Schüler geben private Telefonnummer des Lehrers weiter

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    • Schüler geben private Telefonnummer des Lehrers weiter

      Hallo,

      wie ist es eigentlich, wenn volljährige Schüler im Praktikumsbetrieb die private Telefonnummer vom Lehrer rausgeben (falls der Verantwortliche mit dem Lehrer reden will)

      Gruß
      profe
    • wenn der Lehrer im Telefonbuch steht, wohl ok, dann hätte der Betrieb auch anders rankommen können.

      Wenn er "im Vertrauen" die Nummer selbst herausgegeben hat, selber Schuld (ich mach das mit meiner Handy-Nummer auch, das wurde auch noch nie missbraucht, und notfalls gibt's die Blockliste. Außerdem ist die Gefahr von Helikoptereltetn an meiner Schulform sehr gering).

      Wenn die Schüler sie vom Sekretariat haben ohne Einwilligung des Lehrers: Zeit für eine offizielle Beschwerde.


      PS: Falls Du für einen Betrieb oder Schüler fragst: Im Zweifel sollen sie den offiziellen Weg per Dienst-Mail oder telefonisch über das Sekretariat nehmen.
      Ich tät sage, Schwartemage, tät mein Mage gut vertrage.
    • Auf die Frage "wie ist es eigentlich, wenn" kann man so gesehen nur Antworten geben wie "ärgerlich" oder "halb so wild" oder ähnliches.

      Möchtest Du Schwarmempörung oder Tipps hinsichtlich einer möglichen Reaktion oder Erläuterungen zur Rechtslage haben?
      Gruß
      Bolzbold



      Ich bin ein Ar***, und deswegen konnte ich nur Lehrer werden.
    • Die private Telefonnummer gehört zu den so genannten "personenbezogenen Daten". Damit darf sie eigentlich nicht einfach so an Dritte weitergegeben werden.
      "Eigentlich" deswegen, weil der Schüler ja die Nummer irgendwoher haben muss. Hat die Lehrkraft sie ihm gegeben, dann hätte der Schüler im konkreten Fall durchaus davon ausgehen können, diese Nummer bei Rückfragen oder Problemen auch an den Betrieb weitergeben zu dürfen.
      Hat der Schüler die Nummer aus anderen Quellen, liegt die Sache m.E. anders. Es stünde hier ein Rechtsverstoß im Raum.

      Viel wichtiger in diesem Zusammenhang ist meines Erachtens aber eine klare Kommunikation mit dem Schüler, was geht und was nicht geht. Das Kind ist jetzt in den Brunnen gefallen - und Strafen helfen hier nicht weiter.
      Gruß
      Bolzbold



      Ich bin ein Ar***, und deswegen konnte ich nur Lehrer werden.
    • Ich sehe das anders. Eine Telefonnummer zu wissen, ist kein Rechtsverstoß. Als Privatmensch eine Telefonnummer an andere Menschen weiterzugeben, ist prinzipiell auch kein Rechtsverstoß. Schüler sind nicht Lehrer und unterliegen nicht den strengen Datenschutzbestimmungen, denen wir unterliegen. Weiter gesponnen, wenn das Sekretariat illegal die Nummer des Lehrers an den Schüler weitergegeben hat, dann ist das das Problem des Sekretariats, nicht des Schülers.
    • Mikael schrieb:

      Wieso gibt ein Lehrer seine private Telefonnummer an einen Schüler weiter?
      Wenn der Lehrer das aus welchen Gründen auch immer machen will, kann er das machen. Er hat die Privatautonomie über seine Daten. Aber dann trägt er eben auch das Risiko, dass seine Telefonnummer weitergegeben wird, auch, wenn er es eigentlich nicht möchte.
    • Profe schrieb:

      wie ist es eigentlich, wenn volljährige Schüler im Praktikumsbetrieb die private Telefonnummer vom Lehrer rausgeben (falls der Verantwortliche mit dem Lehrer reden will)
      Dann ist es vermutlich so, dass der Verantwortliche aus dem Betrieb auf dieser Nummer anruft und mit der Lehrkraft in Kontakt tritt.
      Der Lehrer kann das Gespräch annehmen
      oder es zu diesem Zeitpunkt unter dieser Nummer ablehnen und darum bitten, dass der Verantwortliche zu einer anderen Zeit/ auf einer anderen Nummer anruft.
      Sollten mit den SuS andere Kommunikationswege vereinbart worden sein, für den Alltag oder für das Praktikum, kann die Lehrkraft den Schüler zum Gespräch bitten.

      Mikael schrieb:

      Wieso gibt ein Lehrer seine private Telefonnummer an einen Schüler weiter?
      Wieso nicht?
      Wieso steht die Telefonnummer im Telefonbuch? Oder wieso nicht?
      Wieso wohnt der Lehrer im Dorf? Was ist, wenn die Schüler an der Tür klingeln? Wieso machen sie das nicht?

      Meerschwein Nele schrieb:

      Wenn der Lehrer das aus welchen Gründen auch immer machen will, kann er das machen.
      ... und wird mit den Konsequenzen leben.
      Sollte es Probleme geben, kann man das kommunizieren oder andere Lösungen suchen.
    • Palim schrieb:

      Mikael schrieb:

      Wieso gibt ein Lehrer seine private Telefonnummer an einen Schüler weiter?
      Wieso nicht?Wieso steht die Telefonnummer im Telefonbuch? Oder wieso nicht?
      Weil es unprofessionell ist. Kennst du die private Telefonnummer von deinem Hausarzt? Oder deinem Bankberater? Oder deinem Friseur? Wenn sich Lehrer wie Jugendliche verhalten, werden sie auch so von der Gesellschaft respektiert, nämlich wenig.

      Und: Wer lässt sich heutzutage noch ins Telefonbuch eintragen?

      Gruß !
      Mikael - Experte für das Lehren und Lernen
    • Mikael schrieb:

      Weil es unprofessionell ist.
      Aha. Und das entscheidet - wer?
      Es entgrenzt die Arbeit, stimmt, aber zum Problem scheint es erst jetzt zu werden, die letzten 40 Jahre eher nicht.
      Meiner Meinung nach gehört das eher zu dem gesamten Problemfeld "Arbeitszeit".
      Wenn zu viel Arbeit zu verrichten ist, wird der Wunsch größer, sich abzugrenzen.
      Wenn in der Schule ein Arbeitsplatz ist, an dem man erreichbar ist, braucht es keine privaten Nummern.
      Andererseits haben Lehrkräfte zu Hause ein Arbeitszimmer und einen Arbeitsplatz und sind deshalb dort auch erreichbar.

      Mikael schrieb:

      Kennst du die private Telefonnummer von deinem Hausarzt? Oder deinem Bankberater? Oder deinem Friseur?
      Ich kenne tatsächlich eine Menge Telefonnummern, auch auswendig, und kenne hier so einige, die ihre private Nummer auch dienstlich führen und dennoch professionell arbeiten können.
      Und tatsächlich treffe auch ich Entscheidungen, wann ich diese Nummern wähle und welche Zeit geeignet erscheint.
      Der Hausarzt hat eine Rufumleitung, der Bankberater ein Büro, in dem er zu Geschäftszeiten anwesend ist, aber er kommt auch abends nach Hause, und der Friseur ... gute Frage, aber meiner Meinung nach ist die Nummer privat, der Salon direkt am Wohnhaus.

      Mikael schrieb:

      Wenn sich Lehrer wie Jugendliche verhalten, werden sie auch so von der Gesellschaft respektiert, nämlich wenig.
      Ja, dem stimme ich zu.
      Nur verhalten sich Lehrkräfte, die eine Festnetznummer weitergeben, nicht gerade wie Jugendliche, die ihre Daten in alle Welt verteilen.

      Meine persönliche Erfahrung damit, meine Nummer weiterzugeben, sind ganz anders, als deine Behauptungen vermuten lassen.
      Obwohl ich ausdrücklich darauf hinweise, dass Eltern mich dort zu bestimmten Zeiten erreichen können, nutzen sie es äußerst selten und sind dabei sehr respektvoll.
      Ja, es gibt Eltern, die übergriffig sein können. Die tauchen aber zumeist morgens oder mittags in der Schule auf.

      Ansonsten habe ich den Eindruck, dass Lehrkräften, die sich respektvoll gegenüber Eltern verhalten, durchaus auch Respekt und Verständnis entgegengebracht wird.
      Könnte natürlich auch daran liegen, dass ich dem Jugendwahn nicht fröne und auch nicht den Kumpel-Typ geben muss.
    • Hab ich noch neulich gedacht, das tangiert mich hier nicht, muss ich mich jetzt empörterweise doch melden: Die Schulbegleitung einer meiner Schüler hat heute ungefragt meine private Handynummer an Eltern weitergegeben, welche mich auch schon angerufen haben (wegen eines Elternabends, dies hätte man auch schrfitlich bzw über die Schultelnr kommunizieren können).
      Freue mich pber empörte Kommentare (über die SB!!) oder hilfreiche Tipps, was ich mit der Frau SB morgen machen könnte.
      Servus und danke.
    • laleona schrieb:

      Hab ich noch neulich gedacht, das tangiert mich hier nicht, muss ich mich jetzt empörterweise doch melden: Die Schulbegleitung einer meiner Schüler hat heute ungefragt meine private Handynummer an Eltern weitergegeben, welche mich auch schon angerufen haben (wegen eines Elternabends, dies hätte man auch schrfitlich bzw über die Schultelnr kommunizieren können).
      Freue mich pber empörte Kommentare (über die SB!!) oder hilfreiche Tipps, was ich mit der Frau SB morgen machen könnte.

      Mein Kopf spielt gerade innerlich die Melodie vom weißen Hai.
    • laleona schrieb:

      Freue mich pber empörte Kommentare (über die SB!!) oder hilfreiche Tipps, was ich mit der Frau SB morgen machen könnte.
      Kein hilfreicher Tipp, aber um es mal mit den Worten von Mozart zu sagen:

      "Erst geköpft,
      dann gehangen,
      dann gespießt
      auf heiße Stangen;
      dann vebrannt,
      dann gebunden,
      und getaucht;
      zuletzt geschunden"

      aus Osmins Arie in "Die Entführung aus dem Serail". Fiel mir gerade spontan ein und ich konnte es einfach nicht nicht posten. :D
    • laleona schrieb:

      Hab ich noch neulich gedacht, das tangiert mich hier nicht, muss ich mich jetzt empörterweise doch melden: Die Schulbegleitung einer meiner Schüler hat heute ungefragt meine private Handynummer an Eltern weitergegeben, welche mich auch schon angerufen haben (wegen eines Elternabends, dies hätte man auch schrfitlich bzw über die Schultelnr kommunizieren können).
      Freue mich pber empörte Kommentare (über die SB!!) oder hilfreiche Tipps, was ich mit der Frau SB morgen machen könnte.
      Servus und danke.
      Bei uns sind die SBs meistens junge Menschen kurz nach dem Abi, die das als Bufti machen und denen so ein Lapsus infolge einer gepflegten Mischung aus naiver Ignoranz und Unbedarftheit im professionellen Umgang gerade mit Eltern auch geschehen könnte. Ist nicht ok, muss man ansprechen, dann sollte das aber auch klar sein, also: Offenes, ruhiges Gespräch führen mit der SB, dass das nicht in Ordnung war und dass sie künftig Eltern, die sie um so etwas bitten, auf die offiziellen Schulkontaktwege (Telefon/Schulmail) verweisen solle.

      In Gedanken aber auf jeden Fall heute noch:

      Nachgedacht schrieb:

      "Erst geköpft,dann gehangen,
      dann gespießt
      auf heiße Stangen;
      dann vebrannt,
      dann gebunden,
      und getaucht;
      zuletzt geschunden"
      , denn ein Unding ist es allemal.

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    • Ich erinnere mich an meine eigene Kindheit, da stand der Lehrer im Telefonbuch und gab am ersten Elternabend eine Liste mit seiner Nummer und den Nummern aller Eltern (nach Absprache) aus.
      Wenn dann eine Nummer weiter gegeben wird... Ja gut, kann man ansprechen und klären.
      Ich tippe am Handy.