Du hast zwar Recht, dass sie nach Aktenlage entscheidet, aber welche Akten sie dafür haben will, ist ihre Entscheidung
Im Falle der BR Münster ist das ganz klar aufgeführt.
Was genau?
Vielleicht reden wir auch aneinander vorbei.
Beispiel:
Schüler bleibt sitzen, u.a. weil die Relinote 5 ist. Damit ist es auch ein Widerspruch und keine Beschwerde.
Eltern legen Widerspruch gegen die Relinote ein, ohne Begründung. Wir fordern Begründung nach. Es kommt nichts.
Trotzdem muss hier das Gremium, dass über den Verwaltungsakt entschieden hat, zusammentreten (sprich: Zeugniskonferenz).
Jetzt gibt es zwei Varianten:
Fall A:
Relilehrer hat sich noch mal alles angeschaut, entdeckt einen Fehler, ändert die Note auf 4, Schüler kriegt ein neues Zeugnis und wird versetzt. Dem Widerspruch wurde Abhilfe geschaffen.
Fall B:
Relilehrer schaut sich alles an, entdeckt keine Fehler, bleibt bei seiner Note. Dem Widerspruch kann nicht Abhilfe geschaffen werden, alle Unterlagen müssen dann zur Schulaufsicht inkl. haufenweise Dokumentation (das ist bereits festgelegt, siehe oben), und die entscheidet dann.
Was NICHT geht:
Fall C:
Es folgt keine Begründung, die Sachen werden geschreddert.
Und dann gucken wir uns mal Fall B an: In der Regel ist sowas kurz vor den Sommerferien und dann haben wir folgenden Hinweis:
"Widersprüche - insbesondere solche, die im Falle einer Stattgabe gegebenenfalls doch noch eine Versetzung oder die Zulassung zur Nachprüfung nach sich ziehen könnten – müssen umgehend geprüft und/oder zur Entscheidung an die Widerspruchsbehörde weitergeleitet werden, da mehr als drei Wochen nach Schulbeginn ein zumutbarer Wechsel der Jahrgangsstufe nicht mehr gewährleistet werden kann."
Sprich, das alles läuft in den Sommerferien.
So, und da kannst du dir ja vorstellen, wie wahrscheinlich das ist, dass Relilehrer Müller auf seiner Note beharrt um Jan-Christian (Jahrgang 7) das Schuljahr wiederholen zu lassen. Sondern natürlich wird der irgendeinen "Fehler" finden und dann kriegt der Schüler hat seine bessere Note und alle können in die Ferien.
Das heißt nicht, dass ich das gut finde, aber wir können froh sein, dass ein Großteil der Eltern das nicht weiß oder nicht abgebrüht dazu ist.