Welche Software für Schülercomputer?

  • Hallo miteinander,


    meine Tochter (jetzt 5. Klasse Gym) wünscht sich zu Weihnachten und zum Geburtstag einen eigenen Computer. Jetzt grübel ich, welche Programme wohl geeignet wären. Könnt ihr mir helfen?
    Also Word und Excel ist klar. Braucht man auch PowerPoint? Hilfreich wäre wohl auch eine Art Terminplaner für Hausaufgaben und Klassenarbeiten (ich dachte an "Kalenderchen"). Und als Vokalbellernprogramm habe ich schon Teachmaster besorgt.
    Welche Programme halten Lehrer für nützlich? Und welche Erfahrungen haben Eltern gemacht?
    Freue mich über Eure Antworten!

  • Statt Word, Excel, Powerpoint kann man auch die kostenlose Version von OpenOffice nehmen:


    http://de.openoffice.org/


    Gibt es auch auf CD-Rom.


    Oder StarOffice.


    Im Forum hier gibt es auch Threads dazu:


    http://www.lehrerforen.de/oldforum.php?topic=102881914536


    http://www.lehrerforen.de/oldforum.php?topic=102477874407


    Ich halte Powerpoint von Microsoft für überflüssig, das kostenlose Äquivalent von OpenOffice oder StarOffice tut es m.E. auch.

  • Liebe strelizie,
    Soll der PC nur zum Lernen genutzt werden? Oder soll er auch Spaß bereiten?
    Wichtig fände ich gute Nachschlagewerke, in denen das Kind wie in einem Lexikon etwas nachschlagen und nachlesen kann. z.B mikrosoft encata.
    Soll der PC auch online fähig sein? Dann ist es sehr wichtig über die Gefahren des Internets zu informieren, ggf. auch bestimmte Seiten zu sperren und ihn vierensicher zu machen.
    Die kosten können sonst explodieren. Auch mädchen in Klasse 5 chatten und haben gott sei dank noch keine Angst. Aber sie sollten wichtige regeln kennen. Beim chatten, 1. Niemals eine Telefonnummer nennen. 2. Sich niemals verabreden. 3. Niemals die original adresse herausgeben usw. Es tummeln sich hier leider viele "böse" Menschen. Die Gefahren sind aber leicht abzuschwächen, wenn wir die Kinder richtig und sinnvoll aufklären und sie vor den Gefahren schützen. Als bitte lassen sie das Kind nicht allein auf den PC los. Klären sie solche fragen im Vorfeld.
    LG LAA anja

  • Zitat

    LAA anja schrieb am 23.10.2005 13:34:
    Soll der PC auch online fähig sein? Dann ist es sehr wichtig über die Gefahren des Internets zu informieren, ggf. auch bestimmte Seiten zu sperren und ihn virensicher zu machen.


    Technischen Schutz für das Surfen im Internet bieten gute Programme, die für den Privatgebrauch kostenfrei sind.


    Z. B. AntiVir PE (ein sehr guter, leicht zu bedienender Virenscanner, der bei mir läuft - das teure Konkurrenzprodukt Norton Internet Security hab ich nach einer Saison entnervt vom Rechner geschmissen)
    Zone Alarm (eine Firewall, die den Rechner vor unliebsamen Besuchern schützt)

    Einmal editiert, zuletzt von philosophus ()

  • Hallo miteinander und dankeschön für eure Antworten!


    @ powerflower:
    OpenOffice bzw. StarOffice kenne und liebe ich schon seit Urzeiten (wir hatten tatsächlich schon die Version 1.0, damals hieß es noch StarWriter). Leider mussten wir uns zähneknirschend davon trennen, weil viele Formulare und vorgefertigte Texte nur in Word zu haben sind und auch die meisten Kollegen nur mit Wort arbeiten, das erschwert den Austausch etwas. Meine Tochter benutzt bisher einen unserer "abgelegten" Rechner, der schon Word und Excel drauf hat, deshalb kennt sie sich damit aus. Da sie mit ihrem eigenen Rechner (in ihrem Zimmer dann) auch ans Mini-Netzwerk angeschlossen wird, wollte ich nicht zu viele unterschiedliche (Office)Programme benutzen. Aber StarOffice ist wirklich besser als MSOffice!


    @ anja:
    Ja, ich denke schon auch an ein paar Spiele (Mathica und Physikus hab ich schon als Lernspiel - die gab's vor kurzem für je 10 Euro). Und ja, Internet gibt's auch. Aber das ist sie von dem bisherigen Rechner gewöhnt. Die Verhaltensregeln hab ich ihr eingebläut, sie hat jetzt schon striktes Verbot, irgendwas ohne Nachfrage bei uns downzuloaden (sieht sie auch ein, ein Virus würde uns total lahmlegen). Und Gottseidank haben wir eine Flatrate (sonst hätte ich schon ernste Probleme :D )


    @ philosophus:
    AntiVir hat sie jetzt auch schon, wir sind total zufrieden damit - den Norton Internet Security hatte ich auch schon mal auf meinem Rechner - hab ihn auch wieder abgeschafft - da ging ja gar nichts mehr!
    Aber die Mozilla-Programme werde ich mir mal ansehen, vor allem das Email-Programm. Bin mit Outlook nämlich nicht sehr zufrieden. Wie ist das bei Thunderbird mit dem Abholen von emails? Werden die auch wie bei Outlook sofort abgeholt oder kann man erst mal sehen, wieviel man hat und muss sie dann explizit runterladen? (so wurden wir nämlich mal von einem bösen Virus verschont, wir konnten die email schon auf dem Server löschen, ohne sie runterzuladen - damals hatten wir noch t-online).


    @ alle:
    also ich denke, die grundsätzlichen Sachen sind klar, mir geht es im Augenblick um kleine, nützliche Programme (Geheimtipps?), die ein Schülerleben angenehmer machen. Ich werde mir jetzt noch die Tippkönigin besorgen, mit der arbeitet sie in der Schule.

    • Offizieller Beitrag

    Ob Powerpoint oder die Variante von Open office wäre mir erst mal egal. Allerdings fände ich es wichtig, eine Version auf dem Rechner zu haben, da die Schüler beui uns in 5 und 6 jetzt sehr gezielt Methoden vermittelt bekommen und öfter auch freiwillig mal Kurzreferate halten. Wenn die Kinder dann mit solchen Programmen umgehen können und auch damit arbeiten, halte ich das nur für gut.


    Liebe Grüße,


    Dalyna

  • Es ist nicht schlecht, wenn die Kinder das zu Hause auch haben, was in der Schule verwendet wird. Und das ist wohl zumeist die Microsoft-Schiene.


    Wenn man seine Präsentations-CD mitbringt, nützt es ja nichts, wenn man die in der Schule nicht nutzen kann.


    Michaela

    • Offizieller Beitrag

    Laut unserem Medien-Mensch sind open Office-Programme ohne Probleme in Windows verwendbar. Ob das jetzt bei Power-Point oder wie das dann auch immer heißen mag, auch so ist, weiß ich jetzt nicht genau, wär aber durchaus zu vermuten. Wenn das nicht der Fall sein sollte, ist man sicherlich mit der Microsoft-Variante besser bedient.


    Liebe Grüße,


    Dalyna

  • Wenn sie keinen eigenen Labtop bekommt, nutzt sie den der Schule. Das würde ich mal für den Normalfall halten. Und da müsste dann das Programm drauf sein, dass ihr nutzen möchtet. Sonst bringt das nichts.


    Grüße Enja

  • Zitat

    strelizie schrieb am 24.10.2005 14:09:
    Hallo miteinander und dankeschön für eure Antworten!


    @ powerflower:
    OpenOffice bzw. StarOffice kenne und liebe ich schon seit Urzeiten (wir hatten tatsächlich schon die Version 1.0, damals hieß es noch StarWriter). Leider mussten wir uns zähneknirschend davon trennen, weil viele Formulare und vorgefertigte Texte nur in Word zu haben sind und auch die meisten Kollegen nur mit Wort arbeiten, das erschwert den Austausch etwas.


    Seltsam. Ich verwende OpenOffice 1.1. unter Windows XP und das ist in der Lage das Word-Formular für den Beihilfeantrag der Bezirksregierung Arnsberg korrekt zu bearbeiten - und komplizierter kann es im Format eigentlich nicht mehr werden. Mit den Standardtexten und auch Powerpoint-Präsentationen meiner Schüler kommt Openoffice in der Regel völlig problemlos klar.


    Nele

  • Enja

    Zitat

    Es ist nicht schlecht, wenn die Kinder das zu Hause auch haben, was in der Schule verwendet wird. Und das ist wohl zumeist die Microsoft-Schiene.


    Das kommt ganz darauf an, ob die Kinder in dem Bereich mal richtig gut werden sollen/können.
    Dafür ist mehr als Bunti-Klicki-Einerlei notwendig.
    Also mein Töchterchen muss - spätestens wenn sie ins Internet will - mit Linux klarkommen.
    OK, ich bin kein Unmensch, sie darf eine grafische Benutzeroberfläche verwenden. ;)



    @neleabels
    Ein kurzer Griff in die Mottenkiste der Softwareentwicklung:
    1985: StarWriter für Schneider/Amstrad CPC
    1986: StarWriter für DOS
    1993: StarWriter für Windows


    http://de.wikipedia.org/wiki/StarOffice




    - Martin ;)

    Acht Semester mitlesen ersetzt das Lehramtsstudium. ;)

    Einmal editiert, zuletzt von oh-ein-papa ()

  • Zitat

    strelizie schrieb am 24.10.2005 14:09:
    Hallo miteinander und dankeschön für eure Antworten!


    @ powerflower:
    OpenOffice bzw. StarOffice kenne und liebe ich schon seit Urzeiten (wir hatten tatsächlich schon die Version 1.0, damals hieß es noch StarWriter). Leider mussten wir uns zähneknirschend davon trennen, weil viele Formulare und vorgefertigte Texte nur in Word zu haben sind und auch die meisten Kollegen nur mit Wort arbeiten, das erschwert den Austausch etwas......


    OpenOffice liest und SCHREIBT alle Micro$oft-Formate.
    Vorteile von OpenOffice 2:
    - Oberfläche und Menues sind beinahe identisch zu Micro$oft
    - Dateien können problemlos zu PDF und HTML gespeichert werden
    - Das eigene Dateiformat benötigt nur ein fünftel des Platzes, den Micro$oft verschwendet
    - OpenOffice Impress ist als Präsentationsprogramm genauso mächtig wie Powerpoint
    - OpenOffice Draw ist ein hervorragendes, vektororientiertes Zeichenprogramm, das ähnliche Funktionen wie CorelDraw bereitstellt


    Wir haben unsere Schulrechner mittlerweile auf OpenOffice umgestellt. Das Argument, dass man die Schüler auf dem Programm schulen sollte, das auch die Wirtschaft benutzt, zieht nicht. Wenn unsere Kinder die Schule verlassen, hat auch M$ eine neue Programmversion auf dem Markt, auf die die Kinder sich einstellen müssen. Wir unterrichten auch nicht nach dem Schema: Drücke im vierten Menue den dritten Unterpunkt, sondern wir unterrichten Strukturen der Textverarbeitung, Kalkulation, Datenbank....


    Und vor allem: OpenOffice ist frei.
    Es können nicht nur die "Betuchten" zuhause damit üben - jeder, der sich einen gebrauchten Rechner leisten kann, darf das Programm kopieren und nutzen. Da sind keine Raubkopien notwendig.

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

    • Offizieller Beitrag

    Danke alias! Genau das hab ich gemeint. Aber kann man umgekehrt dann auch open office Programme unter Windows laufen lassen? Müßte doch theoretisch gehen. Dann wäre es doch auch kein Problem, was man nun zu Hause hat und was in der Schule verwendet wird...


    Liebe Grüße,


    Schaf

  • Meine Schwester hatte passend zu ihrem Englisch- und Französischbuch die Software und die hat ihr auch sehr viel gebracht. Das Vokabellernen machte ihr plötzlich sogar Spaß. Damit kann man halt sehr gezielt lernen und den Tip hatten meine Eltern vom damaligen Fachlehrer. Solche Lernprogramme zu Schulbüchern bietet mittlerweile fast jeder Verlag an. Allerdings sind sie ganz schön teuer, aber nach dem Schuljahr kann man sie ja bei Ebay wieder verkaufen und bekommt auch noch ganz gut Geld dafür.

  • Zitat

    Dalyna schrieb am 25.10.2005 15:55:
    Danke alias! Genau das hab ich gemeint. Aber kann man umgekehrt dann auch open office Programme unter Windows laufen lassen? Müßte doch theoretisch gehen. Dann wäre es doch auch kein Problem, was man nun zu Hause hat und was in der Schule verwendet wird...


    Liebe Grüße,


    Schaf


    Wie gesagt (geschrieben :(
    OpenOffice liest und SCHREIBT ALLE Microsoft-Formate. Abspeichern als Microsoft Word-Document und das war's. Oder abspeichern als .ppt und die Präsentation läuft unter Powerpoint.
    No problem.


    By the way: OpenOffice liest auch Word-Documente aus früheren Versionen, die Microsoft-Word nicht mehr lesen kann. Absurd, aber wahr.....


    By the way 2: Nachdem Word bei einer sehr umfangreichen Arbeit mit Grafiken, Fußnoten, Inhaltsverzeichnis, Stichwortverzeichnis plötzlich gestreikt hatte und die Datei nicht mehr öffnen wollte, hatte ich in meiner Verzweiflung OpenOffice darauf angesetzt.
    OpenOffice offnete die Datei klaglos, stellte alles richtig dar und die Datei war beim Abspeichern im OOffice-Format (ohne Qualitätsverlust und mit allen Grafiken) von 8 MB auf 500 KB geschrumpft.
    Für die Druckerei habe ich auf "Datei- Exportieren als PDF" geklickt, die Darstellung wurde 1:1 gespeichert und in der Druckerei ausbelichtet.


    Was glaubt ihr wohl, mit welchem Programm ich seitdem SEHR zufrieden arbeite?

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

    Einmal editiert, zuletzt von alias ()

  • Ich kann die positiven Erfahrungen mit Open Office nur bestätigen. Die Dateien sind wirklich viel kleiner (auch bei vielen Fotos/ Grafiken im Text) und zuverlässlicher auch.
    An der Uni muss man ja öfter mal in Gruppen an einem Dokument arbeiten und es weiterschicken an andere Studis. Das geht mit Open Office perfekt. Man kann alles öffnen und dann wieder so abspeichern, dass die Word-Benutzer auch was sehen ;)
    Es gibt auch Fehlererkennung für andere Sprachen, eben alles was man so braucht.
    Tolles kostenloses Programm! Gerade ist die Version 2.0 herausgekommen...

  • @ alle:


    o.k., ich geb mich geschlagen ;) . OpenOffice selbst kenn ich nicht, wir hörten bei StarOffice 7 (glaube ich jedenfalls) auf. Das Problem war, dass wir unsere Dateien eben nicht als Worddokumente abspeicherten (damals haben nur wir die benutzt). Und als das mit dem Austausch mit Kollegen stattfand, klappte das eben nicht so gut. Man geht ja den Weg des geringsten Widerstandes, noch dazu, wenn Word sowieso auf dem Rechner lagert. Aber irgendwann verabschieden wir uns wieder von MS, versprochen :D . Leider kennen wir uns computermäßig nicht so toll aus, wir wollen "nur" damit arbeiten!


    @ martin:
    ja, 1985 kommt hin, und ja, ich bin mir ziemlich sicher, es war auf dem Schneider-Gerät.

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