Erfahrungen zu Serversystemen an Schulen

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    • Erfahrungen zu Serversystemen an Schulen

      Hi,

      das ist jetzt hier mehr was für die Spezialisten. Leider sind entsprechende "Spezialforen" aber teilweise inaktiv, teilweise zu technisch, daher frage ich hier.

      Es sollen sich bitte nur erfahrene Nutzer melden, Nutzer, die erst einen oder zwei Beiträge hier geschrieben haben, werden aus dem Faden gelöscht bzw. gesperrt (Mitteilung der Moderation auf meine Anfrage hin), insbesondere dann, wenn die Beiträge einen Werbelink enthalten.

      Wir werden voraussichtlich nächstes Jahr im Sommer unser Serversystem wechseln müssen, da wir mit dem Support der bisherigen Firma nicht zufrieden sind.

      Mich interessieren insbesondere Erfahrungen zu folgenden Systemen:

      - IServ
      - Univention Corporate Server (ucs@school )
      - LinuxMuster

      Der Server sollte sowohl die üblichen Aufgaben im Schulnetz (Fileserver, Printserver, Nutzerverwaltung, Klassenarbeitsmodus, Netzfilter uswusf) übernehmen als auch die Kommunikation nach außen (Mailserver, Dateiaustausch, ggf. Clouddienste wie Ownlcoud, vieles weitere ist denkbar).

      Eine Besonderheit unserer Schule ist, dass die meisten unserer Clients mit LInux laufen. Die Unterstützung von Linuxclients ist daher wichtig für uns (das ist z.B eine Sache, die bei IServ nur halbherzig umgesetzt scheint), wir haben aber auch Windows-Clients. Der ganze Bereich mobiles Lernen wird in Zukunft auch eine größere Rolle spielen.

      Vielleicht gibt es ja auch noch ganz andere Systeme, die das anbieten.

      Mich interessieren hier RÜckmeldungen aus der Praxis, insbesondere auch für den Fall, wenn mal etwas nicht läuft (Support, Antwortzeiten, Lösungen).

      Ich selbst und unser IT-Team hat weitreichende Linux-Kenntnisse. Wir haben also kein Problem damit, auch mal auf der Kommandozeile was einzutippen oder ein Skript zu starten. Was wir aber nicht wollen, ist alles mögliche selbst zu implementieren - das sollte dann schon die Firma machen, ggf. gegen Extrabezahlung. Oder, anders ausgedrückt: Ich könnte das, ich will aber nicht. Ich bin nicht Lehrer geworden, um dann Admin unter miesen Bedingungen zu sein, ich möchte mich auf meine pädagogische Arbeit konzentrieren. Etwas Gefrickel ist ok, aber nicht viel!

      Bei LinuxMuster (was ja keine Firma, sondern ein Verein ist) wäre noch zusätzlich interessant, ob Ihr da Firmen habt, die Support machen.

      Dank + Gruß!
    • Danke, dass du das
      Es sollen sich bitte nur erfahrene Nutzer melden, Nutzer, die erst einen
      oder zwei Beiträge hier geschrieben haben, werden aus dem Fadengelöscht bzw. gesperrt (Mitteilung der Moderation auf meine Anfrage
      hin), insbesondere dann, wenn die Beiträge einen Werbelink enthalten.
      in dein Thema eingebaut hast - alle technischen threads erzeugen sofort Arbeit für die Mods wegen dann immer vermehrt auftretenden Neuanmeldungen oder plötzlich aus der Versenkung auftauchenden Kaumschreibern, die nur drauf gewartet haben, ihre Werbung hier reinzuspammen.


      Bitte also fröhlich drauflosdiskutieren, aber bitte keine Links zum Produkt und keine (Werbe)Neuuser, oder solche, die inhaltlich sonst nichts beitragen wollen, außer Links zu Produkten.
      WE are the music-makers, and we are the dreamers of dreams,
      World-losers and world-forsakers on whom the pale moon gleams
      yet we are the movers and shakers of the world for ever, it seems.
    • Hi,

      IServ läuft bei uns und wir sind (bis auf Kleinigkeiten) sehr zufrieden.
      Die Systemaufsetzung sowie die Softwareinstallaiong und Softwarewartung einzelner PCs sind alle bequem über das Admininterface abrufbar. Ein RADIUS Server für die Erweiterbarkeit durch WLan ist ebenfalls vorinstalliert.
      Wir haben außerdem den Vertretungsplan (-Bildschirm), den Klausurplan, die Computerraumbuchungen, Datenverwaltung, und und und darüber laufen.

      Und, jup, es gibt zwar Linuxinstallationen mit einigen Programmen, ausprobiert habe ich es auch schon, aber bin dann doch zurück zu Windows. Somit kann ich dir leider hier nicht viel zu sagen.

      Der Administrative Aufwand ist, nach der Einarbeitung angenehm gering und einfach zu handeln.

      Der Schulalltag für Lehrer und Schüler ist sehr angenehm. Permanenter Zugriff auf IServ via Schulinternem und externem PC / Handy, Zugriff auf persönliche / Klassen / Gruppen Dateien, nur einmal Logindaten für alle PCs / Wlan....

      Was mich derzeit stört sind eher Features die noch nicht implementiert sind, wie ein fehlender Messenger und dass die neue Oberfläche gewöhnungsbedürftig ist, aber jetzt immerhin zur Handyapp passt.

      Der Support ist ansonsten sehr gut. Wenn es Probleme gab konnte ich immer Anrufen und mir wurde unmittelbar geholfen. Antwortzeit per E-Mail ist sehr viel langsamer, durchaus mal 24 Stunden.
      Ansonsten haben sie auch ein eigenes Supportforum dass ich uneingeschränkt empfehlen kann, da hier viele Probleme stehen die einem selbst vllt weiterhelfen können, man sich interessante Ideen holen kann und Hilfe bei Problemen bekommen, die vllt. eher Hausgemachter Natur sind.
      Ich bekomme derzeit eine Stunde Anrechnung für die Admintätigkeit. Würde diese sich nur auf IServ und angeschlossene Geräte beziehen, wäre das vollkommen ausreichend.
    • Die Leute von Linuxmuster.net haben mehr als 20 Jahre Erfahrung mit Schulserverlösungen - weil sie ihre Entwicklungen (nach der Trennung vom Landesmedienzentrum, das eine kommerzielle Firma eingespannt hatte) als OpenSource veröffentlichen, bauen auch zahlreiche kommerzielle Lösungen auf Linuxmuster auf. Das Original hat jedoch immer die Nase vorn - weil da aus der Praxis für die Schulpraxis entwickelt wird.

      Auch weil das aus Schwaben kommt und deshalb nix kostet, sollte man diese Lösung unbedingt anschauen. Out of the Box als Virtueller Server installierbar, Linux-Musterclients sind vorinstalliert, Clients werden als Images konstant auf dem definierten Level gehalten (selbstheilende Arbeitsstationen), automatisches Anlegen und Versetzen der Schüleraccounts uvam. Handbuch, Virtueller Server usw, alles von der linuxmuster.net-Webseite herunterladbar. Wer zufrieden ist, sollte den Verein (und die Weiterentwicklung) durch einen Mitgliedsbeitrag unterstützen - bekommt im Gegenzug Premiumsupport. Support gibt es auch durch das Forum und die FAQs
      Als Tuxe habt ihr damit kein Problem. Und die Kollegen auch nicht. Nicht mal der Kämmerer ;)

      Ich hatte die Vorgängerversion bis zu meinem Schulwechsel 15 Jahre im Einsatz. Die lief stabil wie ein VW-Käfer (mit Porschemotor), war pflegeleicht und Updates waren per Softwareverteilung nie ein Problem.

      Seit meinem Schulwechsel ärgere ich mich ständig über den Windowsserver und die Clients, die von der Stadt und einer "Fachfirma gepflegt" werden. Den Sch....rott will ich auch nicht administrieren.
      Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
      Heinrich Böll
    • @alias : Bei Linuxmuster kann ich nicht abschätzen, wie viel Arbeit das macht. Ich denke, dass man da schon mehr selbst tun muss als wenn eine Firma + Support dahinter steckt. Was ich auch kritisch sehe ist, dass die neue Version sich schon mehrfach verzögert hat. Abgesehen von diesen Punkten würde Linuxmuster vermutlich sehr gut zu unserer Schule passen, das sehe ich auch so. Man müsste detailliert klären, ob unser (angestellter) Admin damit klar kommt. Es ist leider so, dass ich insgesamt mehr Ahnung habe als dieser Admin, und dann die Gefahr besteht, dass alles, was er nicht hinbekommt, an mir hängen bleibt.

      Bei IServ sehe ich kritisch, dass es Monolithisch ist. Die programmieren alles, was es eigentlich schon gibt (Groupware, E-Learning) nochmal selbst. Allerdings kommt das bei den Kollegen sehr gut an, weil es "aus einem Guss" ist, wie man so sagt. Auch die Schulen hier in der Gegend, die das haben, sind sehr zufrieden damit. Abgesehen davon, dass mir das Grundprinzip also nicht behagt, scheinen die trotzdem eine Menge richtig zu machen.

      Vielleicht kommen ja noch Erfahrungen zu Univention. Das ist eigentlich ein großer Player: Baden Württemberg hat auf Univention umgestellt, die ganze Schweiz (laut deren Referenzseite). Das Grundkonzept gefällt mir hier sehr gut: Bestehende Open-Source-Lösungen werden über das Webinterface integriert (man kann sich z.B. mit einem Klick eine Groupware installieren, oder Moodle, nur um Beispiele zu nennen). Allerdings sind die ein reiner Softwarehersteller. Den Support vor Ort müsste dann noch eine Firma machen. Da habe ich Sorge, dass die Kosten explodieren, und wenn man eh schon eine weietere Firma beschäftigt, können die ja auch Linuxmuster installieren, dann spart man sich den Subskriptionspreis.
    • Wir haben gute Erfahrungen mit https://sbe.de/loesungen/logodidact/ gemacht.

      Wir nutzen davon das Image-System, Fileserver, Printserver, Nutzerverwaltung, Klassenarbeitsmodus, Netzfilter, Fernzugriff mit Pydio, Moodle, Raumbuchungssystem, WLAN per Radius.
      Was wir nicht nutzen ist die Groupware Komponente. Zu der kann ich nichts sagen.

      An der Schule wird nur First-Level-Support gemacht. Kontakt mit den Interna haben unsere Admins gar nicht. Das macht SBE. Die Reaktionszeit ist fast immer innerhalb eines Tages.
      Das einzige was unsere Admins tun, ist mal das Rechner-Image neu schreiben oder Benutzer importieren.
    • @goeba Schau auf der Homepage von linuxmuster.net. Dort sind auch Firmen gelistet, die den Support übernehmen.
      Univention ist ein Fork von Linuxmuster, der meist hinterherhinkt, ebenso sbe-logodidact.
      Version 7 verzögert sich wohl wegen der Probleme beim Ausrollen von win10-Clients und des damit verbundenen Lizenzgefrickels. Wenn du elementary.io/de/ oder lubuntu-net mit automatischen Updates installierst, hast du ein rundes, stabiles und wartungsfreies System. Im Gegensatz zu Windows laufen die Updates (solange sie keine Freigabe des Admin benötigen) störungsfrei im Hintergrund. Wird der Admin benötigt, können die Schüler das Update auch auf später verschieben.
      Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
      Heinrich Böll

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    • goeba schrieb:

      Mich interessieren insbesondere Erfahrungen zu folgenden Systemen:

      - IServ
      - Univention Corporate Server (ucs@school )
      - LinuxMuster
      Von den drei aufgeführten Systemen haben wir als technisches BK, das auch Fachinformatiker ausbildet, das LinuxMuster in einigen wenigen EDV-Räumen im Einsatz. Der Einsatz in den übrigen Räumen scheitert daran, daß die Rechner entweder zu alt oder zu neu sind. Mit zu neu meine ich, daß der BootLoader nicht damit zurecht kommt, wenn in den Clients M.2 SSDs verbaut sind. Die Dinger werden zumindest bei den DELL Rechnern, die wir am Start haben, nicht erkannt. Mit Sata SSDs würde es wohl gehen, aber die Clients sind so klein, daß sie nicht mal mehr einen 2,5" Schacht haben, um eine Sata-SSD nachrüsten zu können. Von daher ist das System für uns aktuell tot.

      Außerdem ist für uns die Unterstützung bzw. fehlende Unterstützung von WIndows 10 ein KO-Kriterium.
    • plattyplus schrieb:

      Außerdem ist für uns die Unterstützung bzw. fehlende Unterstützung von WIndows 10 ein KO-Kriterium.
      Das sollte eigentlich ein KO-Kriterium für Win10 sein ;)

      Dabei werden win10-Clients durchaus unterstützt und können eingebunden werden:
      docs.linuxmuster.net/de/latest…ndows10clients/index.html

      Alternativ kannst du Win10 auch als virtuellen Client in einer Linuxmaschine verwenden.
      Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
      Heinrich Böll
    • @alias : Univention hat zwar die "Musterlösung" in BaWü übernommen, aber dafür haben die nicht Linuxmuster geforkt. UCS@school basiert auf deren eigenem Server (den es schon länger gibt als seit dem Ende von Linuxmuster). UCS unterstützt auch komplett Active Directory (und damit Win10 Clients), ich denke, die Systeme unterscheiden sich stark.

      @plattyplus : Danke für den Hinweis. Wir haben zwar aktuell noch keine Win10 Clients, aber das muss man natürlich im Auge behalten.

      Für den Fall, dass Ihr für Eure Ausbildung trotzdem Linux braucht, kannst Du natürlich einfach was aktuelleres installieren (in der aktuellen 'ct wurde gerade Antergos emphohlen für Leute, die auf die neusten Treiber angewiesen sind). Dann bindest Du das ans System an, ziehst davon ein Image und verteilst das (im Detail sicher mit etwas Gefrickel verbunden, aber definitiv möglich). Die Standard-Images, die bei Linuxmuster dabei sind, sind halt schon ziemlich alt.
    • alias schrieb:

      Alternativ kannst du Win10 auch als virtuellen Client in einer Linuxmaschine verwenden.
      Geht nicht. Wir brauchen AutoCAD als Anwendung und aus der Anforderungsliste der Software resultiert dann Windows 10 und eine passende recht teure Hardware, spezielle Grafikkarten und sowas. Daher auch M.2 SSDs, die in entsprechend hochwertigen Rechnern heute einfach Standard sind.
    • goeba schrieb:

      @alias : Univention hat zwar die "Musterlösung" in BaWü übernommen, aber dafür haben die nicht Linuxmuster geforkt. UCS@school basiert auf deren eigenem Server (den es schon länger gibt als seit dem Ende von Linuxmuster). UCS unterstützt auch komplett Active Directory (und damit Win10 Clients), ich denke, die Systeme unterscheiden sich stark.
      OK, ich hatte vermutet, dass der Kernel und die Basis geblieben sind,als die "alten" Entwickler, die aus der Schulpraxis stammen, aus Protest gegen die Übergabe an eine Privarfirma durch das LMZ die Zusammenarbeit aufgekündigt hatten. Riesig sind die Unterschiede wohl nicht - denn auch Linuxmuster (das eben NICHT zu Ende ist), verwendet Samba und kann auch mit win10-Clients umgehen.

      linuxmuster.net schrieb:

      Arbeitsplatzrechner können in linuxmuster.net sowohl mit Windows(7,8 und 10) und Linux betrieben werden. Ein Wechsel zwischen verschiedenen Betriebssystemen beim Rechnerstart ist ohne Wartezeiten möglich, virtualisierte Betriebssysteme können effizient verwaltet werden.
      Die Installationen auf den Arbeitsplatzrechnern (u.a. auf Tablets mit x86-Hardware) können den Bedürfnissen der Schule mit den gewünschten Softwarepaketen angepasst und über das Imagingsystem LINBO in wenigen Minuten verteilt werden. Dabei stehen keine komplizierten Mechanismen im Weg, sondern alltägliche Handgriffe bestimmen den Ablauf.
      Mit der Erweiterung OPSI können individuelle Windows-Installationen erstellt werden, sofern entsprechende OPSI-Pakete für die gewünschte Software vorliegen. OPSI beinhaltet außerdem eine detaillierte Hardwareinventarisierung.
      zu AutoCAD liest du das:
      ask.linuxmuster.net/t/erfahrungsberichte/2562
      Hier wird der Einsatz von AutoCAD unter Linuxmuster.net bestätigt.
      Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
      Heinrich Böll

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    • alias schrieb:

      zu AutoCAD liest du das:
      ask.linuxmuster.net/t/erfahrungsberichte/2562
      Hier wird der Einsatz von AutoCAD unter Linuxmuster.net bestätigt.
      Wobei das dann auch wieder nicht interessiert, wenn der Hersteller der Anwendungssoftware, konkret AutoDesk Inventor, die Systemanforderungen dann doch etwas anders formuliert und insb. sogar noch speizelle Hardwarekomponenten zertifiziert.

      Das ist hier ist schon so sportlich, daß ich an eine virtuelle Maschine nicht glauben mag:
      --> knowledge.autodesk.com/de/supp…todesk-Inventor-2018.html

      Und spätestens bei der zertifizierten Grafik-Lösung hört es dann einfach auf:
      --> knowledge.autodesk.com/certified-graphics-hardware

      Wie im ersten Link zu erkennen ist, setzt das Ding für eine einwandfreie Funktion sogar die 64bit Version von MS Office voraus. Womit dann auch klar wäre, warum wir nicht über OpenOffice oder Ähnliches zu reden brauchen.
    • ad 1) Nun - eine virtuelle Maschine ist ja nicht viel weniger als die reale Maschine.
      "Im Gegensatz zu Emulatoren werden virtuelle Maschinen direkt auf der CPU des Gastgeberrechners ausgeführt und nutzen üblicherweise die Virtualisierungsfunktionen der CPU."

      ad2) OpenOffice ist nicht LibreOffice. Auf Linuxmaschinen wird standardmäßig Libre installiert - das mir bei der Darstellung von Tabellen noch nie Probleme bereitet hat.
      Da ich kein AutoCAD nutze, kann ich nicht beurteilen, ob dieses Programm Excel-Tabellen an eine Tabellenkalkulation sendet oder explicit Excel verlangt (was ich mir nicht vorstellen kann, weil sich die AutoCAD-Hersteller dadurch eines Marktsegments selbst berauben.)

      Aber wie meinte der alte Fritz:
      "Jeder soll nach seiner eigenen Facon glücklich werden" ;)
      Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
      Heinrich Böll
    • alias schrieb:

      oder explicit Excel verlangt (was ich mir nicht vorstellen kann, weil sich die AutoCAD-Hersteller dadurch eines Marktsegments selbst berauben.)
      Es verlangt explizit Word und Excel der Versionen 2010, 2013, 2016, lokal installiert auf c:, nicht einmal MS Office 365 wird akzeptiert.
      Damit wird MS Office dann wieder zum Quasi-Industriestandard, da mögen wir uns im Schul-Bereich auch noch so anstellen. In der Industrie ist MS Office einfach gesetzt.
    • @plattyplus : Da ist es wieder, Dein Gerede vom Standard. Das ist Quatsch, und zwar ganz großer.

      Erstens:

      Autodesk schrieb:


      Die 64-Bit-Version von Microsoft Office ist erforderlich, um Access
      2007-, dBase IV-, Text- und CSV-Formate zu exportieren
      Das heißt: Wenn Du nicht genau diese Datenbankformate exportieren willst, dann brauchst Du für Deine Installation auch kein Office.
      Was sagt Autodesk selbst zum Thema Open Source?

      linuxfoundation.org/blog/2015/…t-support-linux-autodesk/

      Ja, Autocad, das Flagschiffprodukt von Autodesk, läuft nur unter Windows. Aber abgesehen davon sieht auch Autodesk in bestimmten Bereichen Open-Source und Linux als unverzichtbar an und ist deswegen sogar Mitglied der Linux-Foundation.

      In sehr vielen Bereichen ist Linux der Industriestandard. Was glaubst Du, warum Microsoft sich selbst so aktiv an der Entwicklung von Linux beteiligt? Weil Linux das gefragteste Betriebssystem in der Cloud ist, und das gilt sogar (!) für Microsofts eigene Cloud:

      zdnet.com/article/linux-now-dominates-azure/

      Eine Industrie, die von Linux dominiert ist und von der man das nicht denken würde, ist

      golem.de/news/filmindustrie-ho…sprojekt-1808-135958.html


      die Filmindustrie.


      Dass Linux den Bereich Webserver und Embedded dominiert, ist ja ohnehin bekannt. Der Linux Kernel steckt auch in jedem Android-Handy und dominiert daher den Mobilbereich.


      Nimmt man den Begriff Computer etwas weiter als alles, was einen Prozessor hat, ist Linux vermutlich schon jetzt das weltweit dominierende BS:


      wired.com/2016/08/linux-took-web-now-taking-world/


      Neuester Trend ist da z.B. die Autoindustrie:


      linuxfoundation.org/blog/2017/…-the-automotive-industry/



      Man kann es also auch umgekehrt formulieren: Bei allem, was nicht der klassische Desktop-Bürorechner ist, dominiert Linux, ist also der - um Dein Lieblingswort zu verwenden - Industriestandard.


      Will man im Bildungsbereich also nicht nur Hilfsarbeiter und Schreibkräfte ausbilden, so sollte man tunlichst auch den "Industriestandard" Linux im Auge behalten!
    • Einwurf vom Rande: An sämtlichen Grossforschungsanlagen und -instituten dieser Welt (CERN, BESSY, EMBL, etc. pp.) wird mit Linux-Rechnern gearbeitet. Auch der Bereich Medizintechnik (Präzisionsrobotik im OP) schwört auf Linux.

      Damit bin ich aber wieder raus aus der Diskussion, ich hab nämlich von den technischen Details sowas von keine Ahnung. Lese aber weiterhin interessiert mit. :super:
      =======================

      Früher war mehr Lametta!
    • @Wollsocken80: Wir sind ja gerade offtopic, platty und ich.

      Was mich, da Du an einer Schweizer Schule arbeitest, viel mehr interessieren würde: Habt Ihr denn den Univention School Server? Die haben, wie ich der Referenzseite von UCS entnehmen konnte, einen Vertrag mit der ganzen Schweiz. Ich weiß natürlich nicht, inwieweit Du mit Eurem Schulserver überhaupt in Berührung kommst.
    • Wollsocken80 schrieb:

      Dass es diesen Vertrag gibt, das steht auf educa.ch, ja. Unser Server wird zentral von der IT-SBL in Liestal administriert, in wie weit die also bestehende Systeme "eingekauft" haben, das weiss ich nicht. Ich kann aber bei Gelegenheit mal nachfragen wie das ist.
      Das macht total Sinn. Das ist der Witz an Univention, dass man einen Großteil der Dienste zentral vom Schulträger administrieren kann und an den Schulen selbst dann nur ein "Hilfs"-Server ist. Klingt sehr nach Univention, was ihr da habt. Uns nützt das vermutlich nichts, weil ich nicht glaube, dass unser Schulträger da was zentral administrieren kann / will. Ferner werden die anderen Schulen, die sehr zufrieden sind mit IServ, sicherlich nicht wechseln wollen. Univention funktioniert aber auch als alleinstehender Schulserver.