Disziplin in der Grundschule: Welches System hat sich bewährt?

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    • Zunächst mal: du kennst die Kinder nicht, natürlich hören sie dir nicht zu. Und die anwesenden Lehrer haben das Wort, wenn sie es nicht ergreifen kannst du es sowieso nicht an dich reißen. Wenn es deine Klasse ist, dringst du ganz anders zu ihnen durch.

      Lehramtsstudent schrieb:

      ...aber es muss ja sicher auch Vorstufen geben, die einen Eindruck hinterlassen und bei denen der Lehrer nicht gebetsmühlenartig die Kinder daran erinnert, den Quatsch sein zu lassen, oder?
      Wie gesagt, die Einstellung, Haltung. Böse gucken und *pschscht jetzt*/hingehen und leise aber deutlich ansprechen, dass jetzt Schluss ist. Ziel sollte sein, dass nicht du über deine Wirkung nachdenkst (oh, hoffentlich sind sie gleich leise, oh ist das peinlich, was denken die anderen Fahrgäste...) sondern unmissverständlich vermittelst, was du jetzt erwartest. Durchatmen, beide Beine auf den Boden, in die Augen schauen.
    • @Miss Jones: Ich arbeitete doch schon an meinem Verhalten hier im Forum und bin bemüht, Tipps von erfahrenen Leuten hier anzunehmen. Was soll ich denn noch deiner Meinung nach machen?

      @Krabappel: Zum ersten Abschnitt: Du hast natürlich völlig Recht. Dahingehend hatte ich vlt. auch zu hohe Erwartungen. Ich bin mir aber auch durchaus bewusst, dass in dem Moment der Lehrer der Chef ist und ich mich in der Situation unterordnen muss, sprich unterstützen, aber nicht so tun, als ob ich selbst der Chef wäre. Danke für den zweiten Abschnitt! Ich hatte die Befürchtung, dass gerade dieses Strenge bei den Schülern negativ herüberkommt, aber vlt. haben die Schüler gerade das in dem Moment nötig. Das muss ich auf jeden Fall in der richtigen Situation mal ausprobieren...
    • Es kann dir ganz egal sein, ob Strenge negativ rüberkommt, du bist der Lehrer und musst dafür sorgen, dass der Laden läuft, und da wirken Konsequenz und klare Regeln besser als dieses lasche Gerede. Auf lange Sicht ist ein strenger, gerechter Lehrer besser als einer, der immer nur guter Freund sein will und alles und jedes ausdiskutiert.

      Auf Ausflügen ist es als Begleitperson, wie oben geschrieben, schwierig. Besonders, wenn der Lehrer eine andere Schmerzgrenze hat als du und ihn die Unruhe scheinbar nicht stört...
      Mit eigener Klasse: vorab Regeln besprechen und auf Einhaltung pochen.
      In der Bahn ist es laut? Einmal "Pscht, leise jetzt!" und strenger Blick, beim zweiten Mal Ankündigung von Konsequenz (umsetzen o.ä.), beim dritten Mal sitzt das Kind auf einem neuen Platz, wenn möglich alleine, und ohne Diskussion.
      Wer sich nicht benimmt, und zum Beispiel beim Umsetzen ein Theater macht, bleibt nächstes Mal daheim - wenn die Kinder dich aber als konsequent kennen, wird das äußerst selten passieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kathie ()

    • @Lehramtsstudent, wenn du in einer Klasse "hospitierst", bist du quasi unsichtbar. Merkst du doch selbst, wenn du drinnen sitzt. Die registrieren gar nicht, dass du da bist und verhalten sich auch in keinster Weise anders. Das ist ein Standing, aus dem kann man schwer ausbrechen und erst recht nicht mal eben beim Ausflug. Mach dir daraus wirklich nichts.
    • Ach Gottchen. Diese Kinder kennen dich nicht, du sie nicht und ihre Lehrer finden ihr Verhalten offenbar angemessen. Es ist völlig unwahrscheinlich, dass sie auf dich hören, wenn du wegen Gesprächen und unruhigem Sitzen an ihnen herummeckerst. Sie sitzen! Sie brüllen nicht. Das ist doch schon mal super. Kinder, v.a. kleine Kinder, erzieht man, sobald man eine Beziehung zu ihnen hat. Das ist die Grundlage von allem. Du hast keine Beziehung zu denen. Warum sollten sie auf dich hören? Warum hast du nicht einfach mit den aufgedrehten Mädchen geplaudert? Zum Beispiel über den Ausflug? Was hat euch am besten gefallen? Warum? Was hat dir am besten gefallen? Ich fand ja toll, als der x z gemacht hat. Oh, schaut mal, da draußen war grad ein ... Entspann dich, sei verlässliche Bezugsperson, fertig.

      Ich würde dir dringend raten, dich in deiner Freizeit oder als Studentenjob mit Kindern mehrmals die Woche zu befassen. Übungsleiter, Hausaufgabenbetreung, Pfadfinder, was auch immer.
    • keckks schrieb:

      ... Warum hast du nicht einfach mit den aufgedrehten Mädchen geplaudert? Zum Beispiel über den Ausflug? Was hat euch am besten gefallen? Warum? Was hat dir am besten gefallen? Ich fand ja toll, als der x z gemacht hat. Oh, schaut mal, da draußen war grad ein ... Entspann dich, sei verlässliche Bezugsperson, fertig...
      Jepp, das natürlich bei aller Disziplinierung nicht vergessen :)
    • Hallo keckks,

      stimmt natürlich, viel praktische Erfahrung habe ich noch nicht in der Arbeit mit Kindern, weswegen mir das mit der Beziehung in dem Ausmaß noch nicht so klar war. Dahingehend ist vlt. diese Zwitterrolle, in der ich aktuell noch bin (und ja auch im Praktikum irgendwo immer war), eine zusätzliche Herausforderung. Doch, doch, mit den Mädchen unterhielt ich mich schon und auch in den Praktika war es immer mein Bestreben, mit den Kids auch ein paar "nette" Worte auszutauschen (z.B. erinnere ich mich noch daran, dass im letzten Praktikum ein Kind Instrumentalunterricht begann, was ihm die Möglichkeit gab, mir von seinen ersten Eindrücken zu erzählen). Dieses Gefühl "einschreiten zu müssen" ist vlt. noch so eine Nachwehe aus dem letzten Praktikum, in dem mich meine Mentorin stark in das Unterrichtsgeschehen einband und ich daher weniger in der Beobachtungsposition war. Man will ja auch einen guten Eindruck machen (Wir wurden jetzt im Seminar noch einmal darauf hingewiesen, uns engagiert in der Schule zu zeigen.), es sich gleichzeitig nicht mit den Kids verscherzen und im Idealfall auch noch pädagogisch sinnvoll handeln - gleichzeitig heißt es von außen nur "Mach mal!".

      Mit freundlichen Grüßen

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      Lehramtsstudent schrieb:

      Hallo keckks,

      stimmt natürlich, viel praktische Erfahrung habe ich noch nicht in der Arbeit mit Kindern, weswegen mir das mit der Beziehung in dem Ausmaß noch nicht so klar war. Dahingehend ist vlt. diese Zwitterrolle, in der ich aktuell noch bin (und ja auch im Praktikum irgendwo immer war), eine zusätzliche Herausforderung. Doch, doch, mit den Mädchen unterhielt ich mich schon und auch in den Praktika war es immer mein Bestreben, mit den Kids auch ein paar "nette" Worte auszutauschen (z.B. erinnere ich mich noch daran, dass im letzten Praktikum ein Kind Instrumentalunterricht begann, was ihm die Möglichkeit gab, mir von seinen ersten Eindrücken zu erzählen). Dieses Gefühl "einschreiten zu müssen" ist vlt. noch so eine Nachwehe aus dem letzten Praktikum, in dem mich meine Mentorin stark in das Unterrichtsgeschehen einband und ich daher weniger in der Beobachtungsposition war. Man will ja auch einen guten Eindruck machen (Wir wurden jetzt im Seminar noch einmal darauf hingewiesen, uns engagiert in der Schule zu zeigen.), es sich gleichzeitig nicht mit den Kids verscherzen und im Idealfall auch noch pädagogisch sinnvoll handeln - gleichzeitig heißt es von außen nur "Mach mal!".

      Mit freundlichen Grüßen
      Was Keckks meinte, ist dass du nicht nur allgemein mit den Schülern redest, sondern in Situationen, wie "sich gegenseitig hochpuschen" ein Gespräch beginnst um das Gekreische zu beenden. Genauso wenn die Jungs hinten zu laut sind, dazu setzen, ein Gespräch beginnen, darauf bestehen, dass sie nacheinander reden .... Das wirkt oft schon mal Wunder.

      Für das nächste Mal wäre es auch sinnvoll, wenn du dich vielleicht im Vorhinein der Klasse vorstellst, bzw. von der Lehrkraft vorstellen lässt, damit die Schüler wissen, dass du nicht nur stiller Mitfahrer sondern eben auch Lehrer bist.

      Und mit angemessener Strenge verscherzt man es sich nicht mit den Kindern ;)
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      Kathie schrieb:


      Mit eigener Klasse: vorab Regeln besprechen und auf Einhaltung pochen.
      In der Bahn ist es laut? Einmal "Pscht, leise jetzt!" und strenger Blick, beim zweiten Mal Ankündigung von Konsequenz (umsetzen o.ä.), beim dritten Mal sitzt das Kind auf einem neuen Platz, wenn möglich alleine, und ohne Diskussion.
      Ich habe mal mit einer Erzieherin zusammengearbeitet, die machte das beim 2. Mal. Wirkte, habe ich sofort übernommen.

      @Lehramtsstudent
      Wenn es die Lehrer nicht stört, hast du als Hospitant schlechte Karten.
      Immer wieder gut, Bodo Wartke: youtube.com/watch?v=WiCV4KKW6Nw
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      @Milk & Sugar: Danke für deine tollen Tips! Stiller Mitfahrer war ich nur bedingt, da meine Hauptklasse Teil der Gruppe war und sie zu dem Zeitpunkt bereits wussten, dass ich Lehrer und sie später unterrichten werde. Der andere Teil der Gruppe kommt dann bald auch noch dran.

      @Connie: Ich finde den Vorschlag auch gut, um einer wuseligen Gruppe auf einem Ausflug einigermaßen Herr zu werden. Mit deinem letzten Satz wirst du aber wohl gleichermaßen Recht haben.

      Was ich bisher feststellen musste, ist dass meine Hauptklasse auch im Unterricht ein paar Disziplinschwierigkeiten hat. Die Lehrkraft meinte vor einigen Tagen, dass sie es in der Vergangenheit mit einem Belohnungssystem probiert und dies wohl keinen signifikanten Erfolg gezeigt hätte auf eine Besserung des Verhaltens. Aktuell gibt es eine Art Ampelsystem und bei "rot" müssen die Schüler einen Text abschreiben. Bisher kam es nicht dazu, aber ich fände es mal eine interessante Erfahrung, um ein Bild davon zu bekommen wie die Schüler darauf reagieren. Grundsätzlich signalisiert sie Offenheit gegenüber neuen Methoden (z.B. aus dem Seminar), aber dann muss man, wie vorher im Thread beschrieben, diese Methode konsequent nutzen und daher auch gewissermaßen von dieser überzeugt sein. Auch bei den Bloggerinnen Ideenreise und Materialwiese las ich mich etwas ein in die Thematik, wobei beruhigend ist, dass selbst diese beiden noch nicht die für sie ideale Methode zur Konditionierung der Schülerschaft fanden.

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      Vorschlag für ein System zum Umgang mit gewünschtem/unerwünschtem Verhalten: Es ist im Prinzip eine Mischung aus verschiedenen Zugängen zu dem Thema. Grundlage wäre ein Tokensystem, bei dem die Schüler gelbe Smileys verdienen können und rote Smileys vermeiden sollten. Der Weg zu einem roten Smiley führt dann über ein Ampelsystem. Die einzelnen Schritte wären: erste Verwarnung - gelbe Karte (visuell präsent als Schild vor dem Schüler) - rote Karte (ebenfalls visuell präsent als Schild vor dem Schüler). Wie bei Materialwiese vorgeschlagen, wäre die Folge bei einer roten Karte das Abschreiben eines Textes, und natürlich ein roter Smiley. Bei drei roten Smileys gäbe es ein Elterngespräch. Bei zehn gelben Smileys wiederum gäbe es eine kleine Belohnung.
      Nun meine Fragen an euch: Sollte diese Belohnung materiell (z.B. Süßigkeiten, Stifte, kleines Spielzeug) oder immateriell (z.B. Spielplatzbesuch, freie Gestaltungszeit, darf sich Spiel aussuchen) sein? Und wann haltet ihr die Vergabe eines gelben Smileys für sinnvoll? Bereits bei allen Kindern, die keine gelbe Karte haben, oder muss wirklich besonders gutes Verhalten gezeigt werden? Und wenn ja, sollte es dafür noch einmal eine besondere (grüne?) Karte geben? Was meint ihr?

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      Ich erinnere mich da mal an meine Grundschulzeit... in der ersten und zweiten Klasse (also vor dem Springen) hatte meiine damalige Lehrerin eiinen ganzen Satz niedlicher kleiner Stempel. Die gabs dann untwer ordentliche Aufgaben, und wer da besonders gut war durfte dann zB den Stempel aussuchen. Die waren ein niedliches Gimmick, und ggf eine Motivation. Ansonsten gabs (in passender Saison) mal Obst aus ihrem Garten.
      Ansonsten denke ich aber, würden eher immaterielle Belohnungen Sinn machen - du glaubst gar nicht, was es für ein Anreiz für ein eher kleines Kind ist, mal "bestimmen" zu dürfen, und sei es nur, was als nächstes gemacht wird.
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
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      Ich fahre ganz gut mit meiner "Schatzkiste", in der sich lauter Krimskrams befindet. Radiergummis, Stickies, Schlüsselanhänger, Muscheln, schöne Steine, kleine Pixiebücher, Blöcke etc.

      Bei mir gibt es auch ein Ampelsystem, wo die Namenskärtchen der Kinder an einer Ampel von grün auf gelb und dann rot rücken. Jeder tag beginnt für alle neu auf grün. Wer eine Woche lang geschafft hat, nie auf rot zu kommen, bekommt einen Stempel ins Hausaufgabenheft gestempelt (allein darüber freuen sie sich schon total). Bei 10 gesammelten Stempeln darf man einmal in die Schatzkiste greifen. Die Motivation ist da sehr hoch. Bisher hat es zum Glück noch jedes Jahr jeder geschafft, in die Schatzkiste zu greifen :-).

      Bei "Kärtchen auf rot" passiert bei mir nichts weiter. Dass es dann keinen Stempel gibt, während die anderen einen bekommen, ist mir bei den Kleinen Strafe genug.


      Für Drittklässler müsste man das System aber anpassen. nachdenkaufgabe schreiben, wenn man zweimal die Woche auf rot gelandet ist oder so.
      Vom Gefühl her würde ich die roten Smileys grün machen - gelb hat so einen Warnfarbencharakter.
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      @Kathie: Das ist natürlich super, wenn das System auch für Kinder, die sich anfangs noch etwas schwer damit tun, sich an Regeln zu halten, motivierend wirkt und daher funktioniert, denn gerade diese Schülerschaft möchte man mit so einer Methode auch erreichen :) . So eine Schatzkiste kenne ich auch aus meiner eigenen Schulzeit und dachte an sie zuerst bevor ich im Internet von der Kritik an materiellen Belohnungen las. Mit der Farbe der Smileys hast du Recht - in meiner Schulzeit waren sie halt noch gelb, aber die Assoziation mit der Warnfarbe macht schon Sinn. Habe ich richtig verstanden, dass man frühestens nach 10 Wochen in die Schatzkiste greifen darf bei dir? Das ist ja für kleine Kinder (Ich nehme an, dass du primär in Klasse 1/2 bist, oder?) ein relativ großer Zeitraum, den es zu überbrücken gilt ;) . Wird das System kooperativ mit den Fachlehrern angewendet oder haben diese wieder ihre eigenen Methoden?
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      Ja, stimmt, es ist sehr lang, aber da dieser Stempel am Ende der Woche schon total zieht und sie sich darüber freuen, ist es okay. Ich hatte auch erst überlegt, den Zeitraum kürzer zu machen, aber wollte nicht ständig materiell belohnen. So alle 10 Wochen (oder länger, je nach Kind) finde ich es vertretbar.

      Die Fachlehrer schieben auch auf der Ampel herum, aber bei mir sind nur zwei andere Lehrer in der Klasse, an den meisten Tagen der Woche bin ich die einzige Lehrkraft der Klasse.
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      Ich würde keckks Rat folgen und mit menschlichem Kontakt (auch außerhalb von Schule) beginnen. Du verlierst dich m.E. in Theorien, beurteilst die Methoden von Bloggern usw. ohne etwas ausprobieren zu können. Dieses Thema ist eins der praktischsten, die mir einfallen, so verkopft wie du da vorher schon ran gehst bringt dir das selber nichts. Im Gegenteil, je verrückter du dich machst, desto steifer kommst du rüber und Kinder reagieren negativ darauf. Nicht böse gemeint, ich sage dir nur, wie mein Eindruck ist. Raus ins Leben! Party! :tanz: Auslandsaufenthalt! Weihnachtsbasteln mit Nichten und Neffen! Fußballspielen mit UMAs... so halt :)
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      @Krabappel: Ich bin dir nicht böse, da du deine Meinung sachlich formulierst, ohne persönlich zu werden. Besagte zusätzliche Erfahrung ist immer von Vorteil, definitiv. Ich denke mal, dass ich mir die Gedanken mache, weil ich ja von außen sehe, dass es selbst bei einer gestandenen Lehrkraft manchmal nicht so ganz flutscht im Umgang mit Schülern, die sich nicht so ganz an die Regeln halten können, und da ich weiß, dass ich irgendwann auch vor der Klasse stehen werde und mit Schülern rechnen muss, die nicht sofort das machen, was ich ihnen sage. Ich habe keine Angst diesbezüglich, will aber nicht vollkommen unvorbereitet in so eine Situation hereingehen und schaue daher, wie andere Leute damit umgehen und ggf. auch gute Erfahrungen gemacht haben (daher der Verweis auf die Blogger).
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      Du solltest nicht theoretisieren, irgendwo im Netz nach Erfahrungen bei Kindtutnichtwasichsage suchen, sondern lernen, mit Kindern unbefangen und entspannt routiniert umzugehen, dann hast du solche Probleme viel, viel seltener und kannst sie leichter lösen, falls sie auftreten. Wie man Beziehungen knüpft, vor allem zu Kindern, lernt man nicht in Internetforen. Beziehung zum Kind, und zwar zu jedem Kind, durch wohlwollendes Annehmen ist die Basis von allem. Wirklich von allem in der Schule. Such dir echte Kinder, tu mehrmals die Woche privat was mit denen. Noch anders: aktuell wirkt deine Herangehensweise an die ganze Sache sehr verkrampft und gewollt. Kinder merken sowas.
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      Ich persönlich habe den Umgang mit Störungen im Studium theoretisch "gelernt". Hat mir dann aber fast nix gebracht, als ich vor der Klasse stand. Da gibt so viele Unterschiede und jedes Kind reagiert wieder anders, was für den gut ist, ist bei anderem kontraproduktiv. Jetzt im 2. Berufsjahr spüre ich die Erfahrungen aus dem 1. Jahr und die waren teilweise heftig. Persönlich merke ich, dass ich gelassener und schneller reagieren.

      Ausserdem habe ich angefangen teilweise Störquellen einfach zu entfernen. So habe ich in der Garderobe einen Tisch stehen, auf dem sind einige Kinder immer rumgeklettert. Das hat mich gestört, da der Tisch eh schon etwas wackelig ist, also habe ich den Tisch einfach woanders hingestellt.

      Auch im Stuhlkreis bestimme ich, wer wo sitzt und zur Not werden Kinder ohne Diskussion umgesetzt.

      @Lehramtsstudent ich wünsche dir viel Gelassenheit und Ruhe und alles Gute.