 Monate nicht so drauf ankommt?
      Obwohl ihr mir hier wahrscheinlich sagen werdet, dass wohl auf die Tagesform des Sachbearbeiters ankommt frag ich trotzdem mal :P
    • Kann dir letztlich nur die Bezirksregierung beantworten. Ich habe aber schon mehrfach hier gelesen, dass die drei Monate vor dem eigentlichen OBAS-Beginn am 1.11 oder 1.5. durchaus als Berufserfahrung angerechnet werden.

      Aber ja, wenn du mitten im Schuljahr anfängst, wird der Stundenplan entweder für dich umgebaut, indem einzelne Kollegen mit zuvielen Stunden Unterricht abgeben oder (die einfachere Variante) du wirst im Teamteaching eingesetzt. Wenn du zum Schuljahr/Halbjahr anfängst, wirst du vermutlich direkt deine 19 Stunden alleine bekommen. Hängt auch davon ab, wie der Stundenplaner das organisiert bekommt. Wenn klar ist, dass du zum 1.11. kommst, kann man den Stundenplan ja durchaus so bauen, dass du nachher einfach reinrutschen kannst.

      Da du innerhalb der ersten paar Wochen nach Beginn eine Lehrprobe in jedem Fach machen musst, wird deine Schule da schon eine passende Lösung finden.
    • Persönlich halte ich das aber nicht für sinnvoll an "der alten Schule" ein Praktikum zu absolvieren. Auch mit deiner Facherkombination ist es durchaus möglich, dass du an Gymnasien keine OBAS-Stelle bekommst, sondern eher auf eine Gesamtschule (Sekundarstufe II) oder auch auf eine reine Sekundarstufe I-Stelle an Haupt-, Real- oder Gesamtschule rutscht. Und die Kinder dort sind, gerade in der Sekundarstufe 1, die du natürlich auch unterrichten wirst, anders als auf dem Gymnasium.
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