Mathe/Japanisch vs Mathe/Kunst GymGe

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Mathe/Japanisch vs Mathe/Kunst GymGe

      Guten Morgen,
      studiere gerade Mathe auf Lehramt GymGe
      und bin mir noch nicht sicher, was ich als zweites Fach wählen soll. Zur Auswahl stehen Kunst, Französisch und Japanisch.
      Wie sind die Einstellungschancen in NRW und der Korrekturaufwand mit diesen Kombis?
      Wie schwer ist das Kunststudium speziell an der Kunstakademie in Düsseldorf, mal abgesehen von der Eignungsprüfung. Ich habe Kunst nicht als Abifach gehabt, sondern bis zum Abi lediglich mündlich und hatte da immer 12 Punkte. Ich male gerne und liebe es Mangas/Comics zu zeichnen seit dem ich klein bin, doch reicht es aus?
      Zu Französisch: Ich spreche fließend Französisch und mag die Sprache auch, doch befürchte ich, dass der Korrekturaufwand zusammen mit Mathematik nicht gering wird.
      Zu Japanologie: Exotisches Fach, welches in mindestens zwei Städten in NRW, Düsseldorf Köln unterrichtet wird.

      Danke im Voraus für eure Antworten
    • 1) wie chancenreich siehst du deine Bewerbung zum Kunststudium?
      2) wie "fließend" ist denn dein Französisch?
      Der Korrekturaufwand von Französisch ist zwar nicht ohne, aber der von Mathe ist dafür gering (gut, nicht so gering wie ein Nebenfach, ist klar...) Der von Japanisch sollte an einer Schule, die Japanisch als Vollfach anbietet (und nicht nur als AG) ähnlich hoch sein.
      3) Sprichst du denn Japanisch oder malst du nur gerne Mangas?

      chili
    • Französisch ist meine Muttersprache.
      Zu Kunst: Also das ist erstmal subjektiv, aber ich denke, dass sofern ich den Schwerpunkt bei meiner Mappe aufs Zeichnen und Malen setze und ich mir viel Zeit nehme, um die Mappe zusammenzustellen, dann besteht die Möglichkeit dass ich die Eignungsprüfung bestehe.
      Zu Japanologie: Da besteht tatsächlich nur das Interesse. Also ich habe genau 0 Vorkenntnisse. Aber ich dachte mir es hätte vielleicht seinen Reiz etwas derartig exotisches zu nehmen:)
    • dann
      1) vergiss Japanisch. Ich habe zwar keine Erfahrung, gehe aber davon aus, dass die meisten Japanisch-Lehramtsstudis Muttersprachler sind. Bei so einer Sprache hoffe ich es auch ehrlich gesagt. und ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit 0 Vorkenntnisse innerhalb der Studienzeit - selbst bei einem Auslandsjahr in Japan - ein Niveau erreicht, mit dem man glücklich unterrichten kann (und sicher würdest du an einer Düsseldorfer Schule viele zweisprachig aufwachsende Schüler haben).

      2) Geh nach deinen Interessen (und Fähigkeiten). Beide Fächerkombis (Mathe / Franz, Mathe / Kunst) sollten ähnliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Gut, Kunst leicht bessere. Solltest du aber "richtiger Muttersprachler" sein, ist es auch kein vernachlässigender Vorteil bei Schulleitungen (ich weiß, wovon ich rede).
      Klar muss dir nur sein: nur die Sprache können bringt nicht durch ein literatur- und sprachwissenschaftliches Studium. Dafür muss man sich auch begeistern können. und leider ist es auch im Schulalltag so, dass die Schüler "nicht alle" vom Französischunterricht "super begeistert" :-/ (auch da weiß ich leider, wovon ich rede)
    • losomadesu schrieb:

      Zu Japanologie: Da besteht tatsächlich nur das Interesse. Also ich habe genau 0 Vorkenntnisse.
      An der Stelle muss ich Chilipaprika leider recht geben: Ich lerne seit einigen Jahren selbst Japanisch und habe einen deutschen Bekannten, der die Sprache wirklich fließend spricht - innerhalb der Dauer eines Lehramtsstudiums schaffst Du es nicht auf Niveau C1 und das bräuchtest Du um die Sprache als Vollfach unterrichten zu können. Spricht aber nichts dagegen, das trotzdem zu studieren oder zumindest die Sprache zu lernen um es später mal als AG oder sowas unterrichten zu können. Rein technisch ist es nur halb so schwierig zu lernen wie gerne behauptet wird. ;)
      ---------------------------------

      Früher war mehr Lametta!
    • losomadesu schrieb:

      Danke für deine Antworten. Ich tendiere momentan zu Mathe/Kunst, da ich denke, dass der Korrekturaufwand fast so gering ist wie z.B Mathe/Sport. oder? ;)
      Ich schließe mich Tequila an.

      Als Doppel-/Mehrfachkorrekturfächlerin: ja, mit Kunst oder Sport kannst du dir eine ruhige(re) Kugel schieben als mit Französisch. Ganz klar.

      ---

      ein bisschen erwachsener / reflektierter:
      1) in Kunst hast du viel mehr Gruppen -> weniger Kontakt / Bezug zu den Schülern
      2) in Kunst wirst du weniger ernstgenommen, als mit einem Hauptfach
      3) je nach Schule wirst du immer nur ein kleines Nebenfach unterrichten. Gibt es ab und zu LKs? gibt es entsprechende AGs und Mittel?

      ---
      4) Wenn man selbst Kunst "einfach so" studiert und kein großartiges Interesse bzw. Talent hat, wird man sicher nicht so ernstgenommen. und man wird wenig Spass haben, alle verschiedenen Epochen / Theorien / plastischen Projekte durchzunehmen bzw. durchzuführen. (das mit dem Interesse gilt aber wie oben gesagt für alle Fächer.)

      5) Der Korrekturaufwand ist natürlich ein Argument bei der Fächerwahl aber ernsthaft: wir reden hier über Mathe/Franz und nicht über Deutsch/Englisch (und ich habe Deutsch UND Franz unter meinen Fächern). Dass man als Lehrer auch mal korrigiert und arbeitet, ist doch klar. Wenn du zb in Kunst ständig Kunstprojekte bewerten muss, verbringst du mehr Zeit in der Schule als mit den Franz-Klausuren. Denn: Kunstprojekte nehmen oft viel Platz und Kunstlehrer bewerten dann oft in der Schule.
    • Im Vergleich zu Englisch würde ich bei Mathe nicht von "Korrekturaufwand" sprechen. Ein großer Satz Klausuren in der Jahrgangsstufe ist in maximal vier Stunden durch, wenn man die Aufgaben entsprechend geschickt gestellt hat.

      Allein vom Korrekturaufwand her, könntest du also locker Französisch dazunehmen.

      Wobei es da auch wieder auf die Schulart ankommt. Korrekturaufwändig ist bei uns nur das A-Niveau. A-Niveau-Kurse sind wiederum eher klein. Das B-Niveau ist Anfängerunterricht, also erstmal hauptsächlich Vokabeln, Grammatik, Texte wenn nur kurz und simpel.

      Bei Japanisch wiederum kenne ich keine einzige Schule, die das anbietet.

      Sport, ja, kann man machen, wenn man darauf steht, grundsätzlich die 10. und 11. Stunde zu unterrichten.
    • Mathe ist vom Korrekturaufwand sehr gut erträglich - im Gegensatz zu Englisch oder Deutsch traumhaft gering. Wenn du französischer Muttersprachler bist, und deine Affinität zu Kunst lediglich aus "gerne malen und Mangas zeichnen" besteht, dann würde ich dir doch eher zu Französisch raten. Oder mich zumindest vorab sehr gut erkundigen, was dich im Kunststudium außerhalb von malen und zeichnen erwartet. Und was du lt. Lehrplan dann unterrichten musst.
      Sei immer du selbst! Außer, du kannst ein Einhorn sein - dann sei ein Einhorn! :verliebt:
    • ich würde mich zunächst ganz intensiv um die Bewerbungsmappe für das Kunststudium kümmern.
      Mangas malen/zeichnen oder überhaupt "schön" malen reicht nämlich definitiv NICHT aus.

      Die wollen eine gewisse Vielfalt an Themen und Techniken sehen, eigene künstlerische Statements erkennen, eine eigene künstlerische (!) Entwicklung vorhersehen können.
      Es gibt da übrigens diverse Bücher über Mappenerstellung, die allerdings nur bedingt als Leitfaden zu vrstehen sind. Ein Blick hinein würde trotzdem schon mal einen gewissen Eindruck vermitteln.
      pingo, ergo sum