Shakespeare sonnets - HELP!

    • Offizieller Beitrag

    Nee, das war doch dieser Golden Retriever aus Liebeskomödie mit der Aniston, oder? :D

  • Shakespeare hat seine Werke doch gar nicht selbst geschrieben! Dies wurde schon von vielen Akademikern belegt. Hat sich hier schon mal jemand mit den Hintergründen von Marlowe oder de Vere beschäftigt?


    *Stöhn*


    Nele

    • Offizieller Beitrag

    Da geh ich nächste Woche mit meinen 13nern rein, Verschwörungstheorien sind immer gut und das Popcorn im Kino unserer Wahl auch... :) Freu mich schon.

  • Du ArmE, bitte :D. Keine Ahnung, kommt drauf an wohin. Könnt ich vielleicht mit einem Besuch bei meiner Tante verbinden ;-). Aber nächste Woche sowieso nicht. Ich muss noch meinen Staatsexamensmarathon beenden....

    • Offizieller Beitrag

    Das fand ich eher witzig... Die Londonbilder waren toll, und die Queen auch - schauspielerisch. Aber diese Verwirrverschwörungsnummer - von meinen Schülern haben nur 50% überhaupt was kapiert, wir haben dann noch ewig und drei Tage inner Pizzeria versucht, das Ganze zusammenzupuzzeln, diese Inzestgeschichte hab ich bis jetzt nicht ganz durchblickt. Da hätte es weniger auch getan...



    Zitat

    Ich muss noch meinen Staatsexamensmarathon beenden.... .


    Dir alles Gute!! :) :thumbup:

  • Ich habe auch mal eine kurze Frage zum Thema Sonnets (möchte aber nicht extra ein neues Thema aufmachen). Und zwar werde ich in meinem UB demnächst die Einstiegsstunde ins Thema Sonnets zeigen (Shakespeare und seine Zeit, das damalige Schönheitsideal usw. sind schon bekannt).
    Ich hab noch nie Lyrik unterrichtet und zerbreche mir gerade den Kopf, wie ich an die Sache herangehen soll. Erarbeitet man erst die Form oder erst den Inhalt? Was ist sinnvoller?

  • Warum kein neues Thema? Das kostet doch kein Geld, verschmutzt nicht die Umwelt aber ist dafür viel übersichtlicher.


    Ich würde sagen, such dir doch erst einmal ein Sonett aus, das gut zu deiner Lerngruppe passt, und schreib hier, was du dir so als Unterichtsstruktur denkst. Dann kann man viel besser Tips und Hilfe geben.


    Prinzipiell: nach meinem Literaturverständnis dient die Form dem Inhalt und ist kein Selbstzweck. Was die Sonett als lyrische Form angeht, ist sehr wichtig, die Rolle dieser Gedichtsgattung als "romantisches Medium" junger Menschen der gehobenen Schichten in einer Zeit ohne künstliche Medien zu begreifen. Dadurch lässt sich verstehen, warum die lyrische Form so "handwerklich" und leicht zu imitieren ist. Vor diesem Hintergrund wiederum kann man Shakespeares Antipetrarkismus betrachten, der seinen Sonetten ganz besonderen künstlerischen Ausdruck verleiht.


    Wie gesagt, Form und Inhalt sind miteinander verwoben.


    Nele

    • Offizieller Beitrag

    Also wenn das Schönheitsideal schon erarbeitet wurde, wäre doch ein Rekonstruktionsverfahren des Sonetts 130 eine nette Sache.


    Die Schüler bekommen die Zeilen jeweils halbiert in Schnippseln und müssen das Sonett rekonstruieren. Währenddessen wird sich ja ein "Aha-Effekt" einstellen bzw. man wird erkennen, dass da eben nicht über Schönheit gesprochen wird.


    Dann kann man an das elisabethanische Schönheitsideal anknüpfen und ggf. auch einen Gegenwartsbezug herstellen.


    Gruß
    Bolzbold

  • Ich hatte ganz grundsätzlich angedacht, mit Nr. 18 anzufangen (weil das ja noch sehr "klassisch" ist) und dann danach Sonnet 130 als quasi Kontrast dazuzunehmen. Zu 130 habe ich auch schon eine Menge Ideen und Material, nur mit Sonnet 18 und generell mit der Einführung in die Thematik tue ich mich etwas schwer.


    Meine grobe Vorstellung von der Herangehensweise sieht so aus, dass ich in der Stunde vor dem UB kurz über Petrarch und das Konzept von courtly love sprechen und dann eben das erste Sonnet in Angriff nehmen würde (zugegebenermaßen bin ich bisher erst in einem wirklich sehr groben Planungsstadium, aber es ist eben auch noch ein Weilchen hin zum Glück).


    Dass Form und Inhalt miteinander verwoben sind, sehe ich natürlich auch so. Es hapert nur momentan noch konkret an der Herangehensweise... ich gebe das Sonnet rein, und wo fange ich dann an? Lasse ich es lesen und dann erstmal die äußere Form beschreiben oder sichere ich zuerst das inhaltliche Verständnis?


    @Bolzbol
    Zerschnittene Zeilen finde ich eine gute Idee und hatte ich auch bereits angedacht, bisher weiß ich aber noch nicht genau, wo ich da schneiden soll, damit hinterher kein Murks herauskommt (der Kurs ist ziemlich leistungsschwach). Ganze Zeilen funktionieren meiner Einschätzung nach nicht. Meinst du, jede einzelne Zeile mittig durchzuschneiden?
    Wenn ich es damit angehe, würde ich das Sonnet zusammenpuzzeln lassen, dann wohl erstmal nach dem Vorgehen beim Puzzeln fragen und darüber das Reimschema erarbeiten, und dann auf die Inhaltsebene übergehen. Anschließend könnte man dann die Frage aufwerfen, ob und inwiefern die Form den Inhalt stützen könnte o.ä. (mir fällt gerade keine passende Formulierung ein; ich hoffe, es wird deutlich, was gemeint ist).
    Wäre das von der ganz groben Herangehensweise her schlüssig?


    @neleabels
    Dass generell Lyrik als "romantisches Medium" diente, müssten die Schüler eigentlich wissen. Wir haben sehr intensiv Shakespare in Love geguckt und im Zuge dessen auch bereits über die Funktion der poetischen Ausdrucksweise in Bezug auf den Ausdruck von Liebe gesprochen. Wenn ich jetzt noch kurz Petrarch und den "Ursprung" der Sonnets thematisiere, müsste es eigentlich klar sein.

  • @neleabels
    Dass generell Lyrik als "romantisches Medium" diente, müssten die Schüler eigentlich wissen. Wir haben sehr intensiv Shakespare in Love geguckt und im Zuge dessen auch bereits über die Funktion der poetischen Ausdrucksweise in Bezug auf den Ausdruck von Liebe gesprochen. Wenn ich jetzt noch kurz Petrarch und den "Ursprung" der Sonnets thematisiere, müsste es eigentlich klar sein.


    Ja, mhm, Hrgh! Aber das ist doch das tolle an Nr. 130, dass das gerade eben NICHT so bruchlos da rein passt.


    Nele


    P.S. "Müssten die Schüler eigentlich wissen" ist in der Didaktik immer so eine Sache. :) Lernen lebt von immer wiederkehrender Wiederholung aus immer neuen Richtungen, auch bekannt als "Spiralcurriculum".

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